B
Bummix
Gast
Hallo, ich habe letztens meine Lebensgeschichte geschrieben und wollte sie einfach mal loswerden... Es ist viel passiert und dem entsprechend ist sie auch recht lang. Auf Grund meiner Geschichte und diversen Problemen, die ich im Nachhinein dadurch habe, werde ich wohl bald eine Therapie anfangen. Ich wollte deshalb mal fragen, ob mir jemand sagen, kann wie so eine erste Therapiesitzung aussieht und was ich da so erzählen muss, bzw. was mir für Fragen gestelllt werden, damit ich mich ein wenig darauf vorbereiten kann. Es ist halt schwierig für mich einfach dazusitzen und darüber zu reden... Aber naja, hier ist erstmal meine Geschichte.
Also, ich erinnere mich zwar kaum an meine frühe Kindheit, aber das was ich weiß ist, dass es furchtbar war. Ich war ein eingeschüchtertes Kind, war verängstigt und habe kaum geredet. Als ich vier war, haben sich meine Eltern getrennt, meine Mutter ist daraufhin krank geworden und kam in eine Psychiatrie, nach drei Monaten kam sie wieder, noch verrückter als vorher. Ich hatte das damals noch nicht verstanden. Sie ist paranoid geworden, hat sich in der Wohnung eingesperrt und war völlig neben der Spur. Oft stand sie in der Küche und hat das Geschirr kaputt geschmissen, hat Tassen gegen die Wände geworfen und wenn wir sie darauf angesprochen haben, behauptete sie, ihr wäre bloß eine Tasse aus der Hand gefallen. Als nächstes kam dann auch, dass sie mitten in der Nacht stundenlang im Flur stand, schweigend und scheinbar sehr verwirrt. Meine Eltern hatten sich damals oft gestritten, deshalb ist meine Mutter dann auch mit mir und meiner Schwester in einen östlichen Stadtteil von Berlin gezogen, mitten in die Plattenbauten und die Leute, die dort lebten, waren zu 50% Nazis. Meine Mutter wurde immer verrückter, sie wurde agressiv, hat oft grundlos rumgeschrieen, hat angefangen uns zu schlagen und begann auf der Strasse wildfremde Leute zu beleidigen und zu provozieren und geriet dann leider auch immer öfters an die falschen Leute. Es fing damit an, dass sie vor unserer Haustür einen Nazi beschimpfte, der sie daraufhin zu Boden schlug und auf sie eintrat. Meine Schwester und ich standen daneben, mussten uns das mit ansehen und konnten nichts dagegen tun.Zu dem Zeitpunkt war ich 6 Jahre alt, meine Schwester 10. Wenig später, sind wir einer Gruppe Nazis begegnet, wir waren einkaufen und als wir aus dem Geschäft kamen, haben sie uns sofort dumm angeguckt, meine Mutter wollte sich das nicht gefallen lassen, hat die Nazis zusätzlich noch provoziert und wieder wurde sie verprügelt, und auch mich ließen die sie nicht in Ruhe, sie sind mir hinterher gelaufen, haben mich getreten und beschimpft. Ich habe das nicht verkraftet, einerseits war ich verwirrt darüber, dass meine Mutter sich mit einer Gruppe von 10 Nazis angelegt hatte und andererseits war ich wütend über deren Reaktion. Im folgenden Sommer wurde ich dann eingeschult. Mama, wollte jedoch meistens nicht, dass ich zur Schule ging, hat mich krank geschrieben, obwohl ich gesund war, ich habe die hälfte der Schulzeit in der ersten Klasse verpasst.Und auch in der zweiten Klasse hat sich nichts geändert.Ich bin zum Außenseiter geworden, alle dachten, ich würde schwänzen und durch die ganzen Fehlzeiten, konnte ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Mama war kaum noch für mich da, wenn sie mal da war, hatte sie schlechte Laune und hat auf mich eingeschlagen. Als sie dann einmal Behördengänge erledigen musste, hat sie uns alleine zu Hause gelassen und meinte, sie käme in zwei Stunden wieder.Aber sie kam nicht wieder.Erst am nächsten morgen, stand sie plötzlich barfuss vor der Wohnungstür, verwirrt und anders als sonst., schweigsam und weniger agressiv. Dann haben wir von ihr erfahren, dass sie in der Zeit, wo sie nicht da war entführt und vergewaltigt wurde. Ich war noch zu jung um das zu verstehen und bin mir bis heute nicht sicher, ob sie die Wahrheit gesagt hat, weil sie ja sowieso fernab von jeglicher Realität war. Sie hat in ihrer eigenen Welt gewohnt, hat niemanden mehr an sich rangelassen, den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen und konnte keinem mehr vertrauen. Ich war kaum noch zu Hause, meine Mutter ist ständig mit uns in der Stadt unterwegs gewesen, sie hatte Angst, wieder zurück zu kehren, hatte Angst vor den Nazis und hatte Mietschulden. Also, waren wir mal hier und mal dort, mal in einem Frauenhaus, mal bei ihrem Exfreund und mal auf der Strasse. Und es ging uns immer schlechter, wir hatten kein Geld mehr, um etwas zu essen zu kaufen, hatten die Wohnung nicht mehr und hatten fast alles verloren.Mama hat jedoch nichts gelernt, sie hat alles gemacht, wie zuvor, bis zu einem Abend, wo sie wieder wen provoziert hatte, diesmal einen Araber, in Kreutzberg am U-Bahnhof.Es war mitten in der Nacht, es war dunkel und der Typ stieg aus seinem Auto, um sich am Automaten Zigaretten zu holen, Mama beschimpfte ihn und bedrohte ihn mit ihrer E-Gitarre.Der Mann ist zurück zu seinem Auto gegangen, in der noch seine Freundin saß, griff in das Handschuhfach und stand plötzlich mit einer Pistole vor uns.An der Reaktion seiner Freundin, die versucht hatte ihn zu beruhigen und wieder ins Auto zu zerren, erkannte ich, dass er es ernst meinte und die Pistole echt war. Meine Schwester und meine Mutter standen dort, als wäre nichts los.sie haben die Knarre nicht gesehen und haben sich nicht vom Fleck gerührt, während ich unter Schock, kreischend und voller Panik in den U-Bahnhof lief, meine Schwester und meine Mutter kamen dann auch, der Typ hatte sich abgeregt, aber ich habe mich nicht beruhigt, konnte nicht mehr sprechen, habe wirres Zeug geredet, bin plötzlich blass und ohnmächtig geworden.An die nächste Woche erinnere ich mich nicht mehr, ich weiß nur von meiner Schwester, dass ich die nächsten beiden Tage nicht mehr reden konnte und verwirrt war.Dann wurde es noch schlimmer, durch die Schläge, die sie von den Türken und Nazis bekommen hatte, hatte sie eine Netzhautablösung, wir waren auf dem Weg ins Krankenhaus, etwa 20 Meter entfernt, als uns eine Gruppe von Türken entgegen kam. Wieder hat meine Mutter die dumm angemacht, die haben ihre Kollegen geholt, meine Mutter getreten und geschlagen und geschubst, bis sie am Boden lag.Nahmen ihr ihre E-Gitarre weg, die sie auf den Boden schmetterten, 2 cm neben ihrem Gesicht kam sie auf.Ich war fertig mit der Welt, hatte keinen Ort mehr, wo ich mich sicher fühlte, kein Dach überm Kopf um mich ins Bett zu legen und zu schlafen, hatte niemanden, der für mich sorgte und keinem, dem ich meine Probleme erzählen konnte. Und ich musste ständig damit rechnen, dass noch schlimmere Dinge passierten, dass meine Mutter plötzlich wieder ausrastete und mich verprügelte.Dann sind wir in verschiedene Frauenhäuser gezogen, nach Bremen, nach Stuttgart, nach Rendsburg und irgendwann nach Baden-Baden, wo wir dann auch länger blieben, wir haben dort eine Wohnung gefunden.Meine Mutter veränderte sich jedoch nicht zum positiven.Sie ist kaum noch auf die Strasse gegangen, hat uns immer noch verboten zur Schule zu gehen und wurde wahnsinnig brutal.Sie ist mitten in der Nacht aufgestanden, hat die Regale und Schränke umgeschmissen, hat uns angeschrieen, prügelte mit Gegenständen auf uns ein, würgte meine Schwester, so dass sie am Hals blaue Flecken bekam und viele Schrammen hatte.Das ging wochenlang jede Nacht so.Aber wir hatten immer noch keinen, der uns half und zusätzlich trauten wir uns auch nicht darüber zu reden, aus Angst, dass sie uns noch etwas schlimmeres antun könnte. Irgendwann wurde das Jugendamt auf uns aufmerksam, weil wir nicht zur Schule gingen und unsere Nachbarn auch erzählt hatten, dass bei uns oft nachts Lärm war.Wir kamen dort trotzdem nicht weg, meine Mutter sagte, sie hätte nachts oft laut Musik an und ein paar Tage später flüchtete sie mit uns nach Polen, wo wir einige Monate waren, zu dem Zeitpunkt war ich gerade 9. Wir sind lange umhergereist. Manchmal haben wir tagelang nicht geschlafen, manchmal schliefen wir einfach in Zügen und manchmal haben wir eine billige Unterkunft gefunden wo wir schlafen konnten. Wir waren etwa 2-3 Monate dort, irgendwann hatten wir kein Geld mehr und sind wieder zurück nach Deutschland gefahren.Sind wieder in ein Frauenhaus in Berlin gegangen, wo wir schon einmal waren. Die Leute, die dort arbeiteten kannten uns.Kein Tag verging, als das Jugendamt kam und meine Schwester und mich wegholte.Wir kamen in eine Krieseneinrichtung für Jugendliche ab 14 Jahren, meine Schwester und ich waren 9 und 13. Es war eine Art Wohngruppe. Wir lebten mit kriminellen Jugendstraftätern zusammen, mit Drogensüchtigen und anderen.Ich fühlte mich sicher, obwohl ich wusste, von wem ich umgeben war. Aber sie behandelten mich gut, hatten Respekt vor mir und haben mir nie etwas getan.Auch hatte ich wieder Kontakt zu meinem Vater.Ich sah ihn nach einigen Jahren das erste mal wieder und wir unternahmen etwas zusammen. Ich lernte, wie es war, wenn man nicht auf sich allein gestellt war, wenn man beschützt wurde, wie es ist wieder in einem sauberen Bett zu schlafen, sich wohl zu fühlen, keine Angst haben zu müssen, wie es war, wenn es wen gab, der sich um einen sorgte, der für einen kochte und so weiter. Wusste vorher gar nicht wie das ist, normal zu leben.Es gefiel mir bis uns gesagt wurde, dass wir in eine Pflegefamilie kämen, etwa 50 KM entfernt von Berlin. Es kam der Tag, wo wir unsere Pflegeeltern und unsere 7 Pflegegeschwister kennen lernten. Nach außen hin schien alles perfekt zu sein, es waren 2 schöne Wohnhäuser, mit einem riesigen Garten und vielen Tieren, 3 Pferden, Hühnern und zwei Hunden. Aber ich fühlte mich dort nicht wohl und schon kurz nachdem ich dort war, wusste ich warum.
Also, ich erinnere mich zwar kaum an meine frühe Kindheit, aber das was ich weiß ist, dass es furchtbar war. Ich war ein eingeschüchtertes Kind, war verängstigt und habe kaum geredet. Als ich vier war, haben sich meine Eltern getrennt, meine Mutter ist daraufhin krank geworden und kam in eine Psychiatrie, nach drei Monaten kam sie wieder, noch verrückter als vorher. Ich hatte das damals noch nicht verstanden. Sie ist paranoid geworden, hat sich in der Wohnung eingesperrt und war völlig neben der Spur. Oft stand sie in der Küche und hat das Geschirr kaputt geschmissen, hat Tassen gegen die Wände geworfen und wenn wir sie darauf angesprochen haben, behauptete sie, ihr wäre bloß eine Tasse aus der Hand gefallen. Als nächstes kam dann auch, dass sie mitten in der Nacht stundenlang im Flur stand, schweigend und scheinbar sehr verwirrt. Meine Eltern hatten sich damals oft gestritten, deshalb ist meine Mutter dann auch mit mir und meiner Schwester in einen östlichen Stadtteil von Berlin gezogen, mitten in die Plattenbauten und die Leute, die dort lebten, waren zu 50% Nazis. Meine Mutter wurde immer verrückter, sie wurde agressiv, hat oft grundlos rumgeschrieen, hat angefangen uns zu schlagen und begann auf der Strasse wildfremde Leute zu beleidigen und zu provozieren und geriet dann leider auch immer öfters an die falschen Leute. Es fing damit an, dass sie vor unserer Haustür einen Nazi beschimpfte, der sie daraufhin zu Boden schlug und auf sie eintrat. Meine Schwester und ich standen daneben, mussten uns das mit ansehen und konnten nichts dagegen tun.Zu dem Zeitpunkt war ich 6 Jahre alt, meine Schwester 10. Wenig später, sind wir einer Gruppe Nazis begegnet, wir waren einkaufen und als wir aus dem Geschäft kamen, haben sie uns sofort dumm angeguckt, meine Mutter wollte sich das nicht gefallen lassen, hat die Nazis zusätzlich noch provoziert und wieder wurde sie verprügelt, und auch mich ließen die sie nicht in Ruhe, sie sind mir hinterher gelaufen, haben mich getreten und beschimpft. Ich habe das nicht verkraftet, einerseits war ich verwirrt darüber, dass meine Mutter sich mit einer Gruppe von 10 Nazis angelegt hatte und andererseits war ich wütend über deren Reaktion. Im folgenden Sommer wurde ich dann eingeschult. Mama, wollte jedoch meistens nicht, dass ich zur Schule ging, hat mich krank geschrieben, obwohl ich gesund war, ich habe die hälfte der Schulzeit in der ersten Klasse verpasst.Und auch in der zweiten Klasse hat sich nichts geändert.Ich bin zum Außenseiter geworden, alle dachten, ich würde schwänzen und durch die ganzen Fehlzeiten, konnte ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Mama war kaum noch für mich da, wenn sie mal da war, hatte sie schlechte Laune und hat auf mich eingeschlagen. Als sie dann einmal Behördengänge erledigen musste, hat sie uns alleine zu Hause gelassen und meinte, sie käme in zwei Stunden wieder.Aber sie kam nicht wieder.Erst am nächsten morgen, stand sie plötzlich barfuss vor der Wohnungstür, verwirrt und anders als sonst., schweigsam und weniger agressiv. Dann haben wir von ihr erfahren, dass sie in der Zeit, wo sie nicht da war entführt und vergewaltigt wurde. Ich war noch zu jung um das zu verstehen und bin mir bis heute nicht sicher, ob sie die Wahrheit gesagt hat, weil sie ja sowieso fernab von jeglicher Realität war. Sie hat in ihrer eigenen Welt gewohnt, hat niemanden mehr an sich rangelassen, den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen und konnte keinem mehr vertrauen. Ich war kaum noch zu Hause, meine Mutter ist ständig mit uns in der Stadt unterwegs gewesen, sie hatte Angst, wieder zurück zu kehren, hatte Angst vor den Nazis und hatte Mietschulden. Also, waren wir mal hier und mal dort, mal in einem Frauenhaus, mal bei ihrem Exfreund und mal auf der Strasse. Und es ging uns immer schlechter, wir hatten kein Geld mehr, um etwas zu essen zu kaufen, hatten die Wohnung nicht mehr und hatten fast alles verloren.Mama hat jedoch nichts gelernt, sie hat alles gemacht, wie zuvor, bis zu einem Abend, wo sie wieder wen provoziert hatte, diesmal einen Araber, in Kreutzberg am U-Bahnhof.Es war mitten in der Nacht, es war dunkel und der Typ stieg aus seinem Auto, um sich am Automaten Zigaretten zu holen, Mama beschimpfte ihn und bedrohte ihn mit ihrer E-Gitarre.Der Mann ist zurück zu seinem Auto gegangen, in der noch seine Freundin saß, griff in das Handschuhfach und stand plötzlich mit einer Pistole vor uns.An der Reaktion seiner Freundin, die versucht hatte ihn zu beruhigen und wieder ins Auto zu zerren, erkannte ich, dass er es ernst meinte und die Pistole echt war. Meine Schwester und meine Mutter standen dort, als wäre nichts los.sie haben die Knarre nicht gesehen und haben sich nicht vom Fleck gerührt, während ich unter Schock, kreischend und voller Panik in den U-Bahnhof lief, meine Schwester und meine Mutter kamen dann auch, der Typ hatte sich abgeregt, aber ich habe mich nicht beruhigt, konnte nicht mehr sprechen, habe wirres Zeug geredet, bin plötzlich blass und ohnmächtig geworden.An die nächste Woche erinnere ich mich nicht mehr, ich weiß nur von meiner Schwester, dass ich die nächsten beiden Tage nicht mehr reden konnte und verwirrt war.Dann wurde es noch schlimmer, durch die Schläge, die sie von den Türken und Nazis bekommen hatte, hatte sie eine Netzhautablösung, wir waren auf dem Weg ins Krankenhaus, etwa 20 Meter entfernt, als uns eine Gruppe von Türken entgegen kam. Wieder hat meine Mutter die dumm angemacht, die haben ihre Kollegen geholt, meine Mutter getreten und geschlagen und geschubst, bis sie am Boden lag.Nahmen ihr ihre E-Gitarre weg, die sie auf den Boden schmetterten, 2 cm neben ihrem Gesicht kam sie auf.Ich war fertig mit der Welt, hatte keinen Ort mehr, wo ich mich sicher fühlte, kein Dach überm Kopf um mich ins Bett zu legen und zu schlafen, hatte niemanden, der für mich sorgte und keinem, dem ich meine Probleme erzählen konnte. Und ich musste ständig damit rechnen, dass noch schlimmere Dinge passierten, dass meine Mutter plötzlich wieder ausrastete und mich verprügelte.Dann sind wir in verschiedene Frauenhäuser gezogen, nach Bremen, nach Stuttgart, nach Rendsburg und irgendwann nach Baden-Baden, wo wir dann auch länger blieben, wir haben dort eine Wohnung gefunden.Meine Mutter veränderte sich jedoch nicht zum positiven.Sie ist kaum noch auf die Strasse gegangen, hat uns immer noch verboten zur Schule zu gehen und wurde wahnsinnig brutal.Sie ist mitten in der Nacht aufgestanden, hat die Regale und Schränke umgeschmissen, hat uns angeschrieen, prügelte mit Gegenständen auf uns ein, würgte meine Schwester, so dass sie am Hals blaue Flecken bekam und viele Schrammen hatte.Das ging wochenlang jede Nacht so.Aber wir hatten immer noch keinen, der uns half und zusätzlich trauten wir uns auch nicht darüber zu reden, aus Angst, dass sie uns noch etwas schlimmeres antun könnte. Irgendwann wurde das Jugendamt auf uns aufmerksam, weil wir nicht zur Schule gingen und unsere Nachbarn auch erzählt hatten, dass bei uns oft nachts Lärm war.Wir kamen dort trotzdem nicht weg, meine Mutter sagte, sie hätte nachts oft laut Musik an und ein paar Tage später flüchtete sie mit uns nach Polen, wo wir einige Monate waren, zu dem Zeitpunkt war ich gerade 9. Wir sind lange umhergereist. Manchmal haben wir tagelang nicht geschlafen, manchmal schliefen wir einfach in Zügen und manchmal haben wir eine billige Unterkunft gefunden wo wir schlafen konnten. Wir waren etwa 2-3 Monate dort, irgendwann hatten wir kein Geld mehr und sind wieder zurück nach Deutschland gefahren.Sind wieder in ein Frauenhaus in Berlin gegangen, wo wir schon einmal waren. Die Leute, die dort arbeiteten kannten uns.Kein Tag verging, als das Jugendamt kam und meine Schwester und mich wegholte.Wir kamen in eine Krieseneinrichtung für Jugendliche ab 14 Jahren, meine Schwester und ich waren 9 und 13. Es war eine Art Wohngruppe. Wir lebten mit kriminellen Jugendstraftätern zusammen, mit Drogensüchtigen und anderen.Ich fühlte mich sicher, obwohl ich wusste, von wem ich umgeben war. Aber sie behandelten mich gut, hatten Respekt vor mir und haben mir nie etwas getan.Auch hatte ich wieder Kontakt zu meinem Vater.Ich sah ihn nach einigen Jahren das erste mal wieder und wir unternahmen etwas zusammen. Ich lernte, wie es war, wenn man nicht auf sich allein gestellt war, wenn man beschützt wurde, wie es ist wieder in einem sauberen Bett zu schlafen, sich wohl zu fühlen, keine Angst haben zu müssen, wie es war, wenn es wen gab, der sich um einen sorgte, der für einen kochte und so weiter. Wusste vorher gar nicht wie das ist, normal zu leben.Es gefiel mir bis uns gesagt wurde, dass wir in eine Pflegefamilie kämen, etwa 50 KM entfernt von Berlin. Es kam der Tag, wo wir unsere Pflegeeltern und unsere 7 Pflegegeschwister kennen lernten. Nach außen hin schien alles perfekt zu sein, es waren 2 schöne Wohnhäuser, mit einem riesigen Garten und vielen Tieren, 3 Pferden, Hühnern und zwei Hunden. Aber ich fühlte mich dort nicht wohl und schon kurz nachdem ich dort war, wusste ich warum.