DankeFürsLesen
Mitglied
Hallo zusammen,
ich stehe vor einem (bisher nur therotischem) Dilemma: Kinderkriegen oder nicht?
Kurze als Vorgeschichte: Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt. Eine richtige längere Beziehung hatte ich noch nie. Mit 18 lernte ich einen Mann kennen, der mich von Anfang an belog (er machte sich 10 Jahre jünger!), sodass ich unsere Beziehung beendete, bevor sie überhaupt richtig begann. Im Studium lernte ich einen tollen Mann kennen - leider stellte sich heraus, dass auch dieser mich belog und gleichzeitig an seinem Heimatort bereits eine Freundin hatte. Das vehagelte mit erst einmal für ein paar Jahre die Lust auf Dating. Dann starb sehr plötzlich mein Papa, was mich für einige Jahre vollkommen aus der Bahn warf. Als es mir besser ging, kam Corona und machte Dating unmöglich. Schließlich wurden die Coronabeschränkungen wieder aufgehoben, doch ich hatte mich in der Zeit an das Alleinsein gewöhnt und war froh, dass mein Leben wieder in einigermaßen geregelten Bahnen verlief.
In den letzten Jahren machte ich ein paar Datingerfahrungen über Online-Apps, doch diese waren alle nicht berauschend. Ich muss zugeben, dass ich mich die letzten Jahre auch nicht wirklich nach einem Partner sehnte. Es stimmt was man sagt - zu lange Alleinsein ist gefährlich, denn man gewöhnt sich an all den Komfort, den es bringt.
Nun sind die Jahre verflogen und ich bin mit 30 Jahren in dem Alter, in dem viele Freundinnen heiraten und eine Familie gründen. Meine Mutter drängt mich die ganze Zeit dazu, wieder das Daten anzufangen und bringt Sprüche wie "Ich hätte schon gerne mal Enkelkinder!" Noch ringe ich mit mir, das Daten wieder anzufangen, weil mein Leben eig ganz nett ist, so wie es ist, aber iwie fehlt mir doch immer öfters jemand, der an meiner Seite ist, dem ich alles anvertrauen kann. Mit dem man sein Leben teilen kann.
Falls ich mich nun wieder überwinde, zu daten, gibt es jedoch ein Thema beim Dating, das oft angesprochen wird: Kinderwunsch. Nun weiß ich aber gar nicht, was ich zu diesem Thema antworten soll.
Es gibt Leute, die wissen von Anfang an, dass sie Kinder möchten. Zu diesen gehöre ich nicht. Vielleicht, weil keiner in meiner Familie kleine Kinder hat oder ich nie in einer wirklich langjährigen Beziehung war, wo man sich Gedanken übers Kinderkriegen macht. Fakt ist: Babys sind für mich ein Grauen. Ich besitze nicht diese "mütterlichen Instinkte", von denen man immer redet. Bringt auf einer Feier eine Frau ihr Baby mit, stehen alle anderen Frauen um das Baby herum und sind total entzückt. Ich gebe meist die gewünschten "Ach, wie süß"-Kommentare ab und ziehe mich dann zurück, um lieber mit der Katze der Gastgeberin zu spielen. Hätte ich die Wahl zwischen Baby und Katze, würde ich die Katze wählen. Beim seltenen Umgang mit Kindern bin ich total unsicher, was mir unangenehm ist.
Noch nie hatte ich beim Anblick eines Babys das Gefühl, auch unbedingt eines haben zu müssen - im Gegenteil, meinstens bin ich froh, dass es nicht meines ist. Ständiges Babygeschreib? Grauenvoll. Vor ein paar Monaten wachte ich schweißgebadet auf, weil ich den "Albtraum" hatte, plötzlich schwanger zu sein.
Auf der anderen Seite frage ich mich, ob etwas mit mir nicht stimmt. Kleine Kinder (so ab dem Alter, in dem man vernünftig kommunizieren kann) finde ich oft sehr süß. Ich habe jedoch chronisch Nackenprobleme und quasi immer Kopfschmerzen. Oft geht es mir nicht gut. Wie soll man sich um ein Kind kümmern, wenn man kaum mit sich selber klar kommt? Würde ich nur Kinder wollen, damit ich im Alter nicht alleine sterbe? Und selbst wenn ich nun einen liebevollen Partner kennenlerne - mein größter Horror wäre, dass unsere Beziehung zerbricht und ich plötzlich alleinerziehend wäre. Den Luxus, seit über 10 Jahren mit jemandem zusammenzusein und zu wissen, dass man für immer für einander (und für potenzielle Kinder) da ist, habe ich nicht. Was ist, wenn man bemerkt, dass Kinderhaben nicht das Wahre ist, aber dann ein Baby hat? "Zurückgeben" geht nicht. 20+ Jahre seines Lebens die Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu haben, macht mir Angst. Mache ich mir diese Gedanken nur, weil meine Mutter unbedingt Enkelkinder will und ich mich durch den Tod meines Vaters iwie verpflichtet fühle?
Hattet ihr schon solche Erfahrungen? Oder "hirne" ich wie immer zu viel? Die biologische Uhr stresst mich. (Zumal ein Kind ohne festen Partner ja eh nur rein hypothetisch ist 🙂 ) Danke fürs Lesen!
ich stehe vor einem (bisher nur therotischem) Dilemma: Kinderkriegen oder nicht?
Kurze als Vorgeschichte: Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt. Eine richtige längere Beziehung hatte ich noch nie. Mit 18 lernte ich einen Mann kennen, der mich von Anfang an belog (er machte sich 10 Jahre jünger!), sodass ich unsere Beziehung beendete, bevor sie überhaupt richtig begann. Im Studium lernte ich einen tollen Mann kennen - leider stellte sich heraus, dass auch dieser mich belog und gleichzeitig an seinem Heimatort bereits eine Freundin hatte. Das vehagelte mit erst einmal für ein paar Jahre die Lust auf Dating. Dann starb sehr plötzlich mein Papa, was mich für einige Jahre vollkommen aus der Bahn warf. Als es mir besser ging, kam Corona und machte Dating unmöglich. Schließlich wurden die Coronabeschränkungen wieder aufgehoben, doch ich hatte mich in der Zeit an das Alleinsein gewöhnt und war froh, dass mein Leben wieder in einigermaßen geregelten Bahnen verlief.
In den letzten Jahren machte ich ein paar Datingerfahrungen über Online-Apps, doch diese waren alle nicht berauschend. Ich muss zugeben, dass ich mich die letzten Jahre auch nicht wirklich nach einem Partner sehnte. Es stimmt was man sagt - zu lange Alleinsein ist gefährlich, denn man gewöhnt sich an all den Komfort, den es bringt.
Nun sind die Jahre verflogen und ich bin mit 30 Jahren in dem Alter, in dem viele Freundinnen heiraten und eine Familie gründen. Meine Mutter drängt mich die ganze Zeit dazu, wieder das Daten anzufangen und bringt Sprüche wie "Ich hätte schon gerne mal Enkelkinder!" Noch ringe ich mit mir, das Daten wieder anzufangen, weil mein Leben eig ganz nett ist, so wie es ist, aber iwie fehlt mir doch immer öfters jemand, der an meiner Seite ist, dem ich alles anvertrauen kann. Mit dem man sein Leben teilen kann.
Falls ich mich nun wieder überwinde, zu daten, gibt es jedoch ein Thema beim Dating, das oft angesprochen wird: Kinderwunsch. Nun weiß ich aber gar nicht, was ich zu diesem Thema antworten soll.
Es gibt Leute, die wissen von Anfang an, dass sie Kinder möchten. Zu diesen gehöre ich nicht. Vielleicht, weil keiner in meiner Familie kleine Kinder hat oder ich nie in einer wirklich langjährigen Beziehung war, wo man sich Gedanken übers Kinderkriegen macht. Fakt ist: Babys sind für mich ein Grauen. Ich besitze nicht diese "mütterlichen Instinkte", von denen man immer redet. Bringt auf einer Feier eine Frau ihr Baby mit, stehen alle anderen Frauen um das Baby herum und sind total entzückt. Ich gebe meist die gewünschten "Ach, wie süß"-Kommentare ab und ziehe mich dann zurück, um lieber mit der Katze der Gastgeberin zu spielen. Hätte ich die Wahl zwischen Baby und Katze, würde ich die Katze wählen. Beim seltenen Umgang mit Kindern bin ich total unsicher, was mir unangenehm ist.
Noch nie hatte ich beim Anblick eines Babys das Gefühl, auch unbedingt eines haben zu müssen - im Gegenteil, meinstens bin ich froh, dass es nicht meines ist. Ständiges Babygeschreib? Grauenvoll. Vor ein paar Monaten wachte ich schweißgebadet auf, weil ich den "Albtraum" hatte, plötzlich schwanger zu sein.
Auf der anderen Seite frage ich mich, ob etwas mit mir nicht stimmt. Kleine Kinder (so ab dem Alter, in dem man vernünftig kommunizieren kann) finde ich oft sehr süß. Ich habe jedoch chronisch Nackenprobleme und quasi immer Kopfschmerzen. Oft geht es mir nicht gut. Wie soll man sich um ein Kind kümmern, wenn man kaum mit sich selber klar kommt? Würde ich nur Kinder wollen, damit ich im Alter nicht alleine sterbe? Und selbst wenn ich nun einen liebevollen Partner kennenlerne - mein größter Horror wäre, dass unsere Beziehung zerbricht und ich plötzlich alleinerziehend wäre. Den Luxus, seit über 10 Jahren mit jemandem zusammenzusein und zu wissen, dass man für immer für einander (und für potenzielle Kinder) da ist, habe ich nicht. Was ist, wenn man bemerkt, dass Kinderhaben nicht das Wahre ist, aber dann ein Baby hat? "Zurückgeben" geht nicht. 20+ Jahre seines Lebens die Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu haben, macht mir Angst. Mache ich mir diese Gedanken nur, weil meine Mutter unbedingt Enkelkinder will und ich mich durch den Tod meines Vaters iwie verpflichtet fühle?
Hattet ihr schon solche Erfahrungen? Oder "hirne" ich wie immer zu viel? Die biologische Uhr stresst mich. (Zumal ein Kind ohne festen Partner ja eh nur rein hypothetisch ist 🙂 ) Danke fürs Lesen!