Freigeist
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Zunächst einmal:
Vollzitate längerer Beiträge sind nicht nur unnötig, sondern tragen auch dazu bei, daß ein Thread unübersichtlich wird.
Genausogut hättest Du schreiben können: "Die Fakten und Argumente passen mir nicht, aber leider kann ich sie nicht widerlegen, also diffamiere ich die Quellen."
Was mich betrifft, so falle ich nur äußerst selten auf etwas herein, da ich von Natur aus ziemlich skeptisch bin und mich mit Dingen, die mich interessieren, sehr differenziert auseinandersetze. Letzteres habe ich Dir offenbar voraus.
Die Verantwortlichen vom Hessischen Rundfunk haben zugegeben, daß sie eine Zeugin erfunden haben. Allein damit haben sie sich in Sachen Glaubwürdigkeit vollkommen disqualifiziert.
Davon abgesehen haben sie die "Gegenseite" überhaupt nicht zu Wort kommen lassen: Es gibt keine Interviews mit den Verantwortlichen von Amazon und der Zeitarbeitsfirma. Von Fairness kann man also auch nicht sprechen.
Noch ein Artikel zum Thema: Talk über Amazon : Anne Will kanzelt sichtlich amüsiert Wallraff ab - Nachrichten Panorama - DIE WELT
Zitat daraus:
Tja, und genau das habe ich mir bereits vor Erscheinen dieses Artikels gedacht. Von den Urlaubern erhält die Ferienanlage übrigens überwiegend recht gute Bewertungen.
Ich habe die Sendung mit Frau Will nicht gesehen (da ich mir grundsätzlich keine Talkshows antue, deren Moderatoren noch dazu auf meine Kosten Millionengehälter bekommen), aber an dieser Stelle wäre ich vermutlich ebenso amüsiert gewesen:
Mit diesem Satz belegst Du nicht nur meine obige These (daß Differenzieren offenbar nicht Dein Ding ist), sondern auch meinen persönlichen Eindruck (gewonnen beim Lesen anderer Beiträge von Dir, nicht nur in diesem Thread), daß es sich bei Dir um einen Menschen mit sehr starrem Weltbild und ideologischen Scheuklappen handelt.
... Wo sind denn diese öffentlichen Fernsehsender "stark"? In Sachen Product Placement? In Sachen Unterhaltungssendungen? In Sachen Unterbringen von Leuten mit passenden Parteibüchern? In Sachen Propaganda?
Echten investigativen Journalismus findet man da jedenfalls nur noch selten.
Ich zitiere Wikipedia (Hervorhebungen von mir):
Ich schließe mich diesen Definitionen an und bezeichne entsprechend "Ausgeliefert!" nicht als Beispiel für investigativen Jornalismus, sondern für Enthüllungs- bzw. Boulevardjournalismus. Elemente des Boulevardjournalismus wie emotionalisierte Berichterstattung, Vorenthalten von Informationen, Pauschalisierung und verkürzte sowie verzerrte Darstellung von Sachverhalten sind nämlich ganz klar vorhanden.
Leute, die für die öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten, müssen nicht am Hungertuch nagen; dafür sorgen wir Beitragszahler, und zwar zum Großteil ohne es zu wollen.
Richtig: Sie wurde nur benutzt, als Mittel zum Zweck.
Ich verteidige ein Unternehmen, daß zu Unrecht diffamiert wurde/ wird. Ob es sich dabei um einen Monopolisten handelt oder um eine Ein-Mann-AG, spielt für mich in diesem Moment keine Rolle.
Es ist wichtig, daß Monopolisten (egal ob es sich nun um börsennotierte Großunternehmen handelt oder um Unternehmen in Staatsbesitz) aufmerksam beobachtet und Monopole hinterfragt werden – aber auf eine sachliche Art, nicht mit den Mitteln des Sensationsjournalismus und auch nicht mit irgendwelchen illegalen Mitteln.
Gegenfrage: Soll man von großen Mißständen ablenken, indem man über kleinere berichtet?
Ich verhöhne keine Kunden und verbitte mir diese Unterstellung.
Was alle diese Dinge, insbesondere die einseitige Weltanschauung, angeht, darfst Du Dich gern selber an der Nase fassen.
Ein Anhänger von Verschwörungstheorien bist Du aber nicht?
Ich bin übrigens weder katholisch noch Vertreter eines Unternehmens, sondern Atheistin, Arbeiterkind, gelernte Facharbeiterin, derzeit Studentin und allgemein ein Mensch, der in 8 Jahren (seit dem Abitur) nur während eines Jahres monatlich mehr als den ALG-II-Satz zur Verfügung hatte.
Viele würden es sich an meiner Stelle einfach machen, linke Propaganda nachplappern und bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach einem "bedingungslosen Grundeinkommen" verlangen. Ich könnte mich auch auf meinen Diagnosen ausruhen, strenge mich statt dessen jedoch lieber an, um meine Situation zu verbessern. Schließlich gibt es etwas, das man "Eigenverantwortung" nennt.
Die bösen Großkonzerne und die guten Öffentlich-Rechtlichen?? Als logisch denkender Zuschauer kann ich diese Art von Denken nur als naiv bezeichnen.
Die haben alle ihre Leichen (ja, manchmal sind es wirklich solche) im Keller.
In der Tat. Das "moralische Kaufverhalten" besteht in diesem Fall darin, daß Leute sich mit der Aussage wichtigmachen, ihre Benutzerkontos gelöscht zu haben, und sich ein großer Teil dieser Leute einfach einem anderen Logistikdienstleister zuwendet, bei dem die Arbeitsbedingungen mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit deutlich schlechter sind oder der dann wegen der großen Nachfrage derart stark wächst, daß er diese Nachfrage nur bedienen kann, indem er es ebenso macht wie Amazon. Tut er das nicht, wandern die Kunden wieder ab und suchen sich einen anderen.
... Ich habe nichts davon gehört oder gelesen, daß der Einzelhandel irgendwie nennenswert von der negativen Berichterstattung profitiert hat. Du etwa?
Im Gegensatz dazu
ist es immerhin ein Argument und nicht bloß billige Polemik. Die hättest Du Dir sparen können:
Über meine finanzielle Situation habe ich Dich ja bereits weiter oben informiert. Dennoch habe ich für die Menschen, die mir am wichtigsten sind, kleine Geschenke gekauft (und damit im November begonnen), und zwar überwiegend in Weltläden und beim Einzelhandel: Dinge wie Schokolade von Zotter und selbstgemachte Pralinen, die man nicht überall bekommt. Es sollte nichts Großes, sondern etwas Besonderes sein. So mache ich das eigentlich immer und würde es auch so machen, wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte, da ich mir – wie auch der Rest meiner Familie und der größte Teil meiner Freunde – der Tatsache bewußt bin, daß mehr Konsum i.d.R. nicht glücklicher macht. Entsprechend gibt es bei uns kein wie auch immer geartetes Festmahl, und außer einiger spezieller Dinge wie exotischer Tees und Gewürze, die man anderswo nicht bekommt (diese dann über Amazon Marketplace) beziehen wir keine Lebensmittel über Amazon. (Die kaufen wir lieber im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt.)
Desweiteren gehören wir nicht zu den Leuten, die ständig den Anbieter wechseln, bloß weil etwas woanders ein paar Cent billiger ist. Amazon ist in vielen Fällen eben gerade nicht der billigste Anbieter, jedoch einer mit gutem bis sehr gutem Service. (Ich habe diesen schon öfter in Anspruch genommen.) Auch mit den Drittanbietern auf dem Marketplace (kaufe dort wesentlich mehr als direkt bei Amazon, da ich Bücher, DVDs und CDs fast ausschließlich als Gebrauchtware beziehe) war ich bisher zu 99% sehr zufrieden.
Du scheinst Dich an Deinen rhetorischen Fähigkeiten ja regelrecht zu berauschen, oder wie soll ich Deine Smilies (die nicht in den Zitaten enthalten sind) sonst interpretieren.
Selbstverständlich trägt die Kundschaft eine Mitverantwortung.
Was hätte Amazon denn Deiner Meinung nach tun sollen, um den Ansturm zu bewältigen? Die meisten Leute haben kein Verständnis dafür, wenn es in der Vorweihnachtszeit zu Lieferverzögerungen kommt (und auch sonst).
Freigeist
Vollzitate längerer Beiträge sind nicht nur unnötig, sondern tragen auch dazu bei, daß ein Thread unübersichtlich wird.
Aber du machst doch gerade genau das Gleiche!
Du bringst Links, wobei ich merke, dass du von Presserecht keine Ahnung hast, denn du fällst auf Theaterdonner rein.
Genausogut hättest Du schreiben können: "Die Fakten und Argumente passen mir nicht, aber leider kann ich sie nicht widerlegen, also diffamiere ich die Quellen."
Was mich betrifft, so falle ich nur äußerst selten auf etwas herein, da ich von Natur aus ziemlich skeptisch bin und mich mit Dingen, die mich interessieren, sehr differenziert auseinandersetze. Letzteres habe ich Dir offenbar voraus.
Widersprechen kann ich jedem und allem, weil wir in einem Rechtsstaat leben, damit verdienen Höcker und Kollegen sehr gutes Geld.
Doch ob das Widersprochene Bestand hat und was letztlich der Wahrheit entspricht, steht doch noch gar nicht fest.
Die Verantwortlichen vom Hessischen Rundfunk haben zugegeben, daß sie eine Zeugin erfunden haben. Allein damit haben sie sich in Sachen Glaubwürdigkeit vollkommen disqualifiziert.
Davon abgesehen haben sie die "Gegenseite" überhaupt nicht zu Wort kommen lassen: Es gibt keine Interviews mit den Verantwortlichen von Amazon und der Zeitarbeitsfirma. Von Fairness kann man also auch nicht sprechen.
Noch ein Artikel zum Thema: Talk über Amazon : Anne Will kanzelt sichtlich amüsiert Wallraff ab - Nachrichten Panorama - DIE WELT
Zitat daraus:
Welt.de meinte:Zu Anfang der Sendung hatte Löbl schließlich noch betont, sie und ihr Team hätten bei den Recherchen noch wesentlich schlechtere Unterbringungen gesehen. Immer mehr fragte man sich als Zuschauer: Warum haben sie sie dann nicht einfach gezeigt? Es blieb ein schaler Nachgeschmack.
Tja, und genau das habe ich mir bereits vor Erscheinen dieses Artikels gedacht. Von den Urlaubern erhält die Ferienanlage übrigens überwiegend recht gute Bewertungen.
Ich habe die Sendung mit Frau Will nicht gesehen (da ich mir grundsätzlich keine Talkshows antue, deren Moderatoren noch dazu auf meine Kosten Millionengehälter bekommen), aber an dieser Stelle wäre ich vermutlich ebenso amüsiert gewesen:
Ich frage mich ernsthaft, ob diese Äußerung von Deutschlands Enthüllungsjournalisten Nr. 1 auf Dummheit oder auf Senilität zurückzuführen ist.Seinem entschiedenen "Nein" ließ sie einen kurzen Einspieler folgen, der zeigte, dass viele Titel von Wallraff beim Online-Riesen erhältlich sind. An sich nichts Ehrenrühriges! Drollig war aber Wallraffs Reaktion, dass ihm das neu sei, weil er sich um so etwas nicht kümmere. Sichtlich amüsiert kanzelte Will ihn ab, dass sie ihm das nicht glaube.
Wenn ich mir Deutschlands Magazinsendungen ansehe, wie oft sie zur Einschüchterung vors Gericht gezerrt werden aber doch letztlich gewinnen, dann bin ich froh, dass es starke öffentliche Fernsehsender gibt.
Mit diesem Satz belegst Du nicht nur meine obige These (daß Differenzieren offenbar nicht Dein Ding ist), sondern auch meinen persönlichen Eindruck (gewonnen beim Lesen anderer Beiträge von Dir, nicht nur in diesem Thread), daß es sich bei Dir um einen Menschen mit sehr starrem Weltbild und ideologischen Scheuklappen handelt.
... Wo sind denn diese öffentlichen Fernsehsender "stark"? In Sachen Product Placement? In Sachen Unterhaltungssendungen? In Sachen Unterbringen von Leuten mit passenden Parteibüchern? In Sachen Propaganda?
Echten investigativen Journalismus findet man da jedenfalls nur noch selten.
Was heißt für dich "wenig mit investigativem Journalismus zu tun"?
Gibt dafür Kriterien, Regeln oder gar ein Lehrbuch?
Meinst du Spielfilmjournalismus?
Ich zitiere Wikipedia (Hervorhebungen von mir):
Wikipedia meinte:Investigativer Journalismus (von lateinisch investigare ‚aufspüren‘, ‚genauestens untersuchen‘) bezeichnet eine Form des Journalismus. Der Veröffentlichung von journalistischen Beiträgen geht dabei eine langwierige, genaue und umfassende Recherche voraus. Themen sind meistens als skandalös empfundene Verhältnisse aus Politik oder Wirtschaft. Im Englischen heißt er „investigative journalism“ oder „investigative reporting“, in den USA auch „Muckraking“.
