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Mein Freund ist vier Wochen in Thailand

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Also ich war in meinem Leben mehrfach beruflich in Thailand und bin auch einmal noch eine ganze Weile durchs Land gereist.

Ja, es ist heftig, wie offensiv man dort auf Sex angesprochen wird, mich hat das abgestoßen. Ich halte auch nichts von Prostitution. Wenn ich mit meiner Frau telefoniert habe, habe ich ihr die absurdesten Anmachen erzählt, wir haben uns darüber amüsiert.

Thailand ist ein schönes Land, mir hat der Sextourismus dort die Freude aber genommen. Allerdings war ich da genausoweit weg von Sex wie überall sonst auch. Und ich wäre sehr wütend gewesen, wenn meine Frau mir was anderes unterstellt hätte.
 
Man sollte sich im Urlaub grundsätzlich nicht auf die Anmache von Einheimischen einlassen. Da kommt nur Mist bei raus. Egal in welchem Land, man selber verliert immer.

 
Zuletzt bearbeitet:
Lass ihm den Spaß
Der Zug ist ja eh abgefahren.

Ich sehe es hier wie viele andere: Grundsätzlich hat man seinem Partner nichts zu verbieten.

Ich kann aber schon verstehen, dass du mit der Situation nicht ganz glücklich bist. Wenn einem Reiseziel ein anrüchiges Image anhaftet, der Partner dazu noch mit einem Herrenteam unterwegs ist, das vermeintlich auf Party ausgerichtet ist, wäre mir auch ein bisschen komisch. Tendenziell würde ich auch davon ausgehen, dass mein Mann sich da nicht austoben würde. Die ultimative Sicherheit hat man in einem solchen Fall aber eben nicht. Trotzdem rechtfertigt das kein Verbot, denn wie hier auch schon jemand schrieb hast du die ultimative Sicherheit nie - dafür muss man nicht nach Thailand fahren.

Was mich allerdings schon stören würde wäre, wenn mein Mann 4 Wochen getrennt von mir im Urlaub wäre und dies am Ende zu Lasten unserer gemeinsamen Urlaubszeit ginge. Darüber hinaus wundere ich mich ebenfalls, wie sich ein Selbständiger mal eben so 4 Wochen Auszeit am Stück gönnt und ich würde mich fragen. Es kann aber nicht zufällig sein, dass es bei euch kriselt und er deshalb nachdenken will? Das würde deine Ängste noch am besten erklären.

Ich würde ihn nach Rückkehr wahrscheinlich auch um einen Aidstest bitten. Sicher ist sicher. Den sollte er 6 Wochen nach Rückkehr machen, denn ab dann ist eine Infekton nachweisbar. Bis dahin nur mit Kondom.
 
Als ob ihr damit alle im real life so fein wärt... ich glaube es nicht.
Ich glaube tatsächlich auch nicht, dass alle hier so tiefenentspannt wären, wenn es um ihren Partner ginge. Für mich macht es auch noch einen Unterschied, ob der Mann mit einer Herrenrunde unterwegs ist oder alleine. Alleine sähe ich das tatsächlich sogar unkritischer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ich zu locker und tolerant? Hättet ihr das eurem Mann verboten?
Dafür ist es jetzt zu spät. Er ist schon dort, also musst du damit auch klarkommen.
Du musst selbst wissen, wie du damit umgehen willst. Aber hinterher zu sagen, dass es dir doch nicht gepasst hat, ist auch nicht ganz fair. Was soll er denn machen? Die Zeit zurückdrehen?

Überlege dir gut, wie du damit umgehst. Was und ob was war, wirste eh nicht klären können.
Und auch wenn was war, er wird sie nie wieder sehen.
 
Mir scheint, eure Beziehung ist noch recht frisch.
Vielleicht hat sich deshalb noch kein Vertrauen eingestellt.
Ist es für ihn nicht traurig, sein Kind einen Monat lang nicht zu sehen?
Und wer kümmert sich um seine Geschäfte?
Kennst du die Kickbox-Kumpel?
Und deren Partnerinnen?
 
Eigentlich müsste man sowas fühlen können. Es gab in seiner Vergangenheit sicherlich Anhaltspunkte, die Du werten kannst.

Da wäre, dass er schon ein Kind hat. Aber wie kam es dazu? Hat er die Mutter als Angestellte beschäftigt und war er ihr Vorgesetzter, der sie erst im Betrieb - und danach zuhause - führen konnte? Oder fand die Beziehung auf Augenhöhe statt?

Hat er sich vor Eurer Beziehung um Dich bemühen müssen?
Dies würde einen Rückschluss auf ihn zulassen. Es könnte sein, dass er ansonsten Frauen bevorzugt, die sich tief bücken, um sich von Lebewesen anspringen zu lassen, die ganz unten herum wuseln.

Wie äußert er sich in delikaten Angelegenheiten? Ist er eher verhalten oder mischt er mit?
Du solltest dann aber berücksichtigen, dass es Männer runden gibt, in denen Begriffe keine Tabus darstellen. Man ist "unter sich", denkt, dass alle gleich denken und folgt einer gewissen Gruppendynamik, die sofort unterbrochen wird, wenn eine Frau anwesend ist oder doch nicht, wenn die Frau als (erfahrener) Männerkumpel etabliert ist und diese andere Ausdrucksweise der Situation zuzuordnen versteht.

Wie hat er Dir von der Reise erzählt? War es eine Art:" ich habe beschlossen, dass...." , oder gab es im Vorfeld Diskussionen? Alternativ: hätte er wissen müssen, dass Du Bedenken haben wirst?

Es gibt aber noch den anderen Aspekt - der in Richtung "hätte ich ihm verboten" geht.

Würdest Du zustimmen, dass er im Himalaya einen 8000er besteigt? Oder in einem kleinen Plastik-U Boot zur Titanic taucht? Oder einen Porsche steuert, der 250 kann?
All dies sind Situationen, in denen Leute nicht mehr wieder kamen - aber davon gibt es 1000e weitere Situationen .
Eine endgültige Sicherheit bekommst Du nie, egal was genau vermieden wird.
 
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