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Kontopfändung durch Finanzamt und Schufa

YuppYupp

Mitglied
Hallo liebe Leute,

ich bin bin schon seit einigen Jahren selbständig und habe meine Steuern stets pünktlich bezahlt. Ich war stets liquide (bis heute) und konnte auch immer alle Rechnungen rechtzeitig begleichen.

Jetzt hatte ich im März zwar rechtzeitig die Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlt, allerdings statt der Steuernummer meine Steuer-ID angegeben. Das nette Finanzamt konnte diese Zahlung wahrscheinlich nicht zuordnen und hat nun mein Konto pfänden lassen. Allerdings nur das private, nicht das geschäftliche.

Gestern (Freitag) erhielt ich die frohe Botschaft. Natürlich habe ich versucht Ruhe zu bewahren und habe meinen Steuerberater sofort informiert das zu klären. Da jetzt aber Wochenende ist, muss ich mich bis Montag gedulden.

Wisst ihr, ob ich jetzt den Vogel abgeschossen habe und für immer in der SCHUFA stehe? Meine gesamte geschäftliche Existenz hängt nämlich davon ab. Oder gibt es eine Chance für mich den Eintrag los zu werden wenn sich die Sache geklärt hat?

Ich bin schon am planen auszuwandern, sollte ich einen negativen eintrag bekommen. Hier in Deutschland ist es nämlich schwierig erfolgreich zu sein, wenn einem die SCHUFA im Nacken sitzt.

Dabei hatte ich hier so tolle und große Dinge geplant. Aus heiterem Himmel kommt dann so etwas
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
So heiter kann der Himmel nicht gewesen sein. Das Finanzamt ist zwar sehr zackig mit Pfänden und braucht dafür kein Gericht, aber sie melden sich vor Pfändung schon bei einem.

Dann hättest Du ja das Missverständnis leicht auflösen können.

Die Juni-Steuern hast Du unter Angabe Deiner richtigen Steuernummer abgeführt?
 

mikenull

Urgestein
Normalerweise dauert das ziemlich lange bis das Finanzamt ein Konto pfändet. Da gehen Mahnungen u.U. auch Besuche des "Vollstreckers" voraus.
Außerdem kann das FA nur ein Konto pfänden, daß sie auch kennt. Du mußt also Steuern vorher vom Privatkonto bezahlt haben?
 
K

kasiopaja

Gast
Um sowas künftig zu vermeiden , wäre es vermutlich sinnvoll, dem Finanzamt eine Einzugsermächtigung zu erteilen.

Dann kann sowas nicht mehr passieren.
 

YuppYupp

Mitglied
So heiter kann der Himmel nicht gewesen sein. Das Finanzamt ist zwar sehr zackig mit Pfänden und braucht dafür kein Gericht, aber sie melden sich vor Pfändung schon bei einem.

Dann hättest Du ja das Missverständnis leicht auflösen können.

Die Juni-Steuern hast Du unter Angabe Deiner richtigen Steuernummer abgeführt?
Hallo nochmal,

Wieso antwortet keiner auf die eigentliche Frage? Ihr gebt alle das gleiche wieder. Nur am tadeln oder einfach an der eigentlichen Frage vorbei.
Meine Steuern zahle ich immer pünktlich, für Juni ist z.B. Noch etwas Zeit.

Trotzdem danke für die Mühe überhaupt etwas eingetippt zu haben.
 
B

blackstone

Gast
Zur Schufa: Die ist ein reines Privatunternehmen und ist natürlich auch an datenschutzgesetzliche Löschfristen gebunden.

Wenn ein Vorgang zu dem ein Negativmerkmal gehört erledigt ist wird das nach spätestens 3 Jahren gelöscht.
Steht auch so direkt bei der Schufa.

Auswandern? So ein Quatsch. Zahl dein Zeug, sieh zu, dass du in Zukunft die richtigen Nummern zum Finanzamt schickst und gut ist.
 

mikenull

Urgestein
Das Finanzamt meldet nichts an die Schufa. Steuergeheimnis.
Und ich sehe auch einen Widerspruch. Wenn das FA Dein Privatkonto gepfändet hat, dann wäre der Vorgang ja beendet - denn die holen in aller Regel nur was ihnen auch zusteht. Will heißen, wenn jetzt die Pfändung noch drauf ist, hat Dein Konto kein oder nicht genügend Guthaben. Das könnte dazu führen, daß das FA jetzt bei Deiner Bank die Auskunft über Dein Geschäftskonto einsieht. Und wahrscheinlich auch dort eine Pfändung veranlasst. Im Prinzip solltest Du da ganz schnell hinfahren und eine Ratenzahlung anbieten. Damit sie die Pfändung aufheben.
 
Zuletzt bearbeitet:

YuppYupp

Mitglied
Das Finanzamt meldet nichts an die Schufa. Steuergeheimnis.
Und ich sehe auch einen Widerspruch. Wenn das FA Dein Privatkonto gepfändet hat, dann wäre der Vorgang ja beendet - denn die holen in aller Regel nur was ihnen auch zusteht. Will heißen, wenn jetzt die Pfändung noch drauf ist, hat Dein Konto kein oder nicht genügend Guthaben. Das könnte dazu führen, daß das FA jetzt bei Deiner Bank die Auskunft über Dein Geschäftskonto einsieht. Und wahrscheinlich auch dort eine Pfändung veranlasst. Im Prinzip solltest Du da ganz schnell hinfahren und eine Ratenzahlung anbieten. Damit sie die Pfändung aufheben.
Danke für die Antwort! :)
Ich habe ja gar keine Schulden beim FA. Genau da liegt das Problem. Ich habe auch vorher öfter meine ID als Verwendungszweck angegeben und es kam nie zu Problemen.
Das Geld liegt bei denen, die müssen es nur richtig zuordnen. Ich kann mir das nur erklären, dass es dort einen Personalwechsel gab und ein übermotivierter Sachbearbeiter das „fehlende“ Geld schnell eintreiben wollte.
Ich kriege übrigens sogar noch Geld von denen zurück, auf das ich gerade warte.

Eigentlich darf ich keinen Schufa-Eintrag dafür bekommen geschweige denn eine Pfändung auf mein Privatkonto.
Natürlich kümmere ich mich so schnell es geht darum.

Gibt es denn realistische Chancen, dass ich die Sache schnell erledige und den Eintrag asap los werde? Meine Hausbank ist da immer sehr schnell solche Fälle an die Schufa zu leiten.
 
G

GrayBear

Gast
Setze Dich am Montag mit dem Finanzamt in Verbindung und schicke denen Kopien Deines Kontoauszugs, auf dem Deine Überweisung zu sehen ist. Dann kann das Finanzamt die Kontopfändung mit einem Anruf bei Deiner Bank aussetzen. Du hast dann wieder Zugriff auf Dein Konto, bis die Kontopfändung nach Klärung endgültig aufgehoben wird.

Aber mach Dir keine großen Illusionen: Deine Bank meldet die Kontopfändung an die Schufa und gibt diese Info auch intern weiter. Solche "Ausrutscher" haben leider Folgen auf Deine Bonität. Ein Eintrag wird nach meiner Kenntnis nach 3 Jahren gelöscht. Auf der anderen Seite hat es auch was Positives: dort steht dann, dass Du die Forderungen kurzfristig begleichen konntest. Das schaffen auch nicht alle und spricht wieder für Dich.
 

YuppYupp

Mitglied
Setze Dich am Montag mit dem Finanzamt in Verbindung und schicke denen Kopien Deines Kontoauszugs, auf dem Deine Überweisung zu sehen ist. Dann kann das Finanzamt die Kontopfändung mit einem Anruf bei Deiner Bank aussetzen. Du hast dann wieder Zugriff auf Dein Konto, bis die Kontopfändung nach Klärung endgültig aufgehoben wird.

Aber mach Dir keine großen Illusionen: Deine Bank meldet die Kontopfändung an die Schufa und gibt diese Info auch intern weiter. Solche "Ausrutscher" haben leider Folgen auf Deine Bonität. Ein Eintrag wird nach meiner Kenntnis nach 3 Jahren gelöscht. Auf der anderen Seite hat es auch was Positives: dort steht dann, dass Du die Forderungen kurzfristig begleichen konntest. Das schaffen auch nicht alle und spricht wieder für Dich.
Die tragen auch etwas ein, sollte sich herausstellen dass es sich hier um einen Fehler gehandelt hat? Habe ich da absolut keine Chance den Eintrag löschen zu lassen? Wie gesagt, es besteht kein Grund zu pfänden, da alle Rechnungen rechtzeitig beglichen wurden.

Wie grausam ist das denn bitte hier? Habe ich als zuverlässiger Steuerzahler absolut keine Chance ohne großen juristischen Wirbel die Sache zu lösen?
 

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