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Mein Freund kann keinen Sex haben

Bei der Paartherapie meinten die Therapeuten, dass ich ihn mit meinem Drang nach Sex unter Druck setzen würde... Dabei habe ich diesen Druck mehrmals völlig genommen. Hab ihm gesagt, dass es mir nicht wichtig wäre. Und mir wurde das Gefühl gegeben, dass ich komisch bin, weil ich Sex mit meinem Freund haben möchte.

Ja, Mensch Du... der arme Mann aber auch!

Meiner Meinung nach verlangst Du etwas ganz normales. Du möchtest in Deiner Beziehung Attraktion und Befriedigung erleben. Dass die Therapeutin Dir da so ein Brett hinknallt und das Problem von ihm auf Dich verschiebt finde ich gar nicht in Ordnung.

Edit: Ich möchte an der Stelle auch mal anmerken, dass nicht jeder "Paartherapeut", der da draußen so auf dem Markt rumkriecht auch tatsächlich ein Therapeut ist. Man sollte immer darauf achten, dass die Person zu der man geht auch eine Approbation besitzt, echte Paartherapie anbietet und nicht nur "Paarberatung" und man nicht eventuell an einen "Coach" (am besten noch Heilpraktiker) gerät, der einen mit seinen Allerweltsmeinungen behelligt, wo aber gar kein echtes Wissen dahinter steckt. Nicht jeder, den man für einen Therapeuten hält muss also ausgebildeter Therapeut sein. Klär das bitte mal für Dich ab, an was für eine Person Du da geraten bist.

Hab ihm gesagt, dass es mir nicht wichtig wäre.

Was genau bringt hier Selbstverleugnung?

Andererseits muss ich Dir ganz ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, was man Dir raten soll. Dein Freund vergnügt sich mit Pornos, um sich zu befriedigen und lässt die Beziehung komplett schleifen. Er setzt sich lieber vor den Bildschirm, als sich Zeit für Dich zu nehmen. Deine Sexualität ist ihm völlig egal und er sieht sich offensichtlich auch nicht dafür verantwortlich. Für ihn funktioniert das, weil Du keine Konsequenzen ziehst. Du machst aus seiner Pornosucht und Bequemlichkeit eine Krankheit und suchst im Äußeren nach Antworten: Bei der Mutter, bei seinem Hirn. Dann lässt Du Dir von einer Paartherapeutin, die eigentlich für Euch beide da sein sollte noch Komplexe einreden, willst es ihm recht machen, Teile der Beziehung funktionsmäßig nach außen verlagern, damit er es maximal bequem hat.

Edit: Die einfache, aber sehr unbequeme Antwort ist ganz einfach, dass Du ihn als Partnerin nicht anturnst, weil Du nicht seine Wünsche ansprichst. Es tut mir leid es klar zu sagen, aber Du bist für ihn als Sexualpartnerin nicht attraktiv. Es gibt auch "geistige Attraktivität" neben der körperlichen. Aber er sieht halt in der Beziehung zu Dir noch andere Vorteile, die er gerne ausnutzt.

Ich weiß, dass Du nicht über eine Trennung nachdenken willst. Aber Du bist 31 Jahre alt! Nimm Deinen Mut zusammen, beweg Dich aus diesem Elend heraus und such Dir einen Partner, der Dich glücklich macht.

Und mir wurde das Gefühl gegeben, dass ich komisch bin, weil ich Sex mit meinem Freund haben möchte.

Und zwar bevor Du völlig einen Knacks weg bekommst und Dich mit Sexgeschichten mit irgendwelchen Typen in schlechte Situationen bringst. Du wirst ihm nicht mehr helfen können. Aber Dir kannst Du noch helfen.

Ich will es jetzt mal sehr deutlich sagen: Du musst Dich nicht für einen Psycho, der auf Abartigkeiten und Gewaltelemente steht in Gefahr begeben und in den Dreck werfen.
 
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Edit: Ich möchte an der Stelle auch mal anmerken, dass nicht jeder "Paartherapeut", der da draußen so auf dem Markt rumkriecht auch tatsächlich ein Therapeut ist. Man sollte immer darauf achten, dass die Person zu der man geht auch eine Approbation besitzt, echte Paartherapie anbietet und nicht nur "Paarberatung" und man nicht eventuell an einen "Coach" (am besten noch Heilpraktiker) gerät, der einen mit seinen Allerweltsmeinungen behelligt, wo aber gar kein echtes Wissen dahinter steckt. Nicht jeder, den man für einen Therapeuten hält muss also ausgebildeter Therapeut sein. Klär das bitte mal für Dich ab, an was für eine Person Du da geraten bist.

Sehr guter Hinweis.
Ich möchte hier noch ergänzen, das auch nicht jeder ausgebildete Therapeut gute Arbeit abliefert, dass es an Erfahrung, Wissen, der Umsetzung, der richtigen Methode, der Passung mangeln kann.
Also auch bei vorhandener Kassenzulassung: Augen auf, hinterfragen, nicht unreflektiert annehmen, was das Fachpersonal da von sich gibt.

Verschwende nicht wichtige Lebenszeit
 
Ich möchte hier noch ergänzen, das auch nicht jeder ausgebildete Therapeut gute Arbeit abliefert, dass es an Erfahrung, Wissen, der Umsetzung, der richtigen Methode, der Passung mangeln kann.
Das kann man gar nicht genug betonen. Im Psychobereich tummeln sich viele chaotische Spinner/in, auch wenn sie Psychologie studiert haben. Der Master wurde oftmals an der Fernuni erworben für irgendein unstrukturiertes Geschwurbel, dekoriert mit ein paar Diagrammen und Statistiken. Sie meinen, Wunder was sie damit geleistet hätten und bilden sich ein, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, wähnen sich über jede Kritik erhaben. Ich kenne so einen Fall persönlich. Diese Typen kann man sich vorher gar nicht genau genug daraufhin anschauen, ob sie nicht selber eine Psychotherapie nötig hätten, allerdings eine seriöse bei einer kompetenten Person mit solider, am besten medizinisch-psychiatrischer Ausbildung.
 
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Dass die Therapeutin Dir da so ein Brett hinknallt und das Problem von ihm auf Dich verschiebt finde ich gar nicht in Ordnung.
Ich auch nicht. Ich halte das sogar für unseriös.

War das so eine Psychoanalysen-Trulla, die in jedem Satz fünfmal die Formulierung "ein Stück weit" unterbringt, oder wie ist ihre Ausrichtung?

Ich würde mir einen anderen Partner suchen. Mit deinem jetzigen kannst du ja platonisch befreundet bleiben. Aber verschwende keine weitere Lebenszeit mehr mit der Hoffnung, dass er sich sexuell ändert. Von Torschlusspanik sollte man sich bei der Entscheidung nie bestimmen lassen. Vielleicht ist der Typ schwul und will es sich selbst noch nicht eingestehen. Vielleicht führt er auch ein Doppelleben und hat auf Autobahnraststätten hinter deinem Rücken Sex mit Männern. Wäre nicht der erste Fall. Sollte es an anderen Ursachen liegen, liegt es in seiner, nicht in deiner Verantwortung, sich in Therapie zu begeben.
 
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Es gibt nur wenige tatsächlich gute Therapeuten.


Deinem Freund würde ich mit dem Sex keinen Druck machen.

Ich vermute, er ...kann... sich nicht verändern.
Lass ihn wie er ist.

Für sein Verhalten wird es tiefere Hintergründe geben.

Für den Sex würde ich mir jemand anders suchen.
 
Hallo zusammen,
ich komme mit einem Thema zu euch, bei dem ich nicht weiter weiß.
Seit nun mehr über 4 Jahren bin ich (31) mit meinem Freund (31) zusammen. Wir wohnen auch bereits seit 3,5 Jahren zusammen. Von Anfang an hatten wir Probleme mit dem Sex... Er verspürte keine richtige Lust, er wurde zwischendrin immer wieder schlaff, weil in seinem Kopf irgendwas abging,... Wir waren bereits bei Therapeuten. Er hat eben ein geringes Selbstwertgefühl, weil seine toxische Mutter ihm das systematisch ausgetrieben hat.
Er hat sich immer mehr in Pornos geflüchtet und ist da inzwischen beim Boden der Existenz angekommen. Die Themen sind absolut... besonders. Selbstbefriedigung mit übertrieben optischen Reizen ist sein einziger Weg zur Lust.
Ich kann ihm die nicht schenken. Weder oral, noch händisch noch irgendwie mit meinem Körper. Und bisher waren meine Sexpartner immer sehr zufrieden mit mir. Ich hatte so wahnsinnig viel Spaß in meiner Vergangenheit. Es war herrlich. Und seit dieser Beziehung bin ich völlig trocken gelegt. Er ist auch erst einmal in mir gekommen. Da hatten wir wieder 6 Monate lang keinerlei sexuelle Aktivität und er war ziemlich betrunken. War eine einmalige Sache innerhalb unserer ganzen Beziehung. Ansonsten versuchen wir es 1-2 Mal alle 3 Monate, aber er wird zwischendrin immer schlaff. Es geht dann nicht weiter.
Ich biete ihm einfach nicht genug Reiz für sein pornoverseuchtes Gehirn, glaube ich. Er ist so krasse Dinge gewohnt, die ihn in Fahrt bringen, die im realen Leben niemals möglich wären.
Und ich habe bereits versucht mich wenigstens an seine Hentais anzupassen, habe Kostüme angezogen und Ähnliches. Doch auch das fruchtete nicht.
Sobald ich die Initiative ergreifen möchte, flüchtet er. Und wenn er die Initiative ergreift, ergebe ich mich einfach, weil ich Angst habe, dass jede falsche Bewegung ihn wieder verschreckt, wie ein Reh.

Bei der Paartherapie meinten die Therapeuten, dass ich ihn mit meinem Drang nach Sex unter Druck setzen würde... Dabei habe ich diesen Druck mehrmals völlig genommen. Hab ihm gesagt, dass es mir nicht wichtig wäre. Und mir wurde das Gefühl gegeben, dass ich komisch bin, weil ich Sex mit meinem Freund haben möchte.

Ich frage mich immer mehr, wie lange ich das noch aushalte. Unsere Beziehung ist ansonsten sehr schön. Wir haben viel Spaß zusammen. Haben viele gemeinsame Hobbies. Wir kuscheln und haben uns lieb. Wir küssen uns. Knuddeln uns. Albern rum.
Es ist einfach nur der Sex, der fehlt. Und ich denke immer öfter darüber nach, ob wir nicht einfach eine offene Beziehung daraus machen. An ganz schlimmen Tagen, stelle ich mir vor, ihn zu betrügen... Aber das will und kann ich nicht.
Doch Schluss machen möchte ich auch nicht, da der Rest doch passt.
Und ich rede immer offen mit ihm. Sage ihm diese Dinge, wenn es wieder Thema wird. Wir reden darüber. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir dieses Problem haben. Es ist nicht so, dass wir es totschweigen.

Es ist frustrierend. Und es bringt mich zum Verzweifeln. Ich weiß, dass ich diese Beziehung so nicht für den Rest meines Lebens aufrecht erhalten kann. Denn es macht mich Stück für Stück mehr unglücklich. Egal wie sehr ich mich an die guten Dinge klammere. Und ich fühle mich auch schäbig dadurch. Ich wünschte, mir würde Masturbation ausreichen, wie es bei ihm der Fall ist. Er kommt prima damit klar, wenn jeder einfach für sich masturbiert. Und ja, ich habe auch bereits vor ihm masturbiert und er vor mir. Aber das hat auch nichts verändert.
Uff...
Ich könnte keine 5 Tage so leben und rate Dir zu einer offenen Beziehung. Am besten ohne Mitteilung aller Details. Ich kenne viele Paare, die sehr gut damit zurecht kommen und ein tolles Sexleben mit wechselnden Männern haben, ohne zuhause die Familie zu gefährden.
 
@Ginkgoblatt , hm vielleicht wäre die "blaue Pille" eine Option, diese soll ja helfen wenn man Psyche hat. Natürlich nur als Krücke bis es wieder läuft.
Meine Gedanke wäre ihm damit quasi die Angst vor dem Versagen zu nehmen, er kann positive Verknüpfungen im sexuellen Erleben mit dir schaffen, und entsprechend seinen Selbstwert steigern,
bestenfalls nach und nach seine Ängste abbauen.

Ausserdem sollte er weiter an seiner psychischen Gesundheit arbeiten und den Porno Konsum reduzieren.

Alles Gute für euch, Casper
Das ist ein gefährlicher Tipp, weil viele Männer nie mehr ohne die blaue Pille können, wenn sie einmal damit angefangen haben.
 
Ich könnte keine 5 Tage so leben und rate Dir zu einer offenen Beziehung. Am besten ohne Mitteilung aller Details. Ich kenne viele Paare, die sehr gut damit zurecht kommen und ein tolles Sexleben mit wechselnden Männern haben, ohne zuhause die Familie zu gefährden.

Und ich kenne eine Frau, die ist an den falschen geraten und wurde so dermaßen verprügelt, weil der Mann plötzlich beim Sex einen Ausraster hatte. Man muss sich als Frau bewusst sein, dass es den Männern, die nach solchen Frauen suchen oft um das Ausleben von Fantasien und nicht um Kuschelsex geht. Man kann da auch an den völlig falschen geraten, der einen dann so drastisch misshandelt, dass man für sein ganzes Leben gezeichnet ist.

Wenn ich als Frau jung bin, keine Kinder habe und noch nicht so lange mit jemandem zusammen bin, ohnehin auf Wohnungssuche bin... die Energie, die ich dann in diesen Typen stecke und in die Suche nach einem Sexualpartner... die kann ich dann auch gleich in die Suche nach einer neuen Beziehung stecken.
 

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