Ich hab das mit diesem Abhängigkeits-Ding auch noch nie verstanden.
Klar, da mag es unterschiedliche Ausprägungen geben.
Aber die Idee, man sei "völlig frei" und unabhängig von anderen Menschen ist ein Wunschdenken, oder?
Für mich ist dieses "unabhängig sein um jeden Preis" auch eher so ein neoliberales Ding.
Ist doch richtig supi, wenn jeder sofort ans andere Ende des Landes ziehen kann, um dort zu arbeiten, ganz ohne diesen überflüssigen Ballast wie Familie, Freunde und die Heimatstadt, in der man sich wohlfühlt, stimmt's? 😄😉
Die Arbeitgeber, insbesondere Großkonzerne wird's sicher sehr freuen, wenn es keine menschlichen Bindungen mehr gibt, an denen man hängt und die man nicht für ein paar Euro mehr sofort kappt...
Aber Scherz beiseite: Ich finde, es gibt gesunde und ungesunde Abhängigkeiten.
Wenn jemand sein ganzes Glück und Leben auf einer oder ein paar Personen aufbaut, und sich alleine überhaupt nicht mehr lebendig fühlt, dann ist das natürlich krank und schädlich.
Und noch schlimmer ist es, wenn man sich aus Angst vorm Alleinsein schlecht behandeln lässt, dann läuft im Leben so einiges schief.
Aber wir Menschen brauchen normalerweise andere Menschen, um zufrieden zu sein, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Es muss nicht immer eine Liebesbeziehung oder Ehe sein, aber daß man überhaupt Menschen um sich hat, die Anteil an einem nehmen, die einen mögen, vielleicht sogar lieben, und im Leben begleiten, das halte ich schon für sehr wichtig, um ein zufriedenes Leben zu führen.