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Langzeitstudiengebühren...

@Cora

Hast Du Dich jetzt eigentlich bei der Krankenkasse offiziell als die Pflegende eintragen lassen und die Rentenbeiträge dafür beantragt?
 
@Zenny: Ich pflege die Oma seit mehr als 5 Jahren. Das doofe ist, dass wir die Pflegestufe erst seit diesem Jahr haben, weil sie sich davor partout dagegen gewehrt hat und niemanden kommen lassen wollte (wie alte Leutchen manchmal eben sind).
Doof wie ich war, hab ich natürlich auch davor schon alles gemacht (einkaufen, sie waschen, von A nach B fahren usw.)
Durch ihre O.Ps war es dann so akut, dass sie im Krankenhaus per Eilbegutachtung eingestuft wurde und danach der MDK zu uns kam.

Wie du sagst, können dir mir daraus natürlich einen Strick drehen, weil ich die Pflegestufe eben erst seit diesem Jahr habe.
Ich hab keine Ahnung, wie ich eben mal die 500 Tacken locker mache. Es war ja davor schon knapp, aber das stürzt mich echt in eine Krise. Ich war die letzten Monate eben so sehr mit der Pflege der Oma und allem drumherum beschäftigt, dass ich die Langzeitstudiengebühren nicht habe kommen sehen.

@kasiopaja: Ja, habe ich.
 
Das wäre mein vorletztes Semester. Ich hab das von vorn bis hinten durchkalkuliert.
Wenn ich abbreche mache ich nichts besser.
Vollzeit arbeiten kann ich mit der Pflege der Oma eh nicht und einen Abbruch in der Größenordnung von Semestern dem Chef zu erklären würde sicher auch nicht gut kommen.
 
Das wäre mein vorletztes Semester. Ich hab das von vorn bis hinten durchkalkuliert.
Wenn ich abbreche mache ich nichts besser.
Vollzeit arbeiten kann ich mit der Pflege der Oma eh nicht und einen Abbruch in der Größenordnung von Semestern dem Chef zu erklären würde sicher auch nicht gut kommen.

Und wie stellst Du Dir denn dann die Zukunft vor , wenn Du nicht Vollzeit arbeiten kannst?

Und es bleibt Dir eben die Möglichkeit jetzt Deiner Oma zu erklären, dass es ein Fremder macht - was sowieso am sinnvollsten wäre - oder aber Du Geld benötigst, weil Du dir in der verbliebenen Zeit keines dazu verdienen kannst, wenn du sie persönlich pflegst.

Aber nochmal, wie soll das denn nach den 2 Semestern weitergehen? Du wirst sie sicher nicht auf Dauer pflegen können. Besser ihr gewöhnt Euch an den Gedanken und besorgt Euch Hilfe.

Die Pflege wird nämlich zunehmend zum Vollzeitjob, der irrsinnige Flexibilität und das Anpassen an ziemlich unvorhergesehene Ereignisse erfordert. Das könnt ihr als Familie nicht alleine leisten und Du alleine schon gar nicht.
 
Noch kann ich es aber leisten und solange mache ich es auch noch. Was in 2 Semestern ist sei mal dahin gestellt. Ich gebe kurz vorm Ende sicher nicht mein Studium auf und auch wenn es dir nicht passt, kasiopaja pflege ich meine Oma bis ich entweder mit dem Studium fertig bin oder es meine Kräfte übersteigt und sie nur noch bettlägerig ist. Soweit sind wir aber noch nicht.

Dann muss eben ein Kredit her 😉
 
Noch kann ich es aber leisten und solange mache ich es auch noch. Was in 2 Semestern ist sei mal dahin gestellt. Ich gebe kurz vorm Ende sicher nicht mein Studium auf und auch wenn es dir nicht passt, kasiopaja pflege ich meine Oma bis ich entweder mit dem Studium fertig bin oder es meine Kräfte übersteigt und sie nur noch bettlägerig ist. Soweit sind wir aber noch nicht.

Dann muss eben ein Kredit her 😉

Warum soll mir das nicht passen?! Ich muss sie ja nicht pflegen. 😀 Ich bin damit durch.

Meine Schwiegermutter ist jetzt im Heim und ich bin froh , dass ich das nicht mehr tun muss! Ich bin jetzt wieder frei.

Grob ausgedrückt ist jetzt keiner mehr da, der dauernd wegläuft, Kerzen isst, den Flur verscheißt, andere Leute verhaut, die Pfleger und andere Leute angreift, das Wartezimmer beim Arzt aufmischt usw. usw.


Irgendwann wird es bei Euch auch so sein, dass es nicht mehr anders geht und nicht mehr anders machbar ist. Egal wie gewillt Du bist das zu tun. Dann erledigt sich das Problem von alleine.

Warst Du eigentlich jetzt schon mal bei der Demenzberatung und hast Dich schlau gemacht, was alles auf Dich zukommt und was Du dann tun kannst? Nur damit Du weißt wie es weitergehen kann?
 
Dann muss eben ein Kredit her 😉

Warum das denn?

Deine Oma ist jetzt am Zug.

Eigentlich ist es doch ganz gut, daß durch den Druck von außen endlich die Notwendigkeit entsteht mal Tacheles mit ihr zu reden.

Es geht einfach nicht, daß die alte Dame Dienstleistungen in Anspruch nimmt, ohne dafür zu bezahlen.

Sie muß dich genauso entlohnen wie sie es mit anderen Dienstleistern täte.

Und einer der ersten Schritte wäre, daß sie dir einen Betrag übergibt, der Deine bisherige Arbeit vergütet. Und davon kannst Du u.a. auch die Studiengebühren zahlen.

Ich glaube, daß Dir auch kein guter Anwalt helfen kann, weil die Beweislage einfach schlecht ist. Da die Pflegebedürftigkeit erst kürzlich dokumentiert wurde. Dazu kommt, daß die Dienstleistungen, die Du für die ersten Jahre übernommen hast wie Fahrdienste, Einkaufen und Begleitung zu Arztbesuchen eben auch nicht einer Vollzeitpflege entsprechen und es schwer nachvollziehbar erscheint, warum solche Tätigkeiten einen so zeitlich in Anspruch nehmen, daß ein Studieren nicht mehr möglich ist und sich das Studium so sehr verzögert. Die Gefahr ist groß, daß selbst wenn die Uni bereit wäre Pflege eines nahen Angehörigen als Grund anzuerkennen, das in diesem Fall als vorgeschobene Gründe werten würde.

Das heißt aber natürlich nicht, daß Du es nicht probieren solltest. 500 Euro sind viel Geld. Das ist es auf jeden Fall wert, einige Briefe zu schreiben und persönliche Gespräche zu führen.

Ich wäre nur so realistisch, nicht darauf zu vertrauen, sondern das Geld der Oma endlich einzufordern.

Und das ist übrigens Sache Deiner Mutter, Dich darin zu unterstützen. Denn die ist als Tochter der Oma eigentlich in der Pflicht, die Pflege zu organisieren. Nicht Du als junge studierende Enkelin.

Im Hinblick auf meinen Rat, das zum Anlaß zu nehmen, eine finanzielle Regelung mit der Oma zu treffen - natürlich nicht nur für die erbrachten Leistungen der Vergangenheit sondern auch für die Zukunft - habe ich vorsichtshalber noch eine Frage, um die Zusammenhänge richtig zu verstehen: es ist doch nicht so, daß es bereits eine diesbezügliche Vereinbarung gibt, oder? Also z.b. Ihr wohnt mietfrei oder Deine Mutter hat bereits das Haus überschrieben bekommen und sich im Gegenzug verpflichtet, sich um die Oma zu kümmern?

Dann wäre die Verhandlungsbasis natürlich eine andere. Aber wenn es nichts diesbezügliches gibt, ist das jetzt der Moment, wo der Druck von außen auch für die Oma erkennbar wird und sie versteht, daß sie nicht beides haben kann: Pflege durch Angehörige und ihr Geld behalten. Sondern sie auch die Pflege durch ihre geliebte, vertraute Enkelin angemessen bezahlen muß. Wenn sie im Heim lebt, müste sie auch sicherlich fast ihre kompletten Einkünfte für die Zuzahlung verwenden. Dann bleibt auch nichts übrig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein halbwegs vernünftiges Heim kostet 2000,00 Euro pro Monat an Zuzahlung (jedenfalls hier bei uns). Gleiches gilt für eine Pflegekraft zuhause.

Da wäre die Oma mit 500,00 Euro für die Enkelin noch richtig gut bedient.
 
Ich weiß was gemeint ist, finde es aber unangemessen eine alte Frau, die nichts mehr peilt darauf zu drängen meine Langzeitstudiengebühren zu bezahlen.

Nochmal zum Verständnis: Das Pflegegeld ist für den der gepflegt wird, nicht für den Pflegenden.
Das wird heutzutage irgendwie immer vergessen. Ich habe keinerlei rechtlichen Anspruch darauf und finde es irgendwie auch vermessen, sie jetzt dazu zu drängen mir das Geld zu geben.

Ich mache das aus moralischer Verpflichtung, weil sie sich damals auch um mich gekümmert hat. Als Einzige. Sonst wäre ich vermutlich im Heim gelandet.

@kasiopaja: Deine Erfahrung sei mal dahin gestellt, aber ich finde es nicht so schön, wie du über deine Schwiegermutter redest.

Und ja. Ich weiß selbst, dass es irgendwo eine Grenze gibt und wenn die überschritten wird sie eh ins Heim muss. Das musst DU mir nicht bei jedem Beitrag schreiben. Das weiß ich auch selbst.
 

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