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Leben aus den Fugen geraten...

Also als Kind hast Du ADS Therapien gemacht, später als Du " erstarrt" bist , darüber redest Du ja jetzt zum ersten Mal , Du schreibst aber sexuelle Übergriffe ( Mehrzahl ) die Du erlebt hast.

Das hast Du nicht therapiert ? ???

Die Menschen die etwas verbergen haben meist Dreck am stecken oder sie schämen sich, manche schützen sich auch so.
Ich denke das kriegst Du nur mit Wahrheitsliebe und Ehrlichkeit, einer gesunden Portion Vertrauen und der Sicherheit Dir selbst gegenüber klar.

Manchmal lohnt es sich mit sich selbst reinen Tisch zu machen, dann ist es gut , wenn man versteht es tut einem selbst nicht gut, wenn man sich selbst belügt.

Ich kann ja wohl schlecht als Kind in der ADS Therapie sexsuelle Übergriffe verarbeiten, wenn diese noch nicht passiert sind und nein bisher hatte ich leider nicht die Möglichkeit das zu therapieren. Ich habe bzw hatte viel mehr das Problem, dass sehr viele miese Dinge vorgefallen sind und ich mich dann wohl aus einem Schutzmechanismus heraus lange nicht daran erinnern konnte. Genau das ist ja das Ding bei einer komplexen PTBS (zumindest bei mir ist das so) man merkt keine Auswirkungen der Traumata bis es einem irgendwann in Form von Flashbacks und Alpträumen buchstäblich um die Ohren fliegt. In meinem Fall hat die PTBS angefangen, als die Zeit bzw die Situation die mich schwer getroffen haben vorbei waren. Ein Trauma zeigt sich, wenn die schlimme Situation selbst vorbei ist und das ist sie bei mir, die komplexe PTBS ist daher wohl jetzt der Beginn der Verarbeitung der letzten 20 Jahre... (zumindest hat mir das meine Therapeutin bei der Diagnosestellung so erklärt).
Ich gebe mir große Mühe damit zu mir selber ehrlich und offen zu sein, das ändert jedoch nichts daran, dass es schwierig ist mit den Sachen umzugehen und das auch anderen Menschen mitzuteilen.

Mit dem Vertrauen hast du definitiv recht🙂
 
Eine Therapie liefert selten Lösungen. Wenn es gut läuft, liefert sie Dir einen "Werkzeugkasten" (Worte, Erklärungen, Konzepte, Strategien, etc.), damit Du Dich mit einer Lösung etwas leichter tust, aber sie erspart Dir keine Sackgassen, Fehlschläge und die Notwendigkeit, immer und immer weiter nach dem nächsten Schritt zu suchen und ihn dann zu gehen. Wenn der "Druck" zu groß wird, was nützt dann noch ein "Schraubendreher", wenn man ihn nicht mehr halten kann?

Sich selbst Vorwürfe zu machen, liefert manchen Menschen die Energie, etwas zu ändern. Mich hat es nur immer tiefer in meinen "Fuchsbau" hineingetrieben. Das mit der "Starre" habe ich in den letzten Jahren leider auch kennen gelernt. Wenn sich "eigentlich" nichts geändert hat, wie geht man dann gegen ein "nichts" vor? Genau das gilt es herauszufinden. Wo kannst Du Dich selbst "abholen"? Was fehlt gerade jetzt im Augenblick, damit der nächste Schritt sich nicht so sehr "sinnlos" und "idiotisch" anfühlt?

Meine Strategie ist: "Meine Schritte sind meine Schritte", egal wie klein oder falsch sie gerade sein mögen. Ich kann nur tun, was mir möglich ist. Und dann kann ich vielleicht schauen, wie ich wieder innerlich zu Kräften komme, wie ich bewährte Schritte üben kann, damit sie wieder besser funktionieren. Ich muss nicht alles selbst lösen und Du auch nicht. Manche Aufgabe kann man auch einfach sein lassen. Schau nach, was Du "streichen" kannst.

Und zum Schluss: "Schuldgefühle liefern nur den Grund, um es wieder tun zu dürfen!". Wenn Du Dich lange genug gegeißelt hast, wenn Du lange genug auf Dir herum getrampelt bist, dann setzt Du Dich damit so sehr unter Druck, dass Dir nur noch "bekannte Wege" bleiben: abzuhauen, sich erst recht zurückziehen, die Hoffnung aufzugeben oder was auch immer. Sich schuldig fühlen treibt Dich also nur wieder dahin, wo Du nicht sein willst. Aber wie wird man diesen Teufelskreis los? Ich kenne leider nur eine Lösung: mit dem Krieg gegen sich selbst aufzuhören. Immer und immer und immer wieder. Wenn die Schuldgefühle kommen, dann: "Ah, hallo! Ihr schon wieder! Nö, gerade nicht, ihr nervt nur. Ein andermal vielleicht..." und etwas anderes tun oder denken. Am Anfang ist das schwer, aber mit der Zeit wirst Du auch das "gewöhnt" und irgendwann kommen diese Schuldgefühle immer seltener, weil sie sind wirklich zu nichts nütze. Hab heute etwas mehr Hoffnung als gestern. Das ist schon was.
 

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