Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kündigung - rechtfertigen oder nicht?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
G

Gast

Gast
Hallo zusammen, sollte man eine Kündigung begründen bzw. etwas zu den Beweggründen sagen?
Bei mir gibt es folgenden Hintergrund: Ich habe ein Job, der mir keinen Spaß macht. Ich habe es mir aber nie anmerken lassen und immer TOP-Leistungen erzielt. Dann gab es mal eine vakante Stelle im Unternehmen und ich konnte mir ein interessanten Aufgabenbereich an Land ziehen, weil die Stelle seit Monate vakant ist und die Arbeit gemacht werden musste. Auch hier bringe ich TOP-Leistungen. Ich habe die andere vakante Stelle mitgemacht und unbezahlte Überstunden geschoben. Der Aufgabenbereich aus der vakanten Stelle war für mich keine normale Arbeit die man widerwillig macht weil man den Staat nicht auf der Tasche liegen will, sondern etwas, was ich gerne gemacht habe, etwas wofür ich gebrannt habe, etwas womit ich mich identifizieren konnte, etwas das wirklich sinnvoll war und sich irgendwie "richtig" angefühlt hat. Nun ist es so, dass eine Neueinstellung bereits bekannt geben wurde und ab Juni jemand Neues anfängt, der auch schon ein AV unterschrieben hat. Damit verliere ich irgendwie alles, was mir hier noch etwas bedeutet. Ich sehe keine Perspektive mehr und finde es nicht fair, dass meine Leistung einfach nicht belohnt wird. Die Begründung, warum ich die Stelle nicht ganz übernehmen durfte war, dass mein alter und aktueller Aufgabenbereich, der mir persönlich keinen Spaß macht, für das Unternehmen wichtig sei und ich dafür gebraucht werde. Ich möchte aber gerne in dem Bereich tätig werden, den ich jetzt vertretungsweise auf der vakante Stelle wahrgenommen hatte. Da das Unternehmen aber zu klein ist für 2 Personen auf der Stelle, muss ich einfach weg und woanders mein Glück versuchen. Die Sperre vom Amt ist nicht das Problem, ich gehe zur Not als Helfer für eine Zeitarbeitsfirma los, da kommt man recht schnell aus den Verträgen raus. Aber man möchte ja nicht negativ auffallen, eine Kündigung des Arbeitnehmer hat ja schon per se ein negativen Touch und man braucht ja noch ein positives Arbeitszeugnis. Wie würdet ihr vorgehen? Soll man etwas zu den Beweggründen sagen? Soll man die wahren Beweggründe (s.o.) nennen? Soll man allgemein rumschwafeln, dass man eine Auszeit braucht und sich neu orientieren will? Soll man gar nichts dazu sagen und die Kündigung einfach kommentarlos auf den Schreibtisch des Vorgesetzen legen und auf Nachfrage sagen, dass man nicht im Detail drauf eingehen möchte, man sich aber einfach dafür entschieden hat die Zusammenarbeit nicht weiter fortzusetzen.
 
Hallo 🙂
Ich würde an deiner Stelle die Kündigung genau so begründen wie du es hier geschrieben hast: dass das auf Zeit übernommene neue Amt dir sehr viel Spaß bereitet hat und du dich deswegen nach diesem Aufgabenfeld in einer anderen Firma umschauen möchtest. Letztendlich hat dein Chef Pech gehabt, wenn er die bestehenden Mitarbeiter bei der Jobvergabe nicht berücksichtigt, kann er auch davon ausgehen, dass die sich irgendwann was anderes suchen. Bei deiner neuen Arbeitsstelle kannst du deine Kündigung ünrigens genau so auch begründen.
Die Frage die du die Stellen solltest ist eher, ob du wirklich jetzt kündigen willst oder nicht vielleicht parallel zu deinem Job Bewerbungen schreiben willst und erst dann kündigst wenn du etwas Neues hast?
Im übrigen darf ein Arbeitszeignis gar nicht schlecht ausfallen, sonst könntest du dagegen Klagen 🙂

Liebe Grüße und viel Glück bei der Jobsuche!
 
