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Lerne wie verrückt und bestehe keine Prüfung ?

G.E

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich studiere Maschinenbau und bin im 4. Semester.
ich weiß nicht genau wie ich mein Problem erzählen kann,
ich gib mir viel Mühe für eine Prüfung zu lernen, versuche
immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und dann kommt
die Klausur und ich bestehe noch nicht einmal.

Ich habe immer noch nicht mein Grundstudium abgeschlossen,
ich habe noch einige Klausuren, die ich noch schreiben muss,
aber ich weiß einfach nicht wie das machen soll.
ich denk mir: "die Klausur verhaust du doch eh wieder."
Und wenn ich mal eine Klausur im zweiten Versuch bestehe,
dann mit einer schlechten Note.
ich war schon immer ein Durchschnittsschüler und das hat mir auch
nichts ausgemacht, ich war zufrieden.
und heute !?
da bestehe ich kaum eine Klausur.
ich habe Angst davor sehr lange für das Studium
zu brauchen, weil ich einfach nicht voran komme.

kennt ihr das Problem ?
Ich würde mich freuen, wenn irgendwelche Tipps bekomme.

Gruß
G.E
 
AW: Lerne wie verrückt und bestehe keine Prüfung ��

Guten Abend, GE!

Das überrascht mich, und ich hatte - vor vielen, vielen Jahren - genau die gegenteiligen Erfahrungen, waren doch meine Schulleistungen mäßig, während ich im Studium glänzte und meine Examensnoten lagen meilenweit über meinem Abi-Schnitt.
Wie war das bei dir?

Hast Du vielleicht bei der Studienwahl deine Interessen ignoriert und nach Zweck-Überlegungen entschieden. So etwas rächt sich dann.

Oder hast Du einfach die falschen Lerntechniken?

Nur mal so nachgefragt,

Burbacher
 
Guten morgen Burbacher,


Das ist kein Problem, dass sie danach fragen,
Im Gegenteil. Das freut mich das sie darauf Antworten.


Mein fachabi habe ich auch mit einer Durchschnittlichen
Note abgeschlossen.
Ich kann die meine jetzigen Ergebnisse nicht mit dem
Vom fachabi vergleichen...


Bei der Studien Auswahl bestand in erster line meine
Interessen und die Hobby, die damit verbunden sind.


Es kann auch die lerntechnik sein, die falsch ist,
Ich hab mir einige Tipps von kominitoren geben lassen.
Ich benutze die selbe lerntechnikit, die ich
Mein ganzes Leben benutze 🙂


Ich weiß echt nicht woran es liegt,
Mittlerweile befolge ich jeden Tipp oder lerntypen
Und doch kein erfolg.


Gruß
G.E
 
AW: Lerne wie verrückt und bestehe keine Prüfung ��

Ich würde das Studium beenden bevor es zu spät ist.

Macht Dir das Studium eigentlich Spaß?

Bei mir war es eine schöne Zeit und ich bin froh, daß es so in Erinnerung geblieben ist. Okay Geldmangel war doof, aber ich habe gerne gelernt und hatte Erfolg. Wenn dies wegfällt, ist es doch nur eine Qual, oder?

Liebe Grüße

Kolya
 
Hallo G. E.,

man hört ja doch gelegentlich auch von Studienrichtungen, in denen in den ersten Semestern stark "gesiebt" wird. Das könnte z.B. bedeuten, dass die Anforderungen derat hoch angesetzt werden, dass das ein bestimmter Prozentsatzt der Studenten nicht schaffen kann.

Um einschätzen zu können, ob so ein Fall bei Dir vorliegt, wären vermutlich Gespräche mit Leuten, die sich auskennen, nütztlich. Das könnten z. B. ältere Semester sein. Vielleicht findet man auch etwas übers Internet, soziale studentische Netzwerke etc.

Eigentlich ist es ja nicht so schwer, zu schauen, ob die Prüfungsinhalte vorher unterrichtet wurden, ob relativ einfache Inhalte auf schwierige Weise verpackt wurden etc. und woran man konkret gescheitert ist, oder?
 
Guten morgen,


ich sag das mal so, mein Studienrichtung ermöglicht mir später im Bereich robotik zu arbeiten,
Und das ist Traumberuf.
die meisten Fächern machen auch kein Spaß und sind uninteressant, das ist doch normal dass
nicht für jedes fach Interesse hat, oder nicht?


bei mir ist das ein anderes Problem:
ich mach mich extrem fertig, manchmal denk ich, das bei mir eine Sicherung durchgebrannt ist.
ich vergleiche mich mit jedem Studenten den ich kenne und vergiss wer ich eigentlich bin.


ich hatte bei der letzten Klausur Phase mir vorgenommen gehabt, dass ich nicht feiern gehe, nichts trinke
und Sport habe ich dann auch nicht mehr gemacht, keine Beziehung,weil mich das ablenken könnte,
ich war jeden Tag von früh bis spätnachmittags in der Uni.
das war alles falsch( zumindest da, wo kein Alkohol im Spiel war )


Gruß
G.E
 
Bei mir waren die Anfangssemester auch relativ S****... und ich habe keinen technischen Studiengang studiert... 😉Bei den Geisteswissenschaften sieben die auch ganz schön aus.
Ich habe Anglistik und Romanistik (Französisch) studiert auf Lehramt. Alleine diese beiden Essay Kurse, die wir zu belegen hatten, waren gruselig.
Ich bin da beim 1. Mal durchgefallen und durfte den Kurs dann noch einmal machen. 😉 Das sind wohl gemerkt 4h pro Woche gewesen, die ich dann im Folgesemester noch mal machen musste (mit dem schönen BAföG Druck dahinter).
Beim 2. Mal Essay haben die mich auch wieder durchfallen lassen. Ich bin dieses Mal in Revision gegangen und habe mich beim Dekan beschwert, dass da ja was nicht stimmen könnte. Zumal mein damaliger Essay Writing Teacher den Essay im Zweierbereich bewertet hätte.
Der Dekan schickte mich zum Geschäftsführer Anglistik und der wiederum meinte, dass ich mit jemandem bei uns aus der Sprachpraxis drüber sprechen müsste. Der Essay wurde von einer 3. Person bewertet und prompt hatte ich 2 Noten besser.
Die sind mit meiner bissigen Art zu schreiben einfach nicht zurande gekommen - wollten das wesentlich sachlicher haben, obwohl bei Essays nirgends steht, dass die übertrieben sachlich sein müssen.
Manchmal liegt das wirklich an den Bedingungen des Studiengangs.

Ich habe das Studium mit unterschiedlichen Noten abgeschlossen.
Englisch 1,0 (dann gucke dir bitte die Essay S**** oben mal an - ich habe im Abschlussessay 1,0 lol... und mündliche Prüfung auch)
Französisch 2,0
Mathematischer Anfangsunterricht 3,7 + Grundschulpädagogik 2,0 --> 3,0 (die müssen ja leider ganze Noten geben
Erziehungswissenschaften: Fachdidaktik Englisch (3,0 - da störte die der Umfang meiner Klausur; die meinten, ich habe das zu ausufernd geschrieben) + Allgemeine Erziehungswissenschaft 1,0.
Gibt halt nen glatten Zweierschnitt; aber das ist auch besser, als mein Abiturschnitt. Ich habe im Abi 2,3 gehabt.

Man muss sich natürlich auch entsprechend weiterentwickeln. Das Studium setzt vorauis, dass man auch sehr viel quer liest... sich sehr viel zusätzlich aneignet. Ich würde das niemals so machen, mich nur auf die Scripte zu verlassen oder auf das, was in den Vorlesungen kommt. Wenn ich das ausschließlich gemacht hätte, dann hätte ich nicht so abgeschnitten...
Ich habe mir viel andere Literatur im Internet (Google Books, Springer Link usw.) geholt und war auch viel in den Bibs unterwegs.

Wenn du das Ziel hast, das mal vernünftig abzuschließen und im Bereich Robotik zu arbeiten, brauchst du ausreichend Fachwissen. Die Klausuren spiegeln das nun mal auch vielfach wieder. Da wirst du dir was überlegen müssen, wie es besser werden kann.
Lerngruppen, neue Lernsysteme (Karteikarten, Mindmaps, Übungsaufgaben, Zusatzbücher, Skripte und Klausuren vorheriger Semester... die es ja wohl irgendwo geben wird), mit den Professoren und Dozenten vielleicht mal sprechen. Vielleicht verstehst du ja auch bei den Fragestellungen immer irgendwas nicht?
Es gibt leider einige Menschen, die die Operatoren in der Schule nicht ausreichend hatten, sprich die z.B. den Unterschied zwischen erläutern und erklären nicht kennen oder was weiß ich. Somit fehlt natürlich dann bei den Aufgaben immer was und man riskiert Punktabzug.

Ich kann es verstehen, dass du gefrustet bist; aber es bringt jetzt auch nichts, im Tal der Tränen zu versinken. Gehe das noch mal neu an! Lass die Tipps von Kommilitonen, von den Profs/Dozis geben, erforsche wo deine Stärken und Schwächen liegen. Welche Aufgaben z.B. kannst du mit "links" beantworten?

Es ist für den späteren Beruf definitiv wichtig, dass man genug Fachwissen erworben hat. Du brauchst eine Vogelperspektive, um dich dann spezialisieren zu können. 🙂

Mach was draus!

Ich bin davon überzeugt, dass man fast alles lernen kann!
 
Gibt es bei euch alte Klausuren in den einzelnen Fächern? Bzw. wenn du eine Klausur zum zweiten Mal schreibst, weißt du ja, worauf in der ersten Wert gelegt wurde. Sowas ist oft eine gute Orientierung.

Ich kann dir nur sagen wie es bei mir ist, aber ich studiere BWL. Wir haben ziemlich viele Klausuren, dafür ist der Umfang denk kleiner/leichter als bei technischen Studiengängen. Und bei uns muss man (in Hinblick jetzt auf die Note) in den einzelnen Fächern sehr unterschiedlich lernen. Damit meine ich nicht die Lerntechnik, sondern was man lernt.

Beispielsweise hat eine Freundin von mir auf ein Fach ca. 2 Wochen gelernt, ich 2 Tage. Sie hatte defintiv mehr Wissen von dem Fach als ich (und ist auch insgesamt nicht schlecht), dennoch hatte ich die bessere Note. Woran das lag? Sie hat sich sehr viel Druck gemacht und im jedes Detail des Skripts auswendig gekonnt, konnte es aber nicht wirklich anwenden, zumindest nicht so wie gefordert. Und das war jetzt kein Einzelbeispiel.
Was ich damit sagen will ist, dass es in Klausuren oft nicht darauf ankommt, was man alles kann, sondern wie. Und dazu ist es ganz gut sich Gedanken zu machen, worauf bei diesem Lehrstuhl/dieser Prüfung wert gelegt wird.

Die Lerntechnik alleine wird es also nicht mal sein. Da hat jeder ne andere und bei jedem ist etwas anderes sinnvoll. Meine wäre z.B. für viele (notentechnisch und psychisch) tötlich. Mir bringts aber nichts wenn ich früh mit Lernen beginne, weil ich da nur Löcher in die Luft starre und nichts behalten kann.
Wichtig ist vor allem wirklich zu überlegen, was abgefragt werden könnte und auch wie es abgefragt wird. Bei uns ists z.B. quasi überall scheiss egal ne Ahnung über aktuelle Themen zu haben. In einem Fach gab's ein Skript (das dir für die Klausur exakt 0 gebracht hat) und eine Übung mit alten Klausuraufgaben. Im Endeffekt kamen in der Klausur genau irgendwelche dieser Aufgaben dran. Das war auch bekannt von Leuten, die die schon geschrieben haben. Wer also immer fleißig in der Vorlesung war und das gesamte Skript konnte, konnte ne 5,0 haben. Während man mit der Mitschrift der Übung (ohne dort gewesen zu sein musste) problemlos ne 1,0 haben konnte, indem man diese stupide auswendig gelernt hat. Einfach ein Witz, ich hab jetzt auch keinerlei Ahnung mehr von dem Fach.

Das mag jetzt etwas beispiellastig von meinen Erfahrungen sein (könnte dir noch sehr viele weitere geben), aber ich denke die Botschaft ist angekommen. Oft geht es (leider) nicht darum, die größte Ahnung zu haben und der schlaueste zu sein, sondern einfach das richtige zu lernen. Für's spätere Leben mag's nicht viel bringen, für die Noten aber schon.
 
Maschinenbau mit Fachabi... Klar, so rein der Theorie nach wird man mit Fachabi natürlich zugelassen.

Aber schon von denen, die an meinem Berufskolleg Abitur machen, hätte nur ein kleiner Teil Chancen, ein Maschinenbaustudium zu überleben. Da reichen einfach die mathematischen Kenntnisse nicht.

Die, die bei uns nur Fachabi machen, hätten da erst recht keine Chance.

Vor vielen Jahren war das sicher anders. Aber heute sind schon viele Abiturienten nicht ernsthaft studierfähig, und nach einem Fachabi sieht das zappenduster aus. Ganz besonders gilt das für die MINT-Fächer.
 

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