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lieber Sicherheit oder Spaß im Beruf

schon mal über ein Fernstudium nachgedacht? Dann kannst Du vielleicht in den gehobenen Dienst in einen dazu passenden Bereich wechseln. Kommt halt darauf an, was Du willst.

Eine Beamtenposition aufgeben ist ziemlich risikofreudig😱
 
Hallo zusammen!!
ich bin Beamtin und arbeite im Büro einer Stadtverwaltung......klingt langweilig, ist es auch....
ich habe meinen Beamtenstatus auf Lebenszeit, bin aber im Moment nicht besonders
glücklich....habe überlegt vielleicht nochmal eine neue Ausbildung in einem anderen Bereich zu machen, aber soll ich dafür alles aufgeben, was ich erreicht hab??
Oder kennt ihr Stellen wo ich mich bewerben kann als "mittlerer-nichttechnischer-Dienst-Beamter", die nicht ganz so langweilig sind??

Ich Arbeite seit ich 15 Jahre Alt wahr. Mittlerweile ist mir 32. Heute sind viele Menschen in Arbeit unglücklich. Kein Job deren keinen Spaß macht. Ich selber habe ich solche Erfahrung. Sicheres Job das Zählt Heute. Mein Beruf ist Hart Körperlich muss ich schwer arbeiten.
[Zeile entfernt - bitte keine Beleidigungen] Du solltest eh Überlegen wie du mehr als nur das Notwendigstes in deine Arbeit machen kannst.
Ich habe nie Lange Weile in die Arbeit gehabt.Habe immer etwas zu tun gehabt. Die Zeit geht auch schneller.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist eine schwierige Sache, finde ich. Bin selbst im ÖD und habe vorher 17 Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet. Damals war ich froh, den Job wechseln zu können. Hatte oft 12 oder mehr Stunden zu arbeiten, manchmal auch ganze Nächte durch und bin, bedingt durch Kundenaufträge oder Unternehmenspleiten, oft umgezogen oder hatte lange Anfahrtswege. Jedoch war die Arbeit abwechselungsreich und teilweise sogar spannend und ich lernte viel dazu.

Heute ist das nicht mehr so. Wenn es hoch kommt arbeite ich vielleicht 2 Stunden am Tag, den Rest beschäftige ich mich mit anderen Dingen. Mag für einige hier wie Hohn klingen, aber es ist, bedingt durch Aufgabenkonzentration in den Landesbehörden, einfach immer weniger Arbeit da, während an anderer Stelle die Leute vor lauter Arbeit gar nicht mehr wissen, wo sie anfangen und aufhören sollen. Diese Mißorgansation ist eine Folge verfehlter Personal- und Finanzpolitik, die wir jetzt ausbaden müssen.

Vor 10-15 Jahren hätte ich dir geraten "Klar, orientier dich neu, der Markt bietet viele Möglichkeiten und wenn es nicht sofort hundertprozentig läuft, gibt es ja noch Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe zur kurzfristigen Überbrückung. Heutzutage bedeutet Arbeitslosigkeit jedoch "totaler sozialer Abstieg" und ein enormes Risiko durch die Möglichkeiten der ARGE dir das Leben zur Hölle zu machen. Heutzutage hat man es auch als älterer Neben- oder Neueinsteiger sehr schwer überhaupt noch wieder Fuss zu fassen, da die meisten Unternehmen den gradlinigen dynamischen Lebenslauf bevorzugen und ihnen solche Knicke und Umwege gar nicht gefallen.
Auch ist zu bedenken, dass Festanstellungen in den meisten Bereichen mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel sind, und es ist, glaube ich, sehr belastend, wenn man ständig damit rechnen muß, sich in Bälde etwas neues zu suchen. Hinzu kommt, wie ja auch ein Vorschreiber schon erwähnte, dass eine Beamtenpension eine normale Rente in den Schatten stellt. Ein halbwegs normales Rentnerdasein ist ja ansonsten nur noch bei den Besserverdienenden möglich, also so jenseits der 5000 brutto.

Was du aber machen könntest, wäre wirklich ein Fernstudium. An der Fernuni Hagen gibt es einige interessante Studiengänge, die zum Einen nicht die Welt kosten und die du, dank der "Freizeit" teilweise auch während der Bürostunden erledigen könntest.

Mit einem solchen Bachelor- Masterabschluß z. in Jura könntest du dich dann innerhalb des ÖD auf eine Stelle im höheren Dienst bewerben, hättest somit einen erweiterten und interessanteren Aufgabenbereich, ein deutlich höheres Gehalt und deinen Beamtenstatus nicht verloren und darüberhinaus auch sehr gute Chancen einen solchen Job zu finden.
 
es ist lustig: ich habe einen Beruf der mir Spaß macht und ich will diesen aufgeben um eine sichere Beamtenstelle zu bekommen, egal wie langweilig die sein wird!

Egal wie super der Beruf ist, wenn man sich nicht sicher sein kann, in einem halben Jahr dort noch arbeiten zu können, bringt einem das gar nichts! Statt dessen tauscht man den ganzen Spaß gegen schlaflose Nächte und die Frage, wo es "enden" soll, wenn man schon Mitte 30 ist, keine Kinder in die Welt setzen will weil man nicht damit rechnen kann, nicht arbeitslos zu sein (und hier ist keine vage Unsicherheit gemeint sondern ganz konkrete Befristungen). Man kommt nicht zur Ruhe und am Ende zahlt man für den ganzen Spaß doch einen hohen Preis.

Dann lieber eine langweilige aber sichere Stelle, und den Spaß verschiebt man dann in die Freizeit. Zur Not kann man ja auch die Arbeitszeit etwas reduzieren für die sogenannte "work life balance".
 
Wach endlich auf.
Man geht arbeiten um Geld zu verdienen und nicht um Spaß zu haben. Wenn alle Menschen das machen würden, was ihnen Spaß macht regiert das Chaos.

Andererseits: wenn immer alle so denken würden, und niemand sich seinen Beruf nach persönlicher Neigung aussuchen würde, sondern nur nach irgendwelchen rein praktischen Gesichtspunkten, dann wären aber auch viele herausragende Leistungen nicht geschaffen worden. Was soll dagegen sprechen, sich an seinen Neigungen und Talenten zu orientieren? Das bringt doch letztlich nur Vorteile...

Klar macht es nicht jedem Spaß, Akten zu sortieren, aber es will andererseits auch nicht jeder Architekt, Komponist oder Forschungsreisender werden...
 
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Klar macht es nicht jedem Spaß, Akten zu sortieren, aber es will andererseits auch nicht jeder Architekt, Komponist oder Forschungsreisender werden...

na mal zwischendurch mal etwas zur Erheiterung:

Was waren die letzen Worte eines Schlagzeugers?
Ich hab da mal etwas komponiert

Und was waren die letzten Worte eines Architekten?
Da fällt mir noch was ein
😀

Viele Grüße

Lumpi
 
Also is ja ne bereichtigte Frage die du da stellst, denn jeder hat das recht darauf sich frei zu entfalten was seinen job angeht.

ABER: Meinst du du kannst einen Job finden in dem du jeden Tag aufs neue Spass hast, in dem es nie ein und den selben Vorgang geben wird (langeweile)?

Ca 95 % aller Nichtbeamten würde dich um deine Stelle beneiden. Sicherer Arbeitsplatz, gesicherte Pension etc. Willst du das wirklich aufgeben. Ist zwar nicht so ertragreich aber mindestens genauso glücklich wien sechser im lotto.

grüßle
 
Ca 95 % aller Nichtbeamten würde dich um deine Stelle beneiden. Sicherer Arbeitsplatz, gesicherte Pension etc. Willst du das wirklich aufgeben. Ist zwar nicht so ertragreich aber mindestens genauso glücklich wien sechser im lotto.

Es mag wirklich toll sein, Beamter zu sein. Dennoch wäre für mich persönlich auch eher ein anderer Lebensweg das Richtige: nämlich, nie die Suche aufgeben nach seinen Talenten, Neigungen, Leidenschaften, nach einem Beruf, der einen wirklich aus- und erfüllt.

So ist eben jeder anders gestrickt...
 
Hallo noch mal Gastschreiberin


Bewirb dich doch einfach mal bei einer Fachakademie für Sozialpädagogik in deiner Nähe für ne Erzieher Ausbildung oder für ein Sozialpädagogisches Seminar. Je nach dem was für Voraussetzungen du hast. Vielleicht wirst du ja gar nicht genommen. Und wenn ja kannst du das ja immer ablehnen wenn du willst.


(Ich weiß natürlich nicht was für dich eine interessante Stelle wäre, aber oft ist es so, dass Arbeitnehmer aus dem kaufmännischen oder Verwaltungsbereich die unzufrieden sind lieber so etwas gemacht hätten. 😀)



LG und alles Gute!
 

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