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Lebensmüde

Hallo Postman,

schau mal hier: Lebensmüde. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Wenn Bürgergeld nicht in Betracht kommt, Du aber weiterhin arbeitsunfähig bist (bitte per Attest bescheinigen lassen), aber die Rentenstelle ablehnt, weil die sagen, dass noch nicht alles ausgeschöpft wurde, dann kannst Du Sozialhilfe beantragen.

Und ganz ehrlich: Du hast ja noch nicht lange gearbeitet. Deine Rente würde ohnehin unter Sozialhilfe liegen. Außerdem ist auch die Erwerbsminderungsrente Anfangs nicht dauerhaft ausgelegt, sondern muss immer wieder neu beantragt werden. Zwar nicht so oft wie Sozialhilfe, aber eben doch regelmäßig.

Würde Dir zu einem Termin bei Deinem Landkreis raten. Wende Dich an die Abteilung "Hilfen für Menschen in besonderen Lebenslagen". Ansonsten kann ein Sozialarbeiter auch weiter helfen und Dich bei entsprechenden Anträgen begleiten und Dir Hilfestellung geben. Frag bei der Reha oder beim Psychosozialen Dienst nach Hilfe. Eine Betreuung musst Du dafür übrigens nicht eingehen. Wenn Du nicht möchtest, dann kann Dich ein Sozialarbeiter als Assistenz auch so begleiten. Das ganze wird mit dem Landkreis abgerechnet.
 
Es ist sehr schwer einen passenden und sympathischen Psychotherapeuten zu finden.
Ohja.. Das Gleiche gilt aber auch fürs Jobcenter und den Berater den man bekommt.
Da muss man weiter nach Anderen suchen, wenn man mit der Hilfestellung nicht weiter kommt.


Tora, lass Dir von außen bitte auch nicht alles einreden und hole Dir wenn möglich noch andere Meinungen.
Ob das mit dem Job oder mit dem Cannabis, leider nicht immer weiß ein Therapeut besser über deine Gefühlswelt bescheid als Du selbst.

Es scheint zwar gerne so das man keinen findet der einem weiter helfen kann, aber irgendwo da draußen gibt es genug Möglichkeiten und Menschen -man muss nur die Richtigen erst einmal finden.

Ich kann alles sehr gut nachvollziehen.. Jobcenter, die Frage was man eigentlich machen möchte, Depressionen seit Kindesalter (Mobbing), das schlechte denken und nicht mehr sein wollen, meine beiden Katzen die für mich ein Ankerpunkt sind und sogar noch einiges mehr...

Ich habe nach meiner Reha (Psychosomatisch) leider keiner Angebote/Hilfe mehr bekommen und wurde entlassen mit einem Zettel "Mittel bis mittel-schwere Depression", dabei hatte ich kaum Therapien über den Zeitraum. Über Borderline (Habe ich angeblich laut meinem Therapeuten) wurde nicht einmal geredet. Mein Therapeut wollte mich eigentlich auch nie behandeln. Laut Ihm bräuchte ich über 100 Stunden und die Zeit könnte er mir nicht geben. Also hat er mir nur eine Krankschreibung (Jobcenter) und Antidepressiva in die Hände gelegt und meinte "Damit wird es Dir besser gehen, die musst Du jetzt über Jahre nehmen". Ne, hat es nicht, Wirkung war 0.. Ich hab sie nach einiger Zeit heimlich selbst abgesetzt.
Das Gespräch mit meinem Therapeuten war also immer nur: "Krankschreibung und Tabletten?"

Bis vor kurzem war ich aber auch nicht bereit etwas zu ändern. Ich wollte oder konnte es einfach nicht.
Im Kopf muss es einfach "klick" machen, man muss schon wirklich wollen etwas zu ändern und gegen seinen inneren Schweinehund kämpfen. Nicht nur es "überleben", sondern aktiv werden.
Wie? Es gibt eigentlich so viele Möglichkeiten, die muss man erstmal nur finden.
Also testen, analysieren, auf sich selbst achten.
Hat manchmal auch sehr viel mit dem zerstörten Selbstwertgefühl zu tun.

Am Ende ist das "einfach machen" das Beste was man tun kann. 🙂
 
Hallo,

welche Art von Perspektiven wurden denn aufgezeigt? Zu sagen man solle den Job kündigen geht immer leicht. Man muss doch einen Plan mitbekommen, wie es weitergehen kann. Sowas sollte doch in einer Behandlung, bzw. in einer Klinik erarbeitet werden?

Schockiert bin ich über die Anzahl der Antidepressiva, welche verabreicht wurden, 10-15! Welche keinerlei Verbesserung gebracht haben. Darf ich fragen, welcher Art die Nebenwirkungen sind?

Die Schilderung, dass man wegen Krankheit aus sämtlichem Leistungsbezug herausfallen kann, erschrickt mich sehr. Droht nun Obdachlosigkeit? Oder muss zuerst ein vorhandenes Vermögen aufgebraucht werden? Wurden die Möglichkeiten hierzu mit einem kompetenten Sozialdienst oder einer sozialen Beratungsstelle besprochen?

Etwas verwundert bin ich über den Entlassbericht aus der Reha, in der Genesung bescheinigt wird.
War die Tagesklinik nach der Reha? Man hätte doch eine Nachbehandlung organisieren müssen. Ich nehme an, die Aufnahme einer Psychotherapie wurde empfohlen?

Ich kann die Gefühle u.a. Angst und Verzweiflung vollstens nachvollziehen, und auch, dass man irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man nicht mehr kämpfen kann und aufgibt.

Wie lief denn die Zeit innerhalb der Reha, bzw. Tagesklinik ab? Sicherlich wurde doch mehr gemacht als Medikamente zu verabreichen? Wie war der Umgang mit den Mitpatienten, bzw. dem Personal?

Sorry falls ich zu neugierig bin. Die Fragen müssen natürlich alle nicht beantwortet werden.


Es ist gängige Praxis das die Kliniken meisten schreiben, Das eine verbesserung der gesundheitlichen Situation nicht ausgeschlossen ist.
So verhindern sie das dieser mensch in die EM Rente geht, so war es auch bei mir bis sich der neue Doc meines Rententrägers die Arbeit machte und den Abschlussbericht der letzten Klinik las.

Er meinte dann was ich eigentlich bei ihm mache, die kPtBs sei eindeutig under befürworte die Berentung, seit her bin ich berentet.
 
Also in Therapie war ich ausser in Reha und der Tagesklinik bisher nicht. Ich hab jetzt halt anfang des Jahres den Facharzt also in dem fall denn Psychologen gewechselt. Ich hatte bei meinem alten auch nie das Gefühl das es ihn wirklich juckt wie es mir geht. Der war auch bis zum schluss überzeugt ich hätte eine Anpassungsstörung und keine Depression. In der Tagesklinik haben sie versucht mir Borderline auf zu schwatzen wobei ich mich da mit den Symptomen absolut nicht identifizieren konnte.

Mit dem Gedanken mir zu sagen das tut mir gut weil anderen "normalen" Menschen das gut tut kann ich mich absolut nicht anfreunden. Das hab ich ja schon Jahrelang gemacht bevor ich die Reisleine gezogen hab und mir hilfe geholt hab. Es gibt natürlich dinge die mir mal Spaß gemacht haben und jetzt halt nicht mehr und auch Dinge die ich neu angefangen hab und versuche dran zu bleiben. Z.b. hab ich angefangen E-Gitarre selbstständig zu lernen. Aber das ist jetzt nix wo ich sag jo das erfüllt mich so das ich mir vorstellen könnte deshalb mich noch 10 Jahre durch zu kämpfen. Zumal ich mir eben aktuell überhaupt nicht vorstellen kann zu Arbeiten. Das wurde ich damals bei der aufnahme in der Reha gefragt, und mein Bauchgefühl hat sofort gesagt NEIN. Aber aus scham hab ich gesagt ich würde schon gerne wieder Arbeiten. Man will ja schlieslich kein so n Assi werden wie man es als Kind im Fehrsehn gesehn hat, was würde da nur die Verwandschaft denken.

Wut ist bzw. war noch letztes Jahr sehr viel in mir ich denke das ist unverändert nur ich Spüre es halt nicht mehr. Vor allem Wut meinem Vater, mobber und ehemaligen Arbeitgeber gegenüber denk ich.

Ich hatte diese Woche meinen zweiten Termin beim neuen Psychologen, da bin ich aus dem Cannabisprogramm ausgestiegen da man das ja selber Zahlen muss. Und hab jetzt halt wieder Tabletten die ich nehmen soll, die ich schon mal hatte, und von denen ich weiß die bringen mir nix. Eigentlich wollte ich mir ne Überweisung holen für den Therapeuten aber die Ärztin meinte das geht in meinem zustand nicht, man muss mich erst vorbereiten 🤷🏻‍♂️. Ich bräuchte eigentlich nur die Nummer auf der Überweisung um online mir nen Termin geben zu lassen da ich mit Telefonieren so meine Probleme hab.

Meine letzte hofnung ist jetzt aktuell meine Private Berufsunfähigkeitsversicherung, zumindest was meine Finanzen angeht. Die warten auf Unterlagen vom neuen Psycho Doc bevor sie entscheiden können. Die vom alten reichen nicht da der das letzte mal vor meinem Klinik aufenthalt etwas eingetragen hat, mein letzter besuch war allerdings Monate später im Oktober letztes Jahr. Wie gesagt, der hat nie interesse gezeigt. Das würde mir wieder luft zum Atmen verschaffen, vor allem würde ich eine große Nachzahlung für die letzten Jahre erhalten. Ich versuch allerdings meine Erwartungen nicht all zu hoch zu schrauben um nicht all zu sehr Enttäuscht zu sein sollte es nix werden

Ich hof auch das die bei der Vdk wissen was ich machen kann/soll das ist ja auch so n Sozialverband.
 
Oha, keine Ahnung, woher Du diese Weisheit hast, aber das hat nichts mit Depression zu tun.
In einer tiefen Depression verschwinden alle Gefühle, logischerweise auch Wut. Die Lebensfreude verblasst und die Welt sieht nur noch grau in grau aus. Es gibt fast nichts mehr, was einen aufheitern kann. Mit Mitmenschen hat das gar keinen Bezug, im Gegenteil. Man zieht sich komplett zurück und bricht die sozialen Kontakte ab. Gedanken fangen an zu kreisen und finden kein Ende mehr.
Das alles findet nur in eigenem Kopf statt, ohne äußerlichen Einfluss.
So einen Sündenbock (Wut auf einen anderen Menschen) wäre schön, aber den gibt es nicht.

@Andy01 schrieb:
In einer tiefen Depression verschwinden alle Gefühle, logischerweise auch Wut. Die Lebensfreude verblasst und die Welt sieht nur noch grau in grau aus. Es gibt fast nichts mehr, was einen aufheitern kann. Mit Mitmenschen hat das gar keinen Bezug, im Gegenteil. Man zieht sich komplett zurück und bricht die sozialen Kontakte ab. Gedanken fangen an zu kreisen und finden kein Ende mehr.


Andy01,ich kann alles von dir Geschriebene bestätigen.Für mich ist der Zustand die Hölle.
Zum Glück bin ich im Moment stabil,aber ohne die richtigen Medis geht bei mir nichts.
 
Zumal ich mir eben aktuell überhaupt nicht vorstellen kann zu Arbeiten. Das wurde ich damals bei der aufnahme in der Reha gefragt, und mein Bauchgefühl hat sofort gesagt NEIN. Aber aus scham hab ich gesagt ich würde schon gerne wieder Arbeiten. Man will ja schlieslich kein so n Assi werden wie man es als Kind im Fehrsehn gesehn hat, was würde da nur die Verwandschaft denken.
Schamgefühle haben heißt ja nicht volle Leistungsfähigkeit. Diese Empfindungen sollten denke ich dem behandelnden Psychologen berichtet werden.

"Assi" ist ein sehr (ab)wertender Begriff. Wir werden ja als Kind schon sehr früh darauf geprägt, dass wir pflichterfüllt und leistungsfähig sein müssen. Ansonsten droht der Verlust der sozialen Zugehörigkeit und der Anerkennung. Soweit das zuvor noch bestanden hat.

Wie sieht es denn mit dem sozialen Umfeld aus? Freunde? Partnerin? Gibt es da (noch) Wünsche?

Dass man mit E-Gitarre spielen anfängt heißt ja, dass man sich noch für etwas motivieren kann. Der Antrieb ist also noch nicht völlig verloren. Was wäre denn die Idealvorstellung für das Leben? Mit ~30 Jahren ist der Zug denke ich noch nicht ganz abgefahren.

Der Gang zum Sozialverband hört sich vernünftig an. Man muss halt auch Glück haben an gute Berater zu kommen. Die einen nicht verurteilen, sondern die ihren Job mit Herz machen.
 
Ja deshalb habe ich bewusst "Assi" geschrieben, hatte nur die anführungszeichen vergessen.

Was mein soziales Umfeld angeht sind wie gesagt Familie die größte unterstützung. Meine aktuellen Freunde meide ich zur Zeit da ich zum einen keine lust auf Menschen um mich herum hab und zum andern diese mich teilweise nur noch weiter runter Ziehen. Eine Partnerin habe ich keine, hatte ich auch noch nie. Es gibt schon ab und zu mal n Tag wo ich denk wär schön jemanden zu haben. Aber ich bin bereits eine Belastung für meine Familie da möchte ich nicht auch noch eine Partnerin die ich runter zieh.

Was wäre denn die Idealvorstellung für das Leben? Mit ~30 Jahren ist der Zug denke ich noch nicht ganz abgefahren.

Da hab ich ehrlich gesagt keine. Wie gesagt ich hab mir die letzten Jahre Gedanken gemacht aber es gibt einfach nix bei dem ich sag " ja dafür mach ich das Leben gerne noch länger mit". Ich wär eigentlich soweit ready zum abtreten. Hätte ich kein so ein schlechtes Gewissen wegen meiner Mutter, Geschwisster und den 2 Katzen gäb es keinen Grund noch weiter das Leben an sich zu ertragen. Ich warte eigentlich nur bis meine Zeit abläuft.

Ja bin mal gespannt was die Beratungsstelle sagt was ich wegen den Ämtern noch tun kann.
 

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Miss_Banana Ich bin einfach sooo müde...Lebensmüde Ich 691

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