Morgen. liebe Jamie....
musste als "Schwabe" zuerst mal die "Mundart-Grundregeln" lernen, ansonsten bekommst da keine Aufenthaltserlaubnis im Hessenland!
Also, dann kannst dich schon mal damit befassen... GADGET und LEAH können Dich am Mittwoch dann mal testen und evtl. Nachhilfe leisten....
Also Bis dann, dickes BUSSI
"Mundart-Grundregeln"
Die Hessen verwandeln im Allgemeinen den ich-Laut in einen isch- Laut. Also aus dem Wort ‚wichtig‘ wird ein gesprochenes ‚wischtisch‘. Das mag man ferschterlisch finden, oder eben einfach nur ganz herrlisch!
Am Wortende neigen die Hessen zu Abkürzungen. Bei allen -en-Endungen wird deshalb das -n weggelassen. Aus ‚singen‘ wird so ‚singe‘, aus ‚laufen‘ ‚laufe‘ und so weiter. Endet aber ein Wort auf -e, zum Beispiel die ‚Wiese‘, dann fällt das -e weg, das ist die ‚Wies‘. Beim Plural wird’s allerdings schon wieder kompliziert, denn aus die ‚Wiesen‘ wird nicht etwa die ‚Wiese‘, sondern das sind die ‚Wisse‘.
Und so kommt man zur nächsten Eigenheit des Hessischen, die Vokalverkürzungen: Endet ein Wort auf –el oder –en, spricht man den vorderen Vokal im Wortstamm kürzer. Aus ‚Hebel‘ wird also ‚Hewwel‘, aus ‚haben‘ wird ‚hawwe‘. Damit die Sprache noch ein bisschen lockerer wird, machen die Hessen oft aus dem etwas härteren b im Wort in w. Die ‚Stube‘ ist deshalb in Hessen die ‚Stuwe‘.
Eine typische Erscheinung des Hessischen sind außerdem die Verkleinerungsformen. Auch ein großes Haus bekommt den Namen ‚Häusje‘. Ist von mehreren die Rede, sind das die ‚Häuserschen‘, Autos haben ‚Rädersche‘, Männer tragen ‚Hütersche‘. Jetzt fehlt nur noch der hessische Genitiv. Denn wo es im Hochdeutschen so einfach geht, nehmen die Hessen lieber dem umständlichen Weg. Es handelt sich nicht etwas um ‚Marias Auto‘, sondern es ist ‚der Maria ihr Auto‘. Oder, wenn der Bruder von Maria Klaus heißt: Klaus seiner Schwester ihr Auto.