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Kollegen denken ich hätte blau gemacht

I

Izzy123

Gast
Ich war kürzlich krank. 4 Wochen lang. Angefangen hat das ganze schon in der Arbeit. Da musste ich mich dann (wie ein Schulkind) von meiner Mutter abholen lassen, weil ich nicht mehr fahren konnte. Ich war völlig am Ende und wusste nicht was los ist. Zuerst dachte ich sogar daran ins Krankenhaus zu gehen, weil sich das Ganze lebensbedrohlich anfühlte.

Es folgten mehrere Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten, die das Ganze nicht abschließend klärten weil mehreres nicht stimmte, aber man geht von etwas psychosomatischen aus, weil es mir Zuhause wieder besser ging.

Wie dem auch sei: ich kam also zurück in die Arbeit und musste feststellen, dass meine Abteilungskollegin nicht mehr mit mir redete. Die anderen Kollegen waren zu diesem Zeitpunkt nicht da: Urlaub und Teilzeit. Ich dachte mir nicht viel dabei, weil sie öfters mal „zickig“ ist und machte mich an die Arbeit. Einen Tag später wurde ich zum Chef zitiert: ihm sei zu Ohren gekommen, dass meine gesamte Abteilung nicht mit mir klar kommt und ich unzuverlässig sei. Wegen mir herrscht in der Abteilung eine schlechte Stimmung usw.
Ich sagte dass mir davon nichts bekannt sei, aber das wollte mein Chef nicht hören. „Sie brauchen nicht versuchen sich zu rechtfertigen“
Am nächsten Tag habe ich meine Abteilung darauf angesprochen. Die zickige Kollegin hatte frei und die anderen erzählten mir, dass sie nicht zum Chef gegangen seien und das Ganze auch nicht so ganz verstehen würden, aber dass die zickige Kollegin wohl herumerzählen würde, dass ich blau gemacht hätte um mehr Urlaub zu haben.
Was???? Bitte was???? Ich war wirklich schockiert und enttäuscht. Ich hab gesagt, dass doch jedem hier meine gesundheitlichen Probleme bekannt sind und dass ich doch deswegen auch schwerbehindert bin und es doch nichts anormales ist, wenn ich eben mal krankheitsbedingt ausfalle???

Ich weiß jetzt nicht was ich tun soll. Die anderen meinten ich brauche gar nicht erst versuchen mit der einen Kollegin zu reden, weil die dafür zu aggressiv sei und beide kürzlich auch schon Probleme mit ihr hatten.
Aber mein Chef glaubt ihr ja jedes Wort und mir nicht. Jetzt soll ich in eine andere Abteilung kommen, aber der schlechte Eindruck den er von mir hat, wird wohl für immer bleiben.
Soll ich mich evtl. an die Schwerbehindertenvertretung wenden?
 
An deiner Stelle würde ich nochmal mit dem Chef reden und das was du herausgefunden hast, mit ihm besprechen und wende dich an die Schwerbehindertenvertretung. Vielleicht können sie dir helfen, die Sache aufzuklären. Mir wäre es wichtig, die Angelegenheit klarzustellen, Auch die Kollegin darauf ansprechen, warum sie so etwas in die Welt setzt, Du kannst froh sein, wenn du die Kollegin los bist. Der Chef ist auch ziemlich dämlich, einfach auf eine Aussage zu reagieren, ohne den anderen anzuhören. Vielleicht kann die Schwerbehindertenvertretung dafür sorgen, dass eine Aussprache stattfindet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll ich mich evtl. an die Schwerbehindertenvertretung wenden?

Das solltest du auf jeden Fall tun, gut das ihr sowas habt.
Ich hoffe die Person setzt sich dann auch für dich ein.

Ich finde es immer schlimm, wenn man schon einen Schwerbehindertenstatus hat, das man sich dann auch noch ständig vor den "normalen" Kollegen dafür rechtfertigen muss, wenn man krank ist und dann zuhause bleibt.
Die Leute vergessen sowas gerne und immer wieder muss man dann darauf hinweisen, das es Menschen im Betrieb gibt, die nur eingeschränkt arbeitsfähig sind und nicht unbedingt alle Arbeiten verrichten können.

Immerhin bekommt der Betrieb ja auch Geld dafür wenn er Schwerbehinderte einstellt!
 
Ich fürchte, dass der Zug soweit abgefahren ist.
Dein Chef ist so weit, dass er „Sanktionen“ ausspricht, nämlich Dich in eine andere Abteilung abschieben will.
Aber.
Es kann nicht darum gehen, dass Du Dich rechtfertigst, also etwas versuchst zu widerlegen was nicht existiert, sondern dass er es begründet.

Da er selber nichts gemerkt hat, ist ihm etwas zugetragen worden.
Das, was ihm zugetragen wurde, kann richtig oder falsch sein, und er muss es prüfen oder überhören.


Rechtfertigungshalber hast Du bereits die anderen Kollegen gefragt, aber die wussten von nichts. Wenn sie dabei ehrlich waren, hört sich das gut an.


Man müsste also den Chef fragen, was er festgestellt hat, was „dran“ ist und welche Punkte genau aufgelistet werden.
Diese Punkte könnten – wenn es sich um Mängel handelt, behoben werden.

Dann scheint es aber noch einen Punkt zu geben, der erheblich ist, und erst zur Reaktion des Chef geführt hat, nämlich das Gerücht, dass Du blau gemacht hast.
Blau machen ist ein Betrugstatbestand, also eine Straftat. Wer behauptet, dass Du blau machst, stellt sich gegen die dokumentierte ärztliche Diagnose und beschuldigt Dich falsch.

Somit müsste also auf den Tisch kommen, ob Dein Chef Dich des Betruges verdächtigt.
Verdächtigen tut er dann, wenn es Tatsachen gibt, die eine Annahme begründen.
(übrigens: das ganze wörtlich).
Gibt es keine Tatsachen, so kann Dein Chef keinen Grund für die Annahme vorweisen, dass Du blau gemacht hast.
Gibt es ein Attest, dann noch weniger.

Er hat Dich, wenn Du es schaffst, ihm diesen rechtlichen Standpunkt klar zu machen, so zu stellen, als wäre alles immer schon ok gewesen.
Des weiteren bedeutet, ein Betrugsgerücht zu setzen, dass der Firmenfrieden erheblich gestört wird. Gerne kann man bei derartigen Mobbingversuchen einflechten lassen, dass man, wenn man es nachweisen kann nicht zögern wird, eine einstweilige Verfügung mit strafbewehrter Unterlassungsklage einzureichen. So eine Bemerkung dem Chef gegenüber stellt spätestens dann ein deutliches statement dar, das sich nicht eggen ihn richtet sondern einem rechtlich zusteht. Er kann es also nicht sanktionieren.
 
Du warst kranken geschrieben? Falls ja, kein Problem.
Du wurdest beim Feiern gesehen? Nein? Kein Problem.

Habt ihr einen BR? Wenn ja, schleunigst Termin vereinbaren. Dein Chef kann nicht, anhand einer nicht nachweisbaren Aussage, von 1 Person, solche Anschuldigungen machen.
 
Danke für eure Antworten.
Ja, ich hatte natürlich ein Attest. Ich war nachmittags sofort noch beim Arzt und dieser hat mich für die gesamte Zeit mit einer AU krankgeschrieben. Es war 18 Uhr als ich beim Arzt fertig war, also habe ich mich „erst“ am nächsten Morgen um halb 8 telefonisch krank gemeldet und meine AU sofort per Mail geschickt. Auf meiner Abteilung rief ich auch an und sagte wie lange ich krank geschrieben wurde.
Meiner Meinung nach habe ich mich also absolut korrekt verhalten. Mein Chef hatte aber auch bemängelt, dass ich mich nicht rechtzeitig melden würde und sowas… das hat gar keinen Sinn gemacht, weil mein Chef zu diesem Zeitpunkt im Urlaub war und ich mich bei der Vertretung sofort gemeldet hatte.

Während der Krankheitsphase war ich natürlich nicht feiern und habe auch keinen Kollegen auf der Straße gesehen oder sowas.
Es gibt also wirklich gar keine Anhaltspunkte für das was erzählt wird.

Ich hab zuhause total viel geweint als ich von den Vorwürfen erfahren hab. Zuerst dachte ich meine Kollegen hätten mir etwas vorgemacht und würden mich insgeheim hassen … ich war richtig fertig und hatte richtig Angst sie darauf anzusprechen. Zum Glück hat das nicht gestimmt.
 
Ach, dein Chef ist einfach ekelhaft. Der hat natürlich keine Beweise, weil du krank warst. Er nutzt es gerne um dich in Schach zu halten, damit du trotzdem zur Arbeit kommst. Hatte auch eine Kollegin mit schwerbehinderten Status, hat leider MS bekommen. Ich musste sie regelrecht nach Hause Schicken, damit sie sich ausruht und sich Krankmeldet. Weil ihr über 20 Jahre immer Druck gemacht wurde. Das ist einfach ein wiederliches Spiel für manche Chefs. Ich würde nur deinen beauftragten kontaktieren, damit er sich nicht einfach versetzen kann. Zumal deine Tätigkeiten sich auch nicht stark ändern dürften. Die Stelle ist auf dich zugeschnitten. Schildere deine Situation deinen beauftragten. Mit dem Chef würde ich keinen Krieg führen, da er sowieso schon geblockt hat. Aber ich denke eher, damit du immer bravs kommst trotz schmerzen. Die Kollegin freundlich grüßen und mehr nicht
 
Hey also ich hab heute morgen noch ein Gespräch mit meinem Chef gehabt. War überraschend verständnisvoll und nett … hat mir genau gesagt was ich in der neuen Abteilung zu tun hätte und ob ich damit einverstanden bin. Gehaltserhöhung wurde auch in Aussicht gestellt.
Dann war Meeting wo das Ganze vorgestellt werden sollte und auf einmal hat mein Chef noch zusätzlich 4 Aufgaben mehr benannt, von denen vorher nicht die Rede war. Sachen die ich noch nicht gemacht hab. Eingearbeitet soll ich nicht werden, weil mein Chef „keine Zweifel hat dass ich das kann“?!
Ich musste nach dem Meeting leider direkt zu einem Arzttermin und danach war mein Chef schon weg, aber ich bin immer noch etwas perplex. Muss morgen wohl zu ihm, aber was soll ich jetzt sagen?? Er ist mir ja laut ihm schon „entgegen gekommen“.
 
Du solltest klar stellen, dass für dich eine Einarbeitung wichtig ist, um da rein zu kommen. Falls das der Fall ist.

Fühlst du dich der neuen Aufgabe gewachsen oder nicht?
 

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