Hi,

deine Motive finde ich absolut verständlich - deine Reaktion allerdings nicht wirklich.

Grundsätzlich: Nein - schriftlich würde ich gar nichts begründen.

Aber - ich kann dir eigentlich nur davon abraten erst zu kündigen und dann zu suchen und denke, dass das auch nicht nötig ist.

Ich an deiner Stelle würde zum Chef gehen, sagen was dich anpisst und ein qualifiziertes Zwischenzeugnis fordern - und danach würde ich ohne das zu kommunizieren - keine Überstunden mehr anfallen lassen. Und während du deinen alten Job weitermachst - suchst du dir einen neuen Job.
Damit weiß dein Chef was Phase ist und dass Sie dich damit verloren haben, du hast weiterhin sicheres Geld und aus einem anderen Job heraus bewirbt es sich VIEL leichter wie aus Zeitarbeit oder Arbeitslosigkeit. Du willst doch sicher nicht vom Regen in die Traufe - oder? (Nichts anderes kommt dabei raus, wenn man dringend einen neuen Job braucht...)

LG
 
. Aber man möchte ja nicht negativ auffallen, eine Kündigung des Arbeitnehmer hat ja schon per se ein negativen Touch
Warum das denn? Es wäre schlimm, wenn man als Arbeitnehmer auf Biegen und Brechen, nur um des "positiven Touches" Willen bei dem ersten und einzigen Arbeitnehmer bleiben muesste oder sollte, nur um nicht negativ aufzufallen, bzw. darauf hoffen müsste, dass der AG kündigt, nur damit man nicht negativ auffällt. Im Gegenteil: es ist wesentlich positiver, wenn man selbst kündigt als wenn der AG kündigt.

In einer Kündigung gibt man grundsätzlich keine Gründe an, warum man kündigt. Kurz und knapp: Hiermit kündige ich form- und fristgerecht meinen Arbeitsvertrag zum......

Meistens ist es doch so, dass man interessantere Aufgaben und / oder einen besser bezahlten Arbeitsvertrag hat, bevor man kündigt. Ob du eine Auszeit willst oder beleidigt bist, interessiert niemand. Es geht den Arbeitgeber nichts an, warum man gehen will. Sollte es zu einem Gespräch kommen, sollte man, so lange man noch kein Arbeitszeugnis hat, auch keine tatsächlichen Gründe, die oft recht subjektiv erscheinen können, preisgeben. Normalerweise fragt ein AG auch nicht danach. Du bist ersetzbar. Du klingst ziemlich beleidigt, das macht sich nicht gut in einem Mitarbeitergespräch. Das könnte dir das Arbeitszeugnis versauen.
 
Hallo,

nein, begründen muss man das nicht, aber es vermeidet komische Situationen. Du musst nicht die Wahrheit erzählen und solltest aber auch nicht lügen. Am besten finde ich Blafasel z.B. ich suche eine neue Herausforderung.

Allerdings kündigen ohne eine neue Vertrag unterschrieben zu haben, hat eine ganze Reihe von Nachteilen (Sperre, vielleicht klappt's nicht gleich und vor allem schlecht für den Lebenslauf), das solltest du dir schon gut überlegen. Besser wäre die Zeit zu überbrücken bzw. die Situation zu ertragen, bist du unterschrieben hast. Wenn das nicht geht und du zu sehr drunter leidest, dann ist's wahrscheinlich besser zu gehen.

Wenn du einen einigermaßen guten Draht zu deinem Chef hast, würde ich es aber zuerst innerhalb des Betriebs versuchen. Du könntest z.B. mitteilen, dass was anderes machen möchtest und Fragen, welche Möglichkeiten für dich in Frage kommen.

Viel Erfolg!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
B Kündigung im Lebenslauf erwähnen? Ist das zulässig? Beruf 143
A Kündigung nach 35 Jahren Beruf 23
SchweigStillmeinHerz Bildungsgutschein Kündigung Gefühle Beruf 2

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben