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Kopftuch ausziehen...

Aber er wäre damit nicht so einverstanden glaub ich 😱😱

Du schreibst "nicht einverstanden", aber was würde das denn bei ihn genau bedeuten? Hat er vielleicht Angst, daß Du Dein Wesen komplett ändern möchtest, und er irgendwann nicht mehr der Mann an Deiner Seite sein könnte? Oder ist es einfach Tradition und er müßte damit "warm werden", daß Du jetzt Deine Haare gern zeigen möchtest?

Ich selbst bin keine Muslima, aber ich finde es total okay, daß man in einer Beziehung auch auf den Partner eingeht. Das bedeutet doch nicht, daß man sich "unterbuttern" läßt. In einer Beziehung muß man sich eben auch mit dem Partner auseinandersetzen (Achtung: NICHT im Sinne von streiten) und Kompromisse eingehen, wenn die Geschmäcker auseinandergehen.

Hast Du denn mit Deinem Mann schon mal über Deine Gedanken gesprochen? Vielleicht kann er Dich ja auch besser verstehen, als Du befürchtest.


Es gibt verschiedene Arten, seine Religion zu leben. Ich selbst bin Christin, trage aber kein Kreuz an einer Kette (bzw. tu ich das recht selten). Ich gehe auch nicht regelmäßig in die Kirche. Für mich ist (meine) Religion etwas ganz persönliches, das im Grunde nur mich selbst betrifft. Ich lebe allerdings nach christlichen Werten. Ich kenne Muslime, die ihre Religion deutlich mehr "ausleben": regelmäßig in die Moschee gehen, kein Schweinefleisch essen, muslimische Feiertage feiern... Aber viele Frauen tragen kein Kopftuch.
 
Liebe lonelyheart28,

ich hatte mir nach ein paar Tagen zu Deiner Frage auch einige Antworten muslimischer Frauen für Dich erhofft.

Leider hast Du diese bisher nicht erhalten, und ich melde mich nochmals zu Wort um Dir weiterzugeben, was die Frauen in meinem Bekanntenkreis sagen, und das sind Muslima aus der Türkei, aus Afghanistan, aus Syrien, aus Palästina und aus dem Libanon..... : Du musst Deinen eigenen Weg finden! So ein Weg ist manchmal schwer. Aber Du wirst nicht glücklichm, wenn Du ihn nicht gehen kannst.

Alles Gute,
High Hopes
 
Liebe High Hopes,
das hab ich mir eigentlich auch erhofft, dass ein paar Frauen sich zur Wort melden, die schon so eine Erfahrung durch gemacht haben.🙁 Es ist halt nicht einfach. Es ist schwierig. Aber ich werde nochmal berichten, wie der Stand der dinge ist. Ob ich es gemacht habe oder nicht. Wie mein Endschluss gefallen ist usw. 😉😉
 
Hallo lonelyheart28,
ich kann dir nicht schreiben wie es ist ob Kopftuch ja oder nein. Ich habe einst auch etwas gemacht, was zu der Zeit nicht unbedingt auf wohlwollen stieß. Meine Eltern zumindest taten sich schwer damit. Es ist schon viele Jahrzehnte her, ich wollte eine Ausbildung machen, aber eben nicht eine in der Mädchen/junge Frauen typischer Weise gingen. Nein ich wollte unbedingt etwas handwerkliches erlernen zu einer Zeit, wo es fast nur Widerstände gab. Widerstände von den Eltern, Widerstände von den Ausbildern, Widerstände im Umfeld. Immer wieder hatte ich das Gefühl,
ich musste mich rechtfertigen. Heute ist es etwas andere, doch es gibt sie immer noch die Widerstände, weniger - aber sie sind noch vielfach da. Doch es gab und gibt auch Menschen, die es begrüßten. Vor allem nachdem sie erkannten, dass viele Vorurteile unberechtigt waren/sind.
Ich schreibe dies, weil ich denke, wenn du das Kopftuch ablegst, wirst auch du auf Menschen treffen, die es nicht verstehen, du wirst Widerstände erfahren, doch denke ich es wird auch Menschen geben, die deine Entscheidung respektieren. Oft ist es Unsicherheit die Menschen haben und sie deshalb erst einmal gegen Veränderung sind. Doch nach und nach können sie es dann oft akzeptieren. Sie erkennen, es verändert sich eigentlich nichts, außer dass in meinem Fall es ein untypischer Beruf ist und in deinem Fall sie dich ohne Kopftuch wahrnehmen werden.
Drüber reden, den Wunsch äußern, ist eine Möglichkeit es vorzubereiten. Es immer mal wieder abnehmen und wieder anlegen, auch um selbst zu erkennen, wie wichtig ist es mir..
Ich habe schon als Kind und Jugendliche gern gebastelt, bei handwerklichen Tätigkeiten geholfen, ich wollte schon als Kind einen Werkzeugkoffer, habe Fahrräder repariert und doch war es für viele schwer, es einfach anzunehmen, dass ein Mädchen, eine Jugendliche, eine junge Frau für das Handwerk entscheidet.
Es gibt wie du von High Hopes bereits erfahren hast schon einige junge
muslimischer Frauen, die das Kopftuch abgelegt haben. Oder es mal tragen und mal nicht.
Habe den Mut zu dir zu stehen. Du kannst mit der Familie darüber reden, warum es dir wichtig ist. Vieles was ich jetzt dazu schreiben könnte, wurde bereits geschrieben, darum beende ich meinen Beitrag erst einmal und hoffe, auch wenn es nicht ganz um das Gleiche ging, dass er doch ein wenig dazu beitragen kann, dir Mut zu machen.

