Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Liebeskummer 3.0 - weiß (immer noch) keinen Rat

Mich stößt ein bisschen die tatsache auf, dass sie bei der Trennung doch schon jemand Neuen kennengelernt hat.
Ich habe rausgelesen sie ist vor 2 Jahren weg und hat jetzt im September jemanden kennengelernt.

Ihr seid beide umgezogen wegen deines Jobs, sie hat es versucht. Aber sie ist offensichtlich nicht angekommen. Und ein Leben ohne Freunde, soziale Kontakte, Job, Erfüllung,... ist nicht möglich. Ich denke die vielen Fahrten "nach Hause" waren weniger wegen der Eltern, sondern einfach weil sie am neuen Wohnort nichts gehalten hat.

Du hast deinen Job, sie hatte nichts. Ist eine Partnerschaft so möglich? Ich denke nicht. Besser beide haben einen mittelmäßigen Job und ein funktionierendes Umfeld, als einer hat einen top Job und der andere geht leer aus. Sonst gibt es keine Balance.

Ich verstehe sie gut, sie wollte auch was erreichen im Leben und nicht alles aufgeben für deinen Job. Sie hat auch ein Recht darauf glücklich zu werden.
 
Ich habe rausgelesen sie ist vor 2 Jahren weg und hat jetzt im September jemanden kennengelernt.

Ihr seid beide umgezogen wegen deines Jobs, sie hat es versucht. Aber sie ist offensichtlich nicht angekommen. Und ein Leben ohne Freunde, soziale Kontakte, Job, Erfüllung,... ist nicht möglich. Ich denke die vielen Fahrten "nach Hause" waren weniger wegen der Eltern, sondern einfach weil sie am neuen Wohnort nichts gehalten hat.

Du hast deinen Job, sie hatte nichts. Ist eine Partnerschaft so möglich? Ich denke nicht. Besser beide haben einen mittelmäßigen Job und ein funktionierendes Umfeld, als einer hat einen top Job und der andere geht leer aus. Sonst gibt es keine Balance.

Ich verstehe sie gut, sie wollte auch was erreichen im Leben und nicht alles aufgeben für deinen Job. Sie hat auch ein Recht darauf glücklich zu werden.
Soweit richtig, aber wo bleibt die Liebe?
Darum geht es.
Sie hat ihn nicht wirklich geliebt.
 
Soweit richtig, aber wo bleibt die Liebe?
Darum geht es.
Sie hat ihn nicht wirklich geliebt.

Das kann hier niemand sagen.

Vielleicht hat sie dich geliebt @Zeitmeister - warum wäre sie sonst bereit gewesen, 500 km von ihren Eltern, ihren Freunden, ihrem Job weg zu ziehen, um dich als ihren Partner zu begleiten?

Liebe kann echt sein, das bedeutet doch aber nicht automatisch bei allen Menschen, dass alles andere keine Rolle mehr spielt.

Aber es zeigt ganz deutlich, dass diese Partnerschaft, die du verloren hast, keineswegs die 'wahre und einzige Liebe' deines Lebens sein kann, @Zeitmeister :

Denn wenn du ehrlich zu dir selbst bist: deine Gesellschaft hat nicht ausgereicht, um für sie den Verlust von Familie, Umfeld, Heimat, Job aufzuwiegen.

Ihre Gesellschaft war es dir nicht wert, deinen Traumjob aufzugeben.

Beide Seiten kann ich gut verstehen. Dann solltest du aber auch so ehrlich sein, vor dir selbst zu deiner Entscheidung zu stehen.

Lass die Trauer über deinen Verlust ruhig zu, aber es gibt keinen Grund, irgendwas zu bedauern.

Diese Partnerschaft hätte langfristig nicht halten können ; dafür hatte sie für beide Seiten eine zu geringe Priorität.

Gibt dir noch ein drittes Jahr der Trauer, wenn du das brauchst - und dann schau dich nach einer Frau um, die in deiner Nähe so fest verwurzelt ist wie deine Ex in ihrer Heimat.
 
Sie hat ihn nicht wirklich geliebt.
Ich denke schon.
Kennst Du den Spruch: "Von Luft und Liebe allein kann man nicht leben."? Das war im Grunde die Situation. Sie hatte ihn, jedenfalls wenn er nicht arbeiten war. War er arbeiten, was hatte sie dann? Ich denke seine Kompromisslosigkeit hat sie da mittel- bis langfristig keine Perspektive erkennen lassen. Man hätte ja auch zwei Jahre dort arbeiten können, um Referenzen aufzubauen und dann gucken können, ob nicht woanders auch was geht. Ich lese aus dem Eingangsbeitrag, der Job dort ist mehr oder weniger alternativlos, selbst wenn man dafür die Beziehung opfert.
Zeitmeister, kannst Du dazu was sagen?
Eine Beziehung ist nicht plötzlich zuende, es gibt Diskussionen, Bedürfnisse werden mitgeteilt und so weiter. Vermutlich auch noch während und nach der Trennung. Nur wenn man null Perspektive für sich sieht, was soll man machen? Sie ist mitgezogen, als er weg wollte, er hingegen hat als Priorität den Job gesehen.
Zeitmeister, ich drücke dir die Daumen, dass Du in 10 Jahren sagen kannst, es war die richtige Entscheidung.
 
Also was ich so aus dem Eingangsbeitrag herauslesen, Zeitmeister korrigier mich, ist:
Dann hat mich meine Verlobte verlassen, von gleich auf jetzt. Die genauen Gründe hierzu kenne ich nicht wirklich, bzw. erscheinen sie mir nicht logisch.
In den seltensten Fällen passiert sowas plötzlich. Meist kündigt sich das an, nur der Partner sieht es nicht oder will es nicht sehen. Hat sie wirklich niemals gesagt, sie ist unzufrieden mit der Situation?
Heimweh und Sehnsucht nach den knapp 500 km entfernten Eltern und berufliche Misserfolge ihrerseits waren ausschlaggebend.
Soziale Kontakte fehlten und keinen erfüllenden Job. Was genau hatte sie am neuen Ort?
Ich habe sie unterstützt, wo es nur ging. Beruflich, als sie auf Jobsuche war und auch im Haushalt.
Super, ihr blieb die Jobsuche und der Haushalt.
Zeitmeister, angenommen es wäre umgekehrt: Ihr wärt zurückgezogen, sie wäre beruflich gefestigt und Du hättest Jobsuche und Haushalt (hätte man ja machen können). Wolltest Du nicht? Warum meinst Du sie sollte das akzeptieren?
Sie hatte mir im September gesagt, dass es endgültig vorbei ist mit uns Beiden und dass sie einen Neuen kennengelernt hat.
Sie zog aus vor zwei Jahren, erst vor drei Monaten sagte sie, es ist endgültig vorbei. Vorher hätte es noch Chancen gegeben? Sie hat 1 ¾ Jahr die Tür für dich offengehalten, Du hast dich dagegen entschieden. Hast Du wenigstens versucht den Job zu wechseln, Bewerbungen verschickt? Was hast Du getan um die Beziehung zu retten?
 
Sie hatte mir im September gesagt, dass es endgültig vorbei ist mit uns Beiden und dass sie einen Neuen kennengelernt hat.

Hallo, ich hatte das aus dieser Bemerkung geschlossen, dass sie es ihm gesagt hat und gleichzeitig schon einen Neuen hatte. vielleicht habe ich es falsch verstanden.

Ich denke auch, dass sie diesen Neuen vermutlich schon länger hatte und es Dir nur noch nicht gesagt hatte.
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, die mir echt weiterhelfen! Spannend, wie unterschiedlich die Sichtweisen sind. Genau so läuft es auch in meinem Kopf ab. Einmal denke ich "Wie egoistisch von ihr, eine Schande dass ich mich so habe behandeln lassen" und dann wieder "Habe ich Anzeichen übersehen? Hätte ich etwas unternehmen müssen? Bin ich schuld?"

Kurz der Trennungsablauf zusammengefasst:

Oktober verlobt, auf Wolke 7 >>>
Januar hatte sie ihren kürzlich angefangenen Job wieder gekündigt >>>
März ist sie zu den Eltern gezogen als "Ein Jahr Auszeit" (steht sogar so im Kalender!), kam mir schon seltsam vor, wie eine Trennung. War sehr traurig, habe sie aber gelassen. >>>
Mai hieß es dann: Das ist kein Auszeit-Jahr, sie bleibt bei ihren Eltern >>>
November hatte ich ein Vorstellungsgespräch in ihrer Region, ihre Reaktion: Sie will gar nicht mehr, dass ich zu ihr ziehe. Sie wolle momentan keine Beziehung und muss zu sich selbst finden.

Mitte diesen Jahres hatte sie dann ihre restlichen Dinge abgeholt. Es war sehr emotional, wir waren beide super traurig. Haben dann auch nicht mehr über die Möglichkeit geprochen, es nochmals zu versuchen.

Im September diesen Jahres dann die Nachricht, sie schreibe nun mit einem anderen Mann. Das wollte sie mir sagen, es sei nun endgültig vorbei. Ich schrieb ihr eine letzte Mail, wünschte ihr alles Gute. Sie solle mich nicht mehr kontaktieren, es sei denn es wäre etwas Wichtiges.

Vielleicht kurz zu meinem Beruf: Ich habe seit über 12 Jahren darauf hin gearbeitet, wo ich nun bin. Es ist eine absolut seltene Stelle, die Chance ergibt sich nur 1x im Leben. Ich bin Bundesbeamter und kann daher eben nicht einfach mal kündigen und alles hinschmeißen, wenn es mir nicht mehr in den Kram passt. Das muss man doch verstehen?

Ich konnte diese Stelle nicht für eine ungewisse Zukunft aufopfern. Und das auch noch mitten in der Corona-Pandemie. Habe es doch gesehen, mein Bruder musste als studierter Ingenieur Kurzarbeit anmelden und einen Hilfsarbeiterjob annehmen, um seine Kreditrate bedienen zu können! Diese Sorgen hatte ich überhaupt nicht. Da muss man doch schon übermäßig dumm sein, seine sichere Stelle für eine Frau aufzugeben, die zuvor die Verlobung aufgelöst hat und den Mann einfach sitzen lässt. Oder?

Ich war zu Beginn der Beziehung bereits beruflich gefestigt, sie noch im Studium. Sie hatte die Möglichkeit, sich nach dem Studium beruflich komplett frei zu orientieren, ich nicht. Da war es doch nur logisch, dass sie zunächst zu mir zieht.

Andererseits gab es natürlich schon vorher "Anzeichen" und ich wusste, dass sie auf jeden Fall irgendwann einmal wieder näher bei ihren Eltern wohnen wollte. Natürlich haben wir beide unsere Opfer gebracht und ich rechne es ihr auch hoch an, dass sie zu mir gezogen war.

Ich bin auch niemand, der "aufrechnet" wer wie oft gefahren ist, oder wer dem anderen wie oft einen Gefallen getan hat. Aber wir sind z.B. wirklich seeeeehr oft in ihre Heimat gefahren, um dort am Wochenende das alte Haus zu renovieren. Auch, wenn ich manchmal absolut keine Lust dazu hatte. Habe es mir nicht anmerken lassen und habe es trotzdem gerne gemacht - für sie. Ironischerweise ist sie dort natürlich eingezogen, klar wieso auch nicht.

@unschubladisierbar hat einen super spanenden Gedanken! Da kann was dran sein! War es eine einfache Möglichkeit, sich unkompliziert aus der Beziehung zu schleichen? Hat sie vor der Hochzeit die berühmten "kalten Füße" bekommen und wollte das alles doch nicht?
 
Ja, wie ich geschrieben habe, die Liebe war nicht tief genug.
Die Liebelei, die stürmischen Gefühle der Anfangszeit haben sich bei ihr nicht verfestigt, sind nicht in die Tiefe gegangen.
@Zeitmeister, es ist müßig darüber zu grübeln, warum das so ist.
Es ist vorbei, wenn Du versuchst tiefere Gründe zu finden, wirst Du Dir nur wehtun.
Eine Episode Deines Lebens, die vorbei ist.
Angenehme Zeiten, die in Erinnerung bleiben.
Der Rest ist Erfahrung.

Ich hoffe, Du bist an den Feiertagen nicht allein.
Alles Gute Dir.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben