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Mein Bruder...

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immer wieder, egal, bei welchen tätigkeiten, rutschen gedanken ab, sammeln sich und landen bei euch...
oh, omanale.
ich will dich so gerne in meine arme nehmen!!
 
Das ist so typisch für dich Omana, du machst dir immer sorgen um die anderen. Weisst du es ist auch irgenwie ein großes glück...😱 dein bruder und deine schwägerin hatten zeit sich zu verabschieden.. weisst du bei allem schmerz, ist das auch etwas schönes, vielleicht nicht jetzt aber mit den jahren... Sie konnten alles bereden..diese möglichkeit zu haben, ist doch tröstlich..

Ich hoffe du gibst gut auf dich acht, die trauer kann einem keiner nehmen und man muss auch ganz alleine damit fertig werden, auch wenn man zufluchtspunkte hat, die wichtig sind, die einem sehr helfen. Den großen teil muss man alleine für sich durchstehen und ich habe keine zweifel, das du und deine schwägerin das nicht schafft..

Ich denk an dich Sanni

Danke, liebe Sanni!
Ja, du hast recht, es ist ein großes Glück. Es hätte nicht besser sein können. Wir konnten so viel bereden, meine Schwägerin konnte so viel mit ihm reden, immer da sein... ihm das Gefühl geben nicht alleine zu sein.

Grade auch durch die Palliativ-Medizin, die Unterstützung und Hilfe von ihnen waren wir getragen. Und das Schöne - mein Bruder konnte alles noch selbst entscheiden.
Das es dann so schnell ging hätte keiner erwartet, aber es war am Ende doch das beste.

Ja, die Trauer kann einem niemanden nehmen, und das ist auch richtig so.

Das alles hat mir den eigenen Tod auch wieder näher gebracht - die Endlichkeit, die uns alle erwartet.
Ich fände es gut, wenn wir etwas mehr Augenmerk darauf legen könnten, wenn wir in unserer Kultur das nicht so wegschieben würden.
Es ist normal - das Sterben und das sollte viel mehr in den Alltag gebracht werden.
Dann trifft es nicht so hart.

immer wieder, egal, bei welchen tätigkeiten, rutschen gedanken ab, sammeln sich und landen bei euch...
oh, omanale.
ich will dich so gerne in meine arme nehmen!!

in deinen Armen - danke! ♥
Ich weiß wie sehr du nachvollziehen kannst.
Danke

 


Das alles hat mir den eigenen Tod auch wieder näher gebracht - die Endlichkeit, die uns alle erwartet.
Ich fände es gut, wenn wir etwas mehr Augenmerk darauf legen könnten, wenn wir in unserer Kultur das nicht so wegschieben würden.
Es ist normal - das Sterben und das sollte viel mehr in den Alltag gebracht werden.
Dann trifft es nicht so hart.

Das macht mich traurig, dass immer erst solche begebenheiten, einem wieder wachrütteln... Ich hab es damals gehasst, auch wenn die menschen es nicht sagen, als meine mutter starb, sah man es genau in ihren augen...Lass uns nicht genauso sein.....🙁

Es stimmt und doch haben wir alle angst vor dem sterben, sich damit außeinander zu setzen, die die man liebt, die eigene endlichkeit....
 
Das macht mich traurig, dass immer erst solche begebenheiten, einem wieder wachrütteln... Ich hab es damals gehasst, auch wenn die menschen es nicht sagen, als meine mutter starb, sah man es genau in ihren augen...Lass uns nicht genauso sein.....🙁

Es stimmt und doch haben wir alle angst vor dem sterben, sich damit außeinander zu setzen, die die man liebt, die eigene endlichkeit....


Ja, Sanni, so ist es aber. Und ich bin froh, dass ich wachgerüttelt werde, auch wenn ich es immer wieder verdrängt habe.
Der Tod kommt und es ist doch gut, wenn man darüber sprechen kann.

Als meine Ma starb fühlte ich mich mehr als hilflos, ich war alleine mit ihr.
Nun weiß ich mehr und spüre auch, dass ich auch damals alles richtig gemacht habe. Es ging nicht besser.

Heute aber weiß ich, dass man Sterben kann ohne so arg leiden zu müssen. Dafür möchte ich eintreten, so gut ich kann.
 
Liebe Omana,

Wir "kennen" uns zwar nicht, aber:

Dein Thread hat mich sehr berührt; daher schreibe ich erst jetzt.

Du hast Deinem Bruder in seinen letzten Stunden/Tagen beigestanden. Ihr hattet Euch (so habe ich es verstanden) nach vielen Jahren zum ersten Mal "wirklich verstanden"/gesehen. Du warst bei ihm trotz allem. Ich weiß nicht, warum ihr diesen Abstand hattet. Du hast ihn überwunden und Deinem Bruder und seiner Frau zur Seite gestanden.

Geteiltes Leid ist halbes Leid??? Nein, daran glaube ich nicht. Aber es kann helfen, wenn man sich gegenseitig unterstützt. Ihr (Du und Deine Schwägerin) möchtet mehr Zeit miteinander verbringen. Ihr möchtet gemeinsam in die Schweiz fahren. Du bist dann mit einem Menschen zusammen, der (und vor allem den) Deinen (Dein) Bruder ebenfalls geliebt hat. Das kann helfen den eigenen Schmerz zu lindern. Doch bleiben wird er immer...

Mein Bruder ist seit 25 Jahren tot. Nach seinem Tod (er war 23) habe ich mehr als ein Jahr mit seiner Verlobten zusammengewohnt. Sie konnte in der Wohnung, in der ihr Verlobter/mein Bruder gewohnt hat, nicht mehr "leben". Verständlich, denn er ist dort gestorben. Wir haben uns gegenseitig gestützt und unterstützt. Es hat geholfen, doch überwunden (verwunden) habe ich es nie...

Ganz viel Kraft wünsche ich Dir

LG
Fadeaway
 
Zuletzt bearbeitet:
Memento
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und lass mich willig in das Dunkel treiben,
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiss es wohl, dem Gleiches widerfuhr;
- Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt : den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muss man leben.

Mascha Kaléko
 
Lieben Dank, Fadeaway,

meine Geschwister sind alle räumlich ziemlich weit weg.
Wir haben wenig Kontakt.

Das ist bei uns in der Familie aber auch nicht schlimm, wir sind alle ziemlich wortkarg, telefonieren auch selten, lieben uns aber trotzdem.
Ich persönlich habe sogar große Probleme mit Telefonieren, was aber durch mein Bruderherz viel besser wurde.
Mit ihm und meiner Schwägerin konnte ich dann immer sprechen, das war kein Problem mehr.

Nachdem ich von seiner Krankheit erfuhr war es für mich selbstverständlich für ihn da zu sein und besuchte ihn auch so oft ich konnte.
Es waren allerdings auch nur 300 km.

Und es war einfach unglaublich zu spüren welche Verbindung wir haben, wir sind nicht nur ein Fleisch, wir sind eine Seele und ich freue mich, dass er mich so gerne um sich hatte.


Danke für deine Worte und es tut mir leid wegen deinem Bruder.
Auch wenn es schon 25 Jahre her ist, so nah ist er dir doch, wie ich spüre.


Die Worte von Mascha Kaléko berühren mich sehr, danke.
 
liebs omanale
hier im hr ist immer jemand da, um dich zu fangen, dich zu halten.

denk an dich, ganz fest, ganz oft!!
frara
 
Hallo ihr Lieben,

ich hatte grade ein schönes Telefonat mit meiner Schwägerin.
Sie muß immer wieder tief atmen - wie ich.

Ich hatte mir schon echt Sorgen um sie gemacht, sie war so fröhlich und gut gelaunt die letzte Zeit. Sie hatte auch sehr guten Halt und gute Gespräche.
Ich fand es etwas sonderbar - nach 40 Jahren Ehe - diese Fröhlichkeit.

Heute war es anders. Und ich traute mich auch zu sagen was ich gedacht hatte. Dass ich mir Sorgen um sie gemacht hatte, dass ich Angst habe, dass das große Loch noch kommt.

Nun, gestern hat sie das Wohnmobil aufgeräumt und vieles gefunden - 3 Paar Schuhe von meinem Bruder, dies und das, viele Erinnerungen kamen hoch.

Sie selbst sagte schon von sich, dass sie wohl nicht normal sei - die Trauer war nicht so tief.
Ich glaube, sie hat sie gut verdrängt. Nun holt sie sie ein und sie läßt es aber auch zu.
Sie kann nun auch weinen, sie redet jeden Tag mit meinem Bruder, meditiert mit ihm, arbeitet hart an sich.
Ich bewundere sie, ihre Stärke und bin nun doch froh, dass sie die Trauer zulassen kann.

Wir beide tauschten unsere Gedanken aus, die ähnlich sind... die letzte Nacht als wir beide bei meinem Bruder im Wohnzimmer schliefen, sein Atem, seine letzten Stunden...

Ich muss da immer wieder dran denken, bekomme es nicht aus dem Kopf und so geht es meiner Schwägerin auch.

Es ist gut, dass wir weinen können.

Ich freue mich sie bald wieder zu sehen.
Sie hat schon mein Nest im Wohnmobil hergerichtet 🙂
 
Liebe Omana

Die Trauer kommt nun richtig durch
vieles was verdrängt wurde im Unterbewusstsein ist nun da.
Erinnerungen an die letzten Stunden die Ihr gemeinsam verbracht habt werden wach.

Aber es werden Erinnerungen kommen,immer und immer wieder
an einen wunderbaren Menschen

und dies wird nie vergehen.
Geliebte Menschen sterben nie,sind immer da und lachen und weinen mit einem.

Trauern können und nun auch die Trauer zulassen ist wichtig
nicht mehr nur Stärke zeigen wollen obwohl man daß Gefühl hat zu zerbrechen.

Omana Du & Deine Schwägerin Ihr ward mehr als Stark
für Deinen Bruder unerseztbare Liebe .

In Gesprächen werdet Ihr oft noch Tränen vergiessen
aber ,dann werden Zeiten kommen
Ihr werdet in Erinnerungen leben,an Deinen Bruder denken mit einem Lächeln auf den Lippen.

Er war ein Kämpfer und wird immer ein Herzenssieger bleiben für Euch.
Im Wohnmobil werdet Ihr Reisen machen
er fährt mit in Euren Herzen.
und ist sehr stolz so eine Familie zu haben.

Grüss mir Deine Schwägerin Omana und Euch beiden von ganzen ♥zen alles liebe
Gruss Cat
 
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