• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Leben ohne meinen Hund

Ihr Lieben , auch mir tut es sehr sehr leid was an Kummer u. Angst ihr und eure Hundis erleiden.

Vielleicht kannst Du ,mein Rambo dich noch an meinen ersten Post hier erinnern ?.... als ich schrieb das ich so schreckliche Schuldgefühle habe , weil ich meinte das der Zeitpunkt des Einschlafen meines Lieblings zu früh war ..... weil er ja noch eine gute Lebensqualität hatte.


Er frass, er trank er lief Gassi mit mir .... aber von allem etwas zuviel was dem Hirntumor zuzuschreiben war..... dies erfuhr ich allerdings erst nach seinem Tod.


Nun habe ich in den letzten 2 Monaten in vielen Foren gelesen über die schlimmen Dinge die noch hätten passieren können und was andere HH ihren Tieren "antun" nur um sie länger bei sich zu behalten.
Permanente Arztbesuche ständige Verabreicheung von Medikamenten um diese wegen Unverträglichkeit ständig zu wechseln.


Diverse für den Hund unerträgliche Untersuchungen usw. auch heute sah ich wieder einen armen alten Hund der kaum noch in der Lage war zu laufen , den das Frauchen hinter sich herschleifte ! Ein jämmerlicher Anblick ! ich glaube wenn er hätte sprechen können er würde sagen: " Frauchen siehst Du denn nicht wie schlecht es mir geht , lass mich doch bitte gehen !"


All dies habe ich meinem Kleinen erspart , er konnte noch in Würde gehen.

Nicht das es mir nun besser geht ohne meinen Tom-Pa, ich habe Angst vor jeden neuen Tag ohne Ihn weil mich die Trauer daran hindert normal weiter zu leben.
Doch diese Schuldgefühle nehmen nicht mehr überhand.

Auch habe ich einen Artikel gefunden der mir einiges klar machte , mich etwas tröstet , und einige Post von anderen HH , welche ich Euch nicht vorenthalten möchte !



Worauf warten wir?"
Bedenken Sie, dass Tiere nicht in die Zukunft planen. Sie wollen nicht "nächstes Jahr in den Urlaub fahren" oder "nochmal die Enkel sehen". Sie leben im Hier und Jetzt. Und sie leiden im Hier und Jetzt.
Sie wollen Frieden, Geborgenheit und Schmerzfreiheit. Fragen Sie sich daher ehrlich: "Worauf warten wir?". Auf Heilung - oder nur noch auf das Ende?

Entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Tierarzt, ob im Falle einer Krankheit eine realistische Chance auf längerfristige Besserung besteht und die Leidensphase somit absehbar ist, oder ob man nur Leiden in die Länge zieht. Setzen Sie sich selbst anhand der zuvor überlegten Merkmale Grenzen. Belastungsgrenzen. Körperlich und emotional. Bleiben Sie fair - Ihrem Tier und auch sich selbst gegenüber.


Bei einer chronisch fortschreitenden Erkrankung ohne Heilungsaussicht ist es völlig legitim ein Tier auch bei noch guter Lebensqualität geplant einzuschläfern, um ihm Leiden zu ersparen. Ebenso ist es gerechtfertigt eine palliative Schmerztherapie einzuleiten und abzuwarten, um dann bei den ersten relevanten Krankheitsanzeichen sofort zu reagieren. Tierschutzrelevant und daher NICHT vertretbar sind z.B. starke Schmerzen, Atemnot oder andauernde Übelkeit, wenn keine Aussicht auf baldige Besserung besteht. ...

Liebe Grüße , ich bin in Gedanken bei Euch ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, leider keine guten Nachrichten, Lucky hat noch weitere Knoten an der Mamaleiste sie bekommt nun dauerhaft Schmerzmittel das ist gleichzeitig ein mittel dafür das Tumore langsamer wachsen:wein: diese Art Tumor streut in die Lunge da sie schon öfter am Husten war erklärt sich nun einiges...wir haben sie nicht mehr Röntgen lassen unsere Tieräzte meinten es würde uns alle nur verunsichern wir sollen es ihr so lange es geht schön machen und gut aufpassen wenn sie öfter Hustet oder anderweitig Dinge hinzu kommen die Tumore noch Größer werden dann müssen wir sie gehen lassen.......
Ich weis gerade nicht was schlimmer ist ein Tier von jetzt auf gleich gehen zu lassen oder dem Tier zu zu sehen wie ein Tumor wächst immer in der angst das man den Zeitpunkt verpasst sie gehen zu lassen wo es ihr noch so einigermaßen gut geht....:wein:Anhang anzeigen 34586das hier ist unsere alte Dame lucky ich sitze hier denke nach sitze neben ihr und beobachte sie es ist Grausam einfach nur Grausam:wein:

Hallo, es tut mir total leid mit Lucky! Das ist jetzt echt sehr schlimm für euch. Sie ist ein hübsches Tier. Ich weiß auch wie du dich fühlst und was du für Ängste hast. Ich habe auch abgewartet bei Lilli, immer gerätselt ob sie Schmerzen hat und ob sie überhaupt noch da sein möchte. Sie hat noch bis zum letzten Tag gefuttert. Aber sie konnte nicht mehr aufstehen allein laufen ging gar nicht. Dann habe ich entschieden, ich möchte sie nicht mehr leiden sehen. Beides ist schlimm, das abwarten und es schnell zu entscheiden auch. Vorwürfe habe ich mir lange gemacht ob es schon soweit war. Ich wünsche dir alle Kraft der Welt, es gut zu überstehen und das du die richtige Entscheidung findest. Lass sie nicht leiden. Es tut so weh, wenn du zuschaust und danach unbeschreiblich der Schmerz. Alles Gute v. Elke
 
Ihr Lieben , auch mir tut es sehr sehr leid was an Kummer u. Angst ihr und eure Hundis erleiden.

Vielleicht kannst Du ,mein Rambo dich noch an meinen ersten Post hier erinnern ?.... als ich schrieb das ich so schreckliche Schuldgefühle habe , weil ich meinte das der Zeitpunkt des Einschlafen meines Lieblings zu früh war ..... weil er ja noch eine gute Lebensqualität hatte.


Er frass, er trank er lief Gassi mit mir .... aber von allem etwas zuviel was dem Hirntumor zuzuschreiben war..... dies erfuhr ich allerdings erst nach seinem Tod.


Hallo Tom Pa, ja ich erinnere mich und freue mich von dir zu lesen...

Du hast deinem Hund nur gut getan ich kann den Schmerz der durch dich durch geht und ging nachvollziehen und würde dich gerne drücken denn mir geht es ja nicht anders.
3 meiner lieben im letzten Jahr plus meine Schwester und unsere Lucky wird es dieses Jahr auch nicht mehr schaffen...
So lange sie nur das Metacam bekommt ist es ok, sobald mehr Medi dazu kommt lasse ich sie gehen, wobei meine Tochter sie ist 23 mir dann ganz sicher die Freundschaft kündigt denn sie will selbst jetzt nicht wahr haben das die arme kleine Lucky dem Tode geweiht ist:wein:
Es ist wie bei dir Tom Pa sie frisst sie geht mit Gassi aber sie liegt die meißte zeit am Tag im Korb direkt neben meinem Computertisch....ich sehe also was sie macht und kann am besten sagen jetzt ist es soweit....
Niemals würde ich sie Quälen denn ich habe genug gesehen im letzten Jahr was mich erschüttert hat
Ja auch ich kenne es hier im Dorf ist auch jemand der seinen alten Hund hinter sich her zieht obwohl er förmlich danach schreit gehen zu dürfen aber diese Menschen denken dabei nur an sich selbst nie an das Tier... sie halten an dem Tier fest und denken das Tier will ja nicht sterben dabei gibt es wohl nur in unseren Köpfen den Gedanken das unser liebstes merkt wenn wir es erlösen wollen, es merkt das etwas anders ist aber es merkt nicht das der Tod kommt ein Tier lebt in den Tag und erfreut sich jeder sekunde des Lebens nicht wie wir wir denken an den Tod an das was danach wohl sein wird.
Gestern habe ich auf Vox Harte Hunde geschaut da hat man dann kurz darüber geredet wie manch einer mit seiner Fellnase um geht da habe ich meine lieben gesehen das ich sie geliebt habe bis zum letzten Herzschlag und darüber hinaus ich habe bitterlich geweint und konnte mich nicht wieder erholen.
Ja Tom Pa ich habe die Berichte auch gelesen die du gepostet hast schrecklich wie manch einer mit seiner Fellnase um geht danke für deine Netten worte
 
Hallo, es tut mir total leid mit Lucky! Das ist jetzt echt sehr schlimm für euch. Sie ist ein hübsches Tier. Ich weiß auch wie du dich fühlst und was du für Ängste hast. Ich habe auch abgewartet bei Lilli, immer gerätselt ob sie Schmerzen hat und ob sie überhaupt noch da sein möchte. Sie hat noch bis zum letzten Tag gefuttert. Aber sie konnte nicht mehr aufstehen allein laufen ging gar nicht. Dann habe ich entschieden, ich möchte sie nicht mehr leiden sehen. Beides ist schlimm, das abwarten und es schnell zu entscheiden auch. Vorwürfe habe ich mir lange gemacht ob es schon soweit war. Ich wünsche dir alle Kraft der Welt, es gut zu überstehen und das du die richtige Entscheidung findest. Lass sie nicht leiden. Es tut so weh, wenn du zuschaust und danach unbeschreiblich der Schmerz. Alles Gute v. Elke


Hallo Elke,
Ich werde sie nicht leiden lassen und gut auf sie achten.
Sie ist eine Seele von Hund und war es in ihrem ganzen leben auch, es gab nie etwas worüber man sich hätte ärgern können bei ihr.....
Jetzt braucht sie uns umso mehr und auch unsere aufmerksamkeit das wir merken wenn es soweit ist, sie frisst geht mit Gassi rennt auch manchmal aber de meißte zeit liegt sie im Körbchen, sie liebt das Leben das merkt man und ich habe schon zu Tom Pa gesagt ich werde ihr nicht noch mehr Medi geben lassen das Metacam was sie bekommt sonst nichts mehr denn jedes Medikament sorgt auch dafür das noch etwas anderes Zerstört wird, das möchte ich nicht...eine unendliche Schleife geht dann los das erspare ich ihr danke für deine lieben Worte
 
Hallo Elke,
Ich werde sie nicht leiden lassen und gut auf sie achten.
Sie ist eine Seele von Hund und war es in ihrem ganzen leben auch, es gab nie etwas worüber man sich hätte ärgern können bei ihr.....
Jetzt braucht sie uns umso mehr und auch unsere aufmerksamkeit das wir merken wenn es soweit ist, sie frisst geht mit Gassi rennt auch manchmal aber de meißte zeit liegt sie im Körbchen, sie liebt das Leben das merkt man und ich habe schon zu Tom Pa gesagt ich werde ihr nicht noch mehr Medi geben lassen das Metacam was sie bekommt sonst nichts mehr denn jedes Medikament sorgt auch dafür das noch etwas anderes Zerstört wird, das möchte ich nicht...eine unendliche Schleife geht dann los das erspare ich ihr danke für deine lieben Worte
Hallo, du hast es sehr gut beschrieben, es ist wirklich so diese ganzen Versuche so nenne ich es mal
bringt am Ende nur eine Kettenreaktion. Du kennst deine Maus ganz genau und hast eine sehr gute Einstellung. Danach wenn alles vorüber ist, so war und ist es bei mir kam alles härter als ich es mir oft vorgestellt hatte. Ich dachte nicht, daß es so schwer zu verarbeiten ist. Meine Lilli war wie deine Kleine, es gab keine Probleme und die Bindung war so stark. Naja nun sitze ich schon 5 Monate ohne sie. Ich habe so richtig die Lebensfreude verloren. Ich hoffe und wünsche euch trotzdem zumal sie noch gut läuft und füttert, es noch lange dauert. Ich drücke ganz fest die Daumen. Alles Gute und viel viel Kraft. LG v. Elke
 
Hallo ihr lieben, heute ist ein schwerer Tag für mich....ich denke an meinen geliebten Hund, vor genau 1 nem jahr war ich mit ihm beim TA dort sagte man mir er habe eine Blasenentzündung alles würde wieder gut werden...es kam alles anders, er hatte ja den Blasentumor die Blase löste sich schon auf das wurde eine Woche später fest gestellt weil ich immer sagte es kann doch nichts ein das er nur tropfen Pinkelt bei Antibiotike gabe, es hätte längst besser sein müssen, mein Rambo fehlt mir so sehr jeden Tag denke ich an ihn, von wegen es wird mit der
Zeit leichter bei mir ist es nicht so es wird immer schlimmer:wein:
 
Hallo

Ich weis wie es ist um einen Hund zu trauern.

Ich hatte das Privileg einen Hund von seiner Geburt bis zu seinem Tod zu begleiten. Er und seine Mutter haben mir sehr viel bedeutet
Ich hatte auch sehr starke Problem mit den Verlust zurecht zukommen, es hat sehr lange gedauert aber es wird wirklich besser.

No Name 1
 
Es ist wirklich schon wieder ein Jahr her? Sorry, ich lese das erst heute.

Nein, man vergisst nie - und es dauert lange, bis es nicht mehr so weh tut.

Ich denke an euch!
 
Ja in genau 3 Tagen ist es 1 Jahr her, man durchlebt alles noch einmal ich bin ja froh das er jetzt nicht mehr leiden muss aber es tut halt sehr weh.
Bisher wird es nur schlimmer statt besser auch meineanderen Fellnasen können das nicht ändern:wein:
Aber ich lasse keinen etwas spüren ich mache das alles mit mir allein aus
Danke für eure lieben worte
 
Erst mal an alle mein herzliches Beileid für euren Verlust, ob sie nun erst kürzlich waren oder schon länger her sind. Wie sagte kürzlich jemand zu mir, der Schmerz bleibt auch nach Jahren gleich, man lernt nur mit der Zeit besser damit umzugehen und zu leben.

Für alle die sich Vorwürfe machen, weil sie die schwere Entscheidung treffen mussten ihr geliebtes Tier einschläfern zu lassen (habe hier ganz ähnliche Selbstvorwürfe wie die meinigen gelesen), vielleicht hilft euch ein kleines bisschen meine Geschichte und vielleicht hilft es mir in diesem Forum über meinen Hund zu schreiben.

Vor einigen Monaten zeigte unser gerade mal dreijähriger Hund (Namen möchte ich nicht nennen) starke Schmerzen und mehrere Tierärzte konnten nicht genau sagen, was ihm fehlte. Bis wir eine eindeutige Diagnose bekamen vergingen mehrere Monate. In dieser Zeit wurde es mal besser mal schlechter, obwohl unser Hund bei weitem nicht mehr die Schmerzen offen zeigte wie am Anfang. Als wir endlich wussten was er hat, hätten wir ihm eine schwere OP unterziehen können aber es hätte seine Qualen nur um ein paar wenige Monate hinausgezögert, daher entschieden wir uns einstimmig dagegen.
Die Entscheidung ihn einzuschläfern, traf mein Mann und ich vertraute darauf, dass er wusste, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Es war der schrecklichste Tag in meinem Leben und so vor Trauer und Schmerz geschrien habe ich noch nie in meinem Leben! Nach drei Tagen war ich wie unter Schock und fühlte kaum noch etwas, keine Trauer, keine Liebe zu ihm, traute mich aber nicht Bilder und Viedeos meines Hundes anzusehen. Das Ganze hält bis jetzt an. Ich glaube das ist die eine Art von Depression, bei der man keine Gefühle mehr spürt, weil sie zu viel sind um sie zu ertragen.

Dann machte ich mir Vorwürfe, auch ein kleines bisschen meinem Mann gegenüber:
War es nicht doch zu früh? Unser Hund hat doch mit Genuß noch alles gefressen, konnte noch sein Geschäft einwandfrei erledigen, versuchte sogar noch beim Spaziergang zu jagen wenn man nicht aufpasste. Und und und.... Hat mein Mann nur die Entscheidung an dem Tag gefällt, weil es nur so zeitlich in seinem engen Terminkalender passte? Warum habe ich ihn nicht aufgehalten?
Hätten wir doch die schwere OP machen lassen sollen? Und wenn wir nicht ganz am Anfang schneller reagiert, Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hätten, um schneller an die richtige Diagnose zu gelangen, hätte er dann nicht doch gerettet werden können?
Und ich hab auch schon oft genug gedacht: Mensch, du warst viel zu oft ungerecht zu diesem Hund. Hast ihn geschimpft und auch schon mal geschüttelt, zu sehr an der Leine zu dir hergerissen, weil er nicht gehorcht hatte. Du hast ihn viel zu zornig gebadet, weil er sich im Kot gewälzt hatte.

Mein Mann widerlegte alle meine Zweifel: unser Hund hat nur ihm gezeigt wenn sie alleine unter sich waren, wie schlimm es tatsächlich um ihn stand. Ich hätte es nicht gesehen, da ich ihm zu nahe war und nicht objektiv genug habe sein können. Er hätte noch so viel Spaß, bzw. Energie gehabt, weil er noch ein so junger Hund war. Zudem hatte mein Mann diese Krankheit schon in seiner Familie erlebt und wusste wie sie verläuft. Der Zeitpunkt war richtig gewählt, denn es war ganz kurz davor, richtig Schlimm zu werden. So schlimm, dass keine Schmerzmittel ihm mehr geholfen hätten um die Qualen zu lindern. Und wenn es passiert wäre, wenn wir gerade in der Arbeit gewesen wären und es nicht gleich mitbekommen hätten? Oder wir nicht sofort einen Tierarzt hätten holen können? So konnten wir uns alle noch richtig verabschieden und er musste nicht unnötig leiden. Auch andere, die alles aus der Ferne mitbekommen hatten, sahen es alle so. Zweifel hatte ich trotzdem noch.

Dann habe ich mich letzte Woche endlich getraut Bilder und Videos von unserem Hund an zu sehen. Von Anfang bis Ende seines kurzen Lebens. Und was soll ich sagen ...es war einfach nur grausam und so eindeutig, wie er in den wenigen Monaten immer weiter abgebaut hatte. Wie schlimm es zum Schluss tatsächlich war, das hab ich erst jetzt im Nachhinein kapiert, als ich die Viedeos sah. Ich hab es wirklich nicht gesehen, weil ich zu nah dran war. Mein Mann hatte absolut recht. Und selbst wenn wir sofort gewusst hätten, was ihm fehlte, wir hätten rein gar nichts gegen die Krankheit tun können und die OP wäre viel zu schlimm gewesen um sie durchführen zu lassen.
Auch denke ich an die Geschichte, die ich hier vor einigen Wochen gelesen habe. Es war ein ein kleines Mädchen mit Krebs, die für ihre Eltern weitermachte, da sie Angst hatte was aus ihnen wird, wenn sie um sie trauern mussten. Schon klar, ein Hund wird nicht so komplex denken können, aber ich glaube trotzdem es ging genau in diese Richtung bei ihm: ich muss für meine Familie weitermachen, kämpfen, darf nicht zeigen wie schlimm es ist, sonst macht besonders sie sich wieder so große Sorgen um mich und ist total traurig und dabei will ich doch, dass es ihr gut geht. Ich will gefallen.

Und wegen meinen Ungerechtigkeiten ihm gegenüber: er wusste, dass ich ihn über alles geliebt habe, als wäre er mein eigenes Fleisch und Blut gewesen. Er hat mir nicht um sonst so sehr vertraut, (ich hatte zwar meine Fehler, die hatte aber mein Hund auch) und irgendetwas muss ich wohl richtig gemacht haben, weil er sich z.B. irgendwann dann freiwillig zum Baden hingestellt hatte. Weil er in jedem Menschen nur das Gute zu sehen schien, was zum Teil ja auch Erziehungssache ist.

Sein Napf werde ich noch eine Weile stehen lassen. Kann ihn einfach noch nicht wegräumen. Es gibt immer wieder Situationen wo ich alte Gewohnheiten spüre. Beim saugen um seinen alten Lieblichsplatz herum, muss ich den Impuls unterdrücken erst mal abzuwarten, bis er aus dem Raum gehüpft ist um weiter zu machen, da er immer Angst vor dem Staubsauger hatte.
Wenn ich die Augen schließe kann ich mich an seine Zunge erinnern die es immer mal wieder geschafft hat mir übers Gesicht zu lecken. An sein Fell, wie es sich angefühlt hat sich mit der Hand darin zu vergraben und wie er roch (für mich war es komischerweis ein guter Geruch). Sein aufgeregtes Bellen. Seine Ellenbogen, den der riesige Kerl mir regelmäßig in den Bauch gedrückt hat, weil er meinte er ist ein Schoßhündchen und kann auf mich drauf liegen. Diese feuchte Hundeschnauze die sich durch die Katzenklappe drückte um mich sofort zu begrüßen wenn ich heim kam.

Ich werde ihn nie vergessen und denke jeden Tag an ihn. Es wird definitiv einen neuen Hund bei uns geben. Aber ich lasse mir da noch Zeit, weil ich nicht möchte, dass ich die ganze Zeit mit dem neuen Hund Vergleiche anstelle. Das wäre dem Neuen gegenüber nicht fair. Außerdem hätte ich ein schlechtes Gewissen, so schnell wieder neu zu lieben.

Also an alle die in der gleichen Situation sind oder waren: ich wünsche euch ganz viel Kraft, das Zutrauen diese schwere Entscheidung zu treffen bzw. getroffen zu haben und die Zuversicht rechtzeitig das Richtige zu tun. Und auch wenn es hart klingt: lieber zu früh als zu spät das geliebte Tier gehen lassen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben