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Mein Freund...

  • Starter*in Starter*in Alanis
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A

Alanis

Gast
Hallo,

ich bin neu hier und wollte mal kurz erzählen, wer ich bin und warum ich hier bin.

Ich bin Alanis, 26 Jahre alt, und lebe mit meinem ebenfalls 26jährigen Freund zusammen. Wir sind seit 2 1/2 Jahren zusammen.
Leider gibt es in unserer Beziehung viele Probleme. Ich fühle mich schon seit Beginn unserer Beziehung von ihm gedemütigt und herumkommandiert. Seit wir zusammen wohnen (ca. 1/2 Jahr), hat sich die Situation verschärft. Ich habe nun keine Rückzugsmöglichkeiten mehr und lebe in ständiger Anspannung.
Unsere sexuellen Bedürfnisse waren schon immer sehr unterschiedlich, doch seit kurzem nimmt er sich das, was ich ihm freiwillig nicht gebe, mit Gewalt. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Leider hab ich niemanden, mit dem ich darüber reden kann. Ich bin erst seit kurzem in eine neue Stadt gezogen und habe nur flüchtige Bekanntschaften.

Schöne Grüße,
Alanis
 
Hallo hier ist Christine,

war die richtige Entscheidung das du dich hier angemeldet hast .
Kenne diese Situation sehr gut die du schilderst. Habe selbst in einer 8Jährigen Beziehung mit Gewalt meine Zeit vergoldet. Habe mich vor 4 Monanten getrennt von im . Habe auch 2 Kinder , bin 28 Jahre alt (noch)

Den Rat denen dir hier viele geben werden ist immer der selbe, du musst auf alle Fälle raus aus dieser Beziehung.
Wenn du diesen Schritt machst , dann erkundige dich z.b im Diakonischen Werk. Da gibt es Sozialarbeiterinen.
Was auch noch für eine Möglichkeit wäre , ist das Frauenhaus . Du kannst auch bei der Polizei nachfragen wo du dich da hinwenden musst.

ich habe es selbst an meinen eigenen Leibe erfahren was es bedeutet, gib dich dieser Situation nicht hin.
Mache nicht diesen Fehler , und wenn du Kinder hast dann so schnell raus aus dieser Beziehung.

Er wird nicht besser , dachte ich auch immer , es wird immer schlimmer und du als Frau kannst dagegen nichts tun.
Ausser abwarten bis er wieder gegen dich gewalttätig wird oder die Kinder packen und ins Frauenhaus gehen. Mach es , solange du noch kannst. Drück dich LG christine
 
Hallo Alanis! Ich kenne das Gefühl der ewigen Anspannung,das Gefühl das man mit den Patner nicht zu Ruhe kommt und dieses gemeine Gefühl hat seinen grund es will dir zeigen dich warnen ,ich bin mit diesen Mann nicht Glücklich ,er liebt mich nicht sondern benutzt mich nur !!! Dieser Mann ist Krank und Liebt Dich nicht ,es ist sehr hart was ich schreibe ,aber zusammen sind wir stark denn ich kann sehr gut mit fühlen was in Dir vor geht da ich mich vor 16 Tagen aus so einer Kranken Beziehung befreit habe,oder noch da bei bin denn ich bin lange noch nicht durch damit.Niehmant hat das recht Dir das an zu tun ,Trenne Dich bitte so schnell Du kannst Du bist es werd geliebt zu werden !!!! Glaub an Dich!! Liebe Grüße von Nadine
 
Hallo,

danke für Eure Antworten.
Hab auch schon mal versucht, mit ihm zu reden, ihm zu sagen, dass ich mich von ihm trennen will. Aber er hat es nicht ernst genommen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Einfach ausziehen kann ich auch nicht, denn ich bin auf ihn in vielen Dingen angewiesen. Außerdem läuft unser Mietvertrag noch 6 Monate, wir können nicht vorher kündigen, und keiner von uns kann sich die Wohnung allein leisten, obwohl wir beide berufstätig sind.
Kinder hab ich übrigens nicht, nur eine Katze.

