Ich lese hier seit geraumer Zeit und verfolge so manches Schicksal. Aber ich äußere mich nur selten. Aber wenn ich die Geschichte von Fuchs verfolge, dann hat mich dieser Ausbruch von neulich nicht verwundert. Ich war nur erschrocken, wie extrem er war. Im Dezember noch war Fuchs völlig am Boden durch die Trennung des Ehepartners und es gab auch Sorgen (natürlicherweise) mit den Kindern. Jeder, der eine Trennung erlebt weiß, wie tief da Wunden geschlagen werden, und es sind nicht nur die jeweiligen Partner betroffen, sondern immer auch die Kinder (nur das wird oft zur untergeordneten Sache, das eigene Leben darüber gestellt).
Dann im Januar großes Glück. Das ist auch eine sehr schöne Sache und jedem zu wünschen, doch ich war erstaunt über die rasante Entwicklung, die da vor sich ging. Wie lernt man sich denn zu viert in drei Monaten kennen, dass man gleich in eine Beziehung geht? Denn schon kam das Zusammenziehen und jetzt im April ein Ausbruch, der so heftig war, dass ich mir gar nicht vorstellen will, was wäre, wenn Fuchs keine Hilfe erhalten hätte und sich wieder hochgerafft hätte.
Leah hat es in einem anderen Thema (von naradchelja) geschrieben, goldene Lebensregel ist: eine Beziehung erst verarbeiten, bevor man in die nächste geht.
Und das haben auch freia und Eisherz hier schon deutlich geschrieben.
Und nun ist es der Nochehemann, der den Unfrieden stiftet, die Kinder aufhetzt ... Ich glaube, das ist zu einfach. Irgendjemand hatte hier mal Bedenken geäußert (ich glaube auch als Gast), dass bei den beiden Liebesgeschichten hier doch jeder von den Beteiligten auch die Augen, Ohren und das Herz offen halten soll ... Was wurde der Beitrag zerpflückt, jeder fand nur Worte, dass dieser Gast wohl neidisch wäre und den beiden kein Liebesglück gönnen würde ... Ich dachte im Stillen, recht hat er irgendwo.
Für mich ist diese Entwicklung fast normal, man kann nicht von einer Beziehung in eine andere gehen, ohne sie verarbeitet zu haben. Und auch für die Kinder muss es Schwerstarbeit sein, der Vater und Mann weg, die Mutter leidet, für die Kinder bricht das ganze Familienleben auseinander (auch wenn es nicht das beste mehr war), alles verändert sich. Dann plötzlich wieder ein neuer Mann und schon wieder ändert sich ihre Welt, er wird Partner der Mutter, kommt zur Familie hinzu. Dann kommen die Besuche beim Vater. Die Kinder sind m. E. nach damit überfordert. Gerade jetzt brauchen sie sehr viel Zuwendung und Liebe. Wie sollen Kinder das verarbeiten, ich glaube nicht, dass es nur am Nochpartner oder der Pubertät liegt. Das Verhalten der Kinder ist ein Ausdruck ihres Seeleninneren, sie packen diese ganze Situation nicht. Und anstatt beide (Mutter und neuer Partner) sich verstärkt um die Situation der Kinder bemühen, wird ein 11-jähriges Mädel vor die Wahl gestellt, entweder du benimmst dich oder gehst zum Vater ..... Und die Partnerin soll sich entscheiden zwischen dem Mann und dem Kind.
Und das soll gut sein? Ich glaube es nicht.