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Kinderwunsch macht mich fertig

Ich weiß nicht was für eine Ausstrahlung du hast, aber Versuche es bitte ganzheitlicher zu sehen. Nicht nur was DU ausstrahlst ist wichtig sondern die Gegenseite trägt genauso ihren Teil bei. Wenn man depressiv ist, sucht man oft die Schuld rein bei sich. Wie sieht dein Partner das? Er kennt die Leute vermutlich schon länger und trifft sich ja scheinbar auch noch mit ihnen. Wie geht es dir eigentlich damit dass er die Freunde noch sieht?
 
Liebe TE,

Du schreibst hier leider nichts darüber in welcher Woche oder welchem Monat Du eine Fehlgeburt hattest. Kannst Du das eventuell ergänzen?
 
hi, in der 10. SSW, ich hab mich dann ebenfalls für eine Ausschabung entschieden.

Du bist noch sehr jung. Für junge Frauen ist es nicht ungewöhnlich, dass die erste Schwangerschaft aufgrund von hormonellem Ungleichgewicht problematisch ist.

Es ist natürlich sehr ungünstig, wenn man eine Schwangerschaft extrem früh bemerkt, sich Hoffnungen macht, vielleicht auch etwas unaufgeklärt ist, dass gerade in der Frühschwangerschaft sehr viel schief gehen kann und es häufig zu Abgängen kommt.

Ich kann verstehen wie enttäuscht Du gewesen sein musst. Bestimmt habt hattest Du Dich mit Deinem Partner schon ausgetauscht und ihr habt vielleicht, auch wenn es nicht geplant war angefangen Euch zu freuen und über die Zukunft zu Dritt zu reden.

Ich kann auch verstehen, dass es Dich dann umso mehr belastet, wenn Du siehst, dass einige in Deinem Bekannten- und Freundeskreis schwanger werden oder Du Mütter auf der Straße siehst. Es ist völlig normal, wenn einen ein Thema belastet, dass man dann auch den Fokus verstärkt auf seine Umwelt richtet und empfänglicher für Dinge wird, die man vorher nicht wahrgenommen hat.

Ich finde, dass Dein Partner sehr rational und vernünftig in die Planung geht, indem er Dich darauf hinweist, dass Ihr Euch erst einmal finanziell gut aufstellen solltet. Das halte ich für eine sehr erwachsene Einstellung.

Ich kann Deinen Wunsch zwar verstehen ein Kind haben zu wollen. Ein Kind kann einem viel Freunde und auch Anerkennung bringen. Aber ein Kind bedeutet auch extrem viel Verantwortung. Dein Leben und Deine derzeitige Freiheit wären mit einem Schlag vorbei. Das Kind würde dann die nächsten Jahre Dein Leben diktieren und den Rhythmus bestimmen. Und ich glaube, dass Dir nicht bewusst ist wie sehr.

Ich will ehrlich zu Dir sein: Du bist schon nach so einem Schicksalsschlag extrem down und hast Probleme Dich zu erholen. Was meinst Du denn wie fertig Du nach einer Geburt wärst, wenn Du nächtelang nicht mehr richtig geschlafen hättest und Dir erst mal so keiner Helfen würde? Noch dazu kostet ein Baby wirklich sehr viel Geld und wird über Jahre die finanziellen Ressourcen extrem schmälern.

Man stellt sich das Leben mit einem Baby natürlich sehr romantisch vor. Aber die Wahrheit ist: Ein Baby ist wie ein halber Komapatient, um den man sich 24/7 Tag und Nacht kümmern muss und der leider, anders als ein Komapatient nicht leise ist. Irgendwann fängt der Komapatient an wacher zu werden, zu krabbeln, krabbelt und rennt permanent davon, zerlegt Dir die Wohnung. Dann ist Dein Komapatient ein Alzheimerpatient. Dein Wohnzimmer wird die nächsten Jahre ein Schlachfeld sein. Es wird überall Spielzeug rumliegen. Du bist gefangen zwischen dreckigen Windeln, vollgekotzten Sachen, ungespülten Babyflaschen... und, wenn Du mal alleine raus willst darfst Du Dich rumstreiten wer eventuell mal eine Stunde auf Dein Kind aufpasst. Es wird Dir die Sachen ausräumen, Deine Sachen kaputt machen... und auch das wird extrem ins Geld gehen.

Wenn Du dann gute Freunde hast, die auch Kinder haben und das akzeptieren: Toll! Dann könnt Ihr Euch gegenseitig unterstützen. Falls nicht stehst Du alleine da und bekommst die heftigsten Depressionen und Sinnkrisen Deines Lebens.

Ganz ehrlich... Sorge bitte erst Mal dafür, dass Du reifst, Dein Leben auf eine stabile Basis bringst, Dir einen guten Arbeitgeber suchst, einen Kindergartenplatz bezahlen kannst, Dir eine Tagesmutter leisten kannst, falls es gar keinen Kindergartenplatz gibt und in der Lage bist Deinem Kind auch was zu bieten, aber (auch wichtig!!!) Dir selbst etwas zu leisten. Es gibt keine Garantie dafür, dass Dein Partner ewig bei Dir bleibt oder ihm nicht etwas passiert. Umso wichtiger ist es heutzutage als Frau auch in der Lage zu sein alleine dastehen zu können und sein Kind notfalls alleine versorgen zu können.
 
Man stellt sich das Leben mit einem Baby natürlich sehr romantisch vor. Aber die Wahrheit ist: Ein Baby ist wie ein halber Komapatient, um den man sich 24/7 Tag und Nacht kümmern muss und der leider, anders als ein Komapatient nicht leise ist. Irgendwann fängt der Komapatient an wacher zu werden, zu krabbeln, krabbelt und rennt permanent davon, zerlegt Dir die Wohnung. Dann ist Dein Komapatient ein Alzheimerpatient. Dein Wohnzimmer wird die nächsten Jahre ein Schlachfeld sein. Es wird überall Spielzeug rumliegen. Du bist gefangen zwischen dreckigen Windeln, vollgekotzten Sachen, ungespülten Babyflaschen... und, wenn Du mal alleine raus willst darfst Du Dich rumstreiten wer eventuell mal eine Stunde auf Dein Kind aufpasst. Es wird Dir die Sachen ausräumen, Deine Sachen kaputt machen... und auch das wird extrem ins Geld gehen.

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Ganz ehrlich... Sorge bitte erst Mal dafür, dass Du reifst, Dein Leben auf eine stabile Basis bringst, Dir einen guten Arbeitgeber suchst, einen Kindergartenplatz bezahlen kannst, Dir eine Tagesmutter leisten kannst, falls es gar keinen Kindergartenplatz gibt und in der Lage bist Deinem Kind auch was zu bieten, aber (auch wichtig!!!) Dir selbst etwas zu leisten. Es gibt keine Garantie dafür, dass Dein Partner ewig bei Dir bleibt oder ihm nicht etwas passiert. Umso wichtiger ist es heutzutage als Frau auch in der Lage zu sein alleine dastehen zu können und sein Kind notfalls alleine versorgen zu können.
Ich denke auch, dass das die ungeschminkte Wahrheit ist. Bei der Entscheidung, ein Kind zu haben, geht es nicht um einen Wettbewerb mit gleichaltrigen Freundinnen, um Vergleiche, wer den dicksten Bauch hat oder um die Frage, bei Schwangerschaften und Geburten mitreden zu können. Ein Kind stellt ganz andere Anforderungen an die Eltern, insbesondere die Mutter, als das neueste Smartphone, das man haben will, weil die anderen es auch haben.

Im Grunde ist es dasselbe wie mit Hochzeiten: Die meisten machen heute ein Riesenevent daraus, was schon mit dem ach so romantischen und möglichst originellen Heiratsantrag anfängt. Selbst über 60-Jährige meinen noch, gegenüber Unverheirateten mit den Heiratsanträgen prahlen zu können, die sie erhalten haben. Nach der Traumhochzeit kommt dann gerade für viele junge Menschen die Ernüchterung, weil eine Ehe über Jahre und Jahrzehnte auch sehr anstrengend ist.
 

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