G
Gel06
Gast
Ich hab mir seit meinem ersten Beitrag hier nun echt viele Gedanken gemacht. Vor allem habe ich versucht mich selbst in der Situation zu sehen, mit 22, mit dem Neuanfang, der Wohnung, der anders angedachten "wirklichen" Familienplanung. Nun mag meine Meinung nicht Jedermanns Meinung sein, aber je mehr ich darüber nachdachte, kam ich zu dem Entschluss, dass ICH die Beziehung nicht mehr weiterführen könnte. Zum einen hat er den Wert des Neuanfangs bis ins die Tiefgarage gefahren, indem er schon im Moment des "Ehrlichkeitsschwures" Dinge verheimlicht hat, Verständnis hin oder her, das würde mich enorm verletzen und diesen Neuanfang komplett in Frage stellen, immerhin macht man so einen Neuanfang ganz bewusst und überlegt und sagt nichts mal eben nebenbei und vergisst, WAS man gesagt hat. Zum anderen das Kind, auch wenn es nichts dafür kann und es nicht unter der Situation leiden soll, es würde mir einfach nur weh tun, jedesmal zu sehen, wie stolz er auf SEIN Kind ist - was er als Vater ja natürlich wäre und dem Kind sei es auch gegönnt, aber mich selbst würde es fertig machen und ich glaube nicht, dass man das vor dem Kind wirklich verstecken kann. Dann der Gedanke, wenn ich mal eigene Kinder mit ihm kriegen würde - so wie es "geplant" war. Für mich wäre es das Tollste und Aufregendste der Welt, ich hätte das Gefühl, dass wir eine ganze Familie werden und ich wüsste, dass wir dieses Neue nicht mehr gemeinsam erleben. Das wäre anders, wenn ein Kind schon VOR der Beziehung da war, aber wenn man 6,5 Jahre davon träumt diesen Weg gemeinsam zu gehen... und dann geht man ihn doch alleine, weil Papa schon seinen ersten Stolz hat - ich kann mir vorstellen, dass einem das mit 40 emotional nicht mehr so zu schaffen macht, aber mit 22 ist das schon ne krasse Sache. Zu guter Letzt müsste ich, obwohl ich jetzt noch gar keine Kinder eingeplant habe, innerhalb von zwei Monaten bereit sein eine Mitverantwortung zu tragen und klar ist (wenn er ein guter Vater ist), er würde die Kleine auch öfter kommen lassen, wenn die eigentliche Mutter auf die Piste will und ich stehe plötzlich in einer Beziehung mit Kind in der nichts mehr ist, wie es war, als ich mich entschloss um sie zu kämpfen.
Also wenn es mich beträfe... müsste die Liebe schon so enorm groß sein, dass es fast nicht mehr gesund wäre, um mir die ganzen Schmerzen, die Kämpfe mit mir selbst und den Kampf um die Beziehung anzutun. Schon richtig, dass jeder mal Fehler macht und auch dass man verzeihen können muss, aber man muss sich auch fragen, inwiefern muss ICH mich für die Korrektur eines Fehlers eines anderen verbiegen, um etwas zu retten, das kürzlich noch auf der Kippe stand? Es ist ja nun mal ein himmelweiter Unterschied, ob man einen Fehler in der Vergangnheit beruhen lassen und abschließen kann oder ob die Konsequenzen daraus meinen ganzen Alltag und Prioritäten innerhalb der Beziehung auf den Haufen werfen. Manche Fehler sind eben nicht "wieder gut zu machen", auch so mancher Arzt würde sich das wünschen.. wir leben aber nicht im Wunschkonzert.
Gel06
Also wenn es mich beträfe... müsste die Liebe schon so enorm groß sein, dass es fast nicht mehr gesund wäre, um mir die ganzen Schmerzen, die Kämpfe mit mir selbst und den Kampf um die Beziehung anzutun. Schon richtig, dass jeder mal Fehler macht und auch dass man verzeihen können muss, aber man muss sich auch fragen, inwiefern muss ICH mich für die Korrektur eines Fehlers eines anderen verbiegen, um etwas zu retten, das kürzlich noch auf der Kippe stand? Es ist ja nun mal ein himmelweiter Unterschied, ob man einen Fehler in der Vergangnheit beruhen lassen und abschließen kann oder ob die Konsequenzen daraus meinen ganzen Alltag und Prioritäten innerhalb der Beziehung auf den Haufen werfen. Manche Fehler sind eben nicht "wieder gut zu machen", auch so mancher Arzt würde sich das wünschen.. wir leben aber nicht im Wunschkonzert.
Gel06