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Klassentreffen - Hilfe ich habe nicht studiert

Ich erinnere mich da an ein befreundetes Paar meiner Eltern, Sie Hochsschullehrerin, er Arzt.

Zitat: "Unsere Tochter muss auf jedenfall ins Ausland und studieren, außerdem erwarten wir dass sie ihren Doktor macht"

Den hat sie heute auch, aber mit der gesammten Sippschaft kann ich persönlich sowas von gar nix mit anfangen, alles dreht sich nur um so Statusgehabe, menschlich kommt da gar nichts rüber.
Und wehe Töchterlein hätte nicht studiert, der wurde das quasi schon aufgetragen.
 
Wer braucht schon Anerkennung, Berühmheit und Status. Ich nicht. Das ist nur ein nettes Bonus nebenbei im Leben😛.

Bin sogar der einzige in der Familie ohne Abitur. Habe nur Fachschulreife und hatte 1 Ehrenrunde gedreht. War auch in verschiedenen Schulen. Technische-gewerbliche Schule, Technik und Medien Berufskolleg, Kaufmännisches Berufskolleg. Muss auch zugeben war ein Hauptschüler. Und jetzt steuere ich mich mit 25 Jahren als Umschüler zum Fachinformatiker an.

Aus Niederlagen lernt man mehr als bei Siegen. Ich bin eher eine Mischung als nichts ganzes und nichts halbes.
 
Ich erinnere mich da an ein befreundetes Paar meiner Eltern, Sie Hochsschullehrerin, er Arzt.

Zitat: "Unsere Tochter muss auf jedenfall ins Ausland und studieren, außerdem erwarten wir dass sie ihren Doktor macht"

Den hat sie heute auch, aber mit der gesammten Sippschaft kann ich persönlich sowas von gar nix mit anfangen, alles dreht sich nur um so Statusgehabe, menschlich kommt da gar nichts rüber.
Und wehe Töchterlein hätte nicht studiert, der wurde das quasi schon aufgetragen.

Ehrlich gesagt, tut mir die Tochter leid! Wer weiß, ob sich das nicht nochmal ganz grausam rächt...
 
Leute vom Kaliber wie Amy Chua die Tiger Mutter haben wir zu verdanken, das die Gesellschaft so auf Leistung gedrillt sind:

Erziehung: Die "Tigermutter" - Vorbild oder Schreckgespenst?

Zitat:

Chuas Töchter Sophia (18) und Lulu (15) durften nie fernsehen, am Computer spielen oder bei Freundinnen übernachten. Sie mussten Mathe pauken und täglich mindestens zwei Stunden Klavier oder Geige üben. Und wehe, sie brachten weniger als eine glatte Eins nach Hause. Klappte es nicht mit dem Geigenspiel, drohte die Mutter damit, Lulus Lieblingsstofftier zu verbrennen. Solche Extreme kommen aber auch bei anderen US-Bürgern chinesischer Abstammung nicht gut an: "Eltern wie Amy Chua sind der Grund dafür, dass Asian-Americans wie ich beim Psychotherapeuten landen", schrieb die Journalistin Betty Ming Liu.

Ich bin zwar Asiate, aber sowas macht mich sehr nachdenklich. Die Mutter optimiert ihre Töchter sozusagen auf Leistung. Nichts als Leistung. Sogar gegen den Willen ihrer Tochter, so habe ich das Gefühl. Stellt euch mal vor, es gebe mehr Leute wie Amy Chua.😱 Elite Universitäten wie in den USA tut ihr übriges.
 
Guten Morgen. Ich bin 29 Jahre alt und war gestern auf einem Klassentreffen unseres Jahrgangs.

Dort musste ich feststellen dass so gut wie jeder irgendwas studiert hat, bzw. etwas "Besonderes" darstellt.

Ich selbst hatte eine Ausbildung absolviert und bin seither "nur" Angestellter. Ich wollte damals eigentlich auch gar nicht studieren sondern lieber gleich Geld verdienen. Jetzt ging mir die ganze Nacht durch den Kopf ob ich auch noch irgendwas draufsetzen "muss" um den Ansprüchen um mich rum gerecht zu werden, bzw. ob ich nichts wert bin wenn ich nicht irgendeine bessere Position innehabe.

Viele hatten auch realtiv verwundert gefragt warum ich "nur" eine Ausbildung habe, und ich hatte auch den Eindruck dass man sich gar nicht so gern mit mir unterhält wegen dem Status.

Würde mich freuen ein paar Statements von euch dazu zu hören, denn ich glaube ich mache mir jetzt massiv Druck.

Dafür hätte es nur 2 lösungen gegeben , entweder du behauptest du hättest studiert oder du benimmst dich extra extrem daneben XD.
 
Dieser Amy Chua hätte ich das Sorgerecht entzogen. Ich habe das Buch vor längerer Zeit gelesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Töchter das unbeschadet überstanden haben sollen. Wundert mich überhaupt, dass ein Verlag so ein Manuskript annimmt... Wenn sich der Mensch in eine fixe Idee hereinsteigert, dann ist das Schlimmste, was es geben kann.

Niemand ist so dumm und blind und so gefährlich, wie jemand, der sich in eine Idee oder Ideologie hereingesteigert hat. Und das mit Leistung/Prestige/Status ist nichts anderes.
 
Nicht alle Nichtakademiker sind ungebildet, unehrgeizig, faul und nicht erfolgreich. Aber auch nicht alle Akademiker bilden sich was darauf ein oder sind bloß charakterlich defizitäre Theoretiker mit autistischen Zügen, zu allem Praktischen zu blöd.

Das eine ist ein so dümmliches, durch Neid, Minderwertigkeitsgefühle und Überheblichkeit motiviertes Klischee wie das andere.

Das einzig Richtige ist, seinen Selbstwert unabhängig vom beruflichen (übrigens auch privaten!) "Status" zu entwickeln. Dann braucht man weder anzugeben oder umgekehrt schamhaft tiefzustapeln, weil man studiert hat, noch braucht man sich sich minderwertig zu fühlen und deswegen alle Akademiker pauschal zu diffamieren, weil man nicht studiert hat.

Im Übrigen würde ich nie wieder zu einem Klassentreffen gehen, wenn ich einmal die Erfahrung gemacht hätte, dass dort nur Geprotze, neidische Vergleiche und gegenseitige Herabsetzungen vorherrschen.
 
Das einzig Richtige ist, seinen Selbstwert unabhängig vom beruflichen (übrigens auch privaten!) "Status" zu entwickeln.

Hallo Primavera,

aber genau um das Stichwort Selbstwert geht es doch.
Wenn ich im Büro sitze und der Nachbarsjunge jeden Morgen mit seinem CLS wegfährt, da kommen automatisch diese Gedanken "guck dir den an, der hats besser gemacht und ist noch eine Ecke jünger als du".
Das ist auch ein Gesellschaftliches Problem an sich. Da man solche Beispiele überall sieht vergleicht man sich und stellt sein Licht unter den Scheffel.
 
Nicht alle Nichtakademiker sind ungebildet, unehrgeizig, faul und nicht erfolgreich. Aber auch nicht alle Akademiker bilden sich was darauf ein oder sind bloß charakterlich defizitäre Theoretiker mit autistischen Zügen, zu allem Praktischen zu blöd.

Das eine ist ein so dümmliches, durch Neid, Minderwertigkeitsgefühle und Überheblichkeit motiviertes Klischee wie das andere.

Das einzig Richtige ist, seinen Selbstwert unabhängig vom beruflichen (übrigens auch privaten!) "Status" zu entwickeln. Dann braucht man weder anzugeben oder umgekehrt schamhaft tiefzustapeln, weil man studiert hat, noch braucht man sich sich minderwertig zu fühlen und deswegen alle Akademiker pauschal zu diffamieren, weil man nicht studiert hat.

Im Übrigen würde ich nie wieder zu einem Klassentreffen gehen, wenn ich einmal die Erfahrung gemacht hätte, dass dort nur Geprotze, neidische Vergleiche und gegenseitige Herabsetzungen vorherrschen.

Genau richtig. Wir müssen lernen, unseren Selbstwert unabhängig vom beruflichen und privaten Status zu machen und weiterhin unsere Vorurteile überwinden lernen. Vorurteile sind dumm und machen uns blind, sie verbauen uns den Weg zueinander. Vorurteile entstehen aus Neid, aus Unwissenheit und aus Denkfaulheit.
Mit Vorurteilen schaden wir nicht nur den Mitmenschen, sondern vor allen Dingen uns selber. Wir verkennen durch unsere Vorurteile die Realität, wir tun bitter Unrecht, wir verbauen uns den Weg zueinander, betrügen uns selbst und andere um Chanchen. Wir lernen nicht dazu und kommen nicht voran.
Die Überbewertung von beruflichem und privatem Status ist im Übrigen eng mit dem Vorliegen von Vorurteilen verknüpft. Wenn wir unsere Vorurteile überwinden, wird es uns gelingen, den Menschen als solchen kennenzulernen, anzuerkennen, zu begreifen und in seiner Einzigartigkeit zu schätzen.
Vorurteile sind Sonnenbrillen mit hundertprozentigem Lichtschutzfaktor. Weg mit sowas!
 
Nicht alle Nichtakademiker sind ungebildet, unehrgeizig, faul und nicht erfolgreich. Aber auch nicht alle Akademiker bilden sich was darauf ein oder sind bloß charakterlich defizitäre Theoretiker mit autistischen Zügen, zu allem Praktischen zu blöd.

Das eine ist ein so dümmliches, durch Neid, Minderwertigkeitsgefühle und Überheblichkeit motiviertes Klischee wie das andere.

Das einzig Richtige ist, seinen Selbstwert unabhängig vom beruflichen (übrigens auch privaten!) "Status" zu entwickeln. Dann braucht man weder anzugeben oder umgekehrt schamhaft tiefzustapeln, weil man studiert hat, noch braucht man sich sich minderwertig zu fühlen und deswegen alle Akademiker pauschal zu diffamieren, weil man nicht studiert hat.

Im Übrigen würde ich nie wieder zu einem Klassentreffen gehen, wenn ich einmal die Erfahrung gemacht hätte, dass dort nur Geprotze, neidische Vergleiche und gegenseitige Herabsetzungen vorherrschen.

ich würde zu keinem Klassentreffen gehen.

Wozu?

Ich habe mit den Leuten nie wirklich was zu tun gehabt.
 

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