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Kinderwunsch, aber Ehe ohne Sex...

  • Starter*in Starter*in Gastholz
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vielleicht ist das falsch rübergekommen, ich habe sie nicht geheiratet, um sex mit ihr zu haben. klar die hoffnung war da, dass das vielleicht den letzten schuss vertrauen gebracht hätte - wenn es denn daran liegt. ich habe sie geheiratet, weil ich darauf vertraue, dass wir dieses problem lösen können.
Nun, ich gerade dein letzter Satz sehe es als Irrtum.
Wenn es vor der Ehe kein/wenig sex gibt wird das durch ein Eheschließung auch nicht besser.
Es gibt hier einigen Threads hier von Männer, die sexuell zu kurz kommen bei ihren Partner. am anfang war es OK und dann ging es nur bergab.

Ich hoffe für dich das es durch Gespräche/(Paar)Therapie geklärt wird, schätze die Chance aber als gering an.
 
Puh, ich schwanke zwischen Be- und Verwunderung. Ich finde es bewundernswert, dass du soviel Geduld beweist (über welchen Zeitraum reden wir hier denn eigentlich genau?). Aber ich bin auch verwundert, dass ihr nicht früher über professionelle Hilfe nachgedacht habt, wenn ihr beide die Situation verändern wollt...

Das mit der Hochzeit - nuja, unter welchen Bedingungen man diesen Schritt wagt, soll jedem Paar selbst überlassen sein. Ich könnte mir allerdings nicht vorstellen, einen Mann zu heiraten, mit dem ich (aus welchen Gründen auch immer) über einen langen Zeitraum nicht schlafen kann. Sicher gibt es wichtigeres in einer Ehe als Sex - aber für immer ohne? Bist du dazu wirklich bereit? Dass ihr in tiefer Liebe verbunden seid, glaube ich dir jetzt einfach mal, aber glaubst du wirklich, dass du auch in 5 jahren noch die Einstellung vertreten kannst, lieber ein Leben ohne Sex als ohne sie?

Ich hab selbst keine Erfahrung mit Sexualtherapie gemacht. Kann nur aus zweiter Hand berichten, eine Freundin von mir hatte ein ähnliches Problem: am Anfang der Beziehung toller Sex, und dann auf einmal Zack-Bumm-Aus. Ohne offensichtlichen Auslöser. Dies ist ihr in allen ihren längeren Beziehungen passiert, ihr letzter Freund (und heute Ehemann) hat sie daraufhin zu einer beratung gedrängt. Der Therapeut hat nach relativ kurzer Zeit den Knackpunkt gefunden, eine Art umgedrehten Madonna/H***-Komplex. Normalerweise tritt das ja wohl eher bei Männern auf. Es war bei ihr aber so, dass sie, solange die Beziehung frisch war, also es lediglich Verliebtsein war, aber noch nichts Tiefgehendes, kein Problem mit Sex hatte. Ab dem Zeitpunkt, ab dem ihr bewusst war, dass Liebe im Spiel war, ging es aber nicht mehr, weil sie dieses "heilige" Band der Liebe nicht mit Sex "beschmutzen" wollte. Alles unbewusst natürlich, und ganz schön abgedreht irgendwie. Sie hat dann eine Therapie begonnen, in der aufgedröselt wurde, warum ihr Unterbewusstsein Sex als etwas Schmutziges abgespeichert hat. Ich will da nicht weiter drauf eingehen, nur so viel, es war nichts dramatisches in dem Sinne, dass sie unangenehme Erfahrungen gemacht hat, sondern es hatte etwas mit ihrer Erziehung zu tun.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas Mut machen und wünsche euch viel Glück für das Beratungsgespräch!
 
Also in der Situation solltet ihr wirklich kein Kind in die Welt setzen. Kinder retten keine Beziehung, sondern strapazieren sie. Das muss eine Beziehung erst mal aushalten,d ass es jetzt um einen Menschen geht. Die Zeit fü Gemeinsamkeit wid geringer, es wird stressiger. Da kann man keine Beziehung kitten.

Kein Sex ist der Anfang vom Ende. Eine Therapie fände ich gut oder einfach das offene Gespräch. Warum geht bei ihr die Klappe zu? Ist sie genrvt vom Verlangen, hat sie Angst oder kann sie nicht abschalten oder zweifelt sie bereits an der Beziehung? Ihr solltet wirklich an der Beziehung arbeiten und ich würde nicht mein ganzes Leben für sie opfern. Das habe ich getan und nach drei Jahren ohne Sex, empfinde ich nur noch freundschaftlich für meinen Freund. Ich ertappe mich, wie mich anderweitig umsehe oder neidisch auf andere Beziehungen sind. WIr haben ständig Spannungen. Ich glaube nicht, dass sie das wieder heilen lässt.

Alles Gute!
 
Hallo gastholz

Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation. Wir sind seit fast 6 Jahren zusammen, seit einem halben Jahr verheiratet. Ich liebe meine Frau sehr, sie mich auch. Sie ist das beste, was mir passieren konnte, wir lachen sehr viel und haben immernoch eine sehr gute Zeit zusammen. Unser Sexleben war die ersten paar Jahre super, beide haben es genossen. Seit ca einem Jahr wurde aber die Häufigkeit immer weniger, ca 1x im Monat. Seit den Flitterwochen vor 2 Monaten hat meine Frau die Pille abgesetzt, aber wir haben nach wie vor nicht mehr als 1x im Monat Sex. Ich vermisse den Sex und diese Situation belastet mich sehr. Ich müsste mindestens 1x/Woche Sex haben, um zufrieden zu sein. Wir haben schon häufig darüber gesprochen, ich kann meine Frustration nicht immer zurückhalten, was dann jeweils leider häufig auch zu Tränen bei ihr führt. Ich spüre, dass ich sie unbewusst unter Druck setze, obwohl ich das gar nicht will

Meine Frau weiss auch nicht genau, warum sie keine Lust verspürt. Sie möchte sehr gerne Kinder, ich auch, da würde man ja meinen, dass das die besten Voraussetzungen sind für guten Sex. Meine Frau ist sehr aufgestellt, hat eine sehr gute Beziehung zu ihrer Familie, einen gesunden Freundeskreis. Sie hat die Tendenz zu mangelndem Selbstvertrauen, obwohl eingentlich kein Grund dazu besteht. Sie ist sehr offen, intelligent, sozial sehr kompetent, finanziell haben wir keine Probleme, eigentlich führen wir ein gutes Leben. In der Arbeit läufts nicht so rund (aber auch nicht wirklich schlecht), das stresst sie häufig. Für mich ist das eigentlich die einzige Erklärung, warum sie nicht frei in ihrem Kopf ist. Sie ist sehr schön, aber leicht übergewichtig, was sie ebenfalls einwenig stresst. Sie hat auch häufig Schmerzen, mal in den Knien, dann wieder im Rücken, dann wieder sonst irgendwo, ist häufig in Aerztlicher Behandlung. Das ist natürlich für das Selbstvertrauen auch nicht wirkich zuträglich.

Ich habe sie schon mal gefragt wegen Paartherapie, aber sie meinte, sie sei noch nicht so weit, mit einer fremden Person über solche Sachen zu sprechen. Wir lesen momentan das Buch von John Gray, "Mars and Venus in the bedroom" (gibts leider nicht auf deutsch, oder ich habs nicht gefunden) zusammen, was wirklich eine super Idee war, hab einiges gelernt, sie auch. Ich bin froh, dass sie aus eigener Initiative dieses Buch gekauft hat. Ich erhoffe mir etwas von diesem Buch, ist jetzt aber leider noch zu früh. Kann ich dir nur empfehlen.

Aber trotzdem würde mich wundernehmen, was bei dir die Paartherapie gebracht hat, und ob du das empfehlen würdest.

Ich weiss wirklich nicht, wie wir so je Kinder bekommen sollen, und falls dann doch mal eines da ist, wie's weitergeht.
 
Ich habe eigentlich ein ähnliches Problem.
Ich bin mit meiner Frau seit ca. 10 Jahren zusammnen und davon 4 Jahre verheiratet.
Anfangs hatten wir auch ausgiebig Sex usw. Vor ca. 4 Jahren kam das erste Kind und wir sin bei mittlerweilen drei Kindern (Familienplanung abgeschlossen). Der Sex wurde immer weniger.
Ich kann noch nicht mal mit ihr darüber sprechen. Ich darf meine Vorlieben nicht äussern und wenns dann mal zum Sex kommt dann geht das auch nur im dunkel im abgeschlossenen Schlafzimmer.
Ich weiß das es mit den Kindern zu tun hat. Ich denke mal das sie sich nicht richtig fallen lassen kann, aber daran würde ich gern mit ihr arbeiten. Irgendwie ist sie aber mit der Situation zufrieden. Sie ist die tolle Mama und ich bleibe auf der Strecke.
Ich bin leider schon fast so weit, daß ich jede Chance auf eine Techtelmechtel ausnutzen werde oder gezielt losgehe (Bezahl Sex).
 
Ich hab selbst keine Erfahrung mit Sexualtherapie gemacht. Kann nur aus zweiter Hand berichten, eine Freundin von mir hatte ein ähnliches Problem: am Anfang der Beziehung toller Sex, und dann auf einmal Zack-Bumm-Aus. Ohne offensichtlichen Auslöser. Dies ist ihr in allen ihren längeren Beziehungen passiert, ihr letzter Freund (und heute Ehemann) hat sie daraufhin zu einer beratung gedrängt. Der Therapeut hat nach relativ kurzer Zeit den Knackpunkt gefunden, eine Art umgedrehten Madonna/H***-Komplex. Normalerweise tritt das ja wohl eher bei Männern auf. Es war bei ihr aber so, dass sie, solange die Beziehung frisch war, also es lediglich Verliebtsein war, aber noch nichts Tiefgehendes, kein Problem mit Sex hatte. Ab dem Zeitpunkt, ab dem ihr bewusst war, dass Liebe im Spiel war, ging es aber nicht mehr, weil sie dieses "heilige" Band der Liebe nicht mit Sex "beschmutzen" wollte. Alles unbewusst natürlich, und ganz schön abgedreht irgendwie. Sie hat dann eine Therapie begonnen, in der aufgedröselt wurde, warum ihr Unterbewusstsein Sex als etwas Schmutziges abgespeichert hat. Ich will da nicht weiter drauf eingehen, nur so viel, es war nichts dramatisches in dem Sinne, dass sie unangenehme Erfahrungen gemacht hat, sondern es hatte etwas mit ihrer Erziehung zu tun.

Hallo Kathrinchen,

wie ist diese Sache denn bei deiner Freundin ausgegangen? Lässt sich ein "Madonna/H***-Komplex" therapieren? Hatte sie im Anschluss wieder Sex und hat es bis heute angehalten?
( Da der Beitrag schon so alt ist werde ich dir in ein paar Tagen eine PN schreiben wenn ich merke, dass du hier nicht mehr reingeschaut hast. )
 
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