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Lestern über die pleite Griechen

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Man sollte auch nicht vergessen, dass sich Griechenland sozusagen mit geschönten Bilanzen in die EU gebracht hat.

Schon beim Eintritt hätten eigentlich die Voraussetzungen nicht vorgelegen.
 
Hallo,

erlich gesagt die Witze die Deutschen über die Griechen machen gehen mir langsam auf die Nerven. Deutschland ist doch selber Hochverschuldet knapp mit 2 Billionen Euro. Man sollte erstmal an seine Eigene Nase packen und dann über die anderen lästern. Viele Deutsche meinen das sie Geld an denen schenken, sie leihen das Geld denen und bekommen Zinsen dafür und auserdem retten sie gleichzeitig ihre Banken. Also hört auf mit dem Blödsinn.
Gruß Gast
Bist Du ein Grieche? Ich bin übrigens auch überzeugt, dass wir das Geld verschenken. Wie will Griechenland jemals 250 Milliarden abzahlen können?
 
Es wird ja immer gesagt Deutschland würde durch diese an Griechenland gezahlten Kredite durch Zinsen gut Geld verdienen. Naja wenn es zurückbezahlt wird...

Was mich auch sehr nachdenklich gemacht hat, war dieses Bild.

2,h=343.bild.jpg

Griechenland bekommt sehr viel Geld von der EU und dann fühlen sie sich angegriffen, weil man verlangt das sie dafür ihren Haushalt wieder in den Griff bekommen sollen?! Lächerlich...
 
was die Thematik angeht, hab ich demletzt etwas sehr interessantes gelesen:

Kritik nicht erwünscht: Welche Kommentare die Tageszeitung »Die Welt« löscht - Kopp-Verlag

kleiner Auszug:

Und was passierte mit den Staatskrediten? Mit denen wurden vor allem Straßen, Flughäfen und Hafenanlagen gebaut, u. a. sehr gern von deutschen und französischen Konzernen. Die staatlich garantierten Kredite flossen also abzüglich einiger lokaler Löhne und Bestechungsgelder weitgehend in die Taschen der deutschen und französischen Konzerne zurück.
ich denke da könnte wirklich was dran sein, man sollte die Schuld nicht den normalen Griechen geben, verantwortlich für die Misere dürften viel mehr die Politik und Hochfinanz sein

Man sollte auch nicht vergessen, dass sich Griechenland sozusagen mit geschönten Bilanzen in die EU gebracht hat.

Schon beim Eintritt hätten eigentlich die Voraussetzungen nicht vorgelegen.

was meines Wissens andere Regierungen (war es sogar Kohl's?) in ihrem Europawahn geflissentlich ignoriert haben
 
Zuletzt bearbeitet:
Äh, das stimmt nicht ganz. Griechenland ist als Urlaubsziel zur Zeit ein Renner. Habe ich am Morgen dem Radio entnommen......

Jo, jetzt hatten die deutschen ( und ausländischen ) Banken ja genügend Zeit um schon mal etwa ein Drittel ihrer Anlagen in Griechenland abzuziehen. Das heißt es wird demnächst eine bequeme Umschuldung für die Griechen geben und weiter gehts.
 
Es sind doch meist nur die Leute, die absolut keine Ahnung haben, die sich darüber nun lustig machen. Ich beschäftige mcih schon eine Zeit lang mit diesem Thema und ich blicke trotzdem nicht durch, es ist einfach viel zu komplex und es ist unheimlich schwer seriöse Quellen dazu zu finden. Das Gehetze auf Bildzeitungsniveau ist jedenfalls unterste Schublade und erzeugt erstklassig unbegründet Feindbilder.

Der kleine Grieche kann nichts für seine Situation. Genauso wie wir uns alle schuldig fühlen, wenn man uns sagt, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt und müssen den Gürtel enger schnaller. Letztlich gewinnen die Meisten noch. Die Banken können weiterhin Geld geben und horrende Zinsen kassieren bei einem wirklich risikoarmen Geschäft. - Too big to fail. Die WB fängt an sich mit der EZB zu streiten, wer die Bailouts bezahlen darf, weil es eine erstklassige Möglichkeit ist, den Kurs zu drücken. Der wirkliche Verlierer, neben den kleinen Leuten, scheint China zu sein. Ihre Abhängigkeit von anderen Währungen macht ihnen nun wirklich Probleme, da die EU und die USA fröhlich um die Wette Abwerten. Der inflationelle Verlauf des Renminbi lässt die Lebensmittelpreise in China stark steigen. Ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird. Erste überregionale Proteste gibt es in China bereits.
 
man kann griechenland ankreiden, dass es einen sehr großen beamtenapparat beschäftigt (hohe rentenlast!), der relativ gesehen viel größer ist als die anderer staaten.

dieser aspekt dürfte aber vor der dimension des internationalen zockens in den hintergrund geraten.
 
man kann griechenland ankreiden, dass es einen sehr großen beamtenapparat beschäftigt (hohe rentenlast!), der relativ gesehen viel größer ist als die anderer staaten.

Das hat aber nicht zur Pleite geführt. Der Euro selber hat mit seiner Einführung das Schicksal einiger Länder schon voraus bestimmt. Durch die Finanzkrise wurde das ganze Desaster nur beschleunigt und schneller herbeigeführt. Die politische Elite sah und sieht im Euro ein historisches Symbol und blendet alles andere aus. Wenn man Interviews oder Diskussionsrunden von Politikern sieht oder liest dann merkt man das sie aus historischen und emotionalen Beweggründen am Euro festhalten auch für Griechenland und die Realität ausblenden mit denen man ins Verderben rennt. Und so hält man weiter am Euro für Griechenland fest weil man an eine Kettenreaktion für andere südliche EU-Staaten für gefährlicher hält als den wirtschaftlichen Untergang für Griechenland und die finanzielle Last der Eurozone. Durch das Hinauszögern wird alles nur schlimmer. Griechenland wird immer weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Der Ausstieg aus dem Euro hätte für Griechenland und die Eurozone eine Erleichterung bedeutet. Besonders für Griechenland wäre das eine Chance zur Erneuerung gewesen, aber ich glaub der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg hat man verstreichen lassen.

Das was Griechenland erlebt ist eine ähnliche Situation wie wir sie zu Zeiten der Weimarer Republik hatten und das endete wie wir wissen mit Adolf Hitler an der Spitze in einem großen fürchterlichen Knall.

Diese Überstürzte Währungseinführung hatten wir auch schon zur Wiedervereinigung. Da ging es auch um historische Signalwirkung anstatt um wirtschaftlichen Sachverstand. Die D-Mark wurde in den neuen Bundesländern viel zu schnell eingeführt. Man hätte erst warten müssen bis die ehemaligen DDR-Länder marktwirtschaftlich wettbewerbsfähig waren.

Das hat man übrigens in der Politik bis heute nicht begriffen. In einer Währungszone müssen die selben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herrschen. Die Unterschiede die immer noch zwischen Ost und West in unserem Land gemacht werden, führt durch die Benachteiligung der Ostländer zum Nachteil im Wettbewerb. Die Ostländer werden dadurch im Länderfinanzausgleich immer wie ein verletztes Tier hintergeschleift werden müssen.

Genau das Problem mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen haben wir auch in der Eurozone. Mit den eigenen Nationalwährungen gabs die Möglichkeit durch Aufwertung oder Abwertung Unterschiede auszugleichen. Mit dem gemeinsamen Euro ging diese Möglichkeit verloren. Das Ergebnis sehen wir jetzt.
 
was die Thematik angeht, hab ich demletzt etwas sehr interessantes gelesen:

Kritik nicht erwünscht: Welche Kommentare die Tageszeitung »Die Welt« löscht - Kopp-Verlag

kleiner Auszug:

ich denke da könnte wirklich was dran sein, man sollte die Schuld nicht den normalen Griechen geben, verantwortlich für die Misere dürften viel mehr die Politik und Hochfinanz sein



was meines Wissens andere Regierungen (war es sogar Kohl's?) in ihrem Europawahn geflissentlich ignoriert haben


Die Hochfinanz baut keine Häfen und Bürogebäude oder ähnliches ....

Die Hochfinanz darf jetzt die Verluste nehmen, nachdem sich Hochtief , Daimler und Co. die Taschen richtig vollgemacht haben.

Net immer auf den Banken rumhacken, weil es gerade modern ist.....
 
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