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Kollegin macht mich schlecht. Was soll ich nur tun?

Danke nochmal an alle.

Bei der letzten Aussage habe ich das Gefühl meine Kollegin schreibt mir.

Wieso muss meine Kollegin die Hauptlast tragen. Ich versuche durchaus ein miteinander, suche das Gespräch und gemeinsam Pläne zu machen. Vor ein paar Jahren haben wir mal die Kunden aufgeteilt, dieses funktionierte besser. Jeder konnte seinen Rhythmus finden und arbeiten. Dieses ist nun nicht mehr so und wir müssen uns absprechen. Da stoßen aber anscheinend die unterschiedlichen Vorstellung aufeinander. Ich habe durchaus ein Verantwortungsgefühl, manchmal andere Prioritäten als sie.

Tja....gemeinsam sind wir anscheinend nicht besser. So wie es ihr evtl. jetzt geht (n. Unlimited ), ging es mir vor ein paar Jahren. Da hatte ich das Gefühl alles alleine organisieren zu müssen. Sie saß nur da und wirkte ignorant, desinteressiert. Besonders nach langer Krankheit. Ich fühlte mich von ihr hängengelassen. Sie hat sich gerappelt und jetzt hat sie ihre alte Form wieder (bis zur nächsten Krankschreibung)

Gibt es da überhaupt noch ein miteinander?
 
@Unlimited
Ne, da habe ich nicht dran gedacht.
Das wäre natürlich auch möglich.

Habe jetzt eher die "Opferrolle" betrachtet. Gut möglich, dass auch die Kollegin drunter zu leiden hat.
So wie vom Threadersteller beschrieben, ist die Leistungserwartung der Kollegin aber verdammt hoch gesteckt.Sie wühlt sich durch die Akten als wenn es kein Morgen gäbe, haut dann mit der Faust aufm Tisch und regt sich darüber auf, dass ihre Arbeitskollegin zu langsam sei oder fehler macht. So in etwa hört sich das für mich an. Für genauere Sichtweisen reichen auch die Informationen nicht. Ich kenne die Kollegin nicht und auch den TE nicht. Alle meine "Vermutungen" basieren nur auf dem was ich hier Lese, meiner Vorstellung, gemachten Erfahrungen und Eigeninterpretation der Dinge. Eine "Diagnose" (bei Gott) will ich auch garnicht stellen, (die größte Krankheit ist die Diagnose), dennoch ist der Narzissmus eine weit verbreitete Sache, da die heutige Leistungsgesellschaft ja geradezu zum Narzissten erzieht. Meine Vermutung, betont auf "Gut möglich" ist demnach gar nicht soweit her geholt. Ich spreche/schreibe hier nicht über die Narzisstische Persönlichkeitsstörung sondern über den weit verbreiteten Narzissmus ansich. Und der (je nach Stärkegrad) ist für viele Menschen Gift oder Medizin.
 
Lieber Gast,

kennst Du den Spruch "sich selbst erhöhen, indem man andere erniedrigt" ?
Ich denke das ist es, was Deine Kollegin da macht.

Es ist in meinen Augen absolut unfair, wenn man etwas an einem Kollegen auszusetzten hat, und dann zum Chef läuft und dem das brühwarm erzählt, anstatt mit dem entsprechenden Kollegen zu reden.

Ihre Äußerung, Du wärst sensibel, und das würde sie nerven, finde ich auch absolut blöd und ätzend.


Und es ist nun mal nicht jeder Mensch gleich.
Vielleicht bist Du nicht genauso leistungsfähig wie sie. Aber es wird höchstwahrscheinlich auch irgend jemanden geben, der noch leistungsfähiger als Deine Kollegin ist. Frag sie mal. wie sie sich dann wünschen würde, von demjenigen behandelt zu werden. Ganz sicher nicht so, wie sie gerade Dich behandelt.

Und zumindest in der Zeit in der sie krank war, warst Du ja wohl wesentlich leistungsfähiger als sie - so könnte man das ja vielleicht auch mal betrachten - wobei ich das jetzt nicht wirklich zu ihr sagen würde.

Aber vielleicht solltest Du, wenn Du Dich mal wieder nicht gut und schlapp fühlst, wie an diesen beiden Tagen, auch lieber zum Arzt gehen und Dich krankschreiben lassen, statt Dich auf der Arbeit durchzuquälen und dann so behandelt zu werden.

