Hallo Carin,
ich las deine Zeilen und in mir schossen die Worte: "Jetzt ist aber langsam mal gut!" hoch. Das würde ich ihm so, mit aller nötigen Schärfe an den Kopf werfen. Hört er sich noch selbst reden?
Auf der einen Seite hat er seit Jahren Gefühle für sie. Sieht sie täglich auf Arbeit. Das Einzige, was ihn wirklich daran hindert Nägel mit Köpfen zu machen, ist seine eigene Abwertung "nicht in ihrer Liga zu spielen". Was heißt denn dieser Liga Gedanke? Dich sieht er in seiner "C - Liga" und deswegen seit ihr zusammen. Soll das eine Begründung sein? Weil er sich an seine A-Liga nicht heran traut, liebt er jetzt in der C-Liga? Er wertet dich damit ab. Mit welchem Recht verdammt noch mal!
Als ob das nicht genug ist, lebt er seine Sehnsucht und Gefühle für sie jetzt unter der durchaus berechtigten Hilfestellung aus. Über diese Hilfsbereitschaft kann er ihr emotional viel viel näher rücken. Das wird genau so passieren, Abstand halten hin, Abstand halten her. Einwände können mit einem "weiß gar nicht was Du hast, sie braucht halt Hilfe, schwere Lebenssituation, ... " einfach vom Tisch gewischt werden. Er kann sich wunderbar vormachen, dass er das ja alles im Griff hat und dir nebenbei den schwarzen Peter der Stänker und Miesmacherin zuschieben.
Wenn er darüber nicht ehrlich mal nachdenkt, ja nachfühlt, dann hast Du eine sehr schlechte Position.
Wenn für dich klar ist, dass Du nicht ihre Freundin werden willst, dann muss er das akzeptieren. Er hat sie nicht als Freundin vorgestellt. Er hat sie als Frau vorgestellt ,für die er mehr empfindet und die darum weiß. Damit ist der Zug für ein gemeinsames Weihnachten bereits abgefahren! Wäre die Lage umgekehrt, würde er das auch nicht wollen. Niemand würde es wollen. Außerdem kannst Du ihm gerne mal den Zahn mit der "Liga" ziehen. Du bist keine C - Liga nur weil er sich selbst in einer solchen sieht!
LG