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Kündigung in der Probezeit

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121924
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G

Gelöscht 121924

Gast
Hallo,
ich habe vor ca 4 Monaten im Unternehmen angefangen und direkt am ersten Tag wurde mir mitgeteilt, dass es große Umstrukturierungen geben wird und meine Rolle in ein Neues Team kommen soll.
Die Zeit bis dahin wird mit dem Betriebsrat verhandelt und es war bis dahin nicht sicher, wieviele Mitarbeiter im neuen Team wirklich übernommen werden.
Nun hatte ich „Glück“ und durfte bereits zum Teil für das neue Team arbeiten. Also eine Teilung von 50:50 oder 90.10, je nachdem mit wem man sprach. Richtige Einarbeit gab es nicht, sehr wohl aber hohe Anforderungen (Projekt Team leiten und kurze Deadlines). Es waren schwierigste Bedingungen, da viele Mitarbeiter nicht mitarbeiten wollten (weil sie selbst unsicher waren, wie es beruflich weitergeht, da ja entlassungen angekündigt und abgewartet wurden). Gleichzeitig ist das neue Team in einem desolaten Zustand - der alte Manager hat die Basics nicht aufgebaut und viele Mitarbeiter sind gekündigt, haben selbst gekündigt, sind in Mutterschutz oder in Dauerkrankenstand. Und die wenigen, die hier sind, sind neu und jung und kennen den Job einfach noch nicht.
In diesem Umfeld werde ich gerade stark über meine Grenzen hinweg gefordert. Man hält mir die Karotte hin, aber ich selbst lebe seit ich dort angefangen habe, unter ständigem Druck, hoher Arbeitslast und Überforderung. Auch kommende Woche zB werde ich wieder zu einer Präsentation gebeten, vor der Geschäftsführung und dem globalen Team und ich fühle mich alleine diesen Anforderungen nicht gewachsen, weil ich keine Mitarbeiter oder Kollegen habe, und meine Chefin überdies mit nun auch „im Stich lässt“ und bereits will (ohne Einarbeit in ihr Team), dass ich „alleine Laufe“.
Ich habe ärgste körperliche Zustände, regelmäßig Panikattacken, Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, einen Tinnitus und Kopfschmerzen, sehe aber keinen Ausweg - ich kann SIE jetzt nicht hängen lassen kommende Woche (sie mich aber schon 😉)
Sie will mich unbedingt im Team - ja weil sie sonst niemanden hat. Die Karotte/Ausblicke sind ganz gut, aber wie gesagt nur auf dem Papier. Derzeit steht einfach die Struktur noch nicht, daher werde ich bis dahin wohl weiter „verheizt“.
Ich jedoch mache weder einen Job der mir wahnsinnig Spaß macht (nur am Papier macht er Spaß) und fühle mich überfordert.
Was wären aus eurer Sicht die nächsten Schritte? Ich habe meine handlungsfähigkeit verloren….
 
Zuletzt bearbeitet:
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Re: Kündigung in der Probezeit
Hei,
solange du dich da so überfordert fühlst, weil es ja auch echt viel ist, würde ich kündigen. Du brauchst dann auch kein schlechtes gewissen denen gegenüber haben. Deine Gesundheit geht vor!
 
Hallo,
ich habe vor ca 4 Monaten im Unternehmen angefangen und direkt am ersten Tag wurde mir mitgeteilt, dass es große Umstrukturierungen geben wird und meine Rolle in ein Neues Team kommen soll.
Die Zeit bis dahin wird mit dem Betriebsrat verhandelt und es war bis dahin nicht sicher, wieviele Mitarbeiter im neuen Team wirklich übernommen werden.
Nun hatte ich „Glück“ und durfte bereits zum Teil für das neue Team arbeiten. Also eine Teilung von 50:50 oder 90🤐0, je nachdem mit wem man sprach. Richtige Einarbeit gab es nicht, sehr wohl aber hohe Anforderungen (Projekt Team leiten und kurze Deadlines). Es waren schwierigste Bedingungen, da viele Mitarbeiter nicht mitarbeiten wollten (weil sie selbst unsicher waren, wie es beruflich weitergeht, da ja entlassungen angekündigt und abgewartet wurden). Gleichzeitig ist das neue Team in einem desolaten Zustand - der alte Manager hat die Basics nicht aufgebaut und viele Mitarbeiter sind gekündigt, haben selbst gekündigt, sind in Mutterschutz oder in Dauerkrankenstand. Und die wenigen, die hier sind, sind neu und jung und kennen den Job einfach noch nicht.
In diesem Umfeld werde ich gerade stark über meine Grenzen hinweg gefordert. Man hält mir die Karotte hin, aber ich selbst lebe seit ich dort angefangen habe, unter ständigem Druck, hoher Arbeitslast und Überforderung. Auch kommende Woche zB werde ich wieder zu einer Präsentation gebeten, vor der Geschäftsführung und dem globalen Team und ich fühle mich alleine diesen Anforderungen nicht gewachsen, weil ich keine Mitarbeiter oder Kollegen habe,und meine Chefin überdies mit nun auch „im Stich lässt“ undbereits will (ohne Einarbeit in ihr Team), dass ich „alleine Laufe“.
Ich habe ärgste körperliche Zustände, regelmäßig Panikattacken, Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, einen Tinnitus und Kopfschmerzen, sehe aber keinen Ausweg - ich kann doch SIE jetzt nicht hängen lassen kommende Woche.
Sie will mich unbedingt im Team - ja weil sie sonst niemanden hat.
Ich jedoch mache weder einen Job der mir wahnsinnig Spaß macht (nur am Papier macht er Spaß) und fühle mich überfordert.
Was wären aus eurer Sicht die nächsten Schritte? Ich habe meine handlungsfähigkeit verloren….

Hallo PJM,

in einer ähnliche Situation stand ich vom 01.07.2021 bis heute auch.

Stand heute ich habe meinen AG nach der Probezeit gekündigt und verlasse das
Unternehmen am 30.06 nach einigen unschönen vorfallen.

Ich nehme aus deinem Thread an das Du eine lange Probezeit von 6 Monaten hast da ggfs. Fachkraft.
Du bist ja schon 4 Monate im Betrieb.

Ich fühlte mich damals auch so starr und HOFFTE das sich was bessern wird, es wurde ab Januar 2022 nach meiner bestandenen Probezeit noch schlimmer.

Was ich sagen will, folgende Optionen hast Du:

1) Such nach neuem Job und Eigenkündigung in Probezeit
Wobei hier die Zeit recht knapp ist

2) Einfordern, einfordern, einfordern einer Einarbeitung und besserer Zustände.
Mit dem Hinweis das es sein kann das Du nur hingehalten wirst um dich in Probezeit zu halten

3) Oder dein AG kündigt dir zu Ende deiner Probezeit

Ganz ehrlich, ich hätte damals in der Probezeit kündigen sollen, dann wären mir einige Beschämungen, Ausgrenzungen, Mobbing erspart geblieben.

Das Geld war es dann nicht wert meine Gesundheit zu ruinieren.

Da Du AUCH von Gesundheit schreibst, würde ich einen Schluss Strich ziehen.

Häufig wird es nicht mehr besser.
 
Woran erkennt man, ob man richtig ist..??
Wie merkt man, dass man die falsche Tür aufgemacht hat?

Du verlierst nichts, wenn du mitmachst, guckst, wie es läuft und kommt. Du wirst sehen, ob du es schaffen kannst, oder nicht. Falls nicht, dann ist jeder belehrt- du, wie auch dein Team. Sie stellen dich vor Aufgaben, machst du diese entsprechend richtig, dann bist du geeignet, wenn nicht, dann eben nicht.
Es ist verdammt hart, am falschen Platz zu stehen, da leidet jeder.
So ist es doch auch bei Freundschaften. Man kann entweder gut auskommen, oder nicht. Jeder passt nicht überall hin. Bei Schmerz und Leid trotzdem zu bleiben, das ist doch Sinnlos. Du sollst mit Freude leben, genüsslich und gern. Dementsprechend musst du dich "betten". Niemand darf von dir, oder kann von dir erwarten, dass du Schaden nimmst, nur damit jemand anderer Nutzen hat.

Ich habe übrigens lange gebraucht, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Ich habe ganz schön viel gelitten, weil ich dachte, an MIR liegts. Nein, es lag an der falschen Konstellation.
Mir würde viel gefallen, also geh ich darauf zu, bemühe mich, gib mein Bestes, klappts, dann okay, klappts nicht, dann auch okay. Das sieht man manchmal aber erst, wenn es ganz klar scheitert, egal, wie sehr man sich eben gemüht hat. Fürchte dieses Scheitern nicht, es sind wichtige Hinweise, Wegweiser. Hab den Mut "der Fehler" zu sein und aussortiert zu werden. Sei einfach nur ganz ehrlich. Bist du in dieser Aufgabe "schlecht", dann finde das okay. Du bist super gut, wenn du am richtigen Platz bist, wo anders eben mies.
 
Ich kann dir nur raten: geh!

Ich war jetzt 2 Jahre als normaler Entwickler in so einem Projekt. Meine Erfahrung ist: die Firmen ändern sich nicht (es hat seine Gründe, dass solche Situationen entstehen), es wird nicht besser. Solange da keine Großbildungsoffensive mit vielen, vielen Schulungen kommt, wird es weiterhin so laufen, dass die halbwegs tauglichen Leute das Weite suchen und die anderen lustlos vor sich hin stümpern oder sich direkt krank melden.
In der Firma hieß es auch jedes Jahr aufs Neue, dass im kommenden Jahr viele Schulungen kommen würden. War der Firma dann aber doch zu teuer, man pokerte darauf, dass sich die Leute schon wie ich in der Freizeit auf eigene Kosten weiterbilden werden.
Im Nachhinein ärgere ich mich nur darüber, dort so viel Zeit verschwendet zu haben. Jene E-Kollegen, die schon nach ein paar Monaten abbrachen, haben es teils deutlich weiter gebracht als ich, die sich ewig hinhalten ließ.

Ein schlechtes Gewissen hätte ich nur, wenn die Firma viel Zeit und Geld in deine Weiterentwicklung gesteckt hätte, du also z.B. mehrere teure Zertifikate auf Arbeitszeit und Firmenkosten hättest machen können. Aber wenn die Firma ohnehin nichts in dich investiert und dich ins kalte Wasser geworfen hat, brauchst du da kein schlechtes Gewissen haben, wenn du gehst.
 
Ich kann dir nur raten: geh!

Ich war jetzt 2 Jahre als normaler Entwickler in so einem Projekt. Meine Erfahrung ist: die Firmen ändern sich nicht (es hat seine Gründe, dass solche Situationen entstehen), es wird nicht besser. Solange da keine Großbildungsoffensive mit vielen, vielen Schulungen kommt, wird es weiterhin so laufen, dass die halbwegs tauglichen Leute das Weite suchen und die anderen lustlos vor sich hin stümpern oder sich direkt krank melden.
In der Firma hieß es auch jedes Jahr aufs Neue, dass im kommenden Jahr viele Schulungen kommen würden. War der Firma dann aber doch zu teuer, man pokerte darauf, dass sich die Leute schon wie ich in der Freizeit auf eigene Kosten weiterbilden werden.
Im Nachhinein ärgere ich mich nur darüber, dort so viel Zeit verschwendet zu haben. Jene E-Kollegen, die schon nach ein paar Monaten abbrachen, haben es teils deutlich weiter gebracht als ich, die sich ewig hinhalten ließ.

Ein schlechtes Gewissen hätte ich nur, wenn die Firma viel Zeit und Geld in deine Weiterentwicklung gesteckt hätte, du also z.B. mehrere teure Zertifikate auf Arbeitszeit und Firmenkosten hättest machen können. Aber wenn die Firma ohnehin nichts in dich investiert und dich ins kalte Wasser geworfen hat, brauchst du da kein schlechtes Gewissen haben, wenn du gehst.

Kann mich dem Beitrag anschließen.

@Threadersteller:
denke auch daran das deine Gesundheit darunter leidet und Du immens
Investieren müsstest damit sich da was bewegt. Solche eingefahrenen Strukturen aufzubrechen viel spaß dabei.

Am Ende dankt dir auch keiner wenn Du durch für das Projekt/Betrieb krank gearbeitet hast.
 

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