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Liebe, was ist das?

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Ich denke nicht, dass es egal ist wen man heiratet...aber es kommt in erster Linie darauf an wie man mit sich selber und dem Leben klar kommt.

Und mit großen (Persönlichkeits-) Veränderungen seines Gegenübers... ^^
Persönlichkeiten sind oft derbe unbeständig. Ich weiß nicht, ob das schon immer so ausgeprägt war, oder ob die schnelllebige Zeit heute ihr übriges dazu tut. Wahrscheinlich trifft beides irgendwie zu. Jedenfalls kann es gut sein, dass man einige Monate lang die Zeit mit einem richtig tollen Menschen verbringt und dieser nach 1-2 Jahren Partnerschaft nicht einmal mehr ansatzweise der Gleiche ist, wie anfangs (und zwar ganz unabhängig von der rosaroten Brille). Oder nach 10 Jahren nicht mehr annähernd der Gleiche, wie vor fünf. Usw. - nach oben offen. Das hört man im Zusammenhang mit Trennungen immer wieder (und ich kann das gut nachvollziehen). Klar, Menschen verändern sich immer irgendwie, aber nicht wenige verändern sich im Laufe der Zeit wirklich grundlegend, sodass man sie einfach nicht mehr wiedererkennt. Und das macht die Liebe und deren dauerhafte Beständigkeit gewiss nicht einfacher.
 
Soll man aber nun seinen Eltern die Schuld für das eigene Fehlverhalten geben?
Zitat Ende

Es geht nicht um die Schuldfrage..
Die Eltern waren oft auch nur "arme Schweine mit einer schwierigen Biographie".

Wenn man sich seiner Beziehungsängste und deren Hintergründe bewusst ist, dann hilft es sich einen Partner zu suchen,welcher einem Sicherheit in einer Beziehung vermittelt.
Und man muss aufpassen,dass man sich nicht selber in der Beziehung verletzend zum Partner verhält.
So war es zumindest bei mir...😉
 
Vor vielen Jahren war ich mal für einige Jahre mit meinem Zahnarzt zusammen.
Es war eine relativ glückliche Beziehung und wir wollten heiraten.
Leider war er sehr eifersüchtig.
Als mich mal mein Exfreund anrief (an dem ich früher (auch auf der körperlichen Ebene ) sehr hing ),
der Ex mich um ein Treffen bat und ich es meinem Partner erzählte....meinte er zu mir,
dass er mal 6 Wochen Pause von mir brauchte.
Er hätte zu grosse Angst, dass ich mich in den Ex wieder verlieben könnte und mit ihm Sex haben würde.
Meine Beteuerungen , dass dies nicht der Fall sein wird und dass ich mich auch nicht mit ihm treffen muss...blieben sinnlos.
Ich war schockiert (da er der einzigste Mensch in meinem Leben war, welcher mir wichtig war..und ich hatte in diesen Jahren auch keinerlei familiäre Kontakte,da ich den Kontakt zur Familie abbrach ).

Ich bekam eine bronchiale Verkrampfung.
Das heisst, ich bekam fast keine Luft mehr, konnte kaum etwas essen (nahm ca.20kg ab ) und musste wegen meiner extremen Luftnot in ein Krankenhaus.
Ich dachte ernsthaft, ich muss wegen dieser Luftnot sterben.
Mein Lungenarzt sagte mir damals, dass diese bronchiale Verkrampfung durch einen psychischen Schock auftreten kann.

Als es mir mit den Monaten wieder besser ging..hatte ich auch extreme Bindungsängste, um nicht nochmal in eine Situation zu geraten bei welcher ich dachte, dass ich nun sterben muss.
Dass mein damaliger Freund so eifersüchtig war und ich so sehr psychosomatisch reagierte...hatte auch jeweils etwas mit unserer schwierigen Biographie zu tun.
Er wollte mich wieder zurück haben, aber durch mein Erlebnis der Luftnot hatte ich keinen Mut mehr für diese Beziehung.
Und er meinte,ich hätte doch um ihn kämpfen können,damit er spürt, dass ich ihn liebe...dass ich wegen meiner Luftnot keinerlei Kraft dafür hatte...wusste er nicht.

Später heiratete ich einen Mann bei welchem ich den Eindruck hatte,dass mit ihm eine ruhige sichere Beziehung möglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe auch grad zu kämpfen mit dem Thema Eifersucht. Ist grad ein Problem bei mir. Einige Hintergründe kenne ich (schlechte Erfahrungen im Erwachsenenalter, schwierige momentane Situation). Andererseits habe ich neulich mal gelesen, dass es auch mit Erfahrungen aus der Kindheit zusammenhängen kann, bspw. wenn man Angst hatte, seine Eltern bzw. deren Zuwendung zu verlieren.
 
Ja. Es ist wohl richtig, dass ein solides Selbst-Bewusstsein und Sicherheitsempfinden ganz allgemein sehr förderlich sein kann, wobei es dafür viele Quellen gibt. Manche mögen das einfach in ihre Wiege gelegt bekommen haben, bzw. in ihrem Naturell haben. Andere wiederum stählen ihren Körper oder Geist. Noch andere wiederum ziehen es aus ihrem gemeinschaftlichen Zusammenhalt, wobei das Freundschaften, Arbeitskollegen, Familie oder auch Glaubensgemeinschaften sein können.

Das Vorhergehende soll nicht abschließend bzw. vollständig sein. Bei vielen Menschen ist es wohl eher ein "Mischmasch" aus vorgenannten Faktoren und weiteren. Ein wenig mag auch das Anna-Karenina-Prinzip gelten.

Wenn nun, aus welchem Grund auch immer, das Selbst-Bewusstsein, Sicherheitsempfinden oder auch Lebensglück ausschließlich oder hauptsächlich auf den (Fort-)Bestand einer Paarbeziehung basiert wird, so KANN das aus meiner Sicht und ohne Sicht auf Besserung sehr "brenzlig", "instabil", "unausgewogen" oder gar "krankhaft" sein.
 
Wenn man aber in so einer Art Zwangssituation steckt, vollkommen schlecht. Nicht so sehr ein Makel der Beziehung, sondern der eigenen Persönlichkeit.
 
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