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Machen Ego-Shooter einen Menschen zum Killer?

Machen Ego-Shooter einen Menschen zum Killer?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    30
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht, haha
Der ist gut 😀 *daumen hoch*

Antwort zur Umfrage:Nein

Ich habe schon alles mögliche an Spielen gespielt, vom Amiga und Super Nintendo bis zu aktuellen Geschichten.
Dabei war alles von Monster metzeln, prinzessinen befreien, die Welt vor einer Alien-Invasion retten, endzeitmäßig
mutanten zerpflügen, sich bis zum Teufel durch die Pforten der Hölle durchkämpfen, oder eben bis zum Himmel.

Auch sind nicht zählbar körperteile abgetrennt worden, mehr virtuelles Blut geflossen als unsere Meere wasser haben.
Nichtsdestotrotz füge ich niemandem Gewalt zu, abgesehen von meiner selbst.
Rette keine Prinzessinen, leg mich nicht mit göttlichen Gestalten an und Metzel keine Menschen draussen in der Hoffnung mehr Erfahrungspunkte zu bekommen.

Man sollte "normalerweise" differenzieren können zwischen einem Audiovisuellen, künstlich erstellen Erlebnis und
der Realität.
Wenn einem dieser Unterschied nichtmehr möglich sein sollte liegt das Problem woanders, das Spielen ansich ist
nicht der Grund das ein Amokläufer sich entscheidet: Heute kille ich mal eben meine ganze Klasse.
Es sind die Umstände die einen zu dem machen was oder wer man ist, zuerst sind es Eltern und Verwandschaft,
dann sind es Freunde und Bekannte usw.
Die einen bemerken ihre Problemchen, gehen sie an oder suchen sich hilfe.
Andere sind dazu garnicht in der Lage und fühlen sich so alleine und abgegegrenzt das eben nur ein Ausweg bleibt.
Ob Sie sich dazu entscheiden andere "mit zu nehmen" und sich nach Ursachenforschung herausstellt, hey der hat Ballerspiele gespielt 🙄 ist dabei völlig wurscht.
Über die Dinge, welche man in so einem Fall nie redet, bzw es garnicht mitbekommt gerade weil auch Eltern
immer fehlerfrei sind, bzw dieses nach aussen hin so darstellen ist, das da sehr viel schief gelaufen sein muss.
Aber sind ja auch nicht nur die Eltern, kann eben einfach auch das Umfeld sein und das nicht "klar kommen"
mit eben dem solchen.

Ich sehe für mich atm auch keine Zukunft, habe ich noch nie, ich habe auch Aggressionen, richte sowas aber lieber
gegen mich, dann wenigstens mit gutem Gewissen niemanden verletzt zu haben.
Jeder entscheidet selbst über sein Handeln, welche Grenze man überschreiten möchte und welche nicht.

Mein Standpunkt dürfte klar sein
 
Ich würde auch mit Sicherheit sagen nein, weil der Umkehrschluß ( alle die keine EGO-Shooter spielen sind zahme lämmer ) vollkommen instabil ist.

Ich denke ich bin nicht der Einzigste, der eigentlich noch nie solche Spiele gespielt hat, und dennoch zumindest leicht latent gewaltbereit ist.

Wobei es ja auch Unterschiede gibt, zwischen "Killern". Auf der einen Seite die echten "Profis" , Auftragskiller. Auf der anderen Seite die ganzen emotionalen Killer. Bei letzteren würde ich jeglichen Einfluß verneinen, da das Videospiel eben nie die notwendige Emotion ( Wut , Hass ) gegenüber dem zukünftigen Opfer ins Leben rufen kann. Dass kann nur die Realität.
 
jedem, der keine totale Null in Mathe ist und weiß, wie man "Dreisatz" schreiben kann, sollte klar sein, dass zwischen Egoshootern und Gewalt keine Verbindung bestehen kann.
wäre dem so, wären angesichts der zig Millionen egoshootern weltweit, Vorfälle wie in den Schulen VIEL häufiger.

ich weiß gar nicht, wie oft das passiert ist, aber wenn es 100 !!!! Vorfälle gegeben hätte (und soviele waren es bei weitem nicht) , wären das bei grade mal 1 mio Spieler (was indiskutabel niedrig ist) grade mal 0,0001%.

wer aus so einer Zahl eine Statistik machen will, ist in meinen Augen ein Schwachkopf - oder schlecht in Mathe 😉


Skynd
 
Hallo zusammen...

