tonytomate
Sehr aktives Mitglied
Mutter kam mit Bauchkrämpfen ins Krankenhaus, Diagnose Lebertumor. Ja, was soll ich sagen, Samstags ins Krankenhaus, Samstag drauf wart sie tot. Ich bin fix und fertig mit den Nerven. Sorry Leute, aber solltet ihr mal Bauchkrämpfe bekommen, die so schlimm sind, daß man kaum was essen kann, das geht ratzfatz, wenn es Krebs ist. Leb wohl Mama. Ich wollte ihr noch so viel sagen, es ist zu spät, aus und vorbei. Es tut mir leid, daß ich sie nicht öfters mal in den Arm genommen und gedrückt habe, daß ich oft nein gesagt habe, wenn sie spazieren oder ein Eis essen gehen wollte. Sie konnte mich nicht mal am letzten Tag sehen, da Maskenpflicht. Scheiss Coronajahr, in jeder Hinsicht. Hinzu kommt, daß meine Frau auch noch todkrank ist, Lebenserwartung höchstens 10 Jahre. Hab irgendwie keinen Bock mehr. Sollte ich was erben, kaufe ich mir ein Wohnmobil und scheide aus dem Berufsleben komplett aus. Mich interessiert irgendwie nix mehr. Ich fahre los, immer weiter und bleibe dort, wo es schön ist. Meinem Vater ging es ähnlich, nach Renteneintritt Krebs, peng aus. Ich sehe gar kein Ziel mehr vor Augen. Einfach jeden Tag genießen, Zigarre qualmen, Buch lesen, wandern, durch die Gegend dudeln und anderen Menschen eine Freude bereiten, die schlechter dran sind. Vielleicht lande ich noch im Kloster, mal sehen.