LG
Mittendurch
 
Hallo,

es verwundert mich keinesfalls, dass hier keine muslimischen Frauen antworten, denn erstens ist dies wohl nicht gerade die Art Forum in dem sich praktizierende Muslime Rat holen, und zweitens wird eine praktizierende Muslimin sie wohl kaum dazu ermutigen eine Sünde zu begehen. Unter den Muslimen herrscht konsens, dass die Bedeckung der Frau (nicht nur "Kopftuch") eine religiöse Pflicht ist. Wenn du es mit deinen religiösen Pflichten wirklich ernst meinst, dann setze dich mit dem Urteil des Islam diesbezüglich auseinander und frage nicht Nicht-Muslime um Rat, von denen du schon von vornherein weißt, dass sie dich darin bestärken werden es auszuziehen.

"...So fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich. Und verkauft Meine Zeichen nicht für einen geringen Preis! Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen." [Qur'an, Sure 5, Vers 44]
 
hi,
viele außenstehende meinen, es sei nicht verpflichtend das Kopftuch zu tragen, obwohl im Koran erstens steht, dass man sich nach dem richten soll, was der Prophet gesagt hat und in Hadithen ist es authentisch überliefert, dass man es zu tragen hat.
Im Koran selber steht die Bezeichnung Kopftuch nicht drin, doch ist die Rede von einem Kleidungsstück, dass allein durch dessen Namen verdeutlicht, dass man sein Haupt damit bedeckt.. Aber nun zu dir.

Der Gedanke, dass dich Freunde etc abstoßen, den würde ich als sekundär bezeichnen.. Ich meine, ist ja wurscht, was sie denken, du trägst es ja wohl kaum, wegen ihnen, richtig? Na also 🙂
Allerdings würde dir davon abraten, denn du hast dich bewusst dafür entschieden und es ist nun mal eine islamische Pflicht, die zu deinen Aufgaben gehört. Als Muslima lebt man primär für den Islam und richtet sein Leben danach, statt den Islam so auszulegen, wie es einem passt.. Wenn dich dein Kopftuch stört, dann hat es sicherlich einen Grund.. Wenn es deine Arbeit ist, so kannst du doch durch Gespräche mit deinen Arbeitgebern sicherlich eine Lösung finden. Wenn du dich nicht attraktiv damit fühlst, dann kannst du ja an dem Stil etwas ändern, dir eine neue Gaderobe zulegen usw 🙂

Wenn es dich aber einfach stört und du es einfach nicht mehr haben willst, dann würde ich dir raten, dich noch mal intensiv mit dem Thema Glauben auseinanderzusetzen, vielleicht findest du so Hilfe und Rat.
Alles in allem würde ich dir selbstverständlich davon abraten. Schließlich weißt du wofür du lebst 🙂
 
Es gibt echt viele Moslima, die kein Kopftuch tragen.

Es ist im Koran- soweit ich weiß - von einem "Überwurf" die rede.
Was im 6ten Jahrhundert darunter verstanden wurde is fraglich...
 
Die meisten deutschen Männer finden ein Kopftuch ziemlich hässlich.

Aber muslimische Männer wahrscheinlich eher nicht...

Also wenn dein Umfeld dich quasi zwingt es zu tragen, eventuell deinem Mann in seinem Umfeld Nachteile entstehen wenn du das Kopftuch ausziehst, ich würde es mir überlegen...

Es gehört viel Mut dazu derart gegen den Strom zu schwimmen.
Bei einem deutschen Ehemann wäre es etwas anderes, aber wenn du fest in eine muslimische Geminde eingebunden bist.....

Schwere Entscheidung..
 
Ich würde genau das tun was ich will. Wenn dein Mann dich ohne Kopftuch nicht will dann ist er der falsche Mann für dich. Du bist nicht seine Untergebene.
 
(...) dann würde ich dir raten, dich noch mal intensiv mit dem Thema Glauben auseinanderzusetzen (...)

Geht es denn beim Glauben so sehr um "Äußerlichkeiten"? Ich bin keine Muslima, sondern Christin (also auch ein Mensch, der sich einem Glauben zugehörig fühlt). Ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen, aber für mich sind die "inneren Werte" wichtiger. Daß man z. B. "seine Mitmenschen liebt". Das bedeutet für mich im Alltag, daß ich vorurteilsfrei an andere Menschen herantreten möchte, daß ich sie so akzeptiere, wie sie sind, daß ich freundlich mit meinen Mitmenschen umgehe...

Vielleicht kann ja jemand, der sich da besser auskennt als ich, mir erklären, was genau es damit auf sich hat, sein Haupt zu bedecken. Das findet man ja in vielen Religionen, auch bei Männern. Ich kann es bei Wikipedia nachlesen, aber vielleicht mag es mir jemand mal erklären (bitte sachlich, ich steh nicht so auf Stammtischniveau).
 

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