sag ich's doch: du bist hochempfindlich! 😀
Du schlägst ganz schnell um dich....und du hättest gern, dass sich deine Umwelt bzw. Mitmenschen nach deinen Vorstellungen ändern....schlechte Nachricht: das wird nix!
Du fragst zwar hier im Forum an oder vielmehr beklagst du dich, aber eine andere Meinung neben deiner, kannst du nicht ertragen.....es wird seinen Grund haben, warum keiner dich näher kennenlernen will....du strahlst sicher diese Unzufrieden aus, über die du hier berichtest....vielleicht wollen die Leute, dich mit den Komplimenten auf Abstand halten....sowas gibt es auch....
Ziemlich hohe Ansprüche.....der sicherste Weg zur chronischen Unzufriedenheit....
P.S. jetzt macht dir mal jemand keine Komplimente.... paßt dir aber auch wieder nicht
Nein, du bist hoch empfindlich und drehst gerade den Spieß um, du schlägst ganz schnell um dich, ich reagiere nur. Und deine Behauptungen, dass ich Mitmenschen ändern möchte stimmt nicht. Ich denke, dass, was du schreibst sind ja deine Gedanken, nicht meine, also denkst du so und das ist der Fehler, den Menschen oft machen, bilden sich ein Urteil über Leute, die sie nicht kennen und schlagen dann mit Worten um sich im Sinne von ...du bist so und so... diese Meinung mag für dich richtig sein und ist legitim aber eine eigene Antwort auf eigene Gedanken. Das gibt es im positiven wie im negativen Sinne. Man sollte immer erst jemand kennen lernen, sein Leben verstehen, bevor man ein Urteil fällt. Manche Leute können es auch nicht leiden, wenn sie dann wirklich jemand kennen lernen, dass sie ihre falsche Annahme über die Person revidieren müssen, niemand möchte sich eingestehen, dass sie falsch war, das ist normal aber "gefährlich", denn wenn die Person ohne jemanden persönlich zu kennen oder nur ganz kurz kennt, ihre falsche Annahme anderen erzählt, die ist so und so... dann werden andere erst einmal beeinflusst und sie glauben es auch noch, weil sie derjenigen oder demjenigen näher stehen als der in Misskredit geratenen Person, die sie ja nicht kennen. Es ist das einfachste, jemandem zu glauben, den man schon kennt, und man hat unweigerlich eine voreingenommene Meinung, dann fällt es schwer, sich ein eigenes unvoreingenommenes Urteil noch zu bilden weil zum Einen möchte man nicht glauben, dass die Person, die man schon kennt mit ihrem Urteil vielleicht doch falsch war und man es sich nicht mit ihr verderben möchte, weil man sich ja gut versteht und wenn man dann plötzlich sagt, nee, stimmt nicht, die Person ist nicht hochempfindlich oder was auch immer du über sie sagst, dann gibt es Streit und das will niemand.
Manche verwechseln hohe Ansprüche mit bescheidener Zurückhaltung. Bevor ich ein Kompliment mache, versuche ich die Person besser kennen zu lernen, um herauszufinden, ob sie das auch wirklich mag. Im umgekehrten Sinne versuche ich auch erst einmal jemand kennen zu lernen bevor ich mir erlaube jemanden zu kritisieren aus "dem Blauen heraus". Es gibt da feine Unterschiede und es ist gut, wenn Menschen sensibel sind weil sie sich erst einmal Gedanken machen darüber, ob es eine andere Person verletzen könnte oder nicht, was man über sie sagt im Sinne von: Du bist... Manche wissen vielleicht nicht, wer oder was sie sind, weil sie sich selber nicht kennen lernten bzw. sich Gedanken gemacht haben, weil es für sie vielleicht unwichtig ist in einer Welt, wo andere einem ständig sagen, wer oder was man ist.
Deshalb bleibe ich bei meiner Meinung, sich erst einmal mit jemandem neutral zu beschäftigen, persönlich kennen zu lernen, um dann zu sehen, wie die Person wirklich ist. Und selbst dann würde ich die Person nicht gern kritisieren, weil ich nicht weiß, welche Gründe dazu führten, dass jemand Kritik an seiner Art und Weise verdient hat. Es ist nicht meine Aufgabe über andere zu Urteilen indem ich sage, du bist so und so... es ist respektlos jemandem nach sehr kurzer Zeit zu sagen wie er ist und wenn schon, dann könnte man es sensibler verpacken, wenn man so etwas überhaupt kann, um der Person nicht das Gefühl zu geben, dass sie angegriffen wurde. Das finde ich, ist eine bessere Lösung.
Manche Menschen sind einfach zu oberflächlich und zu schnell mit ihren Urteilen oder Äusserungen auf der persönlichen Ebene. Ich beklage mich nicht, sondern diskutiere über ein Thema, das mich beschäftigt. Da kommt wieder deine Übertreibung ins Spiel. Es hagelt nur so von Persönlichwerdung und Angriffen, wozu denn? Thema: Komplimente, man steht nicht drauf. Es gibt ja einige außer mir, die sowas auch nicht toll finden, gleich zu Anfang damit überhäuft zu werden. Ich hatte es als Thema gewählt um unterschiedliche Meinungen zu lesen. Ganz allgemein gehalten ohne eine Person auf sich selber festzunageln in dieser Sache, was du aber tust. Aha, dass ich eine Meinung neben meiner nicht ertragen kann sind deine Worte. Kannst doch gerne haben aber ich antworte dann eben auch darauf. Ich denke eher, du kannst es nicht ertragen, dass ich dir "Widerworte" gebe.
Was du schreibst, ist nicht schlecht, aber einiges ist falsch bezüglich meiner Person. Du kennst mich eben nicht und ist auch nicht weiter schlimm, mich nicht zu kennen. Du schreibst, nun macht mir mal jemand keine Komplimente und es wäre mir auch nicht Recht. Da gibt es den feinen Unterschied, wenn Menschen vom Positiven ins Negative umschwenken, was ich auch beobachtet habe. Anstatt es so hinzunehmen, aha, die Person mag keine Komplimente aber über andere Dinge oder tiefer gehende Gespräche ist sie zu bereit, hören die Leute nur, sie mag keine Komplimente, also kritisiere ich sie statt dessen. Man kann ja auch einfach das so stehen lassen, dass sie keine Komplimente mag von Leuten, die sie nicht kennen und dann trotzdem sich weiter unterhalten über etwas Anderes oder auch nicht.
Im Grunde übertreiben oder untertreiben Leute oft, weil sie nicht zuhören, ein Beispiel, dies ist jetzt nicht auf Komplimente bezogen aber trotzdem nervig. Jemand hat wenig Geld und so ist es und er hat sich damit abgefunden. Nun erzählt er jemandem, ich würde gern mal wieder das und das machen so wie früher, kann es mir aber nicht leisten. Der Zuhörer sagt: Das wäre ja nicht so schlimm, wenn man MAL das nicht machen könnte. Er hat nicht richtig zugehört, weil die Person erzählt hat, früher konnte ich z.B. einmal die Woche auswärts essen gehen aber seit einigen Jahren geht das absolut nicht mehr und ich würde doch gern mal wieder. Der Zuhörer hat das Ganze umgedreht. Die Person mit wenig Geld hat seit vielleicht 10 Jahren nicht mehr die Möglichkeit gehabt sich auswärts ein Essen zu leisten und er antwortet mit: Es sei ja nicht so schlimm, wenn man es sich MAL nicht leisten könne. Damit tut er so, als ob die Person in den letzten 10 Jahren ständig essen ging und sich es dann MAL nicht leisten könne, was aber falsch ist.
Du merkst schon, ich unterhalte mich gern über Themen und gehe dabei in die Tiefe und weil ich so "hochsensibel" bin wie du meinst, merke ich Unterschiede oder Unrichtigkeiten. Ist doch nicht schlimm, das dann auch auszusprechen, damit der Zuhörer in seiner Annahme berichtigt wird. Das hört aber niemand gerne, dass er etwas nicht ganz richtig gedacht hatte. Und dann kommt oft Gegenwehr, manchmal in Worten... du bist... Und ich weiß am besten wer und wie und was ich bin. Das braucht mir niemand zu sagen. Vielleicht könnte man ja auch fragen: Wie kommst du auf solche Äußerung, anstatt jemandem zu sagen, du bist.... Man, jetzt habe ich mir soviel Mühe gegeben dir zu antworten. Aber die Mühe war nicht mühsam sondern nett gemeint. Eine Wertschätzung deiner Mühe, mir zu antworten. Bei Leuten, mit denen man einer Meinung ist, da versteht man sich auch oft wortlos, da braucht man nicht viel zu sagen. Aber am liebsten und einfachsten hat man doch Leute, die einer Meinung sind mit einem, stimmt's? Da braucht man sich keine Mühe geben. Und wenn jemand ein Kompliment macht und der andere geht nicht darauf ein, macht er sich auch keine weitere Mühe, die andere Person besser kennen zu lernen, weil er doch dachte, ein Kompliment reicht und schon hat man die Person für sich gewonnen. Oder es war doch nur eine Floskel, wo die Person, die das Kompliment bekommt denkt, oh, der Komplimentgeber mag mich sonst würde er/sie so was nicht sagen, um dann festzustellen, die Person hat kein weiteres Interesse, was enttäuschend wäre. Deshalb wären neutrale Anfangsgespräche am Besten.