Ok, wie es aussieht muss ich doch etwas weiter ausholen....
Die Frage ist, wie sich der MA VOR diesem Tag verhalten hat.
Für mich klingt es ein wenig, als gäbe es immer mal kleinere Reibereien...und dann ist sowas wie "ich nehme gerne alle Konsequenzen in Kauf, dafür, dass ich dir mal so richtig auf den Schlips treten darf" ne ziemliche Steilvorlage.
Ich fand die mail der Vorgesetzten "schön, dass du auch noch ins Büro gekommen bist" ebenso unpassend, wenn der TE erstmalig zu spät gekommen ist und sonst immer unauffällig war, wieso dann dieser Unterton?
Digidog, du schreibst, es wären MA für weniger entlassen worden.
Was habt ihr für Arbeitsverträge?
Irgendwie halbwegs fest, oder...?
Die Reibereien fingen erst ca. 1-2 Wochen vor dem Tag X an.
Ja, ich bin erstmalig aus eigener Schuld zu spät gekommen. Sonst noch etwa 2-3 mal innerhalb eines Jahres weil die S-Bahn (die ich pünktlich genommen hatte) unterwegs stoppen musste weil ein Notarzteinsatz, Weichenstörung oder sonst etwas war.
War auch nie ein Problem.
Ich habe einen festen unbefristeten Arbeitsvertrag.
Wer seinen Vorgesetzten Stasi-Methoden unterstellt, der hat keine Abmahnung mehr verdient.
Eine Firma brauch sich nicht mit der Stasi vergleichen zu lassen, vorallem dann nicht, wenns ums Rauchen geht.
Krass, was sich manche Leute, wie der TE, an Rechten rausnehmen wollen. Wenn er denn alles so gut und toll kann, dann wäre er wohl an der Position des Vorgesetzten gewesen, was er aber nicht war.
Selbsteinschätzung ist nicht so leicht.
Lieber Basti,
du hast vollkommen Recht. Das mit den Stasi-Methoden ist ne harte Sache. Allerdings nicht nur aufs Rauchen bezogen, sondern auch auf Auswertung diverser Daten die keinen etwas angehen. Zum Beispiel wurde bei einer Krankmeldung mit gelbem Schein der Code gegoogelt was für eine Krankheit man hat und dergleichen. Die Liste ist lang und ich möchte sie hier nicht aufführen.
Ich bin deshalb nicht in der Position des Vorgesetzten gewesen, weil ich zu dem Zeitpukt, als diese intern gesucht wurden gerade mal 1 Monat in der Firma war und mich erstmal mit dem Arbeitsumfeld vertraut machen musste. Meine Qualifikation reicht durchaus dafür aus.
Ich hatte mich auch nicht als Vorgesetzter beworben, weil es zu dem Zeitpunkt meiner Bewerbung und auch danach keine öffentliche Ausschreibung dafür gab.
Selbsteinschätzung kann man in diversen Seminaren lernen
🙂
Wenn du meinen Lebenslauf nicht kennst, lass bitte solche Mutmaßungen bleiben.
Nicht wegen der Mail, sondern wegen permanenter Provokation (Zuspätkommen, Tonfall, sich Rechte rausnehmen) ist Dir die Kündigung ausgesprochen worden; bin selbst AG; würde, als vergleichsweise sehr viele Zugeständnisse machend, mir auch nicht diese Anmaßungen bieten lassen - und schon gar nicht, wenn ich die Zielvorgaben meines Unternehmens nicht erreiche. Wundere mich eher, dass der Ag so lange damit gewartet hat.
Lieber Gast,
erstmal vielen Dank für den Mut hier anonym zu schreiben.
Permanente Provokation war in diesem Fall nicht vorhanden. Es war einmaliges Zuspätkommen und meine Arbeitszeiten bzgl. Rauchen habe ich auch immer eingehalten. Für Ausnahmen hatte ich die Zustimmung meines TL.
Die Zielvorgaben habe ich zu diesem Zeitpunkt aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht erreicht. Es war dem AG klar und ca. 80% der Belegschaft hatte das gleiche Problem.