Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

"Kleine" Ereignisse aus der frühen Kindheit, die sich irgendwie ins Gedächtnis fraßen

Opa Wilhelm., de gar nicht mein Opa war sonder ein Nachbar. Hat jeden Morgen am Fenster gewartet, wenn ich in die Schule bin um Guten morgen zu sagen. Mittags nach der Schule bin ich oft zu ihm und kam stinkend nach Hause weil ich mit ihm den schweinestall ausgemistet habe. Ein toller Mann. Und als er starb, da müsste ich 8 gewesen sein, war ich unendlich traurig....
Was für eine berührende Erinnerung.
 
Es war kurz vor Ostern, ich war ca. sechs.
Ich war als Kind sehr schüchtern und hatte Angst vor Fremden, egal, ob Kinder oder Erwachsene.
Besonders schlimm fand ich es, wenn Besuch kam.
Eines Tages tauchte unerwartet ein alter Freund meines Vaters bei uns auf, der seinen Sohn mitgebracht hatte, ich nenn ihn mal Olaf.
Ich verdrückte mich in eine Ecke, wurde aber hervorgeholt, weil es sich ja gehörte, dem Besuch artig guten Tag zu sagen.
Olaf grinste, aber ich sah ihn kaum an.

Bald darauf ging es los zum Spaziergang mit anschliessendem Gasthausbesuch.
Eigentlich mochte ich das Gasthaus, die Bedienungen waren nett, die Erwachsenen hatten gute Laune, und es gab jedes Mal Nachtisch.
Doch sogar die Aussicht darauf stimmte mich nicht froh.
Unglücklich trottete ich hinter den anderen her.

Im Restaurant stand ein großer Strauß aus Zweigen, die mit bunten Holzeiern behangen waren.
Als wir uns an einen Tisch gesetzt hatten, kamen zwei „feine Damen“ ( so nannten wir Kinder damals Frauen, die eleganter gekleidet waren als unsere Mütter) zur Tür herein.
„Ach, guck doch mal, die schönen Ostereier!“ jauchzte die eine.

Plötzlich kam es laut und deutlich wie ein Echo von Olaf: „ ach, die schööööönen Oooooostereier!“

Ich sah ihn erschrocken an ( Erwachsene nachmachen war streng verboten) und da kam es, unaufhaltsam, tief aus mir raus: ein wildes, quietschendes, glucksendes Lachen!
Das Eis war gebrochen.
Ob Olaf bestraft wurde, weiß ich nicht mehr, aber wir wurden rausgeschickt und verbrachten einen herrlichen Nachmittag.
Immer wieder sagte einer von uns „Ach, die schööööönen Ooooostereier!“ und dann prusteten wir los.

Als Vater und Sohn abends wieder wegfuhren, war ich traurig.
Leider wohnten sie ziemlich weit weg.
Ich weiß nicht mehr, ob ich ihn noch mal wiedergesehen habe,
aber „ danke für diese schöne Erinnerung, lieber Olaf!“💚
 
Als ich etwa sechs Jahre alt war, liefen hinter unserem Haus auf einer Weide ein paar Pferde. Meine Schwester (damals neun Jahre alt) und ich sind - unerlaubterweise - auf die Weide gegangen, um die Pferde zu streicheln. Die meisten Pferde waren auch ganz brav, aber ein Pferd schnappte ständig nach den anderen Pferden und deswegen sagte meine Schwester mir, ich solle das Pferd wegjagen. Naiv, wie ich war, habe ich das auch gemacht, allerdings hat das Pferd dann ausgetreten und mich mit einem Huf voll an der Schulter getroffen. Ich bin im hohen Bogen durch die Luft geflogen und war ganz verwundert, weil ich plötzlich den Himmel über mir gesehen habe. Meine Schwester kam ganz erschrocken angelaufen und half mir wieder auf. Meine Schulter tat zwar ziemlich weh, aber ansonsten war ich zum Glück okay. Meine Schwester hat mir dann den Dreck von der Kleidung geklopft und meinte, ich solle ja nichts davon unserer Mutter erzählen, weil wir dann Riesenärger bekommen würden. Wir haben dann auch nichts davon gesagt, aber dummerweise hatte ich am nächsten Tag einen großen, blauen Fleck an der Schulter. Meine Mutter fragte natürlich, woher der sei und meine Schwester meinte dann schnell, ich wäre von der Schaukel gefallen. Meine Mutter hat meine Schwester sehr skeptisch angesehen und mich dann gefragt, ob das auch stimmen würde, was ich aus Angst vor Ärger natürlich sofort bestätigt habe. Meine Mutter hat dann nichts mehr gesagt, aber sie wird sehr genau gewusst haben, dass wir gelogen haben und was wirklich passiert war. Der blaue Fleck hatte nämlich genau die Form eines Hufeisens.
 
Es war kurz vor Ostern, ich war ca. sechs.
Ich war als Kind sehr schüchtern und hatte Angst vor Fremden, egal, ob Kinder oder Erwachsene.
Besonders schlimm fand ich es, wenn Besuch kam.
Eines Tages tauchte unerwartet ein alter Freund meines Vaters bei uns auf, der seinen Sohn mitgebracht hatte, ich nenn ihn mal Olaf.
Ich verdrückte mich in eine Ecke, wurde aber hervorgeholt, weil es sich ja gehörte, dem Besuch artig guten Tag zu sagen.
Olaf grinste, aber ich sah ihn kaum an.

Bald darauf ging es los zum Spaziergang mit anschliessendem Gasthausbesuch.
Eigentlich mochte ich das Gasthaus, die Bedienungen waren nett, die Erwachsenen hatten gute Laune, und es gab jedes Mal Nachtisch.
Doch sogar die Aussicht darauf stimmte mich nicht froh.
Unglücklich trottete ich hinter den anderen her.

Im Restaurant stand ein großer Strauß aus Zweigen, die mit bunten Holzeiern behangen waren.
Als wir uns an einen Tisch gesetzt hatten, kamen zwei „feine Damen“ ( so nannten wir Kinder damals Frauen, die eleganter gekleidet waren als unsere Mütter) zur Tür herein.
„Ach, guck doch mal, die schönen Ostereier!“ jauchzte die eine.

Plötzlich kam es laut und deutlich wie ein Echo von Olaf: „ ach, die schööööönen Oooooostereier!“

Ich sah ihn erschrocken an ( Erwachsene nachmachen war streng verboten) und da kam es, unaufhaltsam, tief aus mir raus: ein wildes, quietschendes, glucksendes Lachen!
Das Eis war gebrochen.
Ob Olaf bestraft wurde, weiß ich nicht mehr, aber wir wurden rausgeschickt und verbrachten einen herrlichen Nachmittag.
Immer wieder sagte einer von uns „Ach, die schööööönen Ooooostereier!“ und dann prusteten wir los.

Als Vater und Sohn abends wieder wegfuhren, war ich traurig.
Leider wohnten sie ziemlich weit weg.
Ich weiß nicht mehr, ob ich ihn noch mal wiedergesehen habe,
aber „ danke für diese schöne Erinnerung, lieber Olaf!“💚
Die Geschichte gibt mir Lönneberga Gefühle. Ich seh Frau Petrell als "feine Dame" vor meinem geistigen Auge, Olaf als Michel und dich als Klein Ida. 🤭
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben