Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Lebenswertes Leben als unattraktive Frau?

  • Starter*in Starter*in Karibu94
  • Datum Start Datum Start
Ich kriege das gerade technisch nicht hin zu zitieren, möchte aber den Beitrag von Knirsch erwidern.

Ich sehe zwischen dem, wie wir von Natur aus aussehen und ob wir unseres Aussehen pflegen, einen sehr großen Unterschied.
Ich versuche mit einem Beispiel zu erklären. Stellen wir uns vor, einer wird zu einer Hochzeit eingeladen und erscheint in Pyjama und seit Monaten nicht gewaschenen Haaren, weil er all diese Formalitäten, wie sich fein zu machen, als gesellschaftlicher Druck empfindet. Gut, da ist seine Meinung, sein Empfinden auf einer Seite der Waage, auf der anderen ist aber die Tatsache, das er dem Brautpaar zeig, eure Meinung ist mir völlig egal. Ist das wirklich nur und nur positiv anderen Leuten, unsere Gesellschaft, zu zeigen „Eure Meinung ist mir egal!“? Ich finde es beleidigend.
Wir Leben mit anderen Menschen und (selbst wenn das nicht immer war genommen wird) in eine Balance zwischen dem was ich bin und was, von mir erwartet wird. So, zum Beispiel, wir wollen einerseits unsere Meinungsfreiheit ausüben, sollen dabei aber auf den freundlichen Umgangston achten. Ich fühle mich nicht in meinen Rechten verletzt oder under Druck gesetzt, wenn ich höflich rede, jemandem dir Tür aufhalte oder mich schön mache.
Früher haben selbst die Adeligen beim Essen gerülpst und gepüpst. Ist ja auch ganz natürlich... Ist das wirklich so schlimm, dass man es nicht mehr in aller Öffentlichkeit macht?
 
Ist das wirklich nur und nur positiv anderen Leuten, unsere Gesellschaft, zu zeigen „Eure Meinung ist mir egal!“? Ich finde es beleidigend.

Das sind Äußerlichkeiten, das hat nichts mit dem Aussehen an sich zu tun.

Es gibt gesellschaftliche Konventionen, in welcher Kleidung man zu welchem Anlass geht. Auch darüber kann man sich hinwegsetzen, wenn man mag, aber das steht hier doch gar nicht zur Diskussion.

Früher haben selbst die Adeligen beim Essen gerülpst und gepüpst. Ist ja auch ganz natürlich... Ist das wirklich so schlimm, dass man es nicht mehr in aller Öffentlichkeit macht?

Auch das sind gesellschaftliche Konventionen, die nichts mit dem Thema hier - dem Aussehen - zu tun haben.

Die TE - um darauf zurückzukommen - hat in ihrer Kindheit von außen mitgeteilt bekommen, dass ihr Aussehen nicht okay ist.

Im Idealfall hat jeder ein positives Körperbild von sich selbst. Ob das mit den jeweiligen gesellschaftlichen Normen zusammenpasst, ist wieder etwas anderes.

Ich erinnere an die berühmten Rubensfrauen - die hatten sicher Cellulite, vielleicht sogar Lipödem, und alle fanden sie in dieser Epoche toll.
 
Man „ist“ (zum Glück) nicht hübsch oder attraktiv, man wird nur so empfunden. Also, es muss jemanden geben, der das so wahrnimmt. Menschen nehmen alle unterschiedlich wahr, je nachdem wie sie sind. Der Unterschied zwischen objektivem Wert und subjektivem ist ganz wichtig, wenn man lernt sich selbst anzunehmen. Objektiv gibt es keine Wertung, man ist einfach. Wertung (hübsch, attraktiv) entsteht erst durch Betrachtung von einer anderen Person. Die bewertet für sich, nicht objektiv. Also bitte glaubt nicht, dass ihr attraktiv, hässlich, unattraktiv „seid“. Das sind nur subjektive Wertungen ohne objektiven Gehalt.
 
Du vergleichst echt Haarewaschen mit Schminken? 🤨
Nein,
ich habe schminken zum kaschieren der Nachteile mit dem tragen der langen Hosen anstatt einem Minirock verglichen. Und Haarwaschen mit anderer Körpepflege.

Ganz ehrlich, die Wörter wurden nicht nur aus dem Kontext gerissen, sondern sogar aus zwei verschiedenen Beiträgen, wo die Aussagen zu unterschiedlichen „Unternehmen“ waren...
 
Das sind Äußerlichkeiten, das hat nichts mit dem Aussehen an sich zu tun.

Es gibt gesellschaftliche Konventionen, in welcher Kleidung man zu welchem Anlass geht. Auch darüber kann man sich hinwegsetzen, wenn man mag, aber das steht hier doch gar nicht zur Diskussion.



Auch das sind gesellschaftliche Konventionen, die nichts mit dem Thema hier - dem Aussehen - zu tun haben.

Die TE - um darauf zurückzukommen - hat in ihrer Kindheit von außen mitgeteilt bekommen, dass ihr Aussehen nicht okay ist.

Im Idealfall hat jeder ein positives Körperbild von sich selbst. Ob das mit den jeweiligen gesellschaftlichen Normen zusammenpasst, ist wieder etwas anderes.

Ich erinnere an die berühmten Rubensfrauen - die hatten sicher Cellulite, vielleicht sogar Lipödem, und alle fanden sie in dieser Epoche toll.
Das , was du zitiert hast, ist die Antwort auf der Aussage, dass die Frauen machen sich hübsch (mit dem Beispiel Beine zu rasieren), weil die unter gesellschaftlichen Druck stehen. (Ich habe es nicht geschafft das Zitat reinzubringen). Und ich habe auch geschrieben, dass ich nicht darüber, wie wir von Natur aus sind, spreche. Es sind zwei sehr unterschiedliche Sachen! Über eine soll Mann keine kritik ausüben (und schon gar nicht solche Aussagen treffen die die Ärztin damals). Über die andere (in diesem Fall Körperpflege, die den modernen Vorstellungen entspricht) habe ich mir erlaubt meine Gedanken zu äußern. Es ist absolut zum Bon ton geworden zu sagen „Ganz egal, was die anderen denken!“ Nein, es darf mich ganz egal sein, finde ich jedenfalls. Aber ich würde mich jetzt nur wiederholen...
Wenn ich den Original Betrag gelesen habe, habe ich ein Bild von eine jungen Frau bekommen, die zwar Pech hat in jungen Jahren eine Krankheit zu haben, die nicht nur ihre Beine optisch kaputt macht, sondern auch schmerzen bereitet; die aber anderseits ihre Haut pflegt, die Kleidung trägt, die Sie weiß ihr steht... alles in einem ein sehr angenehmes attraktives Bild!!! Und das habe ich ja auch mit meinem ersten Beitrag total gelobt! Jedenfalls bin ich selbst so ähnlich.
 
Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Viele sagen zu gewissen Körperformen: das fände bestimmt keiner attraktiv. Doch nur weil der eine das so sieht, muss das nicht für einen anderen oder alle anderen gelten.
Und auch über die verschiedenen Epochen gab es immer wieder verschiedene Schönheitsvorstellungen. Von ganz dünn, über Rubensfrauen, bis hin zu heute eher kurvig.

Ich finde es schade, wenn die Körper anderer immer kritisiert werden.
Man sorgt damit doch nur dafür, dass andere sich schlecht fühlen. Was bringt das einem?
Mein Körper wurde in einem anderen Beitrag von mir hier auch als Körperkult betituliert.
Oder manche meinen man renne irgendwelchen Idealen hinterher. Nur weil man sich schminkt, oder seine Haare richtet. Manche sehen es da als Statement ihre natürlichen Haare an Achseln, und Beinen wachsen zu lassen oder sich generell gar nicht zu schminken.

Der Tenor ist doch der:
Warum kann man andere nicht einfach leben und aussehen lassen wie sie sind und wollen?

Egal wie jemand aussieht, wenn es einem nicht gefällt, in Ordnung. Jemand anderem wird es gefallen. Jedoch kein Grund einen anderen deshalb mit seinen negativen Kommentaren runter zu ziehen.

Was wir alle lernen können ist, meiner Ansicht nach, verschiedene Körperformen mehr zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass es nun einmal Diversität gibt, und das dass auch gut ist.
Aber auch gleichbedeutend zu lernen, das jeder eine Verantwortung über seine eigenen Worte und damit Handlungen hat. Und dass nur weil einem der Körper einer anderen Person nicht gefällt, das einem noch lange nicht das Recht gibt diese negativ zu kommentieren.
Denn jeder hat das Recht glücklich zu sein.

Eine positive Umgebung macht nämlich in Sachen Selbstakzeptanz und Selbstliebe auch viel aus.
Und da haben wir als Gesellschaft finde ich noch so einiges zu lernen.
Damit Menschen wie die Te nicht solche Zweifel gesäht bekommen.
 
Hey nochmal,
danke für eure Posts. Hat vielleicht noch jemand von euch Tipps, wie man besser lernen kann, sich selbst zu akzeptieren? Ich versuche jetzt schon, täglich Sachen aufzuschreiben, die gut laufen/für die ich dankbar bin etc. um eine positivere Gesamteinstellung zu bekommen.
Ich glaube mein größtes Problem ist halt wirklich, dass mir unterschwellig immer vermittelt wurde, dass man gerade als Frau machen kann was man will (also z.B. gute Noten etc.), das aber als unattraktive Frau nicht zählt. Dass das größte Kapital einer (jungen) Frau Ihr Aussehen ist. Ich habe oft gelesen, dass Frauen sich mit zunehmendem Alter unsichtbar fühlen und teilweise ihrer Jugend hinterhertrauern. Ich fühle mich dann nochmal schlechter, weil ich dann denke, dass ich eigentlich nie ansehnlich war.