Die Atmosphäre bei Euch ist glaube ich leider wirklich schon sehr schlecht.
Das schlimme ist, dass einem in so einem Klima dann oft noch mehr Fehler passieren.

Ich glaube das einzige was Du tun kannst ist, zu versuchen Deine Arbeit so gut wie möglich zu machen, und dich so korrekt wie möglich zu verhalten.

Und wenn es für Dich unerträglich werden sollte, vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass Du intern wechseln kannst?

Auf jeden Fall solltest Du daran denken, dass es kein Arbeitsplatz der Welt wert ist, dass man sich dafür krank macht.

Ich wünsche Dir ganz viel Glück und drücke Dir die Daumen.
 
Hallo,
es ist doch verständlich, dass deine Kollegin genervt ist, denn sie muss ja deine nicht erledigte Arbeit miterledigen. Ich würde auf mich gucken und mich besser organisieren.
 
Einfach die Kollegin links liegen lassen und deine Arbeit erledigen. Gibt es ein nochmaliges Gespräch, bitte den Chef ein Vieraugengespräch mit dir. Erwähne in dem Gespräch, dass deine Kollegin 10 Wochen krank war und du alleine die Arbeit verrichten musstest. Einen Verbesserungsvorschlag würde ich auch anbringen, indem du auf eine gerechte Aufgabenverteilung oder Gebietsaufteilung bestehst. Das Gequassel und die Gerüchte der anderen Kollegen sollte dich nicht interessieren, denn meist denken die Kollegen anders oder besser über dich als deine Teamkollegin dich schlecht redet.

Wird die ganze Sache zu nervig, bewirbe dich in anderen Firmen.
 
In meinem Kopf schwirrt es ganz schön. Natürlich versuche ich mich noch besser zu organisieren. Mache mir hierzu am Besten gleich morgens meine Prioritätenliste. Am Besten wäre da natürlich ein gemeinsamer kurzer Austausch....

Erst (für meine Kollegin auf jeden Fall gerade das Wichtigste) die Akten bearbeiten. Aber glaubt mir, dieses habe ich bisher auch gemacht. Manchmal verliere ich mich aber in Details - muss ich dran arbeiten. Wir haben jedoch nicht nur diese Aufgabe zu erledigen. Kein Mensch hat meine Kollegin gezwungen diesen Aktenberg auf ihrem Schreibtisch zu stapeln und hintereinander zu bearbeiten. Sie nahm sich diesen riesen Stapel auf einmal aus dem Schrank und postierte ihn demonstrativ um sich herum. Als ich nachfragte, sagte sie , es seien noch welche im Schrank. Tja, mir blieb nur noch 1/3. Hätte ich mit meiner Arbeit sofort aufhören sollen. Ich hätte meinen 50 Prozent-Anteil auch noch geschafft. Jedoch etwas später.... Ich fühle mich, evtl. durch ein generell schlechtes Arbeitsklima, zur Zeit unwohl. Ich möchte mich auch nicht als Opfer hier dar stellen, doch kann sich jemand den Druck vorstellen der durch diese Situation entstanden ist?

Ich suche nach Lösungen mit ihr umzugehen, vor allem zu arbeiten. Es kann auch nicht die Lösung sein, immer sie zu beobachten ob sie zufrieden ist - da sie ihre Vorstellung nicht mit mir verbal teilt. Es gibt auch bei ihr durchaus Tage, wo sie mit einer Seelenruhe sich anderen Aufgaben widmet. Mir würde nicht im Traum einfallen sie darauf anzusprechen oder in Frage zu stellen, ob das jetzt wirklich wichtig ist. Wir haben unsere Abgabetermine und bis dahin müssen wir es halt schaffen. Sie nimmt sich auch Freiräume raus und gesteht mir keine zu? Wir sind doch keine Maschinen.

Ich war bei der Aussprache auch so irritiert und unfähig zu reagieren, dass ich jetzt das Gefühl habe, mich richtig klein gemacht zu haben. Evtl. hätte ich ihr dieses alles sagen sollen.......... nein, da habe ich eingeräumt evtl. falsche Prioritäten gesetzt zu haben Es gibt so viele Menschen die da ganz anders reagiert hätten. Aber wie? Ich fühle mich verunsichert.

Ich kann verstehen, dass meine ganzen Beschreibung nur Bruchstücke - aus meinem Blickfeld - sind und Ihr Euch über uns kein richtiges Bild machen könnt. Es gibt immer mehrere Perspektiven.

Danke an Euch für die Tipps.
 
Du hast Dich ja nun schon bedankt und wirst wohl nicht wieder lesen. Ich halte die Aufgabenteilung nach Kunden für vernünftiger abrechenbar, überhaupt ist es besser bei evtl. Kontakten mit dem Kunden ein bestimmter Partner zu sein.

Ebenfalls ist es bei möglicher Krankheit einfacher, die Arbeit abgegrenzt auf andere zu übertragen.

Es ist also nicht Deine eigene Organisation, die wahrscheinlich veränderungswürdig ist, sondern eine generelle. Wahrscheinlich müßte die Ablage auch umgestellt werden, aber das wirst Du bzw. ihr ja sehen.

Da sie nicht`s mit Dir abspricht, solltest Du das mit dem Abteilungsleiter absprechen, damit er das anweist. Wobei gleich mit abgesprochen werden kann, daß bei großer Arbeitsspitze nach Eurer Absprache auch gegenseitig "geholfen" werden wird.
Du wirst Dir zuvor auch die nötige Begründung überlegen, wobei Du Dich wieder ins rechte Licht rücken kannst. Es ist ja nun mal so, daß man auf der Abschußliste gerät bei schlechter Arbeitsleistung. Die ist bei Dir nicht gegeben.

FG
 
...doch ich lese es. Ich habe heute einen freien Tag, welchen ich nicht mit in das n. Jahr nehmen durfte. Dieses kommt in meiner jetzigen Situation auch gerade nicht gut.

So wie Gerlinda vorgeschlagen hat, haben wir vorher gearbeitet. Dieses wurde vor geraumer Zeit wegen - jetzt wundert ihr euch bestimmt- Arbeitsmangel geändert! Es sind Kunden abgesprungen und so wurde die Arbeit der noch verbliebenen Kunden auf uns beide verteilt. Als Hauptansprechpartner gilt für einige Kunden meine Kollegin weiterhin, ich für die anderen. Das ist für die Kunden auch wichtig. Inoffiziell arbeiten wir beide alles ab, um uns auch vertreten zu können. Vorher hat jeder seine Kunden bearbeitet und es gab - gerade durch die langen Krankschreibung der Kollegin - Probleme ihre zu bearbeiten. Dadurch hat sie evtl. das Gefühl bekommen ihr wird etwas weggenommen? Wir mussten uns arrangieren... jetzt miteinander arbeiten und uns vor allem die Arbeit teilen. Sie sagte damals, das sei kein Problem.

Hier gibt es aber Probleme, unserer Chef sagt, wir müssen uns absprechen. Er merkt aber mittlerweile, dass wir ein Kommunikationsproblem haben. Er sagt aber, er sei nicht dafür da für uns die Arbeitsplanung zu machen. Wir müssen dieses gemeinsam besprechen... Hier liegt wahrscheinlich der Haase begraben... Es ist ein sich entwickelter Prozess durch die geänderte Arbeitssituation und die Angst vor dem Jobverlust? Ich wollte ihr nichts wegnehmen, doch durch ein gezwungenes Miteinander war die Situation wahrscheinlich nicht optimal gelöst. Denke auch, dass da viele vergrabene Emotionen eine Rolle spielen. Wir lösen etwas gegenseitig in uns aus.

Ich versuche mich gerade eher in sie hinein zu versetzen... evtl. hilft es Verständnis aufzubringen und mich ihr weiter anzupassen. Ich fühle mich in meiner Haut nicht gerade wohl. Wenn es eine Möglichkeit geben würde - wäre es wahrscheinlich besser die Abteilung zu wechseln. Aber in der Firma herrscht gerade generell eine ziemlich Flaute. Ich habe auch kein so attraktives Alter mehr für neue Arbeitgeber. Ich habe schon Bammel durch das Schlecht-machen auf die Abschuss-Liste zu kommen. Natürlich zählen hier nur die Zahlen. Also muss ich da ran..... komme was wolle mir die Akten schnappen...

Freue mich über eure Antworten, finde ich schon beeindruckend welche unterschiedlichen Meinungen ich hier bekomme. Auch die augenscheinlich Strengen helfen weiter.
 

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