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Machen Ego-Shooter einen Menschen zum Killer?

Machen Ego-Shooter einen Menschen zum Killer?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    30
R

rome

Gast
Auf Aufforderung eines Users hin bitte einfach [Ja] oder [Nein] wählen und dies begründen.

Meine Meinung: [Nein]
http://stigma-videospiele.de/wordpress/weiterfuhrendes/amok/
http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,739509,00.html

Korrelation impliziert noch nicht Kausalität!

Damals waren es die Juden.Heute sind es dort die Schwarzen, hier die Studenten.
Morgen werden es vielleicht die Weißen, die Christen oder die Beamten sein.

Erinnert mich an "Langhaarige, Beatfans und Gammler".
 
Zuletzt bearbeitet:
Jain.

Begründung:
- Junge Menschen, die in einem stabilem Umfeld leben, nutzen solche Spiele nicht als Flucht aus der Realität, sondern als Ventil zum Aggressionsabbau, ohne dass sie jemals einen Amoklauf begehen würden.

- Junge Menschen, die in einem instabilem sozialen Umfeld aufgewachsen sind, dort weiterhin leben und beispielsweise mit massivem Mobbing zu tun hatten/haben oder ähnliches, sind meiner Meinung nach anfälliger für destruktive Verhaltensweisen.
Sie projizieren ihren Hass auf die Angreifer im Spiel, die Hemmschwelle sinkt, was im Endeffekt auch dazu führen könnte, dass sie ihren "Peinigern" gegenüber genau dieses Macht- Empfinden haben wollen und dann auch vor einer Tötung dieser Personen nicht zurückschrecken.
 
Dann müsste es ja relativ viele Killer geben, wenn dem so wäre.
Aber muss man darüber diskutieren ? Sicher wird es immer ein paar geben, die das denken. Andere denken vielleicht, die Welt ist ne Scheibe oder glauben an sonstwas.
Ich finde, dass das Fernsehen oder Radio z.B viel eher Potential hat, jemanden zu nem Amokläufer zu machen, wenn man sich diesen Dingen lange genug aussetzt.
Und das allergrößte Potential haben all diejenigen, die meinen, sie müssen andere runterziehen, mobben, ausgrenzen, um ihr Ego, oder "Selbstvertrauen" zu stärken auf deren Kosten. Mobbing und das Verhalten des Umfeldes sind der Hauptauslöser für so etwas, nicht irgendwelche Spiele.

Eigentlich ist z.B sogar Mensch ärgere dich nicht von einigen Elementen her irgendwo ein Spiel mit Gewaltpotential.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein klares Nein,

ich spiele leidenschaftlich gern Counter-Strike und für mich steht der Wettkampf da klar im Vordergrund. Das man solche Spiele im Team spielen kann (Taktiken überlegen etc. etc.) und dass es auch bedeutende Veranstaltung für diesen "Sport" gibt ist den wenigsten bekannt.
 
Schädlich finde ich Monopoly. Dieses Spiel fördert die Soziale Kälte mit seinem radikal kapitalistischen Ansatz/Grundsatz?, jeder ist sich selbst der nächste, man verliert völlig den Blick für seine Mitmenschen. 🙁
 
Jedes Ding hat mehrere Aspekte.
Und natürlich kann es eine Folge sein, dass jemand der zum Killer wird, auch Ego-Shooter spielt. Das sehe ich aber als Ausdruck eines Verhalten und nicht als Ursache. Grundsätzlich. Die Gründe für dieses Verhalten liegen wesentlich tiefer. Für mich ist deshalb eine Argumentation Ego-Shooter als r e i n e Ursache zu sehen falsch. Ein Sündenbock, den man sich ausgedacht hat, weil man den wirklichen Ursachen nicht erschöpfend auf dem Grund gegangen ist und auch nicht gehen will.

Ich denke es ist auch ein Generationskonflikt. Wie will jemand wie z.B.: Schäuble nachvollziehen, um was es da wirklich geht oder gehen kann. Es gibt eben mehrere Antworten. Die Gesellschaft wird mit Vereinfachungen das Problem nicht lösen. Es schafft nur neue Gräben, weil man eben auch eine Schublade öffnet und Nichtverstandenes dort hineinpackt. Eben Vorurteile in einem Thema, wo man sehr differenzieren müsste.
 
Schädlich finde ich Monopoly. Dieses Spiel fördert die Soziale Kälte mit seinem radikal kapitalistischen Ansatz/Grundsatz?, jeder ist sich selbst der nächste, man verliert völlig den Blick für seine Mitmenschen. 🙁

Aber Monopoly macht doch auch gar keinen Sinn, da man da sein Haus angeblich ohne Riester finanzieren muss. Da sind Ego-Shooter weitaus sinnvoller!

Aber meine Meinung ist nein, da es eben ein Spiel in einer virtuellen Welt ist und ich persönlich aufgrund eines Spiels, niemals den Gedanken entwickeln würde, das in die Realität umzusetzen. Außer bei Pokemon! Aber irgendwie verstecken sich die Viecher verdammt gut. Ich suche schon seit 10 Jahren und hab nichts gefunden und beim REWE lachen sie mich aus, wenn ich nach Pokebällen frage 🙁
 
Den Zusammenhang zwischen Ballerspielen und Aggressivität im Alltag würde ich nicht überbetonen. Jedenfalls sollte man nicht davon ausgehen, dass Ballerspiele die Ursache von Gewalt sind.

Es scheint vielmehr so zu sein, dass gewaltbereite Menschen auch gerne Ballerspiele spielen. Konkreter: Gewalt äußerst und realisiert sich verstärkt in einem bestimmten Millieu und basiert auch auf einem bestimmten Zustand der betreffenden Psyche. Es sind also schon bestimmte Bedingungen vorhanden bei Menschen, die später Gewalt ausüben.

Gewalt äußerst sich eher in einem Millieu mit gewaltbegünstigenden Bedingungen. Zu diesem Millieu kann man meines Erachtens statistisch betrachtet auch die Ballerspiele rechnen.

Es ist wie zB mit dem Geldmangel. Geldmangel ist nicht grundsätzlich eine Ursache von Gewalt. Aber Geldmangel begünstigt Gewalt und Gewalt wird statistisch betrachtet mit Vorliebe in einem geldschwachen Millieu ausgeübt.
 
Schädlich finde ich Monopoly. Dieses Spiel fördert die Soziale Kälte mit seinem radikal kapitalistischen Ansatz/Grundsatz?, jeder ist sich selbst der nächste, man verliert völlig den Blick für seine Mitmenschen. 🙁

An der banal wirkenden Aussage ist viel Wahres dran. Da gehts nicht ums reine Gewinnen und Verlieren in diesem Spiel, sondern da zockt man sich dermassen in Grund und Boden gegenseitig nur ab. Ich trage auch schon seit Jahren den fragenden Gedanken in mir, wieviele von den Spekulanten und Börsenzockern in ihrer Kindheit nicht vielleicht von ihren Vätern schon ordentlich beim Monopoly abgezockt wurden. Das ist jetzt nicht einfach nur so hohl dahergesponnen, sondern ich erinnere mich, wie ich bei Nachbarn immer wieder beobachtet habe, wie dort der Vater mit seinem ganzen erwachsenen strategischen KnowHow jedesmal ratfatz die Parkallee und Schlossstrasse hochgerüstet hatte und sich diebisch darüer freute, wenn seine Kinder am Ende hochverschuldet aufgaben.

Die Ego-Shooter halte ich NICHT für ursächlich, um zum Killer zu werden. Das viele gute dazu hier schon Hinterlassene brauche ich nicht auch nochmal zu wiederholen. Allerdings beobachte ich bei Kindern, die sich mit besonderer Leidenschaft lieber Ego-Shootern und ähnlichem zuwenden anstatt Fantasy, Sportgames und Action-Adventures, dass sie oft auch Probleme mit in sich (ursächlich schon ganz woanders aufgesammelter) angestauter Wut oder Aggression haben.
 
Ja, sie machen einen zum Killer, aber eben nur in der virtuellen Welt.

Wenn man GTA spielt, wird man zum Raser, Autodieb, Drogendealer, Schläger, Mörder, Auftragskiller, Zuhälter, Erpresser, Stalker, Terroristen, Amokläufer und vielem mehr. Würde sich das auf die Realität übertragen, wäre der Terminkalender aber ziemlich voll. 🙂

Man kann auch behaupten, dass Schach brutal sei. Die armen Bauern werden von Pferden niedergetrampelt und was der Springer mit der Königin macht, will ich gar nicht wissen. Am Ende muss der König dran glauben, damit ein Spieler gewinnt.
 
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