Ich finde es unverantwortlich wie manche Leute hier von dieser Krankheit schreiben von der sie keine Ahnung haben. Nein, das Lipödem ist keine Modekrankheit und es ist auch nicht "heilbar durch gesund essen".
Danke für den Beitrag. Ich hab allerdings schon damit gerechnet, weil viele Menschen die Krankheit entweder nicht kennen oder sie nicht als solche akzeptieren. Ich denke das Lipödem hat es schon immer gegeben und auch entsprechende Beschwerden verursacht, jetzt wird es eben erst diagnostiziert und behandelt. Sicherlich mag es auch schwarze Schafe geben, die damit Geld verdienen wollen oder die Krankheit als Ausrede sehen, aber ich denke wenn man sich mal im Internet Fotos von fortgeschrittenem Lipödem (Stadium III, ich habe Stadium II) anschaut kann man sich vorstellen, dass man darunter ziemlich leidet. Ich finde es nämlich gerade in Bezug auf Klamotten schwierig, passende Hosen zu finden (am Bund sind die dann viel zu weit, damit sie überhaupt über die Beine passen) oder Winterschuhe.
 
Ich glaube mein größtes Problem ist halt wirklich, dass mir unterschwellig immer vermittelt wurde, dass man gerade als Frau machen kann was man will (also z.B. gute Noten etc.), das aber als unattraktive Frau nicht zählt. Dass das größte Kapital einer (jungen) Frau Ihr Aussehen ist.
Ja, das war früher so, als es Frauen verwehrt war, gut bezahlte Berufe auszuüben und sie abhängig von der Gunst der Männer waren.
Das ist komplett vorbei.
Seit frau sich sellbst ernähren und erhalten kann, ist sie nicht mehr vom Votum irgendwelcher Typen abhängig.
Früher war es fatal, seine jugendliche Frische zu verlieren,. weil einen keiner mehr "genommen" hat, was blöd ist, wenn man kein Geld hat.
Die klassische 50er-Jahre-Ehe beruhte auf dem Prinzip: Mann verdient Kohle, Frau macht den Haushalt und ist schmuck.
Das ist heute anders.
(Männer, die erfolglos sind bei Frauen, weichen daher gerne in Armutsländer aus, in denen es noch nach diesem Prinzip läuft.)
 
Seit frau sich sellbst ernähren und erhalten kann, ist sie nicht mehr vom Votum irgendwelcher Typen abhängig.
Da hast Du an sich recht, ich bin auch froh, dass ich mit meinem Beruf wohl keine Probleme haben werde Geld zu verdienen und dementsprechend auch nicht auf einen Partner angewiesen bin. Aber die Tatsache, dass da niemand ist der einem Nähe, Zuwendung etc. gibt ist für mich trotzdem sehr schmerzlich. Ich habe zwar einen lieben Freundeskreis, aber die meisten von denen sind in festen Beziehungen und ich merke schon langsam, wie da für mich immer weniger Platz wird.

Was "Aufmerksamkeit" angeht kann ich vielleicht nur eine Anekdote erzählen in der sich andere unattraktive Frauen vielleicht wiederfinden. Ich war mit einer sehr attraktiven Freundin in der Stadt unterwegs und wir (bzw. vielmehr: SIE) wurde von einem dieser Leute angequatscht, die Spenden einsammeln wollen. Als sie danken ablegehnt hat und wir weitergegangen sind hat er noch gesagt "Ich wollte Dir nur sagen, dass Du wirklich wunderschöne Augen hast und wünsche Dir einen schönen Tag". Nicht, dass ich auch solche Komplimente hören will, aber es war so, als wäre ich gar nicht da gewesen. Sowas habe ich schon oft erlebt, dass ich zB beim Ausgehen mit Freundinnen gerade von den Männern komplett ignoriert wurde, mir oft ins Wort gefallen wird wenn ich etwas sage etc. Ich saß schon manchmal da und hab mich gekniffen, ob ich überhaupt wirklich da bin. Wenn mir irgendeine Art "Aufmerksamkeit" gezollt wird dann oft, um sich mehr oder minder subtil über mich lustig zu machen. Ich bin deswegen sehr unsicher, sobald ich rausgehe fühle ich mich plump und unbeholfen - das Gegenteil von anmutig oder schön.
Deswegen denke ich, dass es eigentlich auch egal wäre, ob ich hier bin oder nicht. Es geht mir eigentlich primär nicht mal um Bestätigung, sondern wie ein normaler Mensch wahrgenommen zu werden 🙁.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 230) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben