Bei mir waren die Anfangssemester auch relativ S****... und ich habe keinen technischen Studiengang studiert... 😉Bei den Geisteswissenschaften sieben die auch ganz schön aus.
Ich habe Anglistik und Romanistik (Französisch) studiert auf Lehramt. Alleine diese beiden Essay Kurse, die wir zu belegen hatten, waren gruselig.
Ich bin da beim 1. Mal durchgefallen und durfte den Kurs dann noch einmal machen. 😉 Das sind wohl gemerkt 4h pro Woche gewesen, die ich dann im Folgesemester noch mal machen musste (mit dem schönen BAföG Druck dahinter).
Beim 2. Mal Essay haben die mich auch wieder durchfallen lassen. Ich bin dieses Mal in Revision gegangen und habe mich beim Dekan beschwert, dass da ja was nicht stimmen könnte. Zumal mein damaliger Essay Writing Teacher den Essay im Zweierbereich bewertet hätte.
Der Dekan schickte mich zum Geschäftsführer Anglistik und der wiederum meinte, dass ich mit jemandem bei uns aus der Sprachpraxis drüber sprechen müsste. Der Essay wurde von einer 3. Person bewertet und prompt hatte ich 2 Noten besser.
Die sind mit meiner bissigen Art zu schreiben einfach nicht zurande gekommen - wollten das wesentlich sachlicher haben, obwohl bei Essays nirgends steht, dass die übertrieben sachlich sein müssen.
Manchmal liegt das wirklich an den Bedingungen des Studiengangs.
Ich habe das Studium mit unterschiedlichen Noten abgeschlossen.
Englisch 1,0 (dann gucke dir bitte die Essay S**** oben mal an - ich habe im Abschlussessay 1,0 lol... und mündliche Prüfung auch)
Französisch 2,0
Mathematischer Anfangsunterricht 3,7 + Grundschulpädagogik 2,0 --> 3,0 (die müssen ja leider ganze Noten geben
Erziehungswissenschaften: Fachdidaktik Englisch (3,0 - da störte die der Umfang meiner Klausur; die meinten, ich habe das zu ausufernd geschrieben) + Allgemeine Erziehungswissenschaft 1,0.
Gibt halt nen glatten Zweierschnitt; aber das ist auch besser, als mein Abiturschnitt. Ich habe im Abi 2,3 gehabt.
Man muss sich natürlich auch entsprechend weiterentwickeln. Das Studium setzt vorauis, dass man auch sehr viel quer liest... sich sehr viel zusätzlich aneignet. Ich würde das niemals so machen, mich nur auf die Scripte zu verlassen oder auf das, was in den Vorlesungen kommt. Wenn ich das ausschließlich gemacht hätte, dann hätte ich nicht so abgeschnitten...
Ich habe mir viel andere Literatur im Internet (Google Books, Springer Link usw.) geholt und war auch viel in den Bibs unterwegs.
Wenn du das Ziel hast, das mal vernünftig abzuschließen und im Bereich Robotik zu arbeiten, brauchst du ausreichend Fachwissen. Die Klausuren spiegeln das nun mal auch vielfach wieder. Da wirst du dir was überlegen müssen, wie es besser werden kann.
Lerngruppen, neue Lernsysteme (Karteikarten, Mindmaps, Übungsaufgaben, Zusatzbücher, Skripte und Klausuren vorheriger Semester... die es ja wohl irgendwo geben wird), mit den Professoren und Dozenten vielleicht mal sprechen. Vielleicht verstehst du ja auch bei den Fragestellungen immer irgendwas nicht?
Es gibt leider einige Menschen, die die Operatoren in der Schule nicht ausreichend hatten, sprich die z.B. den Unterschied zwischen erläutern und erklären nicht kennen oder was weiß ich. Somit fehlt natürlich dann bei den Aufgaben immer was und man riskiert Punktabzug.
Ich kann es verstehen, dass du gefrustet bist; aber es bringt jetzt auch nichts, im Tal der Tränen zu versinken. Gehe das noch mal neu an! Lass die Tipps von Kommilitonen, von den Profs/Dozis geben, erforsche wo deine Stärken und Schwächen liegen. Welche Aufgaben z.B. kannst du mit "links" beantworten?
Es ist für den späteren Beruf definitiv wichtig, dass man genug Fachwissen erworben hat. Du brauchst eine Vogelperspektive, um dich dann spezialisieren zu können. 🙂
Mach was draus!
Ich bin davon überzeugt, dass man fast alles lernen kann!