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Mangelnde Selbstliebe - vergeudetes Leben

Homey

Mitglied
Ich bin jetzt 50 (!) und innerlich immer noch so unsicher wie mit 16.

1) Ich bin beruflich selbstständig und könnte wirklich einiges erreichen. Stattdessen trete ich seit 20 Jahren auf der Stelle, weil ich mir nichts anderes zutraue, als das, was ich seit 20 Jahren mache.

2) Mein Glas ist immer halb leer – oder noch viel leerer. Negativität und Pessimismus bestimmen mein Innenleben. Ich katastrophisiere, kann mich an nichts wirklich freuen, gehe immer vom Schlimmsten aus.

3) Ich bin seit 5 Jahren in einer Beziehung mit einem Mann, der wirklich wunderbar ist. Aber auch wenn ich versuche, mein schwarzes Innenleben nicht nach außen zu kehren, hat er inzwischen natürlich auch begriffen, dass ich ein negativer Mensch bin. Ich merke, wie ihn das mehr und mehr abtörnt - was ich verstehen kann. Tagtäglich quält mich die Angst, verlassen zu werden.

4) Aufgrund einer Emetophobie (Angst vorm Erbrechen) fallen mir soziale Unternehmungen schwer, sodass mein Leben einem Hürdenlauf gleicht, wo es nur drum geht, Dinge hinter sich zu bringen. Freude gleich Null. Für diese Angst schäme ich mich sehr.

5) Ich bin permanent unsicher. Mein innerer Kritiker beschimpft, bespuckt, beleidigt mich täglich.

Alles in allem fühle ich mich klein und lebensuntauglich. Und ich hab das wirklich so sehr satt. Ich habe 30 Jahre on/off-Therapie hinter mehr und habe theoretisch alles begriffen.

Aber im Grunde bin ich nur ein hohle Hülle, die versucht, einen Schein aufrecht zu erhalten. Ich bin ein Nichts. What a waste of life!

Vielleicht hat noch irgendjemand irgendeine Idee, wie ich es endlich schaffen kann, mich einfach nur zu akzeptieren? ... Ansonsten danke fürs Lesen!
 

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Bob73

Aktives Mitglied
Hallo Homey,
du beschreibst genau mein Leben, vor allen Dingen mit dem Satz.

Ich bin jetzt 50 (!) und innerlich immer noch so unsicher wie mit 16.
Bin in deinem Alter, und irgendwie muss ich akzeptieren das die Situation nun mal so ist wie sie ist. Hab diverse Änderungen versucht, ohne Erfolg. Jetzt fehlt mir die Kraft, sowohl körperlich als auch psychisch.

Ich wünsche dir alles Gute!
 

Wiarka

Mitglied
(...)Mein innerer Kritiker beschimpft, bespuckt, beleidigt mich täglich. (...)

Aber im Grunde bin ich nur ein hohle Hülle, die versucht, einen Schein aufrecht zu erhalten. (...)

Vielleicht hat noch irgendjemand irgendeine Idee, wie ich es endlich schaffen kann, mich einfach nur zu akzeptieren? ...
Meine (etwas paradoxe) Idee für Dich, liebe Homey ist: versuche zuerst Deinen inneren Kritiker zu akzeptieren. Nicht, um das, was er sagt, zu bejahen, sondern um überhaupt das auf sich selbst bezogene Akzeptieren zu lernen und zu fühlen, und auch - um ihn zu besänftigen.

Sage also z.B. im Inneren zu ihm: "Ja, du bist da in mir, ich habe Dich gehört und jetzt koche ich für mich und meinen Lebenspartner etwas Gutes". Du akzeptierst damit in diesem Moment sein Dasein, doch lässt Dich nicht von ihm dominieren. Und, was ich auch sehr wichtig finde - das Gute tust Du nicht mehr, um einen Schein aufrecht zu erhalten, sondern aus dem aufrichtigen Impuls heraus.

Es könnte vielleicht ein kleiner, aber wichtiger "neuer Anfang" sein.
Alles Gute für Dich :)
Wiarka
 

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