Mal im Ernst: Hört bei dieser unsäglichen, teils doch sehr populistischen und polemischen öffentlichen Diskussion überhaupt noch jemand zu? 🙄 Ich bin dieser Endlos Diskussion langsam wirklich müde. Zumal das Hauptargument größtenteils immer wieder mit charakterlich sowie sozial unausgereiften,pubertären und minderjährigen Teenagern geführt wird, für die diese Spiele nicht gedacht sind und auch nie waren. USK/PEGI 18 sprechen da eine klare Sprache.

Vor allem: Warum eigentlich stellt man diese Behauptung nur bei "Killerspielen", Egoshootern und Spielen mit gewalttätigem Inhalt (wie auch immer geartet) auf? Wenn man nach der Logik derer geht, die behaupten, dass Gewaltspiele zu solchen Taten führen, dann kann ich für mich nur müde lächeln und sagen: Genau, denn Pornofilme produzieren auch V*** am Fließband und sowieso: Schwulenpornos machen schwul und Lesbenpornos selbstverständlich lesbisch. 🙄

Wir hier in Deutschland können uns in Sachen Videospiele schon "glücklich" schätzen, denn wir haben die "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien" sowie die USK. Hier wird schon fleißig in der Hinsicht eine teils wirklich groteske Zensur (und es ist nichts anderes!) im feinen Zusammenspiel beider Institutionen in Sachen Videospielen vorgenommen, die die erwachsene, mündige Zielgruppe de facto bevormundet. Nun könnte man penibelst genau sein und argumentieren: Diese staatlichen Behörden zensieren ja gar nicht, es tun letztendlich die Hersteller. Das ist sicherlich richtig, aber die USK stellt die Bedingungen, welche Szenen entschärft werden müssen, damit ein Spiel nicht "Keine Altersempfehlung" erhält und somit auf dem Index landet. Da muss es noch nicht einmal so zugehen, wie unsere "Öffentlichen Qualitätsmedien" powered by GEZ-Zwangsgebühr gerne in der Vergangenheit bewusst einseitig sowie natürlich fälschlicherweise berichteten, zum Beispiel dass man bei "GTA San Andreas" detaillierte Tötungsszenarien in der deutschen Version hätte, angefangen von einer Kettensäge in den Bauch rammen (wo natürlich Blut en masse spritzt) wie dem abschließenden wegtreten der Leiche ins Gebüsch, also wie ein Stück Müll, es reicht schon aus, wenn in einem Spiel Hakenkreuzsymbole vorkommen und man gegen die bösen Nazis kämpft...

Wer sich mit der Szene wirklich auskennt, der zieht im Grunde genommen für sich persönlich eine ganz klare Konsequenz: Der letzte Glaubwürdigkeitsverlust auch der "Öffentlich Rechtlichen" und Videospiele nur noch aus Ländern, die auf die USK verzichten und das aus gutem Grund. Denn PEGI hat es noch nicht nötig so eklatant zu zensieren. Und in Österreich, der Schweiz und Großbritannien gibt es ja nun auch ein Amoklauf junger Menschen nach dem anderen, da die Games dort relativ frei erhältlich sind... 🙄



Liebe Grüße



Chaky
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht die Computerspiele töten Menschen. Menschen tun dies. Diejenigen, die diese Amokläufe gemacht haben, taten dies bestimmt nicht, weil sie vorher Call of Duty gezockt haben. Sondern weil alle vorherigen Hilferufe jedweder Art von ihren Mitmenschen ignoriert oder einfach nicht wahrgenommen wurden. Diese jungen Menschen hatten tagtäglich mit furchtbaren Problemen zu kämpfen, die sie so sehr überfordert haben, dass sie letztlich durchgedreht sind.

Und anstatt die Aufmerksamkeit auf die Bekämpfung solcher Probleme, wie z. B. Mobbing, zu lenken, sucht sich die Öffentlichkeit lieber einen Sündenbock auf den man die Schuld schieben kann. Warum auch nicht? Schließlich ist dies am einfachsten und bequemsten. Der Mensch neigt nunmal dazu, eher den bequemeren Weg zu gehen. Auch wenn er eigentlich ganz genau wissen müsste, was zu tun ist, um tatsächlich etwas zu ändern.
 

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