Mit bekloppte Strategie meine ich zu glauben, dass man nix wert ist oder selber nix bewirken kann (vgl. die 8 Sätze) etc...wer an so was glaubt hat sich selber die Grube gegraben in die er immer wieder reinkippt. Daher ist ne Analyse (=Therapie) ja oft wichtig um sich der inneren Grundeinstellung mal bewußt zu werden..denn diese Strategien oder Glaubensdinge laufen ja unterbewußt oder nur teilbewußt ab und nur bewußtes Umdenken....ne Neukonditionierung der inneren Wertesysteme kann da Abhilfe schaffen....Garantien gibt es für nix, aber es reicht durch bewußtes Training, gezielter Arbeit an sich selber die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg zu erhöhen. Man hat da oft seine Aha-Erlebnisse, probiert es dann mal anders, schafft sich neue Gewohnheiten und merkt: ist ja so viel besser...
Du hast recht: einige wollen nicht mehr aufstehen und kämpfen...es ist einfacher sich selber leid zu tun, zu sagen: ich bin kaputt und bleibe es, anstatt sich anzustrengen..etc...Aber sollte Selbstmitleid das Lebensziel sein....60 oder 70 Jahre lang nur Jammern und Klagen oder aufgrund erlebter unverarbeiteter Trauma ständig krank zu sein, psychisch zu erkranken? Ich strenge mich da lieber mal 1-2 Jahre oder noch länger ein wenig an, unternehme etwas gegen erlebte Traumata um mich freizuschaufeln und so schnell wie möglich an die Sahnetöpfe des Lebens zu gelangen, anstatt nur unterm Tisch zu hocken und auf eventuell abfallende Brosamen von "oben" zu hoffen.
Klar hat man mal seine Tiefpunkte..wichtig ist nur, sich da nicht allzu lange hängen zu lassen, zu sich selber zu stehen und auch aus den Tiefpunkten wieder rauslavieren zu können...sich selber postive Dinge im Leben schaffen, die einen aufbauen und auffangen können.
Ich habe gelernt, dass jeder sein Leben in entscheidender Weise mit beeinflussen kann und es immer günstig ist, wenn man sich selber akzeptiert und ausreichend mag...zu sich selber steht, sich verteidigt, wenn es sein muss....Kampf lohnt sich....ich habe in meinem Leben oftmals erfolgreich für meine Rechte gekämpft...und von daher kann ich anderen nur raten es ebenfalls nur mal zu versuchen...Letztlich entscheidet jeder dann selber, ob er kämpft oder sich fallen läßt. Mich ärgert dabei immer nur, dass damit die Täter gewinnen...sie haben so eine Macht einen Menschen zu zerstören, die faktisch nicht gegeben ist....nur im Kopp der Opfer die durch ihre Anerkennung der Macht in der Ecke hocken und nicht aus ihrer Ecke rauskommen, in die sie bewußt durch den Täter gedrängt wurden, oftmals wieder von Beutegängern, vermeintlichen Prinzen "errettet" werden und vom Regen in der Traufe landen. Das weiß ich aus Erfahrung aus meiner Arbeit in Sozialberatungen.
Ja du hast Recht, es gibt sie, viele Opfer die lieber Opfer bleiben wollen, anstatt die Verantwortung für sich in die Hand zu nehmen um sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln freizukämpfen. Aber es gibt auch diejenigen, die es packen 🙂
Gruß
Tyra