Wenn ich mich mit dem Thema "Sozialleistungen" befasse, kommen folgende Fragen auf:
Kann man sich mit HartzIV gesund ernähren?
Kann man seinen Kindern mit diesem Geld etwas bieten/unternehmen?
Beide Fragen würde ich mit "ja" beantworten.
Ich prinzipiell auch.
Jetzt das "aber": ich habe eine Familie im Haus wohnen, supernette Leute, lieb zu ihren Sohn. Seit eh und je Hartz4-Empfänger, früher Sozialhilfeempfänger.
Das Geld reicht nicht. Nicht, wenn man einen Lebensstandard haben will, der den Namen auch verdient.
Sie rauchen beide, sie haben einen kleinen Hund, sie haben natürlich eine XBox und dafür auch die Spiele, trinken gerne mal ein Bierchen, alle haben ein Smartphone - halt ganz normal.
Wenn man mit Hartz4 jetzt auch noch auf gesund, lecker und satt machen soll... das geht nicht. Sehe ich bei mir in meinem Singlehaushalt. Ich käme mit den 150€ für Lebensmittel grade mal 2 Wochen hin.
Ich kaufe auch beim Discounter Gemüse und Obst. Aber es kostet halt es gesund zuzubereiten (und lecker & sattmachend).
Dann müsste man auf den kleinen Lebensstandard verzichten - und wer macht das schon des Essens wegen? Da wird zuerst gespart.
Auf der anderen Seite habe ich auch einen im Haus, der mit H4 gut zurecht kommt - der verlässt gefühlt nie die Wohnung, drückt allen seine lustfeindliche Lebensweise auf (Macht Kommentare, wenn man im Fahrstuhl neben ihm steht und in die Einkaufstüten guckt oder wenn der Postbote ein Paket für einen bei dem abgebeben hat, wie verschwenderisch man wäre, ER könne sich das nie leisten) und ist auch sonst einer, den man auch nicht wieder im Berufsleben sehen wird (auch, weil er aus Geiz nach eigenen Angaben nur 1x die Woche duscht).