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Kündigung wegen Vertrauensbruch

Wenn die bisherigen Chefs von der Weitergabe des Codes wußten und es stillschweigend akzeptierten, dann ist der Code von dem Sinn her sinnlos geworden.... und kann - auf Grund der Akzeptanz - auch keinen Vertrauensbruch mehr darstellen.

Trotzdem ist es Missbrauch wenn ihn jemand nutz und da eindringt der vorher nicht berechtigt war.
Wenn ich den Code von jemanden Bank Card rauskriege , und da Geld abhebe ist das rechtens?
Oder jemand lässt den Autoschlüssel stecken , darf ich dann mit dem Auto wegfahren.
Es gibt ja auch eine Moralische nicht nur rechtmäßige Orientierung was im Leben richtig oder falsch ist.
 
Das ist eben die Frage.... wenn die beiden Kollegen den Raum aus beruflichen Gründen betraten, der Code allgemein bekannt war, die Vorgehensweise bis dahin üblich war, dann vermute ich auch Berechtigung des Tuns und nicht mißbräuchliches Vorgehen. Aber letztendlich wird der Richter entscheiden....
 
Das ist eben die Frage.... wenn die beiden Kollegen den Raum aus beruflichen Gründen betraten, der Code allgemein bekannt war, die Vorgehensweise bis dahin üblich war, dann vermute ich auch Berechtigung des Tuns und nicht mißbräuchliches Vorgehen. Aber letztendlich wird der Richter entscheiden....

Es kann für die beiden keine beruflichen Gründe zum Betreten des Raumes gegeben haben. Wäre es so, hätten sie offiziell den Code und die Befugnis bekommen das Büro zu betreten, weil sie sonst ja nicht ihre Arbeit ausüben könnten.
 
was sie hätten wenn,.... das wissen wir nicht. Nachlässigkeiten, auch von Vorgesetzten, sind keine Seltenheit und lassen sich ohne Details vor Ort nicht klären. Deine Meinung will ich Dir nicht absprechen.... jedoch ohne Detailkenntnisse bleibt alles spekulativ.
 
Wenn ein Raum durch einen Zugangscode gesichert ist sollte eigentlich jedem klar sein. dass man den Offfiziellen Code durch den Vorgesetzten braucht. Wer den nicht hat, hat da auch nichts zu suchen (auch wenn da nur Klopapier gelagert ist)!
 
Das ist eben die Frage.... wenn die beiden Kollegen den Raum aus beruflichen Gründen betraten, der Code allgemein bekannt war, die Vorgehensweise bis dahin üblich war, dann vermute ich auch Berechtigung des Tuns und nicht mißbräuchliches Vorgehen. Aber letztendlich wird der Richter entscheiden....

Das ist ja logisch, wenn den Code jeder kennt, wofür benötigt man ihn denn noch?
 
Ja, es ist in der Tat schon ein starkes Stück, wie das dort abgelaufen ist.

Sicher ist die Kündigung unwirksam.

Sicher kannst Du auf Wiedereinstellung klagen.

Aber mal ehrlich:

Möchtest Du danach in diesem Unternehmen WIRKLICH wieder anfangen?

Gut, Du kannst den gerichtlichen Weg bis zum Schluss gehen und hast sicherlich auch gute Chancen, den Prozess zu gewinnen.

Doch würde ich mich an Deiner Stelle bereits schon nach neuen Stellenangeboten umsehen und Bewerbungen schreiben.

Denn selbst wenn Du den Prozess gegen Deinen AG gewinnst, kannst Du trotzdem als großer Verlierer dort herausgehen. Bedenke, es ist immer nur ein Pyrrhussieg.

Einen Rechtsstreit gegen den Arbeitgeber zu führen macht das Verhältnis zwischen MA und AG in jedem Fall kaputt und könnte einen neuen Kündigungsgrund für den AG eröffnen.

Hier kann man den Grundsatz anführen "Wen der Arbeitgeber nicht formal und ordentlich kündigen kann, den versucht er sehr wahrscheinlich dann rauszuekeln". Und das passiert dann meistens durch Mobbing bzw. Bossing. Und wenn es keinen geeigneten Kündigungsgrund gibt, kann ein AG auch willkürlich einen erfinden, z.B. "Schlechtleistung" bzw. dass die Fähigkeiten und Kenntnisse nicht ausreichten, um seine Arbeitsaufgaben zu erfüllen.

Kaum ein solches Unternehmen, kaum ein solcher Vorgesetzter möchte diese Schmach des verlorenen Prozesses auf sich sitzen lassen und daraufhin nach Vergeltung dürsten.

Es muss zwar nicht so passieren. Ich wünsche Dir auch, dass Dir das erspart bleibt.

Aber wenn es so wäre. Wenn der neue Vorgesetzte Euch daraufhin das Leben zur Hölle machen würde, würdest Du Dir das dann wirklich noch antun wollen?

Allein ein Unternehmen, dass ohne jeglichen Schlichtungs- und Belehrungsversuch einen Mitarbeiter einfach willkürlich und unvorangekündigt an die Luft setzt, stinkt ja schon zum Himmel.

Ich finde, selbst eine Abmahnung wäre hier evtl. noch überzogen, da es sich um kein konkretes Fehlverhalten handelte, sondern schon als normaler Arbeitsalltag in der Firma integriert war und zuvor auch nie gerügt wurde. Eine Abmahnung dient eigentlich nur dazu, formell ein Fehlverhalten zu rügen und einer Wiederholungsgefahr entgegenzuwirken. Es hätte gereicht, wenn der neue VG gesagt hätte, dass er es nicht wünscht, wenn in seiner Abwesenheit sein Büro betreten wird. Auch wenn die Arbeitsabläufe dadurch beeinträchtigt werden. Nach einem deutlichen Hinweis, kann man ja die Wiederholungsgefahr ja auch nicht gleich automatisch voraussetzen.


Mein erster Gedanke in so nem Fall wäre "Tschüss und weg! Ich suche mir was Neues!".

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Du es nötig hättest, für ein Unternehmen zu arbeiten, das Abmahnungen und Kündigungen für sich instrumentalisiert, um seine Mitarbeiter zu schikanieren.

Das sehe ich ganz genauso. Macht es nicht mehr Sinn, statt auf Wiedereinstellung eine Abfindung einzuklagen und das Gesicht zu wahren? Wenn ein AG einen AN loswerden WILL, dann schafft er das IMMER.
 
Ja, es ist in der Tat schon ein starkes Stück, wie das dort abgelaufen ist.

Sicher ist die Kündigung unwirksam.

Sicher kannst Du auf Wiedereinstellung klagen.

Aber mal ehrlich:

Möchtest Du danach in diesem Unternehmen WIRKLICH wieder anfangen?

Gott sei Dank bin ich nicht persönlich betroffen sondern ein gutter Freund von mir. Und nein, er will da nicht wieder arbeiten aber zumindest sollte eine Abfindung drin sein. Schließlich ware der Vertrag, befristet, noch bis nächstes Jahr gültig gewesen.


Die wären bei mir auch hochkant geflogen und die anderen, bekämen eine Abmahnung und der Code wird geändert.

Na dann hoffe ich mal daß Du solche Entscheidungen im realen Leben nicht zu treffen hast. So schnell kann man dann ein Leben zerstören. Einmal ein Fehlverhalten und hopp, gekündigt.

Wenn die bisherigen Chefs von der Weitergabe des Codes wußten und es stillschweigend akzeptierten, dann ist der Code von dem Sinn her sinnlos geworden.... und kann - auf Grund der Akzeptanz - auch keinen Vertrauensbruch mehr darstellen.

So ist es. Außerdem ist es eine grobe Fahrlässigkeit des AG's einen Raum nicht so zu sichern, daß tatsächlich niemand ihn betreten kann.

Offensichtlich wussten die Chefs es nicht.

Es ist schon ein starkes Stück, dass Mitarbeiter, die einen Zugangscode haben, diesen einfach weitergeben.

Irgendwo hört es auf.

Die Chef's wußten es und es wurde monatelang toleriert. Nun gibt es einen neuen Chef und dieser möchte das nicht mehr und als Abschreckung wurde ein Example statuiert. Ist ja auch ok, aber nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen.

Trotzdem ist es Missbrauch wenn ihn jemand nutz und da eindringt der vorher nicht berechtigt war.
Wenn ich den Code von jemanden Bank Card rauskriege , und da Geld abhebe ist das rechtens?
Oder jemand lässt den Autoschlüssel stecken , darf ich dann mit dem Auto wegfahren.
Es gibt ja auch eine Moralische nicht nur rechtmäßige Orientierung was im Leben richtig oder falsch ist.

In diesem Fall hättest Du auch etwas in Deinen Besitz gebracht was Dir nicht gehört. Daß ist in diesem Fall aber nicht so.

Es kann für die beiden keine beruflichen Gründe zum Betreten des Raumes gegeben haben. Wäre es so, hätten sie offiziell den Code und die Befugnis bekommen das Büro zu betreten, weil sie sonst ja nicht ihre Arbeit ausüben könnten.

Doch es gab berufliche Gründe.


Hallo Karin,

im Arbeitsvertrag ist nicht geregelt, wer diesen Raum betreten darf und wer nicht?

Und ihr wurdet auch nicht mündlich darauf hingewiesen, den Raum nicht zu betreten?


Das, mit dem "offenen Geheimnis" tönt so, als sei euch bewusst, dass ihr (die, die den Code nur inoffiziell kennen) den Raum nicht betreten dürft - oder wie meinst Du das?

Wie es rechtlich aussieht, weiß ich nicht; allerdings kann ich nachvollziehen, dass euer Vorgesetzter skeptisch ist, inwieweit er euch vertrauen kann, wenn ihr gegen seinen Willen einen Raum betretet - ungeachtet dessen, was sich darin befindet.

Sicher gibt es Situationen, die es notwendig machen können, einer Anweisung entgegenzuhandeln.

Ist die Frage, ob das der Fall war.

Ich hätte (je nach Vertrauensverhältnis und Situation) die Person, die den Code offiziell kennt, einbezogen, den/einen Vorgesetzten kontaktiert oder hätte die Arbeit u.U. nicht fortgesetzt (falls das notwendige Material nicht da ist).

Es steht weder im Arbeitsvertrag noch in der Betriebsverordnung. Offenes Geheimnis heißt: EIGENTLICH ist das Büro tabu wenn der Chef nicht drin ist ABER es lagert dort Material was man zur Arbeit benötigt. Und so hatte es sich eingebürgert daß die An's gelegentlich dort ein- und ausgingen. Hat auch nie jemanden gestört. Und WENN so ein Code allgemein bekannt ist kann man im nach hinein nicht jemanden kündigen nur weil er ihn benutzt.

Ein Fehlverhalten muss immer die geringste Strafe nach sich ziehen und das ware in diesem Fall die Abmahnung gewesen. So sagt es zumindest der Anwalt und die Gewerkschaft.
 

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