Viele dieser Reporter erfüllen als sogenannte Vierte Gewalt im Staat eine wichtige Funktion bei der Kontrolle der Staatsorgane und Wirtschaftskonzerne in Demokratien (siehe auch Checks and Balances). Eine Spielart des investigativen Journalismus wird im Deutschen als Enthüllungsjournalismus bezeichnet. Darunter versteht man das Aufdecken von Skandalgeschichten aus Prominenz, Wirtschaft und Politik. Diese Form wird eher dem Bereich des Boulevardjournalismus als dem klassischen investigativen Journalismus zugeordnet; der Begriff ist negativ konnotiert.
Ich schließe mich diesen Definitionen an und bezeichne entsprechend "Ausgeliefert!" nicht als Beispiel für investigativen Jornalismus, sondern für Enthüllungs- bzw. Boulevardjournalismus. Elemente des Boulevardjournalismus wie emotionalisierte Berichterstattung, Vorenthalten von Informationen, Pauschalisierung und verkürzte sowie verzerrte Darstellung von Sachverhalten sind nämlich ganz klar vorhanden.
Ich denke die Sendung war so, wie sie sein konnte, denn Journalisten und Informanten, die zudem in existenzieller Not sind, werden von den Großen massiv eingeschüchtert, den Rest erledigt Politik hinter den Kulissen.
Leute, die für die öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten, müssen nicht am Hungertuch nagen; dafür sorgen wir Beitragszahler, und zwar zum Großteil ohne es zu wollen.
Wer will denn wissen, ob die vielzitierte Spanierin, die sich an Vogelzwitschern erfreut, (was soll das überhaupt für ein Kriterium sein?) was, zu welchem Zeitpunkt gesagt hat?
Richtig: Sie wurde nur benutzt, als Mittel zum Zweck.
Du hingegen Verteidigst einen Monopolisten, der diese Verfehlungen möglich macht, argumentierst und relativierst mit anderen Billiglöhnen, als wäre das ein Grund dafür zu schweigen oder eine Sendung nicht zu machen.
Ich verteidige ein Unternehmen, daß zu Unrecht diffamiert wurde/ wird. Ob es sich dabei um einen Monopolisten handelt oder um eine Ein-Mann-AG, spielt für mich in diesem Moment keine Rolle.
Es ist wichtig, daß Monopolisten (egal ob es sich nun um börsennotierte Großunternehmen handelt oder um Unternehmen in Staatsbesitz) aufmerksam beobachtet und Monopole hinterfragt werden – aber auf eine sachliche Art, nicht mit den Mitteln des Sensationsjournalismus und auch nicht mit irgendwelchen illegalen Mitteln.
Soll man Missstände nicht mehr benennen, weil es andere Missstände gibt?
Gegenfrage: Soll man von großen Mißständen ablenken, indem man über kleinere berichtet?
Und warum verhöhnst du Kunden? So niedrig war der Protest nicht und ich hätte auch nicht erwartet, dass der Konzern dadurch in Konkurs geraten würde.
Ich verhöhne keine Kunden und verbitte mir diese Unterstellung.
Vielmehr stellst du einen Link ein, der von einem Journalisten geschrieben wurde, der einer etwas einseitigen Weltanschauung anhängig ist und zudem nur aus Hörensagen und Zitaten einen Meinungsbericht schreibt, der in weiten Teilen lediglich seine Moralvorstellungen und sein Weltbild widerspiegelt. Er hat z.B. nicht selbst Recherchiert bei Amazon oder bei den Menschen.
Was alle diese Dinge, insbesondere die einseitige Weltanschauung, angeht, darfst Du Dich gern selber an der Nase fassen.
Diese selbsternannten Empörten kommen aus der Katholischen und Wirtschaftsecke, die sich einer lästigen Kritik entledigen wollen, ungestört das machen zu können, was sie nicht gerne in der Öffentlichkeit diskutiert haben möchten.
Ein Anhänger von Verschwörungstheorien bist Du aber nicht?
Ich bin übrigens weder katholisch noch Vertreter eines Unternehmens, sondern Atheistin, Arbeiterkind, gelernte Facharbeiterin, derzeit Studentin und allgemein ein Mensch, der in 8 Jahren (seit dem Abitur) nur während eines Jahres monatlich mehr als den ALG-II-Satz zur Verfügung hatte.
Viele würden es sich an meiner Stelle einfach machen, linke Propaganda nachplappern und bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach einem "bedingungslosen Grundeinkommen" verlangen. Ich könnte mich auch auf meinen Diagnosen ausruhen, strenge mich statt dessen jedoch lieber an, um meine Situation zu verbessern. Schließlich gibt es etwas, das man "Eigenverantwortung" nennt.
So etwas beeindruckt weder ARD und ZDF, wo ich dann gerne meine Gebühren bezahle, noch beeindruckt das einen logisch denkenden Menschen oder Zuschauer.
Die bösen Großkonzerne und die guten Öffentlich-Rechtlichen?? Als logisch denkender Zuschauer kann ich diese Art von Denken nur als naiv bezeichnen.
Die haben alle ihre Leichen (ja, manchmal sind es wirklich solche) im Keller.
Wir haben freien Wettbewerb, wenn Amazon die Arbeitsbedingungen so schlecht regelt, dann ist es gut, dass Mitbewerber dadurch einen Vorteil erhalten.
Das nennt man moralisches Kaufverhalten der Kunden!
In der Tat. Das "moralische Kaufverhalten" besteht in diesem Fall darin, daß Leute sich mit der Aussage wichtigmachen, ihre Benutzerkontos gelöscht zu haben, und sich ein großer Teil dieser Leute einfach einem anderen Logistikdienstleister zuwendet, bei dem die Arbeitsbedingungen mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit deutlich schlechter sind oder der dann wegen der großen Nachfrage derart stark wächst, daß er diese Nachfrage nur bedienen kann, indem er es ebenso macht wie Amazon. Tut er das nicht, wandern die Kunden wieder ab und suchen sich einen anderen.
... Ich habe nichts davon gehört oder gelesen, daß der Einzelhandel irgendwie nennenswert von der negativen Berichterstattung profitiert hat. Du etwa?
Das ist ein Bombenargument!
Im Gegensatz dazu
Bestimmt, du bist sicher gerade dabei, deine Weihnachtsbestellung zu beziehen...
Und hast fürs Festmahl eingekauft...
ist es immerhin ein Argument und nicht bloß billige Polemik. Die hättest Du Dir sparen können:
Über meine finanzielle Situation habe ich Dich ja bereits weiter oben informiert. Dennoch habe ich für die Menschen, die mir am wichtigsten sind, kleine Geschenke gekauft (und damit im November begonnen), und zwar überwiegend in Weltläden und beim Einzelhandel: Dinge wie Schokolade von Zotter und selbstgemachte Pralinen, die man nicht überall bekommt. Es sollte nichts Großes, sondern etwas Besonderes sein. So mache ich das eigentlich immer und würde es auch so machen, wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte, da ich mir – wie auch der Rest meiner Familie und der größte Teil meiner Freunde – der Tatsache bewußt bin, daß mehr Konsum i.d.R. nicht glücklicher macht. Entsprechend gibt es bei uns kein wie auch immer geartetes Festmahl, und außer einiger spezieller Dinge wie exotischer Tees und Gewürze, die man anderswo nicht bekommt (diese dann über Amazon Marketplace) beziehen wir keine Lebensmittel über Amazon. (Die kaufen wir lieber im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt.)
Desweiteren gehören wir nicht zu den Leuten, die ständig den Anbieter wechseln, bloß weil etwas woanders ein paar Cent billiger ist. Amazon ist in vielen Fällen eben gerade nicht der billigste Anbieter, jedoch einer mit gutem bis sehr gutem Service. (Ich habe diesen schon öfter in Anspruch genommen.) Auch mit den Drittanbietern auf dem Marketplace (kaufe dort wesentlich mehr als direkt bei Amazon, da ich Bücher, DVDs und CDs fast ausschließlich als Gebrauchtware beziehe) war ich bisher zu 99% sehr zufrieden.
Also die Kundschaft ist Schuld...so, so.
Achtung! Kunde droht mit Kauf!
Du scheinst Dich an Deinen rhetorischen Fähigkeiten ja regelrecht zu berauschen, oder wie soll ich Deine Smilies (die nicht in den Zitaten enthalten sind) sonst interpretieren.
Selbstverständlich trägt die Kundschaft eine Mitverantwortung.
Was hätte Amazon denn Deiner Meinung nach tun sollen, um den Ansturm zu bewältigen? Die meisten Leute haben kein Verständnis dafür, wenn es in der Vorweihnachtszeit zu Lieferverzögerungen kommt (und auch sonst).
Freigeist