LG,
Alanis
 
Mir kommt das irgendwie bekannt vor, was du dort schilderst. Ich hatte 6 Jahre eine Freundin, die ich eigentlich nie gewollt habe. Bestand hatte das nur, weil ich ihr Erster war und sie so hässlich war, dass sie eh kein anderer wollte. Anfangs war das trotzdessen noch immer ganz interessant und da war eine schöne, geheimnisvolle, sexuelle Spannung zwischen uns. Später kam es aber oft, dass ich lediglich aus Gewohnheit mit ihr schlief und das auch, wenn sie deutlich signalisierte, dass sie keine Lust hat. Sie hat dann einfach weiter Fernsehen geschaut oder einfach mal etwas still gehalten und es ertragen... Andereseits hat sie aber das Gleiche mit mir getan, wenn ich keine Lust hatte. Dann lag ich halt einfach da und habe sie machen lassen. Es war also eine Art geben und nehmen.
Jetzt, wo ich darüber nachdenke, weiß ich auch wieder, wie sich das entwickelt hatte, dass es später so war und zwar folgendermaßen:
Wie gesagt, wollte ich sie garnicht und sie kam halt immer zu mir und wenn ich ihr sagte, dass sie nach Hause gehen soll, wollte sie nicht gehen. In der Zeit habe ich sie mit allem Möglichen versucht los zu werden bzw. sie zu vergraueln, weil sie es auch nie interessierte, wenn ich sagte, dass ich sie nicht will. Sie ließ sich einfach nicht abwimmeln. Irgendwann war es dann so, dass ich ihr so Worte sagte, dass sie sich verpi..en soll und ich meinte das echt ernst. Sie wollte aber nicht gehen und ich habe dann so Sachen gesagt, wie: "Dann zieh Dich aus!" um ihr so meine kalte schulter zu zeigen. Das hat sie natürlich nicht gemacht und sie hat immer mehr geweint. Ich wollte sie also raustragen und da hat sie sich gewehrt als würde draussen der Tod auf sie warten. Also hab ich angefangen ihr die Klamotten auszuziehen um sie so zu vergraueln. Als sie sich wehrte, sagte ich, dass sie nach Hause gehen soll, ansonsten mache ich das jetzt ohne ihr Einverständnis. Sie weinte noch mehr und wehrte sich immer weniger. Heutzutage kommt mir das auch selbst sehr fremd vor.
Ich tat es also und das Komische war, dass sie mich danach fest an sich drückte als wäre sie mir dankbar. So fing das Ganze an. Echt verrückt... Ich kapiere das heut noch nicht.
 
Hallo,

warum ich auf ihn angewiesen bin? Erstmal wegen der Wohnung - wir kommen aus dem Mietvertrag nicht raus und ich kann sie allein nicht bezahlen. Ihm die Wohnung und die Miete, die er nicht bezahlen kann, allein zu überlassen, wäre erstens gemein und geht zweitens nicht, denn wir sind ja beide als Mieter eingetragen und wenn er nicht zahlt, muss ich zahlen, egal ob ich da wohne oder nicht, weil unser Vermieter uns sonst anzeigt. Aber wenn ich jetzt ausziehe muss ich ja noch eine andere Wohnung mieten, die ich dann auch nicht bezahlen kann.
Dann bin ich mit dem Umzug auf ihn angewiesen, weil ich nicht autofahren kann. Und weil ich die Möbel nicht allein transportieren kann (Hochbett). Meine Freunde und meine Eltern und Geschwister wohnen zu weit weg, um mir zu helfen. Außerdem mögen sie ihn alle, ich kann ihnen nicht erzählen, warum ich mich von ihm trennen will.
Und schließlich wegen der Katze, um die ich mich allein nicht kümmern kann, weil ich manchmal nachts und am Wochenende aus beruflichen Gründen nicht nach Hause komme und ich glaube, sie kann nicht so lang allein sein (obwohl, das wäre wohl das geringste Problem, sie wird sich dran gewöhnen müssen).

Warum ist es eigentlich naiv, ihn um Trennung zu bitten? Ich wollte halt, dass wir wenigstens besprechen, was mit der Wohnung passiert und mit all den Dingen, die wir uns gemeinsam gekauft haben, z.B. Küche, Badeinrichtung und die ganzen Möbel.

@Lonesome Cowboy
Irgendwie versteh ich das nicht, warum warst Du denn mit ihr zusammen, wenn Du sie nicht wolltest und auch sonst nicht auf sie angewiesen warst? Nur wegen dem Körperlichen?
Du hast ihr Gewalt angetan, nur um sie loszuwerden? Und meinst Du, das macht mein Freund auch so?

Alanis
 
Nimm Kontakt mit der Caritas, der Polizei und/oder dem Frauenhaus aus. Da kriegst du auch Rechtsberatung und kannst so vielleicht rechtliche Wege finden, wie du das mit dem Mietvertrag regeln kannst/ ob es Ausstiegsmöglichkeiten gibt.

Du willst nicht aus der Wohnung und ihn da sitzen lassen, weil du denkst das wäre gemein von dir? Und dass er dich unterdrück ist... dann besser und okay? Rücksichtnahme gegenüber Andere findet sein Ende, wenn du dadurch psychisch und auch physisch leiden musst.
Du tust dir damit selbst weh, du schadest dir damit und es gibt genug Frauen, die das still ertragen bis sie völlig am Ende sind, dann noch Alkoholiker werden oder sich das Leben nehmen. Weil es immer schlimmer wird.


Du fragst wieso es naiv ist um Trennung zu bitten? Nun, er wird dem nicht zustimmen, schließlich bist du nach seiner Ansicht wohl sein Eigentum, ohne freien Willen und benutzbar nach Gutdünken. Mit Liebe hat das nichts mehr zu tun, wenn er dich nichtmal ernst nimmst, wenn du eine Trennung andeutest.

Was den Umzug angeht kann die Caritas und das Frauenhaus dir helfen, dort könntest du auch wohnen bis deine finanzielle Situation und die Sache mit dem Mietvertrag sich geklärt hat. Du hast die Möglichkeiten, deine Situation zu ändern.

Und wenn du dich trennen willst und Hilfe brauchst, dann sag es doch deinen Eltern und deinen Freunden. Glaubst du die halten zu dir (ihrer eigenen Tochter) oder zu jemandem, der ihre eigene Tochter unterdrückt und sie nicht wie einen Menschen behandelt sondern wie einen Gegenstand?

Und auch die Katze wird sich gewöhnen, das sind meines Wissens nach sehr selbstständige Tiere und ursprünglich Alleingänger.

Du bist nicht auf Menschen angewiesen, die dich so unglück machen. Wenn du wieder glücklich sein willst, dann gibt es viele Organisationen und Menschen die dir dabei helfen können.

Da muss ich mal Darkside_now zustimmen: Diskutier es tot wenn du willst und such nach Ausreden, aber sein Verhalten deutet stark daraufhin, dass du garkeinen Zugang mehr zu ihm hast, geschweige denn ihr auf einer Ebene reden könnt.
Eigentlich hast du garnichts mehr zu verlieren; Möbel kann man neu kaufen, Geld kann man auch wieder verdienen, aber ein freies und gewaltloses Leben in Würde - Dafür musst du in deiner Situation was tun.

In diesem Sinne viel Erfolg und liebe Grüße,
Blattweiss

PS: Ich gehe davon aus, dass er sich nicht auf eine Therapie einlässt und auch nicht angemessen reagiert, wenn du sagst wie du dich fühlst.
 
Ja, also ich denke sie war Anfangs ein guter Trost für meine Depressionen. Wenn man Depressionen hat wünscht man sich einfach nur irgendwen, der bei einem ist und einen nicht allein lässt.
Was ich damals mit ihr gemacht hatte beruhte aber auch auf einige unangenehme Erfahrungen mit anderen Mädchen. Dieser heimliche Sport der Mädels jemanden heiß zu machen um einen dann fallen zu lassen wie ne heiße Kartoffel. Und dann freuen sie sich n zweites Loch in den A... , wenn sie wissen, man wollte sie, aber sie haben einen gründlich veräppelt.
Naja, wie auch immer.
Sie war mir egal, bzw, ich wollte sie abstoßen. Wäre sie mir nicht egal gewesen, hätte ich das nie getan! Daraus könnte man schließen, dass es bei Dir und Deinem Freund ebenso ist. Das kann ich nicht genau beurteilen. Mittlerweile sehe ich die Dinge auch vollkommen anders und es war mit ihr auch nur eine Phase in der ich, schätze ich mal, diese blöden Erfahrungen verarbeitet habe... Und, dass sie trotz dieser Phase und anderer Phasen zu mir gehalten hat und bei mir blieb hat mein Verhalten in diesen Dingen vollkommen gewandelt.
Deinen Einwänden entnehme ich, dass Du garnicht unbedingt von ihm weg möchtest sondern viel mehr wissen möchtest, wie Du damit umgehen kannst ohne ihn zu verlassen. Wie Du wieder an den lieben Mann heran kommst, der er war, als ihr euch kennengelernt habt.
Mein Verhalten in dieser Angelegenheit hatte sich, denke ich, dadurch geändert, weil ich mitbekommen hatte, wie sie darunter leidet. Wie sie geweint hat mit der Frage: "Warum tust Du das?". Das hat mir zu denken gegeben. Schließlich war ich irgendwann so weit, dass ich ihr nicht mehr weh tun wollte, dass ich sie als den treuesten Menschen wahrgenommen habe, den es gibt. Wäre ich jemals ersnthaft an ihr interessiert gewesen, wären wir heute sicher ein glückliches Paar!
Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Frage beantworten!
 
Hallo Alanis,

erzähl doch mal: Wo genau bist Du auf ihn angewiesen?

Das ist alles, was für Dich wichtig ist. Er demütigt Dich, die Situation ist für Dich schwer auszuhalten - DU musst da raus!
Kuck mal nach Deinen Möglichkeiten und lass völlig außer Acht, was seine Schwierigkeiten wären...

LG,

anke
 
Sie war mir egal, bzw, ich wollte sie abstoßen. Wäre sie mir nicht egal gewesen, hätte ich das nie getan! Daraus könnte man schließen, dass es bei Dir und Deinem Freund ebenso ist.

Das denke ich auch manchmal, jemand der mir bewusst weh tut kann doch nichts für mich empfinden. Aber er reagiert dann meist überhaupt nicht so, als wäre ich ihm egal. Sonst würde er mich doch auch gehen lassen, oder?

Deinen Einwänden entnehme ich, dass Du garnicht unbedingt von ihm weg möchtest sondern viel mehr wissen möchtest, wie Du damit umgehen kannst ohne ihn zu verlassen.

Hm, das weiß ich noch nciht so genau. Eine Zeit lang wollte ich ihn verlassen, aber als er dann so traurig war, als ich es ihm gesagt habe, oder so sauer, konnte ich es nicht.
Jetzt ist es aber nicht mehr so schlimm, weil er mich psychisch nicht mehr so fertig macht, beziehungsweise weil ich es selbst nicht mehr so ernst nehme, was er sagt, und das körperliche ist für mich nicht so schlimm.
Ich denke, ich könnte durchaus so weiterleben, bis ich eine Lösung für die Situation gefunden habe, also bis beispielsweise unser Mietvertrag ausläuft.

ABER ich habe in der zeit, in der es mich wirklich belastet hat, meinen Freundinnen davon erzählt. Ist schon klar, was die jetzt von mir erwarten. Außerdem besuchen sie mich auch nicht mehr, weil sie meinem Freund jetzt nicht mehr begegnen können. Und die Freundschaft ist mir dann doch wichtiger als meine Beziehung, also muss ich jetzt was tun.

Alanis
 

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