Stimmt, ich höre jeden Tag das sorgenvolle Gezwitscher der Vögel, ziemlich belastend. Und erst das verdrießliche Summen der Bienen, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Nektar zu sammeln.
Man sieht und hört es überall wie beschwerlich das Leben der Tiere ist.
Ein Raubvogel der mühevoll seine Kreise am Himmel dreht.
Beschwerliche Situationen gehören zum Leben dazu, das ist aber ein Wechselspiel und beruht auf der Wirklichkeit.
Nur der Mensch kann Leid in sich erschaffen, einfach so. Da ist gar nichts schlimm, nichts beschwerlich, alles ist da, der Kühlschrank voll und die Wohnung warm und dennoch jammert er und sagt das Leben ist kacke.
Verstehst du jetzt was ich meine? 😉
Tiere haben auch ihre Beschwernisse und ihren Kummer, ich habe oft genug Vögel trauern gesehen, wenn der Partnervogel sehr krank war und gestorben ist.
Oder man denkt an Tiere, die in einem kalten Winter leiden, oder in tropischen Ländern bei Dürrezeiten, wo sich die Tiere dann manchmal zwischen ihrem eigenen Leben, und dem ihrer Artgenossen und ihrer Kinder entscheiden müssen, was ihnen sicher nicht leicht fällt...
Das ist übrigens auch interessant, wie bei gesellig lebenden Tieren oft die Zuneigung zum Partnertier oder zum besonders gemochten Artgenossen in Konflikt mit dem Überlebensinstinkt kommt.
So kommt es vor, daß z B. ein Wellensittich den schwerkranken Partner verläßt, und ihn vielleicht sogar attackiert. Ist ja auch verständlich, denn ein schwerkrankes Tier ist in freier Natur ein gefundenes Fressen, und kann den ganzen Schwarm gefährden.
Aber es gibt auch Vögel, die bis zum Ende an der Seite des kranken Artgenossen bleiben, ihn füttern, putzen und beschützen, und sehr traurig sind wenn das kranke Tier dann stirbt...
Das kommt natürlich auch bei vielen anderen Wirbeltierarten vor und zeigt, daß es auch bei Tieren die Wahl zwischen verschiedenen Optionen gibt, und sie nicht nur instinktgesteuert reagieren und handeln.