Liebe hat keine Grenze, wenn sie für sich selbst steht.
Ich liebe Menschen, die schon lange nicht mehr in meinem Leben sind und es wahrscheinlich auch nie mehr sein werden. Nicht weil ich etwas von der Liebe erwarte, sondern weil sie einfach da ist. Sie hat also keinen Grund, keinen Mehrwert, keinen Zweck. Wäre sie da um mich jemandem verbunden zu fühlen, dann hätte es vielleicht einen Zweck um eine Beziehung zu führen? Tue ich ja nicht, und werde es nie und habe es nie. Aber trotzdem ist sie da. Ich liebe Menschen, die schon lange tot sind. Hat das einen Grund? Einen Zweck? Was bringt es mir? Der Mensch ist nicht da, ich kann mich also nicht mit ihm verbunden fühlen. Zum einen weil es nurnoch eine Erinnerung ist. Ich kann mich zu der Erinnerung verbunden fühlen, aber was ich dann fühle ist vielleicht Freude oder Traurigkeit, oder vielleicht auch mal Wut. Nicht wegen des "Nicht mehr da seins" sondern wegen den Situationen. Weil die Person mal was sagte was mich verletzte, weil die Person mal etwas lustiges getan hat. Aber dennoch liebe ich diese Person. Ohne das ich mich an etwas erinnern müsste. Es ist einfach, und vielleicht ist es auch einfach.
Ich denke man sollte "Liebe" auch nicht allzu überbewerten, sass es ein magisches Gefühlserlebnis sei. Liebe gibt es in so vielen Formen. In kleinen Gefühlsregungen bis zu ganzen Gefühlsexplosionen. Manche leben ihr Leben lang mit vielen kleinen Gefühlsregungen, andere erleben nur einige Gefühlsexplosionen. Jedes Leben hat seine eigene Entwicklungsdynamik.
Ich denke man kann sich auf solche Fragen nur auf die eigenen Antworten einlassen. Das Leben leben und es herausfinden. Immer wieder auf's Neue.