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komme nicht mehr zurecht

S

Shawo

Gast
Hallo liebe forum-user!

Ich habe ein Problem mit mir selbst, das mich sehr belastet.
Also ich habe im letzten Jahr mein Fachabitur gemacht. Ich wollte eigentlich danach studieren, aber mein Notendurchschnitt war zu schlecht und so musste ich mir einen alternativen Weg suchen. Ich habe mir eine Berufsfachschule für Fremdsprachen ausgesucht, deren Ausbildung insgesamt 2 Jahre dauert.
Nun habe ich das erste Jahr knapp geschafft und befinde mich jetzt im Abschlussjahr. Danach möchte ich auf die BOS13 gehen um die allgemeine Hochschulreife zu machen und danach studieren zu können.
Das Problem ist, dass ich am Ende vom letzten Schuljahr in die Stadt umgezogen bin, wo sich meine Schule befindet, und ich seitdem immer mehr verleitet werde die Schule zu schwänzen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter, weil ich mittlerweile wochenweise nicht mehr meine Schule besuche. Ich verstehe mich weder mit den Klassenkameraden, noch lerne ich irgendwas (Ich müsste sehr vieles nachholen).
Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich selber daran schuld bin, aber es fällt mir einfach total schwer die nötige motivation zu finden um zu lernen, oder einfach nur in der Früh aufzustehen.
Ich hasse mich selbst dafür, aber es ist verdammt schwer den richtigen Weg zu gehen.
Ein Ziel vor Augen habe ich, aber es reicht für die 180° Drehung nicht aus.
ich weiß nicht mehr weiter. Habe furchtbare Angst, dass sie mich von der Schule schmeißen, ich kein Bafög mehr kriege und auf HartzIV umsteigen muss oder Schlimmeres.

Eigentlich schreibe ich das hier rein, weil ich es einfach loswerden möchte. Vielleicht habt ihr auch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht und habt tipps wie man im völligen Dunkeln ein Lichtlein anmachen könnte!

Danke im Voraus.
 

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ynaleon

Mitglied
was genau erwartest du ?

dass dir jemand auf die schulter klopft und dich bemitleidet ?
oder am patschehändchen nimmt und durchs leben führt ?

sorry, aber beides kannst du gut vergessen.

du weisst was auf dich zukommt "harz4 & co" und tust nichts dagegen.

selbstmitleid und jammern wird dich nicht weiterbringen.
setz dich auf den hintern und tu was für dich und deine zukunft.

du redest von studieren.
um das zu machen muss man "studierfähig" sein.
das bedeutet unter anderm, dass man selbständig lernt.
das ziel ist hierbei die einzige motivation.
was du bis jetzt zeigst ist nur, dass du absolut nicht "studierfähig" bist.
denk darüber mal sehr gut nach.

es ist alleine deine entscheidung.
tu was, oder lass es.

im letzteren fall solltest du dich von der schule abmelden und den lehrern nicht weiter ihre zeit stehlen.

in diesem sinn
hintern hoch
ynaleon
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Shawo,

wenn du doch gehst, auch wenn du so wenig Motivation hast - was bringt dich dann dazu?

Bei Motivationsmangel kann durchaus das Ziel zu wenig attraktiv, zu weit weg, zu abstrakt oder die Gefahr zu schwach sein. Hier könntest du mal abklären (vielleicht mit einem Berater oder guten Freund), was zu tun und zu lassen ist.

Motivationsmangel am Morgen beim Aufstehen kann jedoch auch mit einem schlichten Zinkmangel wegen zinkarmer Ernährung oder hohen Zinkverlusten (z.B. durch Stress, Alkohol, Drogen, Medikamenten, Vollnarkosen) entstehen. Das wäre dann leicht zu kurieren. Auf www.zinktest.de gibt es einen kostenlosen Selbsttest, den ich dir mal empfehlen würde, einfach zu abklärung.

Gruß, Werner
 
S

Shawo

Gast
@ynaleon

Ich glaube kaum, dass ich mit der Schilderung meines Problems angedeutet habe, ich bräuchte jemanden der mir auf die Schultern klopft oder mich händchen-haltend durch mein Leben führt (obwohl so ein Lebenscoach manchmal ganz hilfreich wäre :)
Ich wollte lediglich wissen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hatte oder gerade durchmacht und evtl. ein paar Denkanstöße bekommen.

Es ist ja nicht so, dass ich mir nicht bewusst über mein schulisches Verhalten wäre. Ich habe mir den falschen Weg ausgewählt und bin jetzt diesen einfach zu weit gegangen. Es ist sozusagen eine "Überbrückungszeit" für mich, die ich beenden muss. Die Motivation fehlt mir aus dem Grund, da ich einfach nicht zu hundert Prozent hinter dem stehe was ich gerade mache. Dies würde sich sicherlich ändern, hätte ich z.B. einen Studiengang, der mich interessiert.
Um es kurz auf den Punkt zu bringen... Ich stecke in einem Loch aus dem ich mich an den eigenen Haaren rausziehen muss, trauere täglich den in der Vergangenheit begangenen Fehlern nach und weiß zudem nicht für welchen Beruf/Studiengang ich mich entscheiden soll. Das alles führt zu dem Anlass, weshalb ich anstatt zu "jammern" nach tipps von älteren und erfahrenen Menschen hier suche.

Trotzdem danke für deinen Beitrag!


@Werner,

Ich gehe auf diese Schule, da ich mich schon im zweiten Jahr befinde und es zu schade wäre sie abzubrechen. Außerdem verschafft mir der Abschluss den Eintritt in die 13.Jahrgangsstufe der Berufsoberschule, die mir wiederum den Zugang zu einem möglichen Traumstudiengang gewährt.
Ja, das Ziel ist nicht attraktiv genug, das stimmt. Der Grund ist der, dass mein Ziel noch nicht genau definiert ist. Ich muss nicht nur mich selbst, sondern auch noch einen beruflichen Weg beschreiten, bei dem ich mich mein Leben lang gut fühlen sollte. Das ist einfach schwer, und langsam verrinnt die Zeit.
Vielleicht blockiere ich mich selbst, weil ich mehr Zeit bräuchte... ich weiß es nicht.

Danke übrigens für den Tipp mit dem Zinktest. Es hat sich bei mir erheblicher ein Zinkmangel bestätigt!
 

ynaleon

Mitglied
@ynaleon

Ich glaube kaum, dass ich mit der Schilderung meines Problems angedeutet habe, ich bräuchte jemanden der mir auf die Schultern klopft oder mich händchen-haltend durch mein Leben führt (obwohl so ein Lebenscoach manchmal ganz hilfreich wäre)
auch wenn es weh tut, aber genau diesen eindruck vermittelst du.
aber ok, das ist nur der eindruck, den ich gewonnen habe.

du behauptest, dass du nicht hinter dem stehen würdest, was du zur zeit machst.
gleichzeitig suchst du nach motivation, um da wieder rauszukommen.
denk mal sehr gut darüber nach - vielleicht fällt dir dabei etwas auf.

du weisst nicht was du konkret studieren willst.
als lösung gibt es drei möglichkeiten.
1. du wartest ab bis du es weisst.
2. du kümmerst dich verstärkt darum, herauszubekommen was du studieren willst.
3. du machst erstmal einen breitbandigen schulabschluss und kümmerst dich dann um das studium.

zu 1. kannst du mir ja dann in ca. 50 jahren mitteilen, wie dein leben verlaufen ist.
ohne studium, ohne perspektiven...usw.

zu 2. sollte es ja nun nicht so schwer sein, etwas passendes zu finden.
dass es das individuelle studium nicht gibt, ist wohl klar, also bleiben ja nur die gegebenen möglichkeiten.
im zweifel eine pro/kontra-liste machen und das wo die meisten "pro" stehen ist es dann.

zu 3. damit hättest du die idealen voraussetzungen. mit einem derartigen abschluss kannst du dir später den studienbereich frei aussuchen.

es kann dir niemand echte tips geben, solange du selber nicht weisst was du willst.

übrigens - fehlern nachtrauern ist der absolut falsche weg.
sie sind nun mal passiert und das lässt sich auch durch nachtrauern nicht mehr ändern.
lerne aus den fehlern und achte künftig darauf, diese nicht zu wiederholen.

was nun dein "gammel"-leben angeht, bzw. die änderung desselben, gibt es auch dafür einen guten tip.
steh jeden morgen früh auf und geh laufen. (ca. 1 std.)
bewegung ist nicht nur gut für den körper, sondern auch für den geist.
egal welches wetter, oder ob du lieber noch schlafen würdest - mach das jeden morgen um exakt dieselbe zeit.
es muss sozusagen zur routine werden.
anmerkung: ausreden wie "ich rauche" sind inakzeptabel.

bezüglich vitaminen oder mineralien kann es hilfreich sein, wenn du diesbezüglich für ausgewogenheit sorgst.
kümmer dich auch mal um lecitin - soll gut für die grauen zellen sein.

noch ein abschliessender allgemein-tip.
mach dir eine liste (am besten kalender), in die du alles schreibst was du glaubst erledigen zu müssen.
tägliche, wöchentliche, monatliche dinge.
überleg dir auch belohnungen für dich, die du dir gönnst. sobald ein punkt auf der liste erledigt ist. (sonderbelohnung wenn das vor der "planzeit" geschehen ist).
diese liste systematisch abarbeiten, dann solltest du langsam aber sicher wieder auf "normale" pfade zurückfinden.

vielleicht kommt dir meine meinung etwas krass vor.
mag sein, aber wenn ich eins im leben gelernt habe, dann, dass das wichtigste, um ziele zu erreichen, selbstdisziplin ist.
davon hast du leider nur sehr wenig, wie es scheint.
für dich ist es unumgänglich selbstdisziplin zu lernen und wenn es nicht anders geht, musst du dich selber mit allen mitteln dazu zu zwingen.

"laufen"; "liste machen"; usw. können nur als anregung dienen - tun musst du selber etwas.

liebe grüsse
ynaleon
 
S

Shawo

Gast
Vielen Dank für die ganzen Ansätze. Ich werde sie in Betracht ziehen und versuchen mir ein wenig Selbstdisziplin anzueignen.
Natürlich hast du Recht mit dem was du sagst und deine Meinung ist auch nicht zu krass sondern gut nachvollziehbar.
Um meine Ziele erreichen zu können muss ich wohl einiges an mir ändern.
Der Anfang ist zwar schwierig, aber wenn ich eine entsprechende Routine finde, dann wird das alles erträglich sein! Deine Tipps sind sehr gut.


Danke nochmal für deinen umfassenden Beitrag!

Shawo
 

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