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Kritik an der Psychologie

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D

daryus

Gast
Aufgrund eigener, unangenehmer Erfahrungen mit diesem fragwürdigen "Fachgebiet", dachte ich, es wäre vielleicht für andere Betroffene sinnvoll, wenn ich den nachfolgenden Text erneut hochlade.
Debatten darüber sind gerne erwünscht...

Für die Opfer der Psychologie.

Psychologie ist eine vergleichsweise sehr junge Wissenschaft, in der man vor nicht einmal hundert Jahren mit Ketten, Lobotomie und Elektroschocks zu arbeiten pflegte – von den unzähligen grausamen Experimenten an Verrückten, welche psychiatrische Hilfe am eigenen Leib zu spüren bekamen, will ich gar nicht erst reden. 50 Jahre später glaubte man bereits, derartiges längst hinter sich gelassen zu haben, weil ein kokainsüchtiger namens Sigmund F. beschlossen hatte, sich mit Hilfe von realen Therapiesitzungen und selbsterfundenen Analysen, einige Dildo-Geschichten über die menschliche Libido auszudenken – und überhaupt bloß noch in ganz wenigen Fällen zu helfen versucht wurde, mit fragwürdigen neuen Medikamenten. Heutzutage, also weitere 50 Jahre später, unterrichtet man solche Irrlehren ja zum Glück schließlich eh nicht mehr an Universitäten, oder?

Untersuchungen in verschiedenen Städten haben ergeben, dass sich fast nur Leute mit ausgeprägten psychologischen Schwierigkeiten für ein Studium der Psychologie entschließen –

Es ist daher ein bisschen erschreckend, dass genau solche Leute hinterher vor Gericht entscheiden dürfen, wer geistig gesund sei – und wer nicht.

Nehmen wir beispielsweise an, Sie wären schwer depressiv, hätten aber keine allzu große Lust,
sich deswegen gleich umzubringen.


Sie gehen also – rein theoretisch –, zu einem Psychologen unserer Zeit und erzählen ihm von ernstzunehmenden Selbstmordgedanken, damit er Ihnen irgendwie hilft, sich wieder besser zu fühlen oder weiterleben zu wollen.

Daraufhin muss dieser Sie nun gezwungenermaßen in eine Klapsmühle einweisen, weil das eben leider so in seinen Vorschriften drin steht, und er sich ansonsten selber strafbar machen würde.

Ohne Rücksichtnahme auf ihren erklärten Willen, wird man Sie deshalb jetzt – notfalls auch mit Polizeigewalt – vor sich selbst beschützen, indem man sie wegsperrt, an ein Bett fesselt und Diagnosen erstellt. Falls sie sich dagegen verteidigen, wird ihnen das als aggressives Verhalten ausgelegt – und es werden Medikamente verabreicht, um sie vorläufig ruhig zu kriegen – In jedem Fall wird man Sie jedoch sehr genau beobachten, alle möglichen Fragen stellen – und dabei ganz sicher auch die einen oder anderen Symptome auffinden, durch welche sich die ein oder andere Geisteskrankheit diagnostizieren lässt, mit der sie dann fortan zu Recht kommen müssen, solange Sie keinem anderen Mediziner begegnen, der ihnen stattdessen eine Neue anhängt – denn haargenau so funktioniert nun mal die moderne Psychologie. Falls Sie deswegen lautstark protestieren anstatt leise einzulenken, sobald Sie wieder zu Bewusstsein gekommen sind, kann es durchaus passieren, dass man Sie für eine viel zu große Gefahr (für sich oder ihre Umwelt) hält, um Sie genauso frei herumlaufen zu lassen, wie, sagen wir mal,
irgendeinen völlig normalen rechtsradikalen Banker...

Und wenn Sie viel Geld und extrem großes Pech haben – denn von keinen anderen Faktoren hängt es ab, an welche Sorte von Arzt Sie gelangen – dann wird man ihnen rücksichtslos zu helfen versuchen, durch Zwangsernährung mit Tabletten, an denen die Pharmazeutika Industrie sich dumm und dämlich verdient, bis jedem traumatisierten Opfer von unaufgeklärten Gewaltverbrechen der Speichel nur so aus den Mundwinkeln heraus quillt, oder durch endlos peinliche, aufgezwungene Gruppentherapiesitzungen, an denen sich die Krankenkassen und Gesprächsleiter genauso dumm und dämlich verdienen, oder durch gnadenlose Überwachung und Diagnostizierung und Berichterstattung von einem jeden völlig unbedeutenden Furz –
obwohl das genaugenommen absolut Niemanden mehr ernstlich bereichert,
und deswegen bedauerlicherweise auch fast keine geistig gesunden Menschen je interessiert...

Irgendwann, nach einer vermutlich ewig wirkenden Zeitspanne der Gefangenschaft, dürften Sie gefragt werden, ob Sie immer noch Selbstmordgedanken hegen, und falls Sie bis dahin nicht völlig verrückt geworden sind, sollten Sie diese Frage mit einem deutlichen “Nein!“ beantworten können – woraufhin man Sie möglicherweise auch schon bald wieder als “geheilt“ entlassen wird.
Die Chancen dafür steigen übrigens stark an, wenn Sie aufgrund der hohen Arztrechnungen keine Wertgegenstände mehr übrig haben und ihre Krankenkasse jede weitere Bezahlung verweigert...
Ich kann zwar nur vermuten, wie hoch die Rückfallquote bei depressiven Suizidal-Fällen ist, aber wahrscheinlich bringen sich die meisten spätestens nach der dritten Therapiesitzung endgültig um.

Heutige Psychologie versucht lediglich Symptome zu bekämpfen; Sie missversteht nach vorgegebenen Diagrammen und heuchelt Allwissenheit, um durch offiziell geförderten Betrug,
Macht und Reichtum zu erlangen :
Aber tatsächlich Lösungen für die Ursachen individueller Probleme zu finden, darum bekümmert sie sich nicht (– und verweist gleichzeitig auf die Zuständigkeit von Behörden und Personalmangel)!

Vielleicht amüsiert es irgendeinen Oberarzt, der sich durch das Leid anderer, in einer weiß gekachelten Psychiatrie-Toilette, auf seinen maßlosen Erfolg einen herunterzuholen vermag, aber...

Ist es das wirklich Wert? Wenn wir heute auf die traumatisierten Opfer zurückblicken, welche als geschändete Leichen “deraltenPsychologie“, auf der Strecke des wissenschaftlichen Fortschritts tot liegen blieben, mit absichtlich zerstörten Hirnbereichen oder Brandwunden durch Elektrizität, dann sollten wir bedenken, dass die nächste oder übernächste Generation in einhundert Jahren, wahrscheinlich auch auf unsere modernsten psychologischen Hilfestellungen herabschauen wird, als wären es die rostigen Folterinstrumente finsterster Leichenschänder! Jemandem, der üble psychische Probleme hat, kann eine Flucht in die Psychiatrie manchmal durchaus nutzen, doch jeder echte Freund, der kostenlos helfen will, ist für gewöhnlich eine weit größere seelische Unterstützung, als ein geschulter Psychologe es sein kann, wenn er Krankheitssymptome sammelt oder zwangsläufig perspektivisch verzerrte, oberflächliche Krankheitsbilder erstellt, nach denen man fortan vielleicht sogar vom gesamten Umfeld beurteilt wird. Nur wer nie in die Finger der modernen Psychologie geriet, darf weiterhin als völlig normal gelten, egal wie geisteskrank er ist.

All dies ist eine gigantische Schande, ein unvollendetes dunkles Kapitel der Menschheitsgeschichte,
das durch keines meiner Worte beendet werden kann!



Als Entschädigung für das Leid ihrer Opfer, fordere ich deshalb die kategorische Missachtung ALLER psychologischer Beurteilungen, innerhalb der nächsten 200 Jahre!

P.S.: Auch die Abenteuer des nachfolgend aufgeführten Postboten, könn(t)en äußerst unterhaltsam sein... :

[Link entfernt]
 
Zuletzt bearbeitet:
Aufgrund eigener, unangenehmer Erfahrungen mit diesem fragwürdigen "Fachgebiet", dachte ich, es wäre vielleicht für andere Betroffene sinnvoll, wenn ich den nachfolgenden, alten Text (von mir) über dieses Thema erneut hochlade. Debatten darüber sind gern erwünscht...[...]

Gegendarstellung:
Ohne die Psychotherapie, gäbe es nicht mehr. Ernsthaft!
Psychotherapie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die Heilung ist nicht die Folge einer ärztlichen Behandlung, welche eine gestörte Funktion in der Seele eines Patienten korrigieren könnte.

Untersuchungen in verschiedenen Städten haben ergeben, dass sich fast nur Leute mit ausgeprägten psychologischen Schwierigkeiten für ein Studium der Psychologie entschließen –

Es ist daher ein bisschen erschreckend, dass genau solche Leute hinterher vor Gericht entscheiden dürfen, wer geistig gesund sei – und wer nicht.
So so. Dann kann ich ja von Glück reden.:daumen: Ich sollte studieren gehen. 😎
Übrigens wird das Erstellen von Gerichtsgutachten, von meiner Psychiaterin generell abgelehnt. Für 25€ steht sie nicht auf. 😀
 
@abendtau
Du schriebst >Ohne die Psychotherapie, gäbe es (mich) nicht mehr. Ernsthaft!< Das ist wohl wahr. Mein Text entstand jedoch im Gedenken an DIE OPFER der Psychiatrie / Psychologie - und auch von denen gab es bereits eine wahre Unmenge. Aufgrund deines berechtigten Einwandes schrieb ich ja auch: >Jemandem, der üble psychische Probleme hat, kann eine Flucht in die Psychiatrie manchmal durchaus nutzen,...< - und von guten Therapeuten, die weniger als 25,- für ihr Aufstehen verlangen, war ebenfalls nirgendwo die Rede...

>Übrigens, der Link von Dir ganz unten, was soll das? Das ist doch Schleichwerbing< Ja! Stimmt. Gut erkannt. Schleichwerbung für einen begnadeten Hochstapler...

@Johnny_B
>Ich glaube, man muss auch einfach die Veranlagung haben, gerne zu lügen, um in dem Bereich glücklich werden zu können.<
Glaube ich nicht. Wüssten diese Leute, dass ihr geheiligtes LCD10 Verfahren ungefähr genauso viel Aussagekraft besitzt, wie die Deutung der Sterne durch die Astrologie des 14ten Jahrhunderts, so müssten sie sich für ihre Arbeit schämen, anstatt stolz darauf zu sein. Auch die (für seelische Hilfestellungen) verlangten Preise wären dann vermutlich um einiges geringer: Ein Pfarrer verlangt für eine Beichte samt Sündenerlaß schließlich auch keine Unsummen mehr, sondern höchstens noch mal ein paar Ave Maria...
(Die klerikalen Hoch-Zeiten sind ja schließlich bereits seit den letzten unheiligen Inquisitionen wieder vorbei!)
 
Zuletzt bearbeitet:
@abendtau
Du schriebst >Ohne die Psychotherapie, gäbe es (mich) nicht mehr. Ernsthaft!< Das ist wohl wahr. Mein Text entstand jedoch im Gedenken an DIE OPFER der Psychiatrie / Psychologie - und auch von denen gab es bereits eine wahre Unmenge. Aufgrund deines berechtigten Einwandes schrieb ich ja auch: >Jemandem, der üble psychische Probleme hat, kann eine Flucht in die Psychiatrie manchmal durchaus nutzen,...< - und von guten Therapeuten, die weniger als 25,- für ihr Aufstehen verlangen, war ebenfalls nirgendwo die Rede...

>Übrigens, der Link von Dir ganz unten, was soll das? Das ist doch Schleichwerbing< Ja! Stimmt. Gut erkannt. Schleichwerbung für einen begnadeten Hochstapler...

Ja schon klar, aber deswegen alles über einen Kamm scheren, dass hilft niemanden. Schon gar nicht wenn man so Argumentiert.
Wäre es nicht zielführender, wenn man die Opfer stärkt, in dem man ihnen sagt/zeigt wo sie sich Beschweren können und wie man ihnen bei Beschwerdeverfahren hilft? Anstatt äußerst fragwürdige Aussagen zu treffen und zu Behauptungen die Studierenden hätten quasi selber alle einen an der Klatsche. Das soll man dann auch noch erst nehmen?🙄
Ich kann auch sagen das ich begnadeter Experte in Sachen Therapie und Psychatrie bin und mache mir dann eine Kanal auf.
Ich habe ja nicht gesagt das es keine Opfer gibt. Ich habe das doch selber erlebt. Und eben auch Leute, die den Betroffenen helfen wollten. Nicht nur einmal wurde dann alles verschlimmbessert. So viel zu selbsternannten Experten.

Die Gutachter sind für mich die Schwachstelle. Eben weil qualifizierte Gutachten aufwendig sind. Für "25€" kann man sich gut denken was dabei raus kommt. Nicht? Der reicht ein Blick zur Problematik mit der gesetzlichen/vormundschaftlichen Betreuung.
Man muss schon drin gewesen sein, sonst glaubt man es nicht was alles und wie schnell es passieren kann das man entmündigt wird. und was das aus den Menschen macht. Aber mit dem Niveau...

Vielleicht amüsiert es irgendeinen Oberarzt, der sich durch das Leid anderer, in einer weiß gekachelten Psychiatrie-Toilette, auf seinen maßlosen Erfolg einen herunterzuholen vermag, aber...
... NEIN, damit bewegt man nichts. Im Gegenteil. DAS macht noch unglaubhafter. Damit kann man max. bei der Zeitung mit 4 großen Buchstaben punkten.
Es braucht verläßliche Menschen die auch zuhören können, sich Zeit nehmen und zu dem stehen was sie sagen. Keine mit einem Helfersyndrom.
Dokumentieren, Beweise sammlen, Zeugen suchen und SACHLICH Argumentieren. So wird ein gerichtsverwertbarer "Schuh" draus.
 
Die Gutachter sind für mich die Schwachstelle. Eben weil qualifizierte Gutachten aufwendig sind. Für "25€" kann man sich gut denken was dabei raus kommt. Nicht?
Gutachten sind ziemlich teuer, und stellen eine recht lukrative Einnahmequelle für Sachverständige dar. Was leider trotzdem nicht bedeutet, dass sie auch immer mit dem erforderlichen Sachverstand angefertigt werden...

deswegen alles über einen Kamm scheren, dass hilft niemanden. Schon gar nicht wenn man so Argumentiert.
Wäre es nicht zielführender, wenn man die Opfer stärkt, in dem man ihnen sagt/zeigt wo sie sich Beschweren können und wie man ihnen bei Beschwerdeverfahren hilft? Anstatt äußerst fragwürdige Aussagen zu treffen und zu Behauptungen die Studierenden hätten quasi selber alle einen an der Klatsche. Das soll man dann auch noch erst nehmen?🙄
Ich kann auch sagen das ich begnadeter Experte in Sachen Therapie und Psychatrie bin und mache mir dann eine Kanal auf.
Ich habe ja nicht gesagt das es keine Opfer gibt. Ich habe das doch selber erlebt. Und eben auch Leute, die den Betroffenen helfen wollten. Nicht nur einmal wurde dann alles verschlimmbessert. So viel zu selbsternannten Experten. (...)

Der reicht ein Blick zur Problematik mit der gesetzlichen/vormundschaftlichen Betreuung.
Man muss schon drin gewesen sein, sonst glaubt man es nicht was alles und wie schnell es passieren kann das man entmündigt wird. und was das aus den Menschen macht. Aber mit dem Niveau...

... NEIN, damit bewegt man nichts. Im Gegenteil. DAS macht noch unglaubhafter. (...)

Dokumentieren, Beweise sammlen, Zeugen suchen und SACHLICH Argumentieren. So wird ein gerichtsverwertbarer "Schuh" draus.
Da stimme ich dir hundertprozentig zu.

Zudem muss man auch zwischen Psychiatern und Psychologen differenzieren. Die sind sich oftmals gar nicht besonders einig! Unabhängig davon gibt es aber natürlich immer Vertreter ihrer Zunft, die ihren Job nicht gut machen.
 
Die Überschrift zum Text lautete: >Für die Opfer der Psychologie< - das anschließend keine Lobpreisung der wenigen guten Psychologen folgen würde, hättet ihr euch eigentlich schon vorher denken können, oder? Der Titel des Threads lautet: >KRITIK an der Psychologie<! Das dieselbe auch vielen Leuten das Leben zu retten vermochte, wird an keiner Stelle verleugnet. Dennoch...
Das hauptsächlich psychisch Kranke dazu neigen, dieses Themengebiet zu studieren, habe ich mir keineswegs frei ausgedacht: Es gibt Studien über das Thema. Die Psychologie IST eine vergleichsweise sehr junge (Pseudo-)Wissenschaft. In den 1960ern wurde beispielsweise in vielen amerikanischen und europäischen Zeitschriften eine >Wunderwaffe der Psychologie< beworben, mit der sich angeblich sämtliche psychologischen Probleme auf einen Streich beheben ließen. Tausende von hilfesuchenden Patienten meldeten sich daraufhin, um sich der entsprechenden Operation, die sich innerhalb von nur 10 Minuten durchführen ließ, freiwillig zu unterziehen. Wie ihr euch vielleicht schon denken konntet, handelte es sich dabei um die Lobotomie. Eine ärztliche Koriphäe auf jenem Fachgebiet, welche bereits hunderte von derartigen Operationen erfolgreich durchgeführt hatte, gab stolz in aller Öffentlichkeit zu, dass er mit dem Eingriff nie aufhörte, solange sein betroffener Patient noch eigenständig bis 10 zu zählen vermochte. Anschließend war der präfontale Kortex natürlich dermaßen beschädigt, dass er letzteres nie wieder tun konnte. Heutzutage ist man stattdessen auf chemische Hilfsmittel angewiesen, wenn man denselben Effekt erzielen will - und ja: Es wurden innerhalb der 80er erheblich gesteigerte Rechte für die Patienten durchgeboxt. Dies geschah allerdings entgegen dem Willen der zuständigen Psychiater. Und wahrlich: Psychiatrie ist ein anderer Schuh als Psychologie - aber bis zu einem gewissen Grad, seien wir doch mal ehrlich, auch ein Nebeneffekt. Wie bei der christlichen Kirche, halte ich es für wichtiger, auf die negativen Ergebnisse (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Absolution für Kinderschänder, etc.) hinzuweisen, als bloß auf die wärmende Suppe der Caritas - und das es alles beides gibt, verneinte ich an keiner einzigen Stelle.
 
Nun... vor etwa 8 Monaten wandte ich mich vertrauensvoll an einen Sozialarbeiter und erzählte ihm von meinen Selbstmordgedanken. Er bat mich zu einem 2ten Gespräch mit seinem Vorgesetzten, im Gesundheitsamt Kassel vorbeizukommen. Nach dem ich dort ca. 10 Minuten lang wiederholte, was ich dem Sozialarbeiter bereits anvertraut hatte, hieß es: Wir denken, es wäre besser für Sie, sich vorübergehend erst mal einweisen zu lassen. Ich widersprach empört, woraufhin es dann SOFORT hieß: Wenn sie nicht freiwillig mit uns kooperieren, können wir sie auch gegen ihren Willen dazu zwingen. Ich beleidigte daraufhin den Psychiater, den ein solcher war es, indem ich sagte, er solle erst mal selber etwas von seiner Medizin schlucken, bevor er sie anderen Leuten aufdrängt - und verließ das Gebäude. Zuhause packte ich vorsichtshalber ein paar Sachen und wartete dann im Park gegenüber, um zu sehen, ob wirklich die Polizei anrollt. Das tat sie. Meine Wohnung wurde von 5 Beamten komplett durchsucht und ich musste für eine Woche nach Holland fliehen, um der arrangierten Zwangseinweisung zu entgehen. In Amsterdam holte ich mir aus diesm Grund ein zweites psychologisches Urteil ein, um das erste wieder aufheben zu können - was auch erfolgreich ziemlich schnell von Statten ging. Die Polizei war gezwungen, dass Verfahren gegen mich wieder einzustellen - und ich forderte seither regelmäßig eine Entschuldigung vom hiesigen Gesundheitsamt ein, ohne sie je zu erhalten. Die Anzahl an privaten Bekannten, die ebenfalls durch die moderne Psychiatrie traumatisiert wurden, anstatt dort Hilfe zu erhalten, ist ebenfalls ungeheuer hoch - und die wenigen Ausnahmen, die sagten, der ein oder andere Therapeut hätte ihnen wirklich geholfen, lassen sich an einer Hand abzählen. Daher muss ich Fragen: In welchen Punkten ist mein zugegebenermassen kritisierender Text sachlich falsch?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie ist das eigentlich, wenn man solche Gedanken einem Pfarrer/Priester gegenüber äußert? Ist derjenige auch in irgendeiner Art und Weise verpflichtet?

Wenn jemand seine ernsthaften Gedanken, sich etwas anzutun, mit einer anderen Person teilt, kann das für die Gegenseite sehr belastend sein. Mal von der rechtlichen Seite her ganz abgesehen.

Daryus, wie hättest du denn reagiert, wenn du der Sozialarbeiter gewesen wärest, und er du?
Was hättest du als besser/hilfreicher empfunden?

Ist es nicht auch verständlich, dass jemand diese Last (alleine) nicht tragen kann, z.B. auch ein Sozialarbeiter, ein Psychiater? Das muss eine sehr große Verantwortung sein. Immerhin geht es um ein Leben.
Aber ja, ich kann auch deine Empörung verstehen. Es ist nicht schön, wenn man übergangen und über den eigenen Kopf hinweg entschieden wird.

LG
 
Danke für die lieben Grüße, Black Blue Sky - die gehen postwendend zurück.
Der Sozialarbeiter versprach mir während dem ersten Gespräch, ich könne offen mit ihm reden und er würde deswegen GANZ SICHER nichts gegen mich oder entgegen meinem Willen unternehmen. Ich dachte außerdem, er wäre an eine ärztliche Schweigepflicht gebunden, ähnlich wie ein Priester während der Beichte an ein "heiliges" Schweigegelübde gebunden ist. Dem war aber nicht so: Der Typ konnte mich lediglich nicht ohne die 2te Beurteilung von seinem Psychiater-Freund-Vorgesetzten Zwangseinweisen lassen - und das war auch schon alles. Hilfreich wäre er (vielleicht) gewesen, wenn er sich an sein Versprechen gehalten hätte, um mit mir gemeinsam nach möglichen Lösungen für meine derzeitige Situation zu suchen - aber stattdessen bat er mich zu einem (sicherlich schon im Vorfeld mit seinem Kollegen abgesprochenen) Zweitgespräch in das Gesundheitsamt zu kommen. Und was sich von da an ereignete, erzählte ich ja bereits. Da meine (berechtigte) Kritik (sowohl an der Psychiatrie, als auch am Justizsystem und den Normen der Gesellschaft) offensichtlich nur als "Polemik" missverstanden wird und scheinbar niemand hier ernsthaft versucht, für mein Problem echte Hilfe-Vorschläge oder neue Ideen vorzubringen, habe ich eh beschloßen, das Forum möglichst bald wieder zu verlassen. Für ein zusätzliches Herumschlagen mit unangebrachten Beleidigungen oder dämmlichen Unterstellungen fehlt mir sowohl der Wille, als auch die Zeit. Ich hoffe aber, dass du mehr Glück hast - und vielleicht etwas Unterstützung in diesem Forum finden kannst: Versuch einfach, nichts negatives über die (völlig bescheuerten) Regelungen zu sagen, welche in diesem Land derzeit (leider) noch als völlig normal gelten - sei es nun in Hinblick auf die herrschende Politik, die kranken Vorstellungen der Justizbehörden, oder die abzockerischen Psychiatrien... Anyway: Viel Glück und alles Gute!
 
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