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Krypto und die Welt

Ich selbst bin ja auch kein Verfechter der Bitcoin, bzw. Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Okay, auch, aber nicht nur.

Selbst bin ich ja jetzt seit etwa 3 Wochen "im Markt", wobei es mir eher wie 3 Jahre vorkommt, und habe einen gigantischen Bogen um Bitcoin gemacht.

Bitcoin ist nach wie vor "das Mutterschiff", der Inkubator, für die Blockchain-Technologie. Investieren würde ich in eine Bitcoin, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt, jedoch nicht. Ja, ich lasse das "Gold des Internets" links liegen, weil es mir zu schwankhaft ist, zu sehr Spekulationsobjekt.

Gleichfalls sehe ich dennoch eine große Zukunft für Kryptowährungen als Zahlungsmittel, wenn mal etwas mehr "Ernsthaftigkeit ins Business einkehrt". Interessanter bzw. vorteilhafter sind Kryptozahlmittel wie bspw. Litecoin aus meiner Sicht aber nicht so sehr für westliche/industrialisierte Länder, sondern eher für Menschen und Länder, wo es keine stabile Währung und Infrastruktur gibt. Da macht das "bisschen Schwankung" einer Litecoin dann auch nicht viel aus. Litecoin wäre dann gewissermaßen mangels Alternative ein "Übergangsweg".

Für "mich und dich" ist das Ganze als Zahlungsmittel im Grunde uninteressant. Für mich persönlich ist es auch als Spekulationsobjekt uninteressant.

Was mich persönlich mehr interessiert, sind die Blockchain-Projekte 2.0, 3.0 und 4.0, welche mit Kryptowährungen als Zahlungsmittel relativ wenig bis gar nichts zu tun haben.

Ich arbeite mich noch mehr darin ein, aber mein aktueller Favorit ist bzw. bleibt NEO. Die Blockchain-Technologie oder eben auch NEO werden morgen nicht einfach weg bzw. wertlos sein.
 
Jetzt klär' mich 'mal auf: wenn Krypto-Währungen nicht zum Zahlen taugen - oder nicht dafür gedacht sind, wofür sind sie dann eigentlich gut? Börsenspekulationen? Den Bürgern echtes Geld aus der Tasche ziehen? Sprich: legalisierter Betrug?
 
Was war zuerst da? Die Bitcoin oder die Blockchain? Vielen kommt es so vor, als hätte alles mit Bitcoin angefangen. Das ist aber, außer in der Massenwahrnehmung, nicht der Fall. Bitcoin und ähnliche Kryptowährungen, die als Zahlungsmittel genutzt werden können, sind nur einer der ersten und frühen Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie.

Wenn es um Kryptowährungen als Zahlungsmittel geht, sind aus meiner Sicht Kryptowährungen nicht mehr wegzudenken. Es ist, wenn man so will, ein Charakteristikum bzw. Baustein des globalen und digitalen Zeitalters. ALLERDINGS befindet sich das Ganze noch in "Kinderschuhen", wobei das leicht untertrieben ist. Im Rahmen der Phasen für die Annahme einer neuen Technologie befinden wir uns noch nicht mal in der sog. "Adoptierungsphase", sondern in der sog. "Innovatorphase", bei der maximal 2,5 % der Weltbevölkerung beteiligt sind. Man sollte das jedoch nicht unterschätzen, da sich heutzutage in Sachen Technologie im Allgemeinen und Sachen "Krypto" im Speziellen alles exponential entwickelt. (Vielleicht ein "vorgestriges", aber durchaus interessantes Video dazu.)

Den Fall für Kryptowährungen als Zahlungsmittel sehe ich als relativ übersichtlich. Es werden sich die Kryptowährungen durchsetzen, welche am Besten die Kriterien 'schnell', 'sicher' und 'einfach' erfüllen. Die Nutzung von Krypto als Zahlungsmittel wird aber wohl niemals ein Zwang sein, sondern immer nur eine zusätzliche Möglichkeit, die man eben nutzen kann oder auch nicht. Gleichfalls kann ich mir jedoch auch vorstellen, dass Kryptowährungen das gesamte Fiatsystem ablösen. Da rechne ich allerdings eher mit Jahrzehnten.

Was nun den praktischen Aspekt betrifft, so gibt es viele Projekte, die daran arbeiten, dass man mit seinen Kryptos genauso reibungslos bezahlen kann, wie mit Fiat. Nicht der einzige, aber ganz voran ist da auch Charlie Lee, der Gründer von Litecoin, mit seinem Litepay und Litepal. Ganz allgemein gibt es Vereinbarungen mit VISA, eine neue Art von Kreditkarten und "digitale Wallets", welche effizientesten Tausch zwischen verschiedenen Fiatwährungen und Kryptowährung erlauben. Wie gesagt, alles kein Zwang, sondern einfach nur zusätzliche Möglichkeiten.

Was nun das Regulatorische, Steuern, etc., betrifft, da kann und muss man sicherlich drüber sprechen, was ja bspw. in den USA, Südkorea und China sehr lebhaft getan wird. Andere Länder wie bspw. Japan und Australien scheinen es da sehr viel lockerer zu nehmen. Was auch immer wieder gerne vergessen wird, ist wohl, dass das Gesamtvolumen des Kryptomarkts mit seinen aktuell etwa 500 Milliarden USD in Relation zum Gesamtaktienmarkt, dem weltweiten Geldvolumen und sonstigen Kapitalanlagen lächerlich gering ist.

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In Bezug auf das weiter oben gelinkte Video stellt sich nicht zuletzt auch eine philosophische Frage. Nämlich die, wie und wohin sich die Menschheit und die Technologie entwickeln wird. Das Video ist allerdings auch schon gut 10 Jahre alt. Myspace (der Vorgänger von Facebook)? Öhm ja, würde mich nicht wundern, wenn sich heutzutage niemand mehr daran erinnern kann. So ähnlich verhält es sich aber auch mit Krypto. In ein paar Jahren wird vieles "Schall und Rauch" sein, und es ein paar "shining stars" geben. Wenn man so will, dann ist Krypto wie auch das Internet ein "Aussiebeprozess". Damals, so um 2008, waren Kryptowährungen, Blockchain, selbstfahrende Autos und künstliche Intelligenz kein wirklich großes Thema. In den 10 Jahren hat sich aber was getan. Das sollte man bei seinen weiteren Berechnungen mit einkalkulieren.

~~~

Bei Kryptos sollte man zumindest und grob zwischen folgenden Arten unterscheiden:

1) Infrastruktur-Kryptowährungen (bspw. Ethereum, NEO, EOS)

2) Zahlungsmittel-Kryptowährungen (bspw. Bitcoin, Litecoin, DASH)

3) Applikations-Kryptowährungen (bspw. Walton, Siacoin, Basic Attention Token)
 
Den Fall für Kryptowährungen als Zahlungsmittel sehe ich als relativ übersichtlich. Es werden sich die Kryptowährungen durchsetzen, welche am Besten die Kriterien 'schnell', 'sicher' und 'einfach' erfüllen.

Ich finde die Idee grundfalsch zu glauben, es würde sich irgendwann die "beste" Krypto Währung durchsetzen.

Die Blockchain Technologie könnte sich durchsetzen, indem sie von Banken für konventionelle Währungen genutzt wird.

An irgendeinen Kryptocoin der als echtes Zahlungsmittel von der breiten Bevölkerung zumindest ergänzend zum Euro genutzt wird, glaube ich nicht. Wieso soll ich mir ein zweites Zahlungsmittel auf den Buckel binden. Ich muss dann zwei Konten managen, Wechselkurse in Kauf nehmen und immer wieder umrechnen.

Wer will parallel mit zwei Währungen zahlen???

An eine Ablösung des Fiat Geldes wie du schreibst glaube ich schon gar nicht.
Dies könnte nur schrittweise geschehen indem Menschen mehr und mehr mit einer Krypto Währung zahlen. Dann haben wir aber wieder das Problem der Doppelwährung, die keiner will.
ODER indem ein Staat eine Krypto Währung zum allgemeinem Zahlungsmittel erklärt. Es wird kein Staat der Welt seine Währungshohheit an eine Krypto Währung abgeben wollen.

Ich habe noch immer nicht verstanden, WARUM ich mit irgendwelchen Kryptos zahlen soll. Ich sehe für mich darin keinen einzigen Vorteil.
 
Ich sehe das Problem nicht wirklich. Üblich für "uns" und heutzutage ist doch, dass wir mit Scheinen/Münzen oder Karten bezahlen. Das alles transferiert einen hypothetischen "Wert", den ich bereit bin, zu geben, und ein anderer, zu akzeptieren. Wenn man sich darüber einig ist, kann man als Wertaustauschmittel aber auch Bärenfelle, schöne Austernschalen, Perlen oder Bitcoins nutzen. Wer wollte oder könnte das schon wirklich unterbinden?

Bspw. könnte ich bei mir um die Ecke in der Bar "Room 77" im Austausch für Bitcoins/Satoshis ein leckeres Burger-Menü bekommen, oder eben auch alles andere, was auf der Karte steht. Muss aber zugestehen, dass ich das noch nie gemacht habe. Habe ja auch keine Bitcoins. Wäre aber vielleicht mal ganz interessant, das zu tun. Mir ein paar Bitcoins/Satoshis zu tauschen, ist ja relativ fix geschehen.

Und so könnte ich auch relativ fix eine Bitcoin in YEN umwandeln, einen YEN in EUR, einen EUR in eine Amazon-Aktie, usw., usf. Gut, das mit dem "fix" ist etwas übertrieben, aber mit dem Fortschritt der Technologie wird das zukünftig alles etwas schneller ablaufen. Es gibt im Grunde keinen logischen Grund, warum der von mir geschilderte Ablauf nicht in maximal 5 Minuten erledigt sein sollte, wobei der Ablauf selbst natürlich unsinnig ist. War ja auch nur ein Beispiel. Mal abgesehen von dem Faktor Geschwindigkeit aber, der sich gewiss optimieren lässt, könnte ich das Ganze schon jetzt während eines Spaziergangs durch die Heide und mit meinem Smartphone erledigen. Habe das teilweise auch schon getan. Und das führt mich zu meinem nächsten Punkt.

Was mir möglich ist, ist mir aber auch nur als privilegiertem Bürger der westlich-industrialisierten Welt möglich. Für mich macht es also tatsächlich keinen immensen Unterschied, mit was ich bezahle oder nicht, in was ich investiere oder nicht. Andere Menschen wurden aber nicht in eine solch glückliche Situation geboren.

Soll heißen, dass viele Menschen in großer Unsicherheit leben, weil bei ihnen nicht an jeder Ecke ein Bankomat steht, die Hürden für ein Bankkonto oder eine Kreditkarte nicht zu bewältigen sind. Finanzielle Infrastruktur ist nicht vorhanden, man kann noch nicht mal in Aktien investieren, also sich Wohlstand nur unter schwierigsten Bedingungen aufbauen. Man kann sein Kapital nicht so erhalten und vermehren, wie es "die Großen" tun.

Vielleicht wäre es hilfreich, eine Menge Bankomaten aufzustellen, Scheine zu drucken und Münzen zu prägen. Was aber, wenn man diesen ganzen Schritt gewissermaßen einfach "überspringen" kann?

Ich mache es kurz: Spezifische Anwendungen der Blockchain erlauben es JEDEM, am Wachstum der Weltwirtschaft teilzuhaben, an dem man im Zweifel direkt oder indirekt nicht mehr oder weniger beteiligt ist, als alle anderen. Insofern bedeutet Krypto/Blockchain für die, die es nicht ohnehin schon haben, auch wirtschaftliche und finanzielle Inklusion durch breitbandige Teilhabe am Weltwirtschaftswachstum und finanziellen Dienstleistungen.

Es sind ja nur Möglichkeiten. Und ich denke, dass alle Menschen alle Möglichkeiten verdient haben. Das ist gewissermaßen der technologisch untermauerte Gedanke der "Blockchain-Bewegung". Andere nennen es lieber "Krypto". Es tut nicht wirklich viel zur Sache, wie man es nennt. Genauso könnte man das Internet auch "Schlumpfi" nennen. Es würde dennoch so funktionieren, wie es funktioniert. Und Krypto/Blockchain ist die nächste Evolutionsstufe des Internet. Ich glaube aber, dass vielen Menschen das Internet schon zu langweilig geworden ist, und deshalb kommen Krypto und Blockchain jetzt mit einem gewaltigen "Bumms".
 
Das werden wir wahrscheinlich alle nicht erleben, daß Du beim Bäcker für die Brezel einen zehntausendsten Bitcoin-Dukaten quasi anbietest - und der Bäcker dann aber die Bitcoin-Schufa nachfragt, ob der auch gedeckt ist.
 
Das werden wir wahrscheinlich alle nicht erleben, daß Du beim Bäcker für die Brezel einen zehntausendsten Bitcoin-Dukaten quasi anbietest - und der Bäcker dann aber die Bitcoin-Schufa nachfragt, ob der auch gedeckt ist.

😀

"Das Einzige, was gewiss ist, ist der Wandel.", hat wohl mal jemand gesagt.

Ja, vielleicht werden "wir" das nicht mehr erleben, aber vielleicht die, die nach uns kommen.

Ich meine, wer hätte sich schon vor 100 Jahren gedacht, oder 50 oder auch nur 20 Jahren, was heutzutage alles möglich ist.
 
Persönliches Update:

Nachdem ich hier mit euch "gequatscht" habe, bin ich mir mehr im Zweifel denn je. Ich glaube, ich habe einen "100x-Gainer" ausgemacht. Das würde im Zweifel bedeuten, dass ich aus 1.000 EUR in einem oder zwei Jahren 100.000 EUR machen könnte. Das mag erst mal sehr unrealistisch, waghalsig und dumm klingen.

Wie waghalsig, dumm und unrealistisch ist es aber, aus 20 EUR oder so 20 Millionen EUR zu machen, wenn man Lotto spielt und dabei den Jackpot erwischt?

Wenn ich ganz ehrlich bin, glaube ich, dass meine Chancen bedeutend besser stehen. Wie aber gesagt, es ist nicht mehr als ein Kamikaze-Flug. Wenn ich es überlebe, werde ich berichten.
 
Neben Altcoin Buzz gibt es jetzt auch Altcoin Buzz Ladies - das Ganze in in relativ kurzer Zeit zu einem stattlichen Team beachtlicher Größe angewachsen, dessen Mitglieder alle irgendwo auf dieser Welt verteilt sind. Erstaunlich.

Im "Cryptospace" bzw. im "Kryptoland" gehen, von vielen unbemerkt/unbeachtet, echt krasse Sachen ab. Das könnt ihr mir durchaus glauben.

Ist nun bspw. "Krypto" ein Scam, ein Betrug? Ist bspw. "Altcoin Buzz" eine Bande von Betrügern/Verbrechern? Aus meiner Sicht weit gefehlt. Die Leute sind aus meiner Sicht und soweit es für mich ersichtlich ist, ehrlich, sogar symphatisch, berichten und stellen ihre Meinung dar.

Um etwas als Betrug bezeichnen zu können, muss man es aus meiner Sicht auch beweisen können.
 
Auf den Krypto-Zug springt jetzt doch jeder auf, sogar ein Pleite-Land wie Venezuela.

Man kann nur damit spielen, wenn man Geld übrig hat, bei dem es egal ist, ob man damit gewinnt oder verliert.
 

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