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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Richtig, ein solcher Spruch impliziert, dass die Betroffenen nur zu faul wären, keine Initiative ergreifen und sich nicht wirklich kümmern. Das ist kaum jemals der Fall, und mit solchen Sprüchen schiebt man jenen Leuten, die vom Schicksal benachteiligt worden sind, die Schuld und die Verantwortung dafür zu.

Es gehört auch Glück dazu, einen passenden Partner zu finden, und das Glück hat eben nicht jeder.

Es ist völlig destruktiv, hier mit Schuldzuweisungen zu arbeiten. Das ist wohl vielen Leuten, die solche Sprüche ablassen, nicht wirklich bewusst.

Konstruktiver wäre es, Vorschläge zu machen, was derjenige vielleicht noch unternehmen könnte und dem Betroffenen vor allen Dingen immer vor Augen zu führen, dass sein Wert als Mensch völlig unabhängig davon ist, ob er einen Partner hat oder nicht.

Ah, jetzt verstehe ich das Problem. Aber auch diese Sichtweise ist doch persönliche Auslegung! Da Schuldzuweisungen hineinzuimplizieren wirkt natürlich negativ und blockierend.

Wer dies so versteht, könnte einen anderen Blickwinkel ausprobieren:

Es gibt berufliche Aufgabenstellungen, welche auf verschiedene Weise angegangen werden können. Dadurch könnten unterschiedlich gute Ergebnisse erzielt werden, der nötige Zeitaufwand kann variieren...
Wenn ich mit meiner vertrauten Herangehensweise ein mäßig zufriedenstellendes Ergebnis erziele, kann es erstmal mühsam sein, es auf andere Weise zu versuchen, doch es ermöglicht mir die Chance auf andere Ergebnisse.
Wieso man diese Notwendigkeit gedanklich mit faul, Initiativlosigkeit, Schuld verknüpft, dazu finde ich allerdings noch immer keinen Zugang.

Wer jedoch trotz des Wissens um andere Herangehensweisen bei seinem Stiefel bleibt, in der Komfortzone verharrt, der hat sich selbst dazu entschieden und muss folglich mit den Konsequenzen leben.
Selbst an dem Punkt mag ich das Wort Schuld nicht.
Nicht jeder hat - aus unterschiedlichsten Gründen - ausreichend Willen und innere Stärke. Das muss man noch nicht mal verstehen. Nur akzeptieren.

Wo es jedoch nervig und anstrengend wird und nur noch wenig mit verständnisvollen Reaktionen gerechnet werden kann, ist, wenn der Betreffende seine eigene Entscheidung zum Verharren dauerhaft ignoriert, anderen die Verantwortung zuschieben und die x-te Jammerrunde fährt.
Das kann viel Respekt, Sympathie etc. kosten.
 
Noch ein Wort zur Komfortzone, was ich hier grad überflogen habe. "raus aus der Komfortzone"
Komfortzone heißt glücklich sein mit der Situation.

Komfortzone ist nach meinem Verständnis das worin man sich wohlfühlt oder was einem schlicht "besser" vorkommt im Vergleich zur Alternative. Das bedeutet nicht, dass man sich generell damit wohlfühlt.

Es ist egal wie man das nennt.
Es ist jedenfalls das, das einen hindert etwas zu tun was man partout nicht machen will, was aber einen weiterbringen kann. Die meisten Menschen machen immer das gleiche und kommen genau deshalb nicht voran.
 
Hallo alle zusammen

Hui, ich hätte nicht gedacht, dass mein Thema ein solches Ausmaß annimmt...
Ziehe mich nun erstmal zurück. Danke für all eure Nachrichten.
LG
 
Zum Thema "Komfortzone": es geht eher um Gewohnheiten als um gute Gefühle.

Dabei unterscheidet man sinnvollerweise drei Zonen im Zonenmodell:

  1. Komfortzone. Hier ist das Verhalten von Gewohnheiten, Routine, Bequemlichkeit, sozialer Anerkennung und Angstfreiheit geprägt. Man kennt die Abläufe, arbeitet routiniert und sauber, man fühlt sich sicher. Allerdings wächst man nicht, lernt kaum dazu und entwickelt sich wenig weiter.
  2. Wachstumszone. Diese Zone tritt ein, wenn jemand die Komfortzone verlässt, in einen Bereich geht, der anspruchsvoll ist aber noch den Kompetenzen entspricht. Die Person bricht dabei kontrolliert Gewohnheiten und Routine auf. Sie beginnt unbequeme Aktivitäten, die ihr nutzen. Sie fängt an, Dinge zu tun, die Menschen in ihrem Umfeld möglicherweise ablehnen und stellt sich ihren Ängsten. Da es ein kontrolliertes, schrittweises Verlassen der Komfortzone ist, wird die Person meistens Erfolg bei ihren Aktivitäten haben, dabei lernen und sich schneller entwickeln. Die Handlungen innerhalb der Wachstumszone wandern dadurch in die Komfortzone. In der Folge vergrößert sich ihre Komfortzone, dehnt sich aus.
  3. Panikzone. Die Panikzone tritt ein, wenn jemand über die Wachstumszone hinausgeht. Situationen und Tätigkeiten übersteigen dann die Kompetenzen einer Person deutlich. Ein Erfolg ist wenig wahrscheinlich. Das „kalte Wasser“, in das man gesprungen ist (oder geworfen wurde) ist zu kalt. Man droht zu „ertrinken“, ist zu weit weg von der „rettenden“ Komfortzone. Vielleicht ist es auch gar kein kaltes Wasser mehr, sondern eine hart gefrorene Eisplatte, auf der man sich sehr weh tut. Die Panikzone ist kein guter Platz zu sein: Informationen, die man nicht verarbeiten kann, Anforderungen, auf die man keine Antworten hat, Handlungen, die man nicht ausführen kann. Überforderung und Misserfolg, vielleicht sogar traumatische Erfahrungen, führen dann möglicherweise zu noch mehr Angst, Hilflosigkeitsgefühlen und Misstrauen. Viele verharren als Folge davon noch stärker in ihrer Komfortzone. Statt Lernen und Wachstum ist dann ein Vermeidungsverhalten die Konsequenz. Sie fliehen vor jeder Herausforderung und wachsen nie wieder.
Relevant für das Komfortzonenmodell ist auch, dass es eine Barriere zwischen der Komfortzone und der Wachstumszone gibt. Etwas, was ein „aus der Komfortzone gehen“ verhindert. Es gibt einen psychologischen Preis, der zu zahlen ist. Viele reden hier von Angst, manche rufen sogar eine „Angstzone“ aus. Das ist so nicht generell zutreffend, denn es gibt viele andere Barrieren, die uns in der Komfortzone festhalten: Etwa „Faulheit“, die Rücksicht auf andere Menschen oder eine tiefe Ablehnung von Veränderung.


Es geht nicht darum, dass man di er Komfortzone verlässt und schwuppdiwupp ist alles so, wieman es gerne hätte.
Es geht darum, dass man Ansichten, Handlungsweisen oder ähnlicges ändern muss, um die Änderungen herbeizuführen, die man mit seinen bisherigen Ansichten oder Handlungsweisen nicht erreichen konnte.
Nach dem alten Spruch: ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
Viele bleiben lange in ihrem Unglück, auch weil sie nicht sehen (können), dass es Wege heraus gibt. Weil die Angst vor dem, was kommen könnte zu groß ist. Etc pp.

Ich weiß, dass ICH als beziehungsunerfahrene Frau massiv aus meiner Komfortzone heraus musste, um Kontakte mit Männern knüpfen zu können. Ich war als Single zwar frustriert, aber das war kein Vergleich zur Panik, die ich empfand, wenn mir jmd "zu nahe" kam oder kommen wollte. Ich hab für etliche Jahre die mir bekannte Frustration "gewählt". Bis ich mit Hilfe einer Therapie daran arbeiten konnte, die Angst auszuhalten.
 

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