Klar, der Ton des Artikels ist stellenweise pointiert und zugespitzt – das kann durchaus überheblich rüberkommen. Ich glaube aber, dass der Autor gerade dadurch provozieren will, um eine bestimmte Haltung zu hinterfragen, die oft unhinterfragt bleibt. Interessant ist ja auch, dass er selbst reist und den Text auf seinem Reiseblog veröffentlicht – das zeigt doch, dass es ihm nicht darum geht, Reisen grundsätzlich zu verurteilen, sondern eher darum, unser Denken darüber zu hinterfragen.
Gerade im Kontext von
@Sammler2025 Beitrag finde ich den Artikel ganz passend. Der Artikel spricht nämlich genau dieses Gefühl an, dass man irgendwie „falsch“ ist, wenn man das Reisen nicht mag oder nichts damit anfangen kann. Der Text will, glaube ich, Mut machen, sich von diesem gesellschaftlichen Druck zu lösen und das eigene Verhältnis zum Reisen bewusster zu reflektieren, ohne dass man sich dafür rechtfertigen muss. Dass man das kritisch sehen kann, finde ich total legitim. Aber vielleicht ist genau das ja auch der Sinn, dass wir mal über unser Verhältnis zum Reisen nachdenken, anstatt es einfach als automatisch wertvoll anzusehen. Ideologie liegt am Ende ja auch oft im Auge des Betrachters.