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Langzeitstudiengebühren...

Ich weiß was gemeint ist, finde es aber unangemessen eine alte Frau, die nichts mehr peilt darauf zu drängen meine Langzeitstudiengebühren zu bezahlen.

Sie bezahlt ja nicht Deine Studiengebühren, sondern Deine Arbeitszeit, die Du für sie aufwendest.

Nochmal zum Verständnis: Das Pflegegeld ist für den der gepflegt wird, nicht für den Pflegenden.
Das wird heutzutage irgendwie immer vergessen. Ich habe keinerlei rechtlichen Anspruch darauf und finde es irgendwie auch vermessen, sie jetzt dazu zu drängen mir das Geld zu geben.

Das Pflegegeld ist dazu da, dass der Gepflegte sich Hilfe im Alltag finanzieren kann, damit er Hilfe und Pflege bekommt. Und genau das täte die Oma ja , wenn sie Dich für Deine Hilfe entlohnt.

Ich mache das aus moralischer Verpflichtung, weil sie sich damals auch um mich gekümmert hat. Als Einzige. Sonst wäre ich vermutlich im Heim gelandet.

Nichtsdestotrotz wirst Du es irgendwann nicht mehr bewältigen können und Hilfe benötigen und es ist nicht der Sinn der Sache, sein ganzes Leben deshalb über Bord zu werfen und seine eigene Zukunft zu gefährden.

@kasiopaja: Deine Erfahrung sei mal dahin gestellt, aber ich finde es nicht so schön, wie du über deine Schwiegermutter redest.

Es ist nicht schön, aber es sind Tatsachen. So wird es auch mit Deiner Oma werden. Sie wird irgendwann noch nicht mal mehr wissen, dass sie ein Klo hat und überall hinmachen, wo sie steht und geht, sofern sie noch stehen und gehen kann.

Sie wird anfangen Dinge zu essen, die nicht essbar sind und Dinge tun, die man sich nicht im Entferntesten vorstellen kann.

Sie wird sich in der eigenen Wohnung verirren und nicht mehr wissen, dass es ihre Wohnung ist.

Das IST nicht schön. Aber es ist so.

Und ja. Ich weiß selbst, dass es irgendwo eine Grenze gibt und wenn die überschritten wird sie eh ins Heim muss. Das musst DU mir nicht bei jedem Beitrag schreiben. Das weiß ich auch selbst.

Dann finde die Grenze. Sonst gehst Du unter, mitsamt Deiner Zukunft und Deinem Studium.
 
Das Pflegegeld ist dazu da, dass der Gepflegte sich Hilfe im Alltag finanzieren kann, damit er Hilfe und Pflege bekommt.

Wo hast du den Unfug her? Quelle? So einen Paragraphen gibt es nicht und das weiß ich aus sicherer Hand, denn ich hatte Recht im Studium und habe es aktuell auch. Der der gepflegt wird entscheidet was mit dem Geld passiert und zu etwas verpflichtet ist er überhaupt nicht. Ich weiß das deshalb so sicher, weil ich diesbezüglich erst vor 2 Wochen einen Anwalt gefragt habe.

Nichtsdestotrotz wirst Du es irgendwann nicht mehr bewältigen können

Das hast du gefühlt schon 4362626 Mal geschrieben und ja. Ich kann es langsam singen.
 
Wenn du schon deine Oma nicht um Geld bitten kannst oder willst, dann frage deine Mutter, ob sie dich finanziell unterstützt. Du kannst es ihr ja irgendwann wieder zurückzahlen.
 
Wo hast du den Unfug her? Quelle? So einen Paragraphen gibt es nicht und das weiß ich aus sicherer Hand, denn ich hatte Recht im Studium und habe es aktuell auch. Der der gepflegt wird entscheidet was mit dem Geld passiert und zu etwas verpflichtet ist er überhaupt nicht. Ich weiß das deshalb so sicher, weil ich diesbezüglich erst vor 2 Wochen einen Anwalt gefragt habe.

Natürlich kann der , der das Geld erhält darüber entscheiden, was er damit tut. Ich habe ja nichts Gegenteiliges geschrieben. Nur kann er das Geld eben auch für seine Pflege oder für den, der ihm hilft ausgeben.
 
Er kann. Er muss aber nicht.
Man kann jemanden zeitaufwändig pflegen. Muss aber nicht.

Und nur damit kein falsche Eindruck entsteht:

Wir selbst haben damals auch nichts vom Pflegegeld bekommen oder genommen.

Allerdings brauchten wir es für den Pflegedienst und haben selbst genug.

Das ist der Unterschied.

Du wendest viel Zeit auf, wärst auf das Geld angewiesen und bekommst nichts.

Und es käme ja auch der Oma zugute, wenn Du jetzt nicht auch nochmal einen Nebenjob machen müsstest für die Studiengebühren und dann noch weniger Zeit hättest für sie.

Die Zeit, in der Du eben nicht arbeiten musst für die Studiengebühr kannst Du für sie aufwenden.

Wir sprechen jetzt ja auch nicht von einem riesigen Haufen Geld sondern von gerade mal 500 Euro im halben Jahr, was ca. 83 Euro im Monat sind. Für das Geld setzt sich ein fremder Pflegedienst noch nicht mal in Bewegung und es ist weniger als eine Putzfrau monatlich verlangen würde.
 
Der der gepflegt wird entscheidet was mit dem Geld passiert und zu etwas verpflichtet ist er überhaupt nicht.

Da hast du recht. Aber in der Realitaet sieht es so aus, dass das Pflegegeld an den Pflegenden weitergereicht wird, um seine schwere Arbeit wenigstens ein wenig anzuerkennen. In einem Fall ist es der Pflegedienst, bei euch bist du es, die dadurch zeitlich eingespannt ist.

Du hast mal geschrieben, dass deine Oma sich finanziell locker ein Pflegeheim leisten koennte. Sie hat also mehr als ausreichend Geld fuer sich. Dennoch kassiert sie das Pflegegeld auch noch, anstatt ihre finanzschwache Enkelin zu unterstuetzen, die nur wegen ihr in die Langzeitstudienzeit rutscht.

Das letzte Hemd hat keine Taschen - und gibt man nicht lieber mit warmer Hand als mit kalter, gerade dann, wenn es sich um nahe, liebende Verwandte handelt, die der Oma durch ihren Einsatz das Heim ersparen?
 
Du wendest viel Zeit auf, wärst auf das Geld angewiesen und bekommst nichts.

Das sehe ich anders und da haben wir vermutlich unterschiedliche Ansichten. Sie hat mir sehr viel ideelle Werte mitgegeben, die Geld niemals aufwiegen können und ich gebe ihr das zurück was sie für mich getan hat. Unabhängig vom Geld.

Das letzte Hemd hat keine Taschen - und gibt man nicht lieber mit warmer Hand als mit kalter, gerade dann, wenn es sich um nahe, liebende Verwandte handelt, die der Oma durch ihren Einsatz das Heim ersparen?




Letztendlich geht das dich aber nichts an und ist eine Sache zwischen meiner Oma und mir und ich werde eine fast 90 Jährige nicht zwingen mir Geld zu geben oder sie zu etwas drängen. Punkt.


Es gibt im Rahmen von gesetzlicher Betreuung auch viel Schindluder. Ich kenne Leute, die hatten die Vollmacht für den Opa und haben dann sein Konto geräumt und sind nach Mallorca durchgebrannt. Deshalb muss es ethisch nicht vertretbar sein.

Das Pflegegeld ist und bleibt für denjenigen, der gepflegt wird, Was der damit macht ist seine Sache. Ich werde mich schwer hüten, meine Oma zu irgendwas zu drängen. Nur weil hundert andere es auch machen macht es das nicht okay oder besser.
 
Hm, habe das die letzten Seiten mal verfolgt.

Du fragst nach einer Lösung, willst aber keine. Bzw. hast eine fest im Kopf, nämlich die, dass die Uni anerkennen soll, dass Du so belastet bist/ warst und auf ihre Geühren wegen Härtefall verzichten soll.

Du denkst alternativ über einen Kredit nach.

Gleichzeitig fühlst Du Dich durch das Studium sehr belastet, denkst manchmal über Abbruch nach und hast generell einen recht hohen Druck.

Die naheliegende Lösung, dass der Nutznießer Deiner Leistungen Dich unterstützt, lehnst Du rigoros ab. Übrigens ist das Pflegegeld zwar für den zu Pflegenden, aber um damit die Pflege zu bezahlen, die er braucht. Nicht, damit er sich das auf die hohe Kante legen kann. Die Verwendung muss zwar nicht nachgewiesen werden, aber trotzdem ist das Geld doch einem Zweck zugeordnet.

Und drängen sollst Du deine Oma ja auch gar nicht. Hast Du die Situation denn überhaupt schon einmal mit ihr besprochen? Wenn nein, warum nicht? Warum verweigerst Du Dich so stark dem Gedanken, dass Dir für Arbeit auch Lohn zusteht?

Und reagierst auch nicht eben freundlich dazu, muss ich sagen.
 

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