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mal eine etwas kuriose frage...

  • Starter*in Starter*in ich halt
  • Datum Start Datum Start
I

ich halt

Gast
ich hab heute mal kein problem (Juhuuu), sondern eine, zugegeben etwas merkwürdige frage:

Meine Kollegin und ich kamen neulich, auf die frage: Wie möchtest du bestattet werden?
dann kamen wir halt auf alles mögliche, u.a. dass man sich jetzt für ichweisnichtweivieltausend euro nach dem einäschern zu einem diamanten pressen lassen kann. meine mutter hat mir aber mal erzählt, dass man mit der asche (zumindest hier in deutschland) nicht einfach machen kann, was man will so wie in amerika. man muss die urne dann irgendwo beisetzen lassen ob unter der erde oder im wasser. stimmt das?
oder darf man die nur nicht mit nach hause nehmen? ich hab mir da noch nie so gedanken drüber gemacht, meine omi wurde eingeäschert, bekam ein urnengrab und fertig!
hat jemand ne ahnung???
 
so viel ich weiß,darf man hier in Deutschland mit einer Urne nicht einfach machen,was man will.Es bleibt die möglichkeit eines Urnengrabes,einer anonymen Bestattung der Urne,einer Seebestattung oder neuerdings die "Streuwiese".Das sind ausgewiesene Plätze,wo die Asche einfach verstreut wird.Das ist für mich allerdings eine Horrorvorstellung.Ich möchte nicht auf einer Wiese verstreut werden und der nächste Vogel pickt mich womöglich auf.Diese Möglichkeit gibt es in Holland wohl schon länger und das ist wohl jetzt in Deutschland auch erlaubt.War mal ein Bericht darüber im Fernsehen.
Ich hoffe,ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.Liebe Grüße.NIMO
 
Mmmm, ein bißchen wählerischer werden Vögel schon sein.......
Ich finde eine Seebestattung eigentlich nicht schlecht. Soviel ich weiß ist die Asche von Freddy Mercury im Genfer See ausgestreut worden. Das wär´s doch: Mit Deinem Star auf Du und Du, sozusagen.
 
Aber irgendwie ist es doch auch eine Horrorvorstellung langsam in einem Sarg zu verrotten und zu verwesen...
Ich hab irgendwie manchmal den Horrorgedanken, dass man nach dem sterben vielleicht mitbekommt was mit einem passiert, aber da man ja tod ist, nichts mehr dagegen machen kann.
Natürlich weiss ich dass wenn man tod ist, es einfach aus ist, aber trotzdem ist manchmal der Gedanke da dass es vielleicht doch nicht so ist.
Man liegt im Sarg und bekommt sehr wohl mit was passiert...
Ist eckelhaft...
 
Ich mach´s wie Störer und weiß noch auf eine tolle Webseite hin: Heißt "find a grave" ( mal bei google eingeben ) und man kann dort erfahren, wer alles wo liegt oder verstreut wurde.
 
Vielleicht sollte man sich einfrieren lassen (Kryonik), um so noch eine zugegebenermaßen sehr kleine Chance zu erhalten, eines Tages (wenn die Medizin weiterentwickelt ist) wieder aufgetaut zu werden und ein zweites Leben zu erhalten.
Ist aber in Deutschland zur Zeit auch nicht möglich, der Gesetze wegen.
 
Ich hab neulich eine noch andere Möglichkeit im TV gesehen, die fand ich toll. Zu meinem Freund sag ich manchmal "als Du 10 Jahre alt warst, da war ich noch in den Bäumen und in den Blumen und im Regen und im Regenwurm" (mein Freund ist einiges älter als ich). Dann diskutieren wir immer, ich beharre darauf, dass die Atome aus denen ich bestehe, vorher auch schon irgendwo waren - eben in der Welt verstreut. Er findet das lächerlich, weil da nicht "ich" war, sondern nur die Atome. Wie auch immer, ich bleibe dabei den Gedanken schön zu finden. Umso schöner also die neue Bestattungsart:
Ein Förster hat irgendwo in Deutschland seinen Wald zur Verfügung gestellt, da kann man zu Lebzeiten hin gehen und sich einen (seinen) Baum aussuchen. Zu dessen Wurzeln wird die Urne beigesetzt und wenn man selbst oder die Angehörigen möchten, kann man ein Schild oder Bild an den Baum hängen. Viele verzichten aber darauf. Auch die Bestattung kann dort "anders" abgehalten werden, z.B. ausschließlich durch die Angehörigen, nix mit Pfarrer oder so. Nur Angehörige, Freunde und der Förster. Ich find das toll. Da könnte mein Schatzi, egal was er dazu meint, immer hingehen und denken "ein Stückchen von ihr ist jetzt in diesem Baum".

Gel